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Kind suizidal nach Abitur

  • Starter*in Starter*in LilaDhalie
  • Datum Start Datum Start
Hat sie auch, nach 12 Jahren Mobbing meiner Meinung nach, mehr als verständlich

Stimmt, nur dass es nicht ganz so leicht ist einen Therapieplatz zu ergattern. Wir sind schon lange auf Wartelisten und hatten uns schon überlegt, dass sie in die Klinik geht, aber das möchten wir eigentlich alle nicht.

Vielleicht wäre es gut zu wissen was?

Das mache ich, aber das hilft ihr in ihrer Situation nicht weiter. Sie sagt davon eine gute Tochter zu sein kann man sich nichts kaufen und später nicht leben und da hat sie ja auch recht. Ihr geht es ja größtenteils schlecht weil sie nicht weiß, ob ihr Leben weitergeht. Nicht, weil sie denkt sie sei ungeliebt.

Das möchte sie gar nicht

Sie möchte nach ihrem FSJ Grundschullehramt machen… Die haben oft Hochschuleigene verfahren und keinen festen NC

Das stimmt, aber das Abi ist eben in sofern wichtig, als dass man dadurch den Studienplatz bekommt und das ist ihre Sorge.

Ich danke dir für die tolle Antwort

Das stimmt auf jeden Fall!

Zumal der Abischnitt für den späteren Beruf ja irrelevant ist, soviel ich mitbekommen habe. Aber für den Studienplatz eben noch nicht.

Medizik kam nie in Frage.
Vielen Dank für die tolle Antwort

Doch, sie hat viele , ganz normale hobbies und ist sehr engagiert. Sie erkennt auch selbst, dass sie persönlich einen gewissen, sogar einen hohen Wert hat. Allerdings sagt sie, dass diese Dinge ihr nicht helfen einen Studienplatz zu bekommen. Die helfen später im Berufsleben, wenn es um persönliche Kompetenzen geht und davon hat sie eine Menge.

So ist unsere Leistungsgesellschaft allerdings leider konzipiert. Wie gesagt weiß sie, dass es wichtigeres im Leben gibt und dass sie sich vielseitig definieren kann - aber eben in diesem Kontext (Studienplatz finden) nicht.

Ja und ja

Weißt du wie schwer es ist, an einen Platz zu kommen? Das geht nicht von heute auf morgen, aber wir sind bemüht!

Ja, aber gerade, wenn sie Lehrerin werden will, sehe ich jetzt nicht so das Problem.

Die meisten Bundesländer nehmen doch inzwischen auch Quereinsteiger, dachte ich?

Hat sie sich denn schon informiert über die Auswahlkriterien der Uni, wo sie studieren will und ist sich sicher, dass sie da aus irgendeinem Grund keine Chance hat?

Aus welchem Grund?

Und selbst wenn das der Fall wäre - gibt es da nicht die Möglichkeit, als Quereinsteigerin rein zu kommen, wenn sie das unbedingt will?
 
Hi!

Niemand hier kennt deine Tochter wirklich. Daher kann auch ich nur vermuten und natürlich falsch liegen.
Das Problem ist vielleicht nicht mal so sehr die 2,5 an sich. Sie hat unter schweren Bedingungen Abi gemacht.
Aber vielleicht hat ihr bei dem Mobbing eben der Gedanke geholfen, besser zu sein als die anderen. Nach dem Motto, ihr dummen Pisser (ich bin jetzt mal deutlich) könnt mich dissen und mobben, aber ich bin besser als ihr, ich hab die Noten.
Naja und das hat jetzt am Ende im Abi nicht mehr so geklappt. Vielleicht liegt auch da die Enttäuschung? Ich kann mich irren, ist nur eine Idee.

Tatsache ist aber auch: Mit dem Abi endet eine Leidenszeit für sie. Für mich war es sehr angenehm, die Leute aus meiner Klasse nach dem Abschluss der Realschule nicht mehr sehen zu müssen. Es endet eine Ära und eine Zeit, in der sie nicht glücklich war. Vielleicht komm die Erleichterung darüber etwas später und lässt dann die Enttäuschung über die Noten nach hinten rutschen?

Das Problem ist eben, dass Mobbing Spuren hinterlässt die auch nach der Schule bleiben. Und gegen viele schlechte Erfahrungen helfen nur gute neue. Die aber auch nicht von alleine kommen. Dass man in Deutschland ewig auf eine Therapie warten muss, gerade im Kinder und Jugendbereich ist ein Skandal, nicht erst seit Corona, aber seitdem noch mehr.

