Es findet nicht eine Umverteilung von Unten nach Oben statt, sondern eine Umverteilung vom Mittelstand in beide Richtungen, sowohl nach Unten und nach Oben.
Das ist definitiv falsch, weil die Oberen kaum Steuern zahlen und sie sogar hinterziehen.
Zudem wird bis 2020 etwa 2,6 Billionen € weitervererbt!!!
Also auch Geld ohne jegliche Gegenleistung der Arbeit!
Bis 500.000 (Und sogar mehr) Steuerfrei!
Das wird solange betrieben bis der Mittelstand vernichtet ist und in das Unten integriert worden ist. Dann sind wir beim ultimativen Umverteilen von Unten nach Oben angekommen.
Nun dazu müsste man erst wissen was, wer der Mittelstand überhaupt ist.
Ich denke mal, dass wir da völlig verschiedene Vorstellungen haben.
Nach allgemeiner Definition hat ein Mittelständler 10-500 Angestellte und einen Umsatz von 50 Mill. € und darüber.
So definiert das Institut für Mittelstandsforschung jedenfalls.
All das erkennt man doch schon daran, was ein Selbstständiger, alleinstehend, heute verdienen müsste um auch nur halbwegs auf dem Niveau eines Hartz4-Empfängers leben zu können.
In den billigsten Branchen schon an die 3000,00 Euro.
Oh, was bekommt ein Hart4 Empfänger?
Meines Wissens nach:
ALG II Eckregelsatz = 100% = 391 EUR
Partner = 90% = 353 EUR
15- bis 17-jährige Angehörige Kinder der Bedarfsgemeinschaft § 20 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 SGB II = 296 Euro
18- bis 24-jährige Angehörige der Bedarfsgemeinschaft (= volljährige Kinder) § 20 Abs. 2 Satz 2 Nr. 2 SGB II = 80% = 313 EUR
Kinder ab 6 bis einschl. 13 Jahre = 70% = 261 Euro
Kinder bis einschl. 5 Jahre = 60% = 229 Euro
Dann muss man auch so ehrlich sein und zugeben, dass manche Menschen sich selbst ausbeuten. Damit meine ich, wenn man von einer Selbstständigkeit nicht angemessen leben kann, dann ist das Geschäftsmodel falsch.
Manch einer setzt dann lieber Kinder in die Welt und arbeitet gar nicht mehr, weil Arbeit sich nicht mehr lohnt. Denn das Geld geht zu großen Teilen für die totalen Nichtskönner ganz Unten oder die gefräßigen ganz Oben drauf.
Warum also nicht auch ein Zombie des Armuts-Prekariats werden, dass vom Staat zur Verfügung gestellte Geld nutzen und seinen Kindern sogar etwas zu Essen geben.
Wenn du das für erstrebenswert hältst, warum nicht?
Ich hielte es nicht dafür.
Nur wenn du dabei bist, indirekt Menschen ihr ureigenes Recht auf Kinder infrage zu stellen, sind wir bei Extremismus.
Wir haben doch ein Grundgesetz, in diesem ist sowohl das allgemeine Persönlichkeitsrecht, als auch die Achtung der Würde des Menschen, fest verankert.
Das aus der Feder eines Studenten zu lesen, der ja selbst die Leistungen des Staates in Anspruch nimmt, ist kaum zu glauben und ungeheuerlich!!! 🙄
Zumal du damit unterstellst, dass arme Menschen schlechte Eltern seien, ihre Kinder nicht liebten, und Nichtskönner seien... Das zeugt von Überheblichkeit und Elitedenken, um nicht Schlimmeres zu denken.
Da mir eine Reihe von Menschen bekannt sind, die Hartz Bezieher sind, vermute ich mal, dass du einigen nicht das Wasser reichen könntest.
Denn wie edel oder gut oder gebildet ein Mensch ist, hängt nicht zwangsläufig davon ab, wie gut er Geld generieren kann, sondern welche Werte er vertritt.
So jedenfalls definiere ich mein Menschenbild, nicht zuletzt auch nach dem Grundgesetz.
Heute entscheidet offenbar darüber lediglich, ob er für die Wirtschaft brauchbar ist.
Was aber eine ethisch völlig unzureichende und falsche Zuweisung darstellt.
Denn eine Wirtschaft sollte doch dem Menschen dienen...
Und das geschieht zudem nicht nach Kriterien der Menschlichkeit oder sozialen Verhalten, sondern nach rein monetären Gesichtspunkten.
Auch du verkennst und unterstellst böswilliges Handeln dieser Menschen, die aber letztlich Opfer von Finanzhaien, falschen oder willkürlichen Unternehmensentscheidungen oder gar persönlichem Pech oder Krankheit wurden.
Derjenige der seine Kinder in Deutschland hungern lässt, muss arge Probleme mit seiner Lebensführung haben.
Stimmt!
Es sind Menschen die besonderer Hilfe bedürften, wenn sie denn gegeben würde.
Das müsste dir doch selbst bekannt sein.
Hier bringe ich noch einmal das Dänische Model ins Spiel, was die Hilfe zur Selbsthilfe beinhaltet!
Ich bin ziemlich pingelig und auf dem Niveau meiner Familie recht "sparsam" was Essensausgaben angeht und stelle immer wieder fest, dass es für eine dreiköpfige Familie absolut ausreichend ist, wenn man für die beiden Elternteile 300,00 Euro für das Essen ausgibt und bei dem Baby welches nicht gestillt wird 100,00 Euro für Milchnahrung und Gläschen.
Das sind 400,00 Euro. Bei zwei Hartz4-Empfängern + Kindergeld müsste man damit sehr gut über die Runden kommen.
Welches Kindergeld?
Womit sich dein Vorwurf der Kinderzeugung schon erledigt hat...
Wo sind die anderen Ausgaben?
Muss man sich nicht Kleiden, Waschen, Windeln und für andere Dinge des Haushaltes aufkommen?
Zudem haben Kinder Bedürfnisse, die auch nicht umsonst zu haben sind.
Und du willst mir doch nicht sagen, man könne sich ausreichend von 5 € pro Tag ernähren?
Nebenbei handelt es sich hierbei nicht um schlechtes Essen. Es handelt sich ausschließlich um frische Zutaten und eine abwechslungsreiche Ernährung mit gutem Fleisch (an den Wochenenden, in der Woche eher vegetarisch) ist gewährleistet.
Nun hat aber die der Verband der Kinderärzte genau das festgestellt, dass die Kinder aus diesen Familien zu wenig Eiweiß zu sich nehmen, was zu Mangelerscheinungen führt, die in späteren Lebensjahren zu Krankheiten führt, die dann wiederum die Allgemeinheit belasten...
Eiweißreiche Nahrung ist teuer.
Nur kaufe ich auch nach Wochenplan, so dass dann am Ende der Woche vor dem nächsten Einkauf der Kühlschrank auch total leer ist.
Es wird nichts weggeschmissen und alles verbraucht. Mit dem Kochen mit frischen Zutaten und der Zubereitung eines frischen Essens lernt man nebenbei auch noch das Essen mehr wertzuschätzen. Es steckt die eigene Arbeit drin und man fühlt sich richtig gut, wenn man das mit der eigenen Familie dann verzehren kann.
An dieser Stelle merke ich wieder, dass ich lieber Koch als Anwalt hätte werden sollen.