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Keine Einarbeitung und keine Aufgaben

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 128007
  • Datum Start Datum Start
Was eine fürchterliche Einstellung...
Ich habe tatsächlich die Erfahrung gemacht, dass es Menschen gibt, die nicht viel von ihrem Leben erwarten und die auch keine Herausforderungen möchten, durch die sie sich weiterentwickeln können. Die freuen sich tatsächlich, nicht viel zu tun zu haben und füllen dann die verbleibende Zeit mit Dingen, die eigentlich eher privater Natur sind. Lesen, surfen, quatschen etc. sind ausreichend. Sie arbeiten oder sind am Arbeitsplatz 😉, um ihr Gehalt zu bekommen. wwomöglich lassen auch andere Umstände keinen Wechsel uu und sie haben sich arrangiert. Solange der Arbeitgeber das mitmacht und andere Kolleg*innen dadurch kene Probleme bekommen, sollte man das m. E. nicht verurteilen, sondern tolerieren, auch wenn man es für sich selber nicht nachvollziehen kann.

Den Eindruck hatte ich bei der TE aber nicht und fänd ihn auch schade bei einem jungen Menschen, der gerade erst seine Ausbildung abgeschlossen hat. Das Berufsleben kann tatsächlich einen Quell für Lebensfreude und Zufriedenheit darstellen. Wer Visionen hat, der sollte den Job als Chance begreifen und aktiv Änderungen anstoßen, wenn die Bedingungen nicht zu passen scheinen und keine Aussicht auf Änderung besteht.

Dass die TE so unzufrieden mit der aktuellen Situation ist zeigt ja nur, dass hier keine Passung besteht. Der Vorgesetzte ist eine grottige Führungskraft, denn er schöpft vorhandenes Potenzial/vorhandene Ressourcen nicht aus.
 
Halt es wenigstens 1 Jahr aus. Und lass die Gespräche mit dem Chef, dass bringt nichts außer ein schlechteres Zeugnis
Wenn du sagst darf ich mit. Sagen sie dann einfach nein?
Du könntest auch die Zeit nutzen und dich weiterbilden also eine Schulung schonmal raussuchen. Weiß nicht wie lange deine Probezeit ist, aber dann kannst du da dein Lebenslauf aufpeppen
 
Hi Leute, ich hab ein Problem, was bestimmt viele betrifft.

Ich hab im Juli meine Ausbildung (technische Assistenz) beendet und habe im August meinen ersten Job angetreten. Jeder wusste, dass ich Anfängerin bin und mein Chef (Professor, ich arbeite in der Forschung) sagte, es sei gar kein Problem, ich würde alles lernen.

Tu ich aber nicht. Ich renne seit Monaten jedem hinterher, frage ob ich helfen könne, zeige Initiative, nutze Bücher und Internet um mich einzulesen. Aber keiner will sich 5 Minuten nehmen, um mir kurz etwas zu erklären. Diesen Monat kam eine neue TA, die einen Studienabschluss hat. Jetzt bekomme ich immer zu hören: Wozu soll ich dir das erklären, das macht die Neue, die kann das schon!

Wozu wurde ich angestellt? Ich hatte schon zwei Gespräche mit dem Chef, er meinte, er redet mit den Leuten. Aber es passiert nichts. Ich bin langsam echt verzweifelt, ob die Leute mich für zu dumm halten, ich zu passiv bin oder die mich nur genommen haben, weil ich damals die einzige Bewerberin war. Ich weiß ehrlich nicht, was ich noch machen soll.
Ich versuche immer mich einzubringen, zu zeigen, dass ich lernen möchte.
Habt ihr einen Rat? Sollte ich mich bewerben und die Probezeit nutzen, um schnell zu wechseln? Sollte ich glücklich über mein Luxusproblem sein und mich einfach freuen, fürs Nichts-Tun bezahlt zu werden?
Danke schon einmal

Sprich doch erst einmal mit der neuen TA, bevor du dich weg bewirbst.

Wahrscheinlich ist sie gern bereit, dir zu zeigen, was sie tut , wenn du sie dafür entlastest. Jeder vernünftige Mensch freut sich, wenn er auf diese Weise Hilfe bekommt.

Kann sein, dass das dann bisschen länger dauert, als wenn sie es alleine macht, aber für die Gruppe ist es trotzdem deutlich besser, weil jeder mal krank oder im Urlaub sein wird, auch diese andere TA.

Ist doch besser, als wenn die Experimente sonst in ihrem Urlaub ruhen müssten?

Die Vorteile für dich bei deinem aktuellen Job - wenn du dann eingearbeitet sein wirst :

- es klingt so, als sei diese Arbeitsstelle an der Universität = öffentlicher Dienst = deutlich besser bezahlt als in der freien Wirtschaft, zumindest nach einigen Jahren der Betriebszugehörigkeit + besserer Schutz vor Kündigung

- Die Stelle ist im Bereich der Forschung.

