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Keine Lust mehr; Kloster als Ausweg?

Ruhe heißt für mich nicht nichts tun, sondern ich will halt einfach nicht groß mit anderen Menschen reden, weil ich eben eine ruhige Person bin. Ich würde selbstverständlich im Kloster mithelfen und mich interessieren auch philosophische Fragen und der Buddhismus generell.

Du willst nicht mit anderen reden, dich quasi von der Aussenwelt abschotten aber einer öffentlichen Gemeinschaft beitreten?
Jedes Kloster ist der Dreh- & Angelpunkt für Spiritualität und Kommunikation.

Das Klosterleben von heute hat nichts mit den Mittelalterlichen Dingen am Hut die man aus Funk und Fernsehen kennt.
Egal wo und welcher Orden, egal ob Christentum oder Buddismus... heisst es immer Weltoffenheit und Gegenseitiges näher kommen. Gemeinsamkeit durch Spiritualität.
Wie willst du mit den anderen Mönchen, den Gästen, den Jugendgruppen, Touristen, Menschen die den Schutz der Mauern aus seelischer Not suchen und den ganzen Pflichtveranstaltungen umgehen wenn du sie ablehnst / nichts mit Ihnen zutun haben willst?
Ordensdienst ist immer Dienst an der Gesellschaft.
Vor allem ist Mitgefühl sowie Nächstenliebe eine der Grundsäulen des Buddismus.
Auch achtet ein guter Buddist auf sein Karma. Das ist der Schlüssel dieses Weges.
Tue gutes und sei für andere da.
Wie willst du jenes erreichen wenn du andere Menschen ablehnst?
Fakt ist, mit dem Eintritt in den Orden strebst du das Ziel des Zusammenlebens und der Gemeinschaft an.
Gemeinschaft auch über das Kloster hinweg.
Das sollte klar auf der Hand liegen.


Ich vertrete mal an dieser Stelle die These daß du einfach zu romantische Vorstellungen vom Kloster hast.
Mein Rat an dieser Stelle ist daß du dir erst einmal Hilfe in Form eines betreuten Wohnen im Rahmen der Jugendhilfe suchen solltest.
Da hast du bis zum gewissen Grad deine Eigenständigkeit, behälst einen Rückzugspunkt wirst aber psychologisch geleitet und hast einen "Mentor" für alle Lebensfragen an der Hand.
Dieses Konzept würde für dich im allgemeinen besser aufgehen und würde dir das bieten was du suchst und hier angesprochen hast.
 
Ich war selbst bei den Buddhisten, sowie auch in einem christlichen Kloster. Eher bin ich bei den Buddhisten zur Ruhe gekommen, allerdings haben mich in beiden "Lagern" irgendwann ganz massiv die extrem strikten Abläufe gestört. Ich habe kein Problem mit früh aufstehen, aber im Winter um 5 in der Kirche zu stehen und älteren Frauen beim Singen zuzuhören, wird auf Dauer irgendwann anstrengend. Zumindest war es bei mir so. Im Frauenkloster waren nur ältere Frauen. Sie haben sehr viel gelästert untereinander, was ein paar für mich irgendwann sehr unauthentisch wirken haben lassen. Trotz Fastenzeit wurde unheimlich viel gegessen, irgendwie drehte sich fast alles nur ums Essen. Und vom ersten Tag an haben sie vehement versucht, mich als "Nachwuchs" zu rekrutieren.

Bei den Buddhisten ähnlich. Die Frauen waren scheinbar alle in den Lehrer verliebt und es herrschte ein ziemlicher Personenkult. Sie beäugten sich untereinander permanent und beobachteten eifersüchtig, wer jetzt wie lange mit dem Lehrer geredet hat. Es gab wenig zu essen und eher einfach, Reis mit Gemüse, natürlich kein Fleisch. Obwohl das klar ist, gab es einige, die Männer, die ständig wegen dem Fleisch jammerten. Auch haben die Männer völlig ungeniert beim Essen zugeschlagen, wenn man sich nur gerinfügig verspätete, gab es oft nur noch wenig. Sowas kann ich nicht nachvollziehen. Ich kann mich auch noch an eine Frau erinnern, die es unmöglich fand, dass kein Alkohol erlaubt war. Auch hier waren einige Personen eher Pharisärer und sehr unauthentisch.

An beiden Orten kam für mich die Ruhe dadurch zustande, weil ich mich völlig abgekapselt habe, meine Arbeiten und Aufgaben erledigt habe und nur auf mich konzentriert war.

