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Kind suizidal nach Abitur

  • Starter*in Starter*in LilaDhalie
  • Datum Start Datum Start
Test für die Studiumbewerber und Losverfahren...

Das war vor langer Zeit.
Die Bedingungen ändern sich immer wieder.

Wenn man im Internet googelt findet man die verschiedenen Zulassungsmöglichkeiten für ein Medizin Studium.
 
Habt ihr die Möglichkeit, mit eurer Tochter ein paar Tage wegzufahren?

Etwas Abstand zu gewinnen wäre jetzt hilfreich und Ablenkung könnte ihr gut tun.

Wenn es ganz schlimm ist, scheue dich nicht, psychiatrische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
 
Meine Tochter hat eine üble Vorgeschichte mit Mobbing und hat sich immer stark über ihre Leistungen profiliert. Sie sagt auch immer wir wären immer nur stolz auf ihre Noten gewesen und hat das Gefühl uns enttäuscht zu haben. Nun sagt sie, das Abitur hätte ihre Zukunft versaut und will nicht mehr leben…
Und was habt ihr als Eltern während all dieser Zeit gemacht? Habt ihr eure Tochter auch spüren lassen, dass sie selbst viel wichtiger ist als ihre Noten? Nichts für ungut, aber es liest sich so, als hättet ihr rein gar nichts für sie getan außer ihren Zustand zu beobachten.
 
Ich würde versuchen für Ablenkung zu sorgen. Du wirst wissen, was deine Tochter gerne mal beruflich machen will. Informiere dich, ob sie dafür einen NC braucht. Wenn das nicht der Fall ist, dann zeige ihr, dass sie alle Voraussetzungen zum Studieren erfüllt. Ggf. kannst du sie dabei unterstützen schonmal alle notwendigen Papiere zusammenzutragen. Meist ist da auch noch der Weg zum Amt nötig. Wie wäre es, wenn ihr euch mal eine Uni anschauen fahrt? Ich habe das damals mit meinen Eltern gemacht und war direkt begeistert. Sofern sie nicht Zuhause bleiben will, wäre es bestimmt auch motivierend schonmal nach Studentenwohnungen Ausschau zu halten? Danach noch ein Restaurantbesuch mit einem Einkaufsbummel, wenn sie das mag? 🙂

Wenn sie erst zur Uni geht, wird es ihr besser gehen. Es ist ein großer Unterschied zur Schule. Ich habe an der Uni z.B. nie Mobbing erlebt - klar gibt es mal Auseinandersetzungen, aber nicht in dem Umfang wie es an der Schule war. Sie wird frei sein und mehr Möglichkeiten haben Personen zu treffen, die ihr ähnlich sind. Und wenn es doch nicht passt, wird sie die Möglichkeit haben, allem aus dem Weg zu gehen, was in der Schule schlichtweg nicht geht.

Ich finde es übrigens verständlich, wenn man sich durch seine Leistung definiert. Was ist daran schlecht?

Meine Rettung in der Schule waren auch immer meine Leistungen. Wenn man nicht besonders charismatisch ist, kann es hilfreich sein, schlauer zu sein als die Anderen. Die merken das nämlich und hüten sich davor, sich mit einem schlecht zu stellen. Ist im Berufsleben nicht anders.

Ein Großteil der Menschen definiert sich durch Leistungen. Es braucht nur eine gewisse Gelassenheit, wenn mal was schief geht. Und sofern sie nicht abgehobene Studienwünsche hat, wird sie ein 2,5er Abi nicht ausbremsen. Zeige ihr, dass sie alle Möglichkeiten hat und die Abinote wieder "geradebiegen" kann. Nur wenn sie jetzt durchhängt, wird sie nicht erfolgreich sein.
 
Ich denke, ein Studium käme nicht in Frage, da sie depressiv ist.
Ich denke, das sollte meine Tochter immer noch selbst entscheiden und da sie studieren möchte, werde ich mich ihr nicht in den Weg stellen (natürlich werden wir aber auch sicherstellen, dass ihre Gesundheit Vorrang hat!!). Außerdem würde ich euch bitten, zurückhaltend mit solchen Aussagen zu sein. Ihr seid fremde aus dem Netz , die meine Tochter nicht kennen und solltet niemanden ferndiagnostizieren. Die Entscheidung ob jemand depressiv ist oder nicht . Man kann höchstens behaupten, dass diese Symptome auf eine Depression hindeuten - mehr sollte man sich als Laie allerdings nicht erlauben.
Außerdem sollte sowas jemanden nicht vom studieren abhalten, wenn man das wirklich will - im größten Notfall, wenn man merkt man verfällt in tiefe Depression, lässt sich das Studium immer noch abbrechen. Zumal gesagt sein muss, dass eine Ausbildung auch nicht immer weniger Stress bedeutet!!
Mach ihr klar, daß man im Leben nichts erreichen muß. Man muß kein Prof. Dr. oder Albert Einstein sein, damit man ein gutes Leben führt.
Das mache ich. Aber es ist IHR Leben und SIE entscheidet, was sie daraus machen möchte!
 
