Miau meinte:
Aber dann fing sie allmählich an meinen Freund Fragen zu stellen wie z. B. "Papa, hast du Mama denn nicht mehr so lieb?" und "Papa, du wohnst doch nicht hier, du wohnst bei mir und Mama, wann kommst du nach Hause?"... usw. Sie sagte dann auf einer Seite zu mir, dass sie mich lieb hat.. auf der anderen Seite lies sie sich von mir nichts sagen.. Sie sagte immer, dass sie zu ihrem Papa zu Besuch geht, oder z.B. dass sie bei ihrem Papa zu Besuch war, oder sie sagte oft "Papa du hast es ja schön".. usw.. Auch die Eltern und Verwandten von meinem Freund fragten sie immer ob sie bei Papa war und ob sie z.B. bei Papa geschlafen hat.. usw.. Mich lies man immer an der Seite stehen.. Ich sprach dann mit meinem Freund darüber, dass ich es nicht gut finde, dass sie (ich weiß sie ist noch ein kleines Kind, deswegen verstehe ich das auch) meint dass sie zum Papa kommt, oder dass Papa dies und das schön eingerichtet hat (in der Wohnung), weil wir leben ja zusammen und sie kommt/war bei UNS, und WIR haben es uns schön eingerichtet nicht er alleine.. Solche Sachen halt.. Da fühlte ich mich halt als das fünfte Rad beim Wagen..
Hallo Miau,
Dein Lob ehrt mich
😱), ABER ...
Weißt Du ... Deine Worte beschreiben die Situation so, wie ich sie damals auch erlebt habe.
Ich habe mich so verdammt überflüssig gefühlt und dachte, dass niemand Verständnis für mich aufbringt. Alle sagen immer nur: Das arme Kind!
Aber es ist so! Sie ist doch erst 7 Jahre. Sie liebt Mama und Papa und das Einzige, was sie zu verstehen versucht ist, warum die Beiden nicht mehr miteinander können. Sie ist ein kleines Mädchen, dass die Welt und die Dinge, die in dieser Welt passieren, noch nicht begreift. Sie sieht andere Kinder, die "glückliche" Eltern haben. Sie denkt, dass Kinder mit Eltern "perfekter und harmonischer" sind. Warum Papa und Mama sich nicht mehr lieb haben, begreift sie einfach nicht. Und bestimmt hat sie auch Angst, dass Papa sie irgendwann auch nicht mehr liebhaben könnte. Denn Papa ist ja von zuhause und somit auch von ihr weggegangen.
Tja, liebe Miau. Es erfordert jetzt so verdammt viel Selbstbeherrschung, dass Du mit Dir ins Reine kommst und sie nicht als ernstzunehmende Konkurrenz siehst. Sie braucht
Dich, Dich und Deine Liebe und Lebenserfahrung. Kenne dieses Gefühl und glaube ja nicht, dass es bei mir von Anfang an geklappt hat. Auch ich habe viele Tränen weinen müssen, weil das Nicht-beachtet-werden sehr heftig ist. Jeder hat Verständnis für die Kleine und wo bleibst Du dabei?
Ich denke, dass Du gar nicht so bist, wie es aus Deinem ersten Posting erscheint. Kann es sein, dass Du sie doch ein wenig magst?
Und zu Deinem Freund: er sollte schon mit seiner Tochter ein Gespräch führen und ihr deutlich machen, dass sie Dich akzeptieren soll und wenn sie bei Euch ist, hat sie auch zu tun, was Du sagst. (Momentan ist es einfach nur Trotz "Du hast mir gar nichts zu sagen!") Und ich glaube, dass sie alt genug ist, zu verstehen, dass Du ihr nichts Böses möchtest. Sprich ruhig öfter mit ihr, statt Dich in Dein Schneckenhäuschen zurückzuziehen. Vielleicht erreichst Du damit mehr bei ihr?
Daniela