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Keine Lust mehr; Kloster als Ausweg?

Nordrheiner meinte:
...Ist Anbetung bzw. Verehrung eines Steinbildes das, was Dir gefällt? Du solltest wissen, dass Du als Frau im Buddhismus keine Chance auf Erlösung (Zugang zum Nirwana) hast. Es ist schon wichtig, dass Du im nächsten Leben als Mann, am besten als Mönch, wieder geboren wirst. Das solltest Du hinkriegen können.

Auch im Buddhismus gibt es verschiedene Ansichten und Wege und Aussagen müssen immer wieder im Kontext der Geschichte gesehen werden. Buddhisten beten nicht zu und verehren keine Steinbildnisse. Sie sind ein Punkt der Konzentration. Dies kann auch eine Flamme oder eine Blume sein. Schlussendlich gilt heute, dass eine Geschlechterrolle nicht mehr entscheidend ist, auf einem Weg der Erkenntnis.

Der Versuch, Buddhisten als "Götzenanbeter" darzustellen, geht also einfach in die Irre.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde das Klosterleben nicht unterschätzen, es ist sozusagen das Leben in konzentrierter Form.

Da ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen.

Gerade da muss man seinen Teil dazu beitragen und mitarbeiten und hat eventuell noch viel enger mit seinen Mitmenschen zu tun als ausserhalb eines Klosters.
 
Ich würde das Klosterleben nicht unterschätzen, es ist sozusagen das Leben in konzentrierter Form.

Da ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen.

Gerade da muss man seinen Teil dazu beitragen und mitarbeiten und hat eventuell noch viel enger mit seinen Mitmenschen zu tun als ausserhalb eines Klosters.

Das ist weder eine Auszeit auf Dauer noch eine Hängematte.

Ganz im Gegenteil.
 
Auch im Buddhismus gibt es verschiedene Ansichten und Wege und Aussagen müssen immer wieder im Kontext der Geschichte gesehen werden. Buddhisten beten und verehren keine Steinbildnisse. Sie sind ein Punkt der Konzentration. Dies kann auch eine Flamme oder eine Blume sein. Schlussendlich gilt heute, dass eine Geschlechterrolle nicht mehr entscheidend ist, auf einem Weg der Erkenntnis.

Der Versuch, Buddhisten als "Götzenanbeter" darzustellen, geht also einfach in die Irre.

Teilweise muß ich Dir Recht geben, denn im Buddhismus gibt es viele Variationen und einige verzichten auf Bilder und Statuen. Götzenanbetung trifft also auf einige, nicht auf alle buddhistischen Gruppen zu.

Auch hinsichtlich der Geschlechterrolle mag es die eine oder andere Gruppierung geben, die das Geschlecht als unwichtig darstellt. Mir persönlich ist jedoch keine Gruppierung bekannt, die der Meinung ist, auf dem Weg der Erlösung/Erkenntnis sei es egal, ob man als Frau oder Mann geboren wurde. Schließlich ist Buddhismus eine Mönch-Religion, was besagt, dass man in der letzten Stufe des Menschsein als Mönch bzw. zum Leben als Mönch geboren sein muß.

Erkenntnis ist im Buddhismus nicht als Freude an Mehrwissen und mehr Verstehen unserer Welt gemeint, sondern als das Verstehen, dass eben Leben mit Leiden und Leiden mit Leben gleichzusetzen ist, dem man zu entfliehen wünscht.
Freude und sinnvolles Leben sind nicht wichtig auf dem Weg des Buddhisten.

Nach allgemeiner Auffassung im Buddhismus gilt: Der Mensch kann die höchste moralische Existenz erreichen.


Allgemein richtig im Buddhismus ist auch:
Nicht der Mensch denkt und handelt, sondern „es“. DerWeltgeist. Der Mensch hat keine Seele.
Durch das Karma wird nach dem Tod des Menschen eine neueExistenz zusammengesetzt. Im Nirwana zerfällt alles in Teilchen, ins Nichts. Der Mensch ist im Prinzip keine individuelle Persönlichkeit, sondern eine willkürliche Zusammensetzung kleinster Teilchen.