Ich wünsche deiner Tochter alles Gute. Es bleiben ihr reichlich Studienfächer und Möglichkeiten übrig, denke ich. Dass die Enttäuschung weniger wir,de ist am wichtigsten.
 
sorry, dass ich erst jetzt dazu komme zu antworten. Ich danke euch, für die vielen Beiträge und werde mein bestes tun um ihnen nach zu kommen… es war in letzter Zeit alles sehr viel,
Klar, ein paar Türen sind zu, aber viel mehr Türen sind noch offen!
Welche denn?
Bloß ist ein Studium möglicherweise wirklich keine gute Idee, wenn bei den Abiprüfungen schon die ganze Familie in Aufruhr ist wegen ihres schlechten Nervenkostüms….Ein Studium wird 3 mal so schlimm….
Bitte bedenke, dass ihr hier nur einen Teil der Geschichte mitbekommt und auch meine Tochter nicht kennt. Ich würde euch also bitten, von pauschalisierungen Abstand zu nehmen - ihr nervenkostüm ist nämlich gar nicht per se schlecht, deswegen denke ich auch, dass ein Studium aus folgenden Gründen keine schlechte Idee ist :
1. Wenn man etwas wirklich möchte, wie sie in diesem Fall das Studium möchte, so ist man natürlich auch bereit, mehr dafür zu tun und sich da reinzuhängen
2. Meine Tochter hatte die letzten Jahre aufgrund von Long-Covid viele gesundheitliche Probleme. Während des FSJ hat sie die Möglichkeit, sich besser um ihre Gesundheit zu kümmern und hat dadurch auch die Chance, ausgeglichener zu werden, denn ich denke, dass ein großer Teil dieses Stresses den sie empfindet, mit ihrem körperlichen Zustand zusammenhängt! Man davon abgesehen, dass ein FSJ ebenfalls ein guter Weg ist, sich vom Stress des Abis zu erholen. Wahrscheinlich reicht die Kraft, die sie währenddessen schöpfen kann auch wieder für ein Studium
3. Wurde meine Tochter während ihrer Schulzeit massiv gemobbt. Ständig hatte sie das Gefühl, dass ihre Leistung alles ist, die sie vor Schlägen der Mitschüler bewahrt. Im Studium hat sie ein ganz anderes Umfeld und solche Probleme hoffentlich nicht mehr - das nimmt ebenfalls Druck raus!
4. Viel Stress den meine Tochter empfunden hat, hing mit dem Fach Mathe zusammen. Davor hatte sie eine regelrechte Phobie und da hing auch das Abi dran. Wählt sie ein studienfach mit weniger Fokus auf Mathe, so ist das ebenfalls eine Belastung die wegfällt - Zumal sich die Mathematischen Inhalte im Studium auch ändern.
5. Wir sollten nicht vergessen, dass alle Abiturienten die 2022 ihren Abschluss gemacht haben, ihre Vorbereitung komplett in einer Pandemie abgeschlossen haben! Sie mussten 18. Geburtstage im lockdown verbringen, konnten nach einer anstrengenden Lernphase nicht mit Freunden feiern oder ausgehen… Sowas hinterlässt Spuren! Dadurch, dass die Maßnahmen nun wieder lockerer sind, kommt ein normales Alltagsleben langsam wieder zurück und das nimmt natürlich ebenfalls Druck. Viele Jugendliche, so auch meine Tochter, haben eben unter diesen Umständen gelitten.
6. Ist das Leben immer stressig. Auch eine Ausbildung und jegliche anderen formen ins Berufsleben zu kommen, bedeuten einen gewissen stress. Sie damit zu konfrontieren ist absolut nichts negatives und im Notfall kann man das Studium immer noch abbrechen, wenn es einem zu viel wird!
 
Tatsächlich? Hatte ich anders im Kopf. Wie hat er es dann geschafft? Wartesemester, Ausland?
Ihr Lieben, ich würde euch darum bitten, das nicht hier zu diskutieren. Es ist bestimmt interessant! Aber dadurch, dass Medizin für meine Tochter keine Option ist und dieser thread dazu dient, uns mit unserer Situation zu helfen, ist das mehr oder weniger irrelevant. Das soll auf keinen Fall unfreundlich wirken, es ist mir einfach wichtig, dass beim Thema geblieben wird.
Habt ihr die Möglichkeit, mit eurer Tochter ein paar Tage wegzufahren?

Etwas Abstand zu gewinnen wäre jetzt hilfreich und Ablenkung könnte ihr gut tun.

