ich gehe mal der reihenfolge nach:
- mitspracherecht haette ich ganz sicher nicht gehabt, mein freund aber sehr wohl (und ich meine nicht mitentscheidungsrecht, sondern nur, dass ihm das recht, darueber zu reden und eventuell zusammen zu entscheiden total geweigert wurde.
- diese spekulationen haben sich aus dem gespraech ergeben, was wir mit der frau hatten. dazu kommen die meinungen von gemeinsamen bekannten. aber im endeffekt ist es egal: das kind ist jetzt da.
- ich glaube mein freund wuerde seine rechte nicht in aspruch nehmen und das nicht weil er ein unmensch ist, sondern weil er weiss, dass das mich voellig kaputt machen wuerde (und wenn ich das dann nicht aushalte und schluss mache, dann verliert er nicht nur mich, sondern auch unser kind - und das sicher nicht, weil ich ihm den umgang verweigern wuerde, sondern weil ich dnn zu meiner familie ziehen wuerde - die uebrigens nichts von der situation weiss - und sie wohnen ueber 500km. weit entfernt). ich weiss, dass ich ihm sagen sollte, er soll sich unbedingt um das kind kuemmern. das wuerde ich aber wahrscheinlich nicht verkraften, vorallem nicht wenn diese frau dann dabei waere.
- die grosseltern vaterseits wissen von der situation und wollen nichts mit frau und kind zu tun haben. das habe nicht ich entschieden, sondern sie selber, weil sie zu uns stehen wollen und wahrscheinlich merken, dass das ganze nicht kompatibel ist.
Erbanspruche hat das kind mir gegenueber nicht, weil mein freund und ich nicht verheiratet sind (gerade deswegen sind wir es nicht!). ich will nicht, dass wofuer ich arbeite (und im endeffekt das wofuer meine familie arbeitet) irgendwann diesem kind gehoert. es wuerde mir einfach zu weh tun. und meiner familie wuerde ich es auch nicht antun wollen, da sie deutlich besser situiert sind als die familie von meinem freund und von dieser frau... und wenn ich denke, dass alles was meine eltern erreicht haben gehoert dann zum teil diesem kind (und vielleicht sogar mit seiner mutter!), sehe ich rot. was koennen meine eltern dafuer? was kann ich dafuer? ich will nicht mitzahlen! ich habe genuggelitten. unterhalt ist schoen und gut aber ich will nicht, dass eine situation, die mich schon nervlich kaputt macht, mich dann auch finanziell schwer trifft!
schwere pruefung... das ist sie auf jeden fall!! und ich will dann nicht die boese sein, die jeden kontakt verhindert... aber ich glaube, da sind mein freund und die mutter des kindes noch entschlossener, dass keinen kontakt entstehen soll. ich weiss, dass ich sagen soll, dass mein freund unbedingt kontakt zum kind aufnehmen soll, eventuell auch das JA einschalten, um das zu erreichen. aber erstens will er das gar nicht und zweitens wuerde es mir auch nichts bringen, offenheit zu zeigen, wenn ich genau weiss, dass ich das wahrscheinlich nicht ertragen wuerde (kann sein, dass sich das mit der zeit aendert). schoen ist die situation fuer keine der beteilgten..
Ich bin über das was Du schreibst echt geschockt, weil ich das Gefühl habe, Dir geht es in erster Linie nur ums Geld!
Du hast Dich für Deinen Freund sowie eurem gemeinsamen Kind entschieden, nachdem Du wußtest, dass es aus den Seitensprüngen Deines Freundes ein weiteres Kind geben wird/gibt. Und jetzt kommst Du mit den Konsequenzen nicht zurecht und redest Dir Deinen Freund schön und die Geliebte schlecht.
Ich glaube Du hast eher mit Dir selber ein Problem, weil Du schon mal abgetrieben hast und glaubst die andere Frau wäre verpflichtet gewesen auch abzutreiben, weil sie ja wußte das es Dich gibt und Dein Freund dieses Kind nicht wollte. Nur so funktioniert das nun mal nicht, wenn man seine "Nudel" ungeschützt überall reinsteckt.
Auch das Du bei der Geliebten mit auf der Matte stehst, finde ich schon hammerhart. Dein Freund wurde ja nicht zum fremdgehen gezwungen oder ist behindert, das er nicht wußte was er da macht.
Ist Dir eigentlich schon aufgefallen, das dieses Kind überhaupt keine Chance hat eine Bindung zu seinem Vater aufzubauen? Du schreibst ja, er will keinen Kontakt zu seinem anderen Kind, weil er weiß, das Du daran zerbrechen würdest.
Die Ex-Geliebte hast sich für ihr Kind entschieden und Du hast Dich für Deinen untreuen Freund entschieden. Jedem das Seine, die Konsequenzen aus euren Entscheidungen gehören da nun mal mit dazu, auch bei Dir!
Und das Mitspracherecht hatte Dein Freund bereits beim ersten Sex ob mit oder ohne Verhütung 😉
Und über das Erbe mach Dir mal keine Gedanken, da hat der Gesetzgeber schon vorgesorgt. Mitnehmen kannst eh nichts, wenn es soweit ist.
Mir tut nur das Kind leid, denn dieses hat nicht die Möglichkeit zu entscheiden. Es muss mit eurer "unterste Schublade" Entscheidung leben.