Ich finde es übrigens verständlich, wenn man sich durch seine Leistung definiert. Was ist daran schlecht?

Es ist verständlich, dass sich jemand in einer Leistungsgesellschaft über Leistung definiert.

Es ist aber sehr gefährlich, wenn sich jemand ausschließlich über Leistung definiert oder in erster Linie.

Denn zum einen kann es eine Person massiv manipulierbar machen.

Leistung wird häufig nicht von einem selbst gemessen, sondern von Dritten.

Und manche Vorgesetzt wissen sehr genau, welche Knöpfe sie da drücken können, um das maximale an Leistung heraus zu holen.

Zum anderen gibt es einige Menschen, die über sehr lange Zeit sehr hohe Leistung bringen können.

Die Mehrheit braucht früher oder später mal Pausen zum Erholen.

Und dann gibt es im menschlichen Leben noch drei Wahrheiten: Krankheit, Alter, Tod.

Krankheit muss nicht jeden treffen, kann aber.

Jemand der sich einseitig über Leistung definiert, tut sich da mit Coping oft schwerer.

Und schließlich finde ich persönlich es wichtig, anzuerkennen, dass das menschliche Leben Anteile hat, die weit wichtiger sind als Leistung.

Insbesondere im Hinblick auf die anderen zwei Wahrheiten: Alter und Tod.

My 2 Cts
 
Die Zeit nach dem Schulschluß ist eine schwierige Zeit. Seid da wachsam und schaut nach Eurer Tochter und achtet auf sie.

Die Anspannung der Prüfungen, die Enttäuschung über das Ergebnis, die Ungewissheit der Zukunft, der fehlende strukturierende Tagesablauf durch die Schule... die Zeit bis zum Beginn des Studiums oder der Ausbildung fühlt sich ganz anders an als Sommerferien. Dazu kommt das Auseinanderstreben der Schüler, jeder geht seinen Weg, vieles wird auch noch von den vermeintlich Erfolgreicheren gepostet, die angeblich jetzt alle durchstarten an die Superuni oder ins gap-year nach Australien... Da kann man sich schon sehr allein und verloren fühlen.

Ich finde die Idee gut, ein paar Tage gemeinsam wegzufahren als Belohnung für ihr gutes Abitur und um sie aus dem Zimmer rauszubekommen und ihr schöne Eindrücke zu verschaffen.

Ganz wichtig ist auch, immer wieder zu betonen, daß Eure Liebe zu ihr komplett unabhängig von ihrer Leistung ist. Daß Ihr ihre Leistung aber trotzdem anerkennt. 2,5 ist gut.

Ich erinnere mich noch gut, auch wenn es schon viele Jahre zurück liegt, wie seltsam, unwirklich und auch etwas beängstigend sich die Zeit nach dem Abitur anfühlte.

Habt Ihr im Bekanntenkreis jemanden, der das kennt? Oder der sonst einen guten Zugang zu Eurer Tochter hat? Vielleicht jemanden auch mit einer vermeintlich nicht so guten Ausgangsposition, der heute beruflich gut dasteht?
Mir hat mal sehr ein Bekannter meines Vaters geholfen, der Schuldirektor war, obwohl seine Noten auch nicht immer die besten waren und der mir damals sehr zu einer - für mich schlechten - Note gratulierte und mir sogar zur Belohnung 5 DM schenkte und mir das Vertrauen signalisierte, daß ich bestimmt auch was Gutes aus meinem beruflichen Weg machen werde.

Manchmal kann jemand von außen zusätzlich zu den Eltern zur Stärkung und zum Mutmachen beitragen.
 