Wenn es ganz schlimm ist, scheue dich nicht, psychiatrische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Das ist an sich eine sehr schöne Idee, aber mit ihr wegfahren können wir nicht. Wir sind beide berufstätig und der Urlaub ist verplant…
Auch wenn ich dir zustimme, dass das eine sehr gute Option wäre und bestimmt helfen würde
Nichts für ungut
Ist aber ein ziemlicher Angriff.
Und was habt ihr als Eltern während all dieser Zeit gemacht? Habt ihr eure Tochter auch spüren lassen, dass sie selbst viel wichtiger ist als ihre Noten?
Wir haben uns den Hintern für die psychische Gesundheit unserer Tochter aufgerissen! Sie hat teilweise in unserem Bett geschlafen , wir sind oft die halbe Nacht wach gewesen um Gespräche zu führen, sämtliche gefährlichen Gegenstände wurden weggesperrt, teilweise waren wir freiwillig im Homeoffice um auf sie aufpassen zu können, wir haben Dinge mit ihr unternommen, wir sind mit ihr zur Psychologischen Beratung gegangen und haben uns Tipps geholt … SELBSTVERSTÄNDLICH haben wir alles daran gesetzt um ihr klar zu machen, dass sie uns wichtiger ist als die Noten, das haben wir permanent gezeigt und gesagt!
aber es liest sich so, als hättet ihr rein gar nichts für sie getan außer ihren Zustand zu beobachten.
dem ist aber überhaupt nicht so und ich bin erschüttern und empört von diesem Kommentar! Die Zeit war für uns alle sehr hart und für uns wäre sie nur halb so
Es tut mir leid, dass ich nun so emotional werde, aber wie kann ein fremder Mensch im Internet nur behaupten, dass Eltern dem besten, was ihnen im Leben passiert ist und alles was ihnen lieb ist dabei zuschauen, wie es den Bach herunter geht?! Ist dir klar, was das für ein Vorwurf ist? Hast du Kinder?
wenn das , was wir gemacht haben nicht genug ist, dann ist das so, dann müssen wir das ändern! Aber wir haben alles getan, was uns in dem Moment so vorkam als ginge nicht mehr und auf gar keinen Fall absichtlich zu wenig gemacht!
Wachsam sein und den Stress abklingen lassen.
Danke für diese ausführliche Antwort.
 
sorry, dass ich erst jetzt dazu komme zu antworten. Ich danke euch, für die vielen Beiträge und werde mein bestes tun um ihnen nach zu kommen… es war in letzter Zeit alles sehr viel,

Welche denn?

Bitte bedenke, dass ihr hier nur einen Teil der Geschichte mitbekommt und auch meine Tochter nicht kennt. Ich würde euch also bitten, von pauschalisierungen Abstand zu nehmen - ihr nervenkostüm ist nämlich gar nicht per se schlecht, deswegen denke ich auch, dass ein Studium aus folgenden Gründen keine schlechte Idee ist :
1. Wenn man etwas wirklich möchte, wie sie in diesem Fall das Studium möchte, so ist man natürlich auch bereit, mehr dafür zu tun und sich da reinzuhängen
2. Meine Tochter hatte die letzten Jahre aufgrund von Long-Covid viele gesundheitliche Probleme. Während des FSJ hat sie die Möglichkeit, sich besser um ihre Gesundheit zu kümmern und hat dadurch auch die Chance, ausgeglichener zu werden, denn ich denke, dass ein großer Teil dieses Stresses den sie empfindet, mit ihrem körperlichen Zustand zusammenhängt! Man davon abgesehen, dass ein FSJ ebenfalls ein guter Weg ist, sich vom Stress des Abis zu erholen. Wahrscheinlich reicht die Kraft, die sie währenddessen schöpfen kann auch wieder für ein Studium
3. Wurde meine Tochter während ihrer Schulzeit massiv gemobbt. Ständig hatte sie das Gefühl, dass ihre Leistung alles ist, die sie vor Schlägen der Mitschüler bewahrt. Im Studium hat sie ein ganz anderes Umfeld und solche Probleme hoffentlich nicht mehr - das nimmt ebenfalls Druck raus!
4. Viel Stress den meine Tochter empfunden hat, hing mit dem Fach Mathe zusammen. Davor hatte sie eine regelrechte Phobie und da hing auch das Abi dran. Wählt sie ein studienfach mit weniger Fokus auf Mathe, so ist das ebenfalls eine Belastung die wegfällt - Zumal sich die Mathematischen Inhalte im Studium auch ändern.
5. Wir sollten nicht vergessen, dass alle Abiturienten die 2022 ihren Abschluss gemacht haben, ihre Vorbereitung komplett in einer Pandemie abgeschlossen haben! Sie mussten 18. Geburtstage im lockdown verbringen, konnten nach einer anstrengenden Lernphase nicht mit Freunden feiern oder ausgehen… Sowas hinterlässt Spuren! Dadurch, dass die Maßnahmen nun wieder lockerer sind, kommt ein normales Alltagsleben langsam wieder zurück und das nimmt natürlich ebenfalls Druck. Viele Jugendliche, so auch meine Tochter, haben eben unter diesen Umständen gelitten.
6. Ist das Leben immer stressig. Auch eine Ausbildung und jegliche anderen formen ins Berufsleben zu kommen, bedeuten einen gewissen stress. Sie damit zu konfrontieren ist absolut nichts negatives und im Notfall kann man das Studium immer noch abbrechen, wenn es einem zu viel wird!

