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Kindbetreuung und wechselnde arbeitszeiten

Ich wünschte mir auch, dass das immer der Fall wäre.
Die Realität sieht halt in vielen Fällen anders aus und die Zeiten haben sich auch geändert.
Vielen Unternehmen geht es aktuell schlecht. Die Zukunft ist ungewiss.
Da ist vielleicht vieles aktuell nicht "drin"
Deshalb erwähnte ich ja auch die großen Unternehmen. Da ist es mittlerweile schon Standard, weil die Unternehmen den Bedarf bereits vor Jahren erkannt und angepasst haben. Neu investiert wird vermutlich aktuell seltener, aber die Unternehmen sind weiterhin auf der Jagd nach gut ausgebildeten Fachkräften. Das wird sich auch wegen der demografischen unumkehrbaren Entwicklung nicht mehr ändern. Der TE könnte (weil er als Schichtler vermutlich nicht genau in diese Zielgruppe passt) als "Trittbrettfahrer" Nutznießer werden.
@Felixxx magst du uns kurz eine Info geben, über welche Aus- und Weiterbildungen du aktuell verfügst? dann kann man vielleicht konkreter auf den Punkt eingehen, auch in Hinsicht auf mögliche Jobalternativen.
Yep, das wäre sehr hilfreich.
 
aber die Unternehmen sind weiterhin auf der Jagd nach gut ausgebildeten Fachkräften.

Das halte ich für einen Mythos, aber lassen wir das.
Ich möchte den Thread nicht mit OT spamen.

Ob der TE überhaupt eine Fachkraft ist, wissen wir noch gar nicht.
Daher habe ich nach der Qualifikation gefragt.
Ich warte mal dazu die Antwort ab, dann kann man fundierter reden.
 
Es ging doch gar nicht darum, ob der TE eine Fachkraft ist oder nicht, sondern darum, dass es in seiner Situation sinnvoll sein könnte, sich in großen Unternehmen zu bewerben, weil die (bedingt durch den de facto existierenden war for talents) i. d. R. eine größere Flexiblität in Sachen Arbeitszeit anbieten, man mehr Möglichkeiten hat, sich auch intern weiterzuqualifizieren, um aus der Schichtarbeit herauszukommen, und es eben dort auch eher so etwas wie Betriebskindergärten gibt, die sich auch an exotischeren Arbeitszeiten von Mitarbeitern orientieren. Der TE muss dazu nicht zu diesen "talents" gehören, würde aber trotzdem vom Angebot profitieren können. Ich würde das nicht vorschlagen, wenn ich nicht selber in einem solchen Unternehmen arbeiten würde, in dem genau das der Fall ist. Manchmal muss man auch einfach Glück haben, und sich zur richtigen Zeit in einem Unternehmen bewerben, in dem konreter Bedarf an einem ganz bestimmten Beruf besteht, der noch nicht einmal zu den klassischen Berufen des Fachkräftemangels gehören muss. Und dann hast du sogar eine Chance, wenn das Unternehmen auf der anderen Seite gerade zahlreiche MA entlässt.

Mehrgleisig zu fahren halte ich allerdings weiterhin für am sinnvollsten - also die berufliche Situation familienfreundlicher zu machen, aber eben auch im privaten Umfeld zu schauen, wo man sich Unterstützung holen kann, um sich größtmögliche Flexibilität zu bewahren. Dazu enthält dieser Thread schon jetzt viele Tipps und ich hoffe, dass für den TE etwas dabei ist.
 
Ich habe mein Abitur gemacht. Ich habe keinen Beruf.

Das macht die Sache natürlich sehr schwierig.
Da geht im Grunde nur sich auf alles im Hilfsarbeiter Bereich zu bewerben und schon in den Bewerbungsunterlagen auf deine zeitlichen Notwendigkeiten hinzuweisen.