Vermutlich hat sie mit ihrem Selbstwertgefühl ganz andere Probleme.
Hat sie auch, nach 12 Jahren Mobbing meiner Meinung nach, mehr als verständlich
Ihr könnte ein Jugendtherapeut helfen.
Stimmt, nur dass es nicht ganz so leicht ist einen Therapieplatz zu ergattern. Wir sind schon lange auf Wartelisten und hatten uns schon überlegt, dass sie in die Klinik geht, aber das möchten wir eigentlich alle nicht.
Damit kann sie eine Menge anfangen.
Vielleicht wäre es gut zu wissen was?
Gib ihr das Gefühl, dass sie auch sonst eine gute und geliebte Tochter ist, ausserhalb der Schulnoten.
Das mache ich, aber das hilft ihr in ihrer Situation nicht weiter. Sie sagt davon eine gute Tochter zu sein kann man sich nichts kaufen und später nicht leben und da hat sie ja auch recht. Ihr geht es ja größtenteils schlecht weil sie nicht weiß, ob ihr Leben weitergeht. Nicht, weil sie denkt sie sei ungeliebt.
Es gibt verschiedene Wege Medizin studieren zu können.
Das möchte sie gar nicht
Hätte sie den etwas mit sehr hohem NC studieren wollen?
Sie möchte nach ihrem FSJ Grundschullehramt machen… Die haben oft Hochschuleigene verfahren und keinen festen NC
und ist das Studium oder die Ausbildung erst mal abgeschlossen, kräht kein Hahn mehr danach.
Das stimmt, aber das Abi ist eben in sofern wichtig, als dass man dadurch den Studienplatz bekommt und das ist ihre Sorge.
Zudem sagt das Abi gar nicht so viel über den späteren Lebensweg aus. Mein Abi war auch nicht besser, trotzdem habe ich es beruflich und finanziell (trotz psychischer Probleme zwischendrin) weiter gebracht als manch einer aus meiner alten Klasse, der zwar 1er Abi hatte, dann aber zwischendrin aufgegeben hat bzw. was studiert, von dem man vorher schon wusste, dass man davon mal nur schwer Geld verdienen kann.

Wenn sie vor den externen Prüfungen sehr gute Noten hatte, ist das doch zudem ein Zeichen dafür, dass sie recht klug ist. Viele sind in den Prüfungen selber schlechter, eben wegen der Aufregung. Bei ihr ist es eben blöd, weil die alten Noten nicht in den Schnitt hineinzählen, aber über ihre künftigen Leistungen sagt das doch gar nichts aus.
Ich danke dir für die tolle Antwort
Der Druck wird nicht selten von den Lehrern aufgebaut, um ihre Schüler bei der Stange zu halten. Was da meine Tochter schon zu hören bekommen hat, finde ich pädagogisch an der unteren Kante. Was unsere Kinder aushalten können müssen, ist schon verdammt viel
Das stimmt auf jeden Fall!
Einen Schnitt von 2,5 finde ich gut und ist absolut im Rahmen dessen, was ich als Chef einstellen würde
Zumal der Abischnitt für den späteren Beruf ja irrelevant ist, soviel ich mitbekommen habe. Aber für den Studienplatz eben noch nicht.
Ok, wenn Deine Tochter Medizin studieren wollte, dann ist das natürlich hinderlich und die Hoffnung, dass einem ein 1-er-Abi manche Türen öffnet, ist eben leider dahin. Aber das Abi mit diesem Schnitt zu haben ist wirklich was. Sagt und zeigt eurer Tochter, dass ihr zurecht stolz auf sie seid und haltet ihr den Rücken frei. Das wird schon wieder.
Medizik kam nie in Frage.
Vielen Dank für die tolle Antwort
gibt es nichts anderes dass ihr freude bereitet?
vielleicht ein Tiere oder natur?
Doch, sie hat viele , ganz normale hobbies und ist sehr engagiert. Sie erkennt auch selbst, dass sie persönlich einen gewissen, sogar einen hohen Wert hat. Allerdings sagt sie, dass diese Dinge ihr nicht helfen einen Studienplatz zu bekommen. Die helfen später im Berufsleben, wenn es um persönliche Kompetenzen geht und davon hat sie eine Menge.
Ich find es gefährlich wenn sie sich nur über ihre leistung definiert.
So ist unsere Leistungsgesellschaft allerdings leider konzipiert. Wie gesagt weiß sie, dass es wichtigeres im Leben gibt und dass sie sich vielseitig definieren kann - aber eben in diesem Kontext (Studienplatz finden) nicht.
fühlt eure tocher denn überhaupt etwas?
spricht ihr über emotionen?
Ja und ja
Sie soll aufjedenfall zum Therapeuten gehen.
Weißt du wie schwer es ist, an einen Platz zu kommen? Das geht nicht von heute auf morgen, aber wir sind bemüht!
 
Dann lass deine Tochter in eine Tagesklinik gehen. Wenn du denen Sagar dass Sie suicidal ist dann wird Sie schneller drangenommen.
Es ist wichtig dass du ihr sagst dass Sie genug getan hat. Und das Sie ok ist Wie Sie ist
 

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