Welche Türen noch offen sind? Fast alle. Es gibt sehr viele Studiengänge ohne Nc, in die man mit 2,5 locker reinkommt.

Zu 1.: Klar bemüht man sich,wenn man etwas möchte. Genau das macht den Stress ja aus. Deine Tochter ist doch nicht gestresst, weil ihr das Abi egal ist, sondern gerade weil es ihr wichtig ist. Im Studium wird der Stress also nicht geringer, weil es ihr wichtig wird, sondern intensiver.

Zu 2: Ich will natürlich nichts pauschalisieren, sondern bezog mich nur auf Deine Schilderungen. Gesundheitliche Probleme können natürlich einschränken und die Situation kann anders aussehen, wenn es ihr gesundheitlich gut geht. Aber man darf sich da keine Illusionen machen: Das FsJ erholt vielleicht ein wenig, aber nach einem Semester Studium ist das Stresslevel wieder oben und dann muss sie ein paar Jahre durchhalten. Klar, es gibt stressigere und weniger stressige Studiengänge und man kann auch nur den Bachelor machen, der weniger anspruchsvoll ist als der Master….Lehramt könnte also ne gute Idee sein.

Zu 3: Seit wann verhindert Leistung das Mobbing? Wäre mir neu. Und im Studium zählt die Leistung nochmal mehr als in der Schule, da es unmittelbar um die Berufsaussichten geht.

Zu 4: Stimmt, kann besser laufen, wenn Mathe wegfällt.

Zu 5: Ja, Corona war ne harte Zeit. Aber alleine das Feiern senkt das Stresslevel auch nicht. Und meinst Du wirklich, dass alle anderen Schüler ganz genauso gelitten haben wie Deine Tochter? Müsste dann ja so sein, denn Corona betraf ja alle.

Zu 6: Natürlich gehört Stress zum Leben. Aber wie viel davon? Ein Studium ist eben in der Regel stressiger als eine Ausbildung. Und wenn Deine Tochter nicht sehr gut damit umgehen kann und beim Abi schon mega gestresst ist, wird das Studium sie noch mehr belasten. Mehr als eine Ausbildung. Ist eben immer die Frage, was man sich zumuten will. Klar, abbrechen kann man immer noch. Aber wird ihr das leicht fallen, wenn sie jetzt schon am Boden zerstört ist, weil es anders lief als erwartet?
Ich wünsche ihr wirklich alles Gute und dass sie alles schafft, was sie sich vornimmt. Aber man kann Menschen eben auch überfordern und da hilft die Phrase „hab Dich nicht so, Stress gehört zum Leben einfach dazu“ nicht immer weiter. Sieht man ja gerade, was das bringt….Sie spürt Eure Erwartungen mit Sicherheit und dass Ihr Euch wünscht, dass sie sich dem Stress eben einfach stellt und ein Studium macht. Dadurch gerät sie unter Druck und möchte am Liebsten wieder ein unbeschwertes Kind sein ohne Druck- Deshalb hat sie mit bei Euch im Bett geschlafen. Das ist nicht normal für einen Teeny.
Geht es ihr mittlerweile besser?
 
Zuletzt bearbeitet:
Liebe TE,

es tut mir wirklich leid, was ihr alle zusammen durchgemacht habt und ich hoffe, dass es Deiner Tochter mittlerweile etwas besser geht!
Ich finde, dass das FSJ eine tolle Sache ist - Deine Tochter wird sich weiterentwickeln, neue Menschen kennenlernen, neue Fähigkeiten entdecken und kann sich das Ganze dann auch noch als Wartesemester anrechnen lassen.
Hat sie schon einen FSJ-Platz? Was möchte sie gerne machen?