Sehr viele andere Stellen für TA sind Routinetätigkeiten im Labor. Wichtig und verantwortungsvoll, keine Frage, dafür schlecht bezahlt, häufig auch sehr stressig, dabei aber mit deutlich weniger Möglichkeiten, sich in neue Techniken und Methoden einzuarbeiten und sich so persönlich weiter zu entwickeln als in Forschungsbereich.

Übrigens glaube ich nicht, dass der Mangel an Einarbeitung und Arbeit auf Dauer so sein wird. Es ist offenbar eine größere Arbeitsgruppe, darum automatisch eine hohe Fluktuation (und, in diesem Fall, auch miese Kommunikation).

Würde mich nicht wundern, wenn früher oder später auf einmal ein neuer Postdoc anfängt, der dringend Unterstützung braucht oder so etwas.

Wie gesagt, an deiner Stelle würde ich die neue TA fragen, ob du mit ihr mitlaufen darfst. Du kannst ihr helfen und weisst, wo alles ist.

Falls es wirklich auf Dauer unerträglich langweilig wird, dann schau, ob es in einem anderen Labor des Unternehmens / Universität eine Technik gibt, die eure Forschungsgruppe brauchen könnte und frag deinen Chef, ob du dort hospitieren darfst, um die zu lernen.

Falls ja, dann bist du erstmal die einzige in eurer Gruppe, die das kann.

Oder du schaust nach der Probezeit , ob bei deinem Arbeitgeber eine Stelle in einem Labor ausgeschrieben ist, die dich mehrreizt, bewirbst dich dort und stellst dann nach der Zusage einen Antrag auf Versetzung.

Wenn du einen unbefristeten Vertrag bekommen haben solltest, dann gibt es viele Möglichkeiten, wie du deine Situation verbessern kannst ohne zu kündigen.

Bei einem befristeten Vertrag, insbesondere einem Drittmittelprojekt, musst du dir allerdings eh recht zeitnah überlegen, wo du danach hin willst.

#2Ct

P. S. : Übrigens, nein, dein Problem betrifft sicherlich nicht viele.

Die meisten TA arbeiten unter sehr stressigen Bedingungen in Routine-Laboren. Bevor du tiefgreifende Entscheidungen über deinen Lebensweg triffst, empfehle ich dir dringend, dich zu informieren.

Beispielsweise gibt es an manchen Orten MTLA-Stammtische, die vom Berufsverband organisiert werden.

Dort könntest du dich mit anderen TA austauschen. Vielleicht gewinnst du so einen Einblick in andere mögliche Berufsfelder.
 
Sprich doch erst einmal mit der neuen TA, bevor du dich weg bewirbst.

Wahrscheinlich ist sie gern bereit, dir zu zeigen, was sie tut , wenn du sie dafür entlastest. Jeder vernünftige Mensch freut sich, wenn er auf diese Weise Hilfe bekommt.

Kann sein, dass das dann bisschen länger dauert, als wenn sie es alleine macht, aber für die Gruppe ist es trotzdem deutlich besser, weil jeder mal krank oder im Urlaub sein wird, auch diese andere TA.

Ist doch besser, als wenn die Experimente sonst in ihrem Urlaub ruhen müssten?

Die Vorteile für dich bei deinem aktuellen Job - wenn du dann eingearbeitet sein wirst :

- es klingt so, als sei diese Arbeitsstelle an der Universität = öffentlicher Dienst = deutlich besser bezahlt als in der freien Wirtschaft, zumindest nach einigen Jahren der Betriebszugehörigkeit + besserer Schutz vor Kündigung

- Die Stelle ist im Bereich der Forschung.

Sehr viele andere Stellen für TA sind Routinetätigkeiten im Labor. Wichtig und verantwortungsvoll, keine Frage, dafür schlecht bezahlt, häufig auch sehr stressig, dabei aber mit deutlich weniger Möglichkeiten, sich in neue Techniken und Methoden einzuarbeiten und sich so persönlich weiter zu entwickeln als in Forschungsbereich.

Übrigens glaube ich nicht, dass der Mangel an Einarbeitung und Arbeit auf Dauer so sein wird. Es ist offenbar eine größere Arbeitsgruppe, darum automatisch eine hohe Fluktuation (und, in diesem Fall, auch miese Kommunikation).

Würde mich nicht wundern, wenn früher oder später auf einmal ein neuer Postdoc anfängt, der dringend Unterstützung braucht oder so etwas.

Wie gesagt, an deiner Stelle würde ich die neue TA fragen, ob du mit ihr mitlaufen darfst. Du kannst ihr helfen und weisst, wo alles ist.

Falls es wirklich auf Dauer unerträglich langweilig wird, dann schau, ob es in einem anderen Labor des Unternehmens / Universität eine Technik gibt, die eure Forschungsgruppe brauchen könnte und frag deinen Chef, ob du dort hospitieren darfst, um die zu lernen.

Falls ja, dann bist du erstmal die einzige in eurer Gruppe, die das kann.