Meine Quelle: Vorlesung des Buddhismus Experten: Prof. em. Dr. Klaus Hoppenworth der STH Basel.


 
Also, Klosterleben muss einem liegen da es auch nicht Einfach ist. Ob nun bei den Christen oder den Buddhisten man muss schon tief in der betreffenden Religion verhaftet sein um damit klar zu kommen. Das ist kein Spaziergang denn das Motto in einem Kloster ist ora et labora und zwar von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang und zwischendurch wird gebetet.

In ein Kloster sollte man nur gehen wenn man einen tieferen Sinn darin sieht sonst hält man das nicht durch aber nicht, weil man mit dem Leben nicht zurecht kommt. Die Klosterwelt ist sehr beschränkt ( Räumlich gesehen) man hat kaum Rückzugsmöglichkeiten deshalb ist man dort noch mehr seinem Gegenüber ausgeliefert.

Ich würde erst einmal für eine bestimmte Zeit dort einziehen um heraus zu finden ob es überhaupt was für mich ist.
 
Ruhe und Frieden im Kloster?
Klares Nein.

Der Tag beginnt vor Sonnenaufgang und endet am späten Abend.
Der reguläre Tagesablauf beginnt mit der Morgenandacht, danach Dienst im Kloster an sich.
Frühstück für die Brüder und Gäste zubereiten als Bsp.

Wer nicht in Rente ist geht dann seinem normalen Handwerk nach und fährt zur Arbeit.
Sichert durch das Einkommen den Fortbestand des Objekts.
Nach Feierabend gehts dann richtig los. Dann kommen die Ordenspflichten.
Weiter mit dem Gebet, der Pflege des Klosters innen und aussen sowie der Betreuung von Besuchern und Jugendgruppen.
Also Räume saugen, Zimmer pflegen, Rasen mähen, putzen, instandhaltung, handwerkliche Tätigkeiten die eben so anfallen. Ein Kloster ist ja nicht immer klein und irgendwas gibt es immer zutun.
Brüder im Rentenalter nehmen meisst noch pfarrtechnische Aufgaben war.
Von Seelsorge bis hin zu Trauungen oder Grabreden oder anfallene kirchliche Aufgaben wo jene als "Gäste" geladen sind.

Man kann sagen das der Tag von morgends 4.30~21.00uhr geht.
Da ist nichts mit faulenzen oder die Ruhe geniessen.
Auch kaut einem da keiner was vor.
Disziplin, harte Arbeit und Enthaltsamkeit.
Leben und Arbeiten im Kloster hat eine 7 Tage Woche. 365 Tage im Jahr.

Da ich den Vergleich kenne, sage ich an dieser Stelle daß das Leben im Kloster härter ist als die Zeit die ich beim Militär verbracht habe.
Bei den Streitkräften hatte man immer noch das Wochenende frei, konnte Urlaub nehmen und der Tag war ähnlich durchstrukturiert aber nicht so gestrafft wie bei den Brüdern.
 
Ruhe heißt für mich nicht nichts tun, sondern ich will halt einfach nicht groß mit anderen Menschen reden, weil ich eben eine ruhige Person bin. Ich würde selbstverständlich im Kloster mithelfen und mich interessieren auch philosophische Fragen und der Buddhismus generell.
 
Ruhe heißt für mich nicht nichts tun, sondern ich will halt einfach nicht groß mit anderen Menschen reden, weil ich eben eine ruhige Person bin. Ich würde selbstverständlich im Kloster mithelfen und mich interessieren auch philosophische Fragen und der Buddhismus generell.

ob Du Dich in einem buddhistischen Kloster mit Philosophie beschäftigen kannst, wage ich zu bezweifeln.
Dort ist Weiterbildung in anderen Bereichen, als dem Buddhismus, nicht angesagt.
 

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