Was einen Studienplatz Grundschullehramt angeht, sehe ich für sie durchaus reelle Chancen.
Der NC variiert sehr, je nach Fächerkombination und Uni, an welcher Deine Tochter studieren möchte.
Klug ist, ein sog. "Mangelfach" auszuwählen, für welches dringend Lehrer gesucht werden.
So hat meine Schwester mit einem 3er-Abi damals sofort einen Studienplatz für Grund- und Hauptschullehramt bekommen. Der Trick war, Musik in die Fächerkombination aufzunehmen.

Sie war ein gutes Beispiel dafür, wie wenig der Abischnitt über Erfolg im Studium oder Kompetenz im Beruf aussagt. Das Studium hat sie ohne Probleme abgeschlossen und statt an einer Grundschule unterrichtet meine eigentlich schüchterne, introvertierte Schwester seit Jahrzehnten mit Begeisterung Hauptschüler in einem sozialen Brennpunkt. So kanns gehen.

Falls es Deiner Tochter immer noch nicht gut geht und ihr weiter auf einen Psychotherapieplatz wartet:
Wie sieht es mit psychosozialen Beratungsstellen bei Euch in der Nähe aus? Die machen häufig eine extrem gute Arbeit, auch dort sitzen Psychologen und Sozialarbeiter, die sowohl Einzel-, als auch Gruppentherapien und Familiengespräche anbieten können.

Ich wünsche Euch alles Gute!
 
Hallo,

ich hoffe ihr könnt mir helfen.
Meine Tochter hat heute ihr Abiturzeugnis bekommen. Während der Abizeit hat sie sehr viel durchgemacht , gesundheitlich, mental, privat… Dies hat letztendlich zu einem Schnitt von 2,5 geführt. Wir sind damit zufrieden, denn weder ich, noch ihr Vater haben Abitur. Wir als Eltern sind einfach froh, dass diese Phase vorbei ist, da die Prüfungen aufgrund dem dünnen Nervenkostüm unserer Tochter für uns alle anstrengend waren. Doch sie hat sich seit Tagen in ihr Zimmer gesperrt und weint, da sie sich für den Schnitt tierisch schämt.
früher hatte sie nur 1er und jetzt durch die externen Prüfungen und sehr strenge und subjektive Lehrer auf diesem Schnitt gelandet zu sein, tut ihr weh.

Meine Tochter hat eine üble Vorgeschichte mit Mobbing und hat sich immer stark über ihre Leistungen profiliert. Sie sagt auch immer wir wären immer nur stolz auf ihre Noten gewesen und hat das Gefühl uns enttäuscht zu haben. Nun sagt sie, das Abitur hätte ihre Zukunft versaut und will nicht mehr leben…

Ich weiß einfach nicht mehr weiter… Ich will meine Tochter nicht verlieren…vielleicht wisst ihr hier einen Rat?
Der abischnitt ist nicht so wichtig, ausser man studiert ein nc fach. Kenne viele die sogar einen 3er schnitt haben und einen guten job haben.
In deutschland herrscht Fachkräftemangel, also bekommt man mit diesem schnitt auch einen job.
Hauptsqche man hat das abi in der tasche der rest interessiert niemanden.
 
Hallo erstmal fühl dich mal gedrückt 🙂

ich habe auch erstmal damals ein FSJ gemacht. Es hat mir den Druck genommen und das wird es bei deiner Tochter auch. Der Abstand zu der Schule wird ihr guttun! Es war für die arme Maus eine harte Zeit... alles muss erstmal verarbeitet werden. Ihr einziger Halt um alles zu überstehen war der Gedanke an das ABi.

Aber Lehramt wird sie auch mit 2,5 studieren können 🙂

Wende dich an deine Krankenkasse. Da hast du vlt Glück und wirst weitervermittelt an einen Kassenangehörigen Therapeuten.
 
Ich hab gar kein Abitur und hab auch nicht studiert, sondern hab den normalen Hauptschulabschluss, soll ich mich jetzt deswegen umbringen?

Beruflich konnte ich auch mit diesem Bildungsabschluss etwas erreichen, verdiene mein Geld, kann mir mein Lebensunterhalt und meine Hobbys finanzieren. Nebenbei übe ich eins der teuersten Hobbys aus, die es gibt.

Also manche machen echt aus einer Mücke einen Elefanten.
 

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