Oder du schaust nach der Probezeit , ob bei deinem Arbeitgeber eine Stelle in einem Labor ausgeschrieben ist, die dich mehrreizt, bewirbst dich dort und stellst dann nach der Zusage einen Antrag auf Versetzung.

Wenn du einen unbefristeten Vertrag bekommen haben solltest, dann gibt es viele Möglichkeiten, wie du deine Situation verbessern kannst ohne zu kündigen.

Bei einem befristeten Vertrag, insbesondere einem Drittmittelprojekt, musst du dir allerdings eh recht zeitnah überlegen, wo du danach hin willst.

#2Ct

P. S. : Übrigens, nein, dein Problem betrifft sicherlich nicht viele.

Die meisten TA arbeiten unter sehr stressigen Bedingungen in Routine-Laboren. Bevor du tiefgreifende Entscheidungen über deinen Lebensweg triffst, empfehle ich dir dringend, dich zu informieren.

Beispielsweise gibt es an manchen Orten MTLA-Stammtische, die vom Berufsverband organisiert werden.

Dort könntest du dich mit anderen TA austauschen. Vielleicht gewinnst du so einen Einblick in andere mögliche Berufsfelder.

Danke erstmal für den ausführlichen Kommentar. Ich habe die TA bereits gefragt, ob ich bei ihr mitlaufen und mithelfen darf. Leider ist ihr das zu nervig, sie macht lieber alleine ihre Arbeit, weil sie dann "weiß, dass es richtig gemacht wird und niemanden babysitten muss".
Meine Aussage, dass viele dieses Problem hätten, war nicht auf die TAs an sich bezogen, sondern auf Berufstätige generell.
Ich verstehe, dass ich im öffentlichen Dienst sehr viel Glück habe, vor allem als erster Arbeitgeber nach der Ausbildung. Allerdings ist es auf Dauer einfach frustrierend, seit Wochen dabei zu sein, wirklich ernsthaftes Interesse zu zeigen und nur Ablehnung zu bekommen.
Ich habe mich die Tage aber mal mit ein paar Doktoranden und Studenten dort unterhalten und es scheint, als sei das dort die Regel, vor allem bei Leuten, die "nur" eine Ausbildung gemacht haben. Ich bin vermutlich nur der Notnagel, falls es gar nicht mehr anders geht.

Ich werde einfach weiterhin nebenbei meine Bücher mit den Methoden lesen, weiterhin fragen und mich einfach, wenn es gar nicht mehr geht, umschauen.
Danke an alle. Ihr habt sehr geholfen
 
Danke erstmal für den ausführlichen Kommentar. Ich habe die TA bereits gefragt, ob ich bei ihr mitlaufen und mithelfen darf. Leider ist ihr das zu nervig, sie macht lieber alleine ihre Arbeit, weil sie dann "weiß, dass es richtig gemacht wird und niemanden babysitten muss".
Meine Aussage, dass viele dieses Problem hätten, war nicht auf die TAs an sich bezogen, sondern auf Berufstätige generell.
Ich verstehe, dass ich im öffentlichen Dienst sehr viel Glück habe, vor allem als erster Arbeitgeber nach der Ausbildung. Allerdings ist es auf Dauer einfach frustrierend, seit Wochen dabei zu sein, wirklich ernsthaftes Interesse zu zeigen und nur Ablehnung zu bekommen.
Ich habe mich die Tage aber mal mit ein paar Doktoranden und Studenten dort unterhalten und es scheint, als sei das dort die Regel, vor allem bei Leuten, die "nur" eine Ausbildung gemacht haben. Ich bin vermutlich nur der Notnagel, falls es gar nicht mehr anders geht.

Ich werde einfach weiterhin nebenbei meine Bücher mit den Methoden lesen, weiterhin fragen und mich einfach, wenn es gar nicht mehr geht, umschauen.
Danke an alle. Ihr habt sehr geholfen

Hi,

Vermutlich trauen sich die Doktoranden und Studenten nicht wirklich, dir Arbeit abzugeben, weil sie Angst haben, dass sich das dann negativ auf ihre Note auswirken kann.

Normalerweise muss ein Student ja für eine experimentelle Arbeit auch selbst praktisch was machen.

Ansprechpartner wäre neben dem Chef am ehesten ein Postdoc oder aber ein Oberarzt der AG, der habilitieren will.

Ab Postdoc Stufe wird nicht mehr erwartet, dass der Wissenschaftler alles selbst macht, im Gegenteil. Dann geben die meisten gern was ab von der experimentellen Arbeit.

Darfst du als TA an den Labortreffen oder den regelmäßigen Treffen zum wissenschaftlichen Austausch teilnehmen?

Da bekommst du wahrscheinlich den besten Einblick, was gerade alles bei euch geschieht und wer vielleicht gerade ganz froh ist um eine helfende Hand.

Viele große Arbeitgeber bieten auch Möglichkeiten zur Weiterbildung und Fortbildung, Seminare etc.

Alles Gute das wird schon..
 

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