Spontan fällt mir irgendwie nur Post oder Einzelhandel ein. Vielleicht gibt dir da jemand ne Chance und ist Kompromissbereit hinsichtlich der Arbeitszeiten.
 
Was mir sonst noch einfallen würde, als Jobalternative (auch wenn ich allgemein wenig davon halte) wäre ein Job in einem Callcenter.
Wie ich gehört habe, gibts auch dort mittlerweile, manchmal Homeoffice und die nehmen auch Ungelernte. Im Homeoffice könntest du zumindest halbwegs parallel deinen Sohn versorgen. Du wärst zumindest physisch da (auch wenn es praktisch wahrscheinlich dann weitere anderweitige Probleme geben wird)

Echt schwierig bei dir.
Als Ungelernter steht man halt so weit unten in der Hackordnung, dass man im Prinzip keinerlei "Hebel" hat. Ich meine das nicht despektierlich. Ich habe selbst viele Jahre als ungelernter Schichtarbeiter gearbeitet. Ich kenne diese Seite sehr sehr sehr gut.
Mir hat mal mein Chef ins Gesicht gesagt, dass meinen Job jeder dahergelaufene von der Straße erledigen kann und damit hatte er natürlich auch recht.
Bei irgendeinem Highperformer, der mit ner ultra gefragten Qualifikation ankommt usw. da macht man sicherlich andere Zugeständnisse, als beim ungelernten Schichtarbeiter, auch wenn hier im Thread so vollmundig verkündet wurde, man möge die Büchse der Pandora eben öffnen.
Das wird nicht passieren.

Ein weiteres Problem, das ich sehe:
Selbst wenn man sich bemüht dich irgendwie anderweitig in deinem Betrieb einzusetzen, dann wird das nicht von heute auf morgen passieren.
Die werden da keine wirkliche Eile haben.
Du jedoch schon.
Für dich kommt es auf jeden Tag an, deswegen würde ich an deiner Stelle, noch heute (völlig egal, ob Sonntag oder nicht) so viele Bewerbungen auf jegliche Jobs, die physisch erreichbar sind rausschicken. Auch Initiativbewerbungen.
Schildere konkrete deine Situation bezüglich deiner Kinderbetreuung (Info das du alleinerziehend bist reicht, kein Psychogramm, der Ex)
Über E-Mail, kostet das heutzutage ja auch keinen Cent Geld, zur Not schießt du mit deinem Handy selbst ein halbwegs brauchbares Bild und klatscht es auf deinen Lebenslauf (auf dem "Level" auf dem du dich bewegst, ist das ohnehin nicht so entscheidend wichtig)
Ziel muss sein, dass du heute noch mindestens 20 Bewerbungen raushaust.
 
Das Wichtigste ist jetzt gerade tatsächlich das Kind. Sollte es sein. Ein Kind ist auch kein Gegenstand, den man nach Belieben hin und herschieben kann. Gerade nach einer Trennung braucht das Kind stabile, verlässliche Bezugspersonen.
Was sagt das Jugendamt -das ja anscheinend involviert ist - dazu?
Du hast Abitur. Wolltest du studieren? Dann wäre jetzt ein guter Zeitpunkt einen Studienplatz zu suchen und ein Studium zu beginnen. Da gibt es einiges an Hilfen für Alleinerziehende.
Ansonsten wie @Dalmatiner schrieb (er scheint sich auszukennen) ohne Sperre kündigen und eine Weile, bis sich die Situation entspannt und geklärt hat, von ALG oder Bürgergeld, Wohngeld, Kindergeld , Unterhalt etc. leben und ohne Druck etwas Neues mit passenden Zeiten suchen. Oder ist der aktuelle Job dein Traumjob, den du bis zur Rente machen wolltest?
Dass die ebenfalls Vollzeit arbeitende Oma nicht noch mehr übernehmen kann ist verständlich und muss sie auch nicht.
Wie steht es mit der anderen Oma? Darf sie das Kind sehen?
 

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