Ich betone, das waren meine eigenen, persönlichen Erfahrungen. Ich sage nicht, dass es überall so ist. Bitte nicht falsch verstehen.

Dennoch ist es für mich heute besser, mich in die Berge zurück zu ziehen.

Wenn Du gerne wanderst, dann geh doch ein paar Tage in die Berge. Davon hast Du mehr, würde ich sagen.
 
Ach ja, ich erinnere mich, bei den Buddhisten waren Flöhe in den Sitzkissen und Polstern. Beim Meditieren wurde man gepiesakt. Weiß jemand, wie weh Flohbisse tun? Das ist echt extrem. Man durfte aber gegen die Flöhe nichts machen. Das fand ich unmöglich. Buddhismus hin oder her, sowas geht nicht. Ich kam nach Hause 7 Kilo leichter (und ich war vorher schon dünn) und übersäht mit Flohbissen. Ich habe mir sogar diese Viecher mit nach Hause genommen. Das war wirklich ein Problem. Es war übrigens ein Kloster in Deutschland. Ich denke mir, wenn man in Asien ist, ist es nochmal was anderes, aber in Deutschland sollte man Flöhe bekämpfen dürfen. Das war echt das Schlimmste. Auf der einen Seite so scheinheilig, einem 20-jährigen 50 Kilo schweren Mädchen alles weg essen, aber dann darf man die Sitzkissen nicht von Flöhen befreien.....
 
Ach ja, ich erinnere mich, bei den Buddhisten waren Flöhe in den Sitzkissen und Polstern. Beim Meditieren wurde man gepiesakt. Weiß jemand, wie weh Flohbisse tun? Das ist echt extrem. Man durfte aber gegen die Flöhe nichts machen. Das fand ich unmöglich. Buddhismus hin oder her, sowas geht nicht. Ich kam nach Hause 7 Kilo leichter (und ich war vorher schon dünn) und übersäht mit Flohbissen. Ich habe mir sogar diese Viecher mit nach Hause genommen. Das war wirklich ein Problem. Es war übrigens ein Kloster in Deutschland. Ich denke mir, wenn man in Asien ist, ist es nochmal was anderes, aber in Deutschland sollte man Flöhe bekämpfen dürfen. Das war echt das Schlimmste. Auf der einen Seite so scheinheilig, einem 20-jährigen 50 Kilo schweren Mädchen alles weg essen, aber dann darf man die Sitzkissen nicht von Flöhen befreien.....

Danke für deine ausführliche Antwort! In welchem Kloster war das denn wenn ich fragen darf?
 
Das ist viele Jahre her. Ich möchte den genauen Ort nicht schreiben. Was ich verdeutlichen will, ist nur, dass Realität und Phantasie oft weit auseinander klaffen.
 
Das ist garkeine schlechte Idee. Ich selbst arbeite im Kloster und ab und an kommen welche die mehrere Wochen oder Monate mit in der Gemeinschaft mit den Schwestern leben. Zudem helfen sie dann bei uns , um nicht so ganz sinnlos dort zu sein . Wenn du magst gebe ich dir mal einen Link .
 
Das ist garkeine schlechte Idee. Ich selbst arbeite im Kloster und ab und an kommen welche die mehrere Wochen oder Monate mit in der Gemeinschaft mit den Schwestern leben. Zudem helfen sie dann bei uns , um nicht so ganz sinnlos dort zu sein . Wenn du magst gebe ich dir mal einen Link .

Danke für die Antwort und würde mich freuen 🙂
 
Unser Ordensgründer, der hl. Benedikt, legt in seiner Regel besonderen Wert auf eine Gastfreundschaft, bei der die Mönche ihren Gästen auch in spirituellen Belangen „mit aller Auf*merksamkeit“ (RB, Kapitel 53) entgegenkommen.
Wir hoffen durch unser Angebot sowohl zur Lebensorien*tierung als auch zur Glaubensvertiefung beizutragen. Die Mönche, die Referenten sowie alle Mitarbeite*rinnen und Mitarbeiter des Gästehauses möchten Ihnen eine Atmosphäre bieten, in der Sie innehalten und zu sich kommen können, ob als Einzelgast oder im Rahmen einer unserer Kurse. Sie alle stehen Ihnen für Fragen oder bei Problemen gern zur Verfügung. Seien Sie also bereits an dieser Stelle herzlich willkom*men geheißen.
 

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