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Keine Beziehung eingehen wegen unterschiedlichem sozialen Status?

  • Starter*in Starter*in Richardhaar
  • Datum Start Datum Start
ich denke auch dass es prinzipiell keine rolle spielt!
solange ihr beide miteinander reden könnt und ich sag jetzt mal geistig auf der selben höhe seit!

schwierig wird es halt wenn ihr was gesprächsthemen angeht keinen zugang zueinander findet!

wenn du z.b gerne über politik philosophierst und sie damit garnichts anfangen kann...oder umgekehrt.

sowas wird einem auf dauer schon fehlen, zumindest wenn es bei dingen geschieht die dir grundlegend einfach wichtig sind...

ich würde sagen, lass es einfach drauf ankommen und schaue dir das ganze mal an.

der status wäre mir vollkommen egal, aber wichtig ist eben die gemeinsame gesprächsbasis!

lg,kena
 
Ich denke,daß Rainer in diesem Fall absolut recht hat. Ist zwar schade, entspricht aber der Lebensrealität
 
Ich denke das ist kein Hindernisgrund, allerdings wirst Du zwangsläufig immer mitzahlen müssen für sie wenn Du deinen hohen Lebensstandard halten willst.

Beispiel:

Teure grosse Wohnung, sie wird Schwierigkeiten Ihre Hälfte der Miete aufzubringen.

Teuerer Urlaub, entweder finanzierst Du Ihren oder fliegst alleine..


Das birgt schon Konfliktpotential... aber mit viel Liebe bestimmt machbar.
 
AW: Vorsicht Klassenschranken unterschiedlichen Gesellschaftsschichten!

Ich spreche hier nicht von Wissenenslücken oder Bildungabschlüssen, sondern es geht um weit mehr und grundlegenderes. Es geht um die gesamte Sozialisation, die Art und Weise des Denkens, des Redens, des miteinander Umgehens.

😕 Also ich interpretiere diese Aussage so:
Wenn ich mich in meiner Gesamtheit anpassen (Sozialisierung, dass Wort ist mir in Sachen Liebe zu steriel) muß oder eben möchte, dann ist doch da was faul, oder etwa nicht, Rainer? na vielleicht interpretiere ich Dich falsch.

Das man sich in allem ein Stückweit harmonisiert, iss klar und auch logisch.
Jedoch ist der Unterschied, welcher auch immer, dass Leben! Nur so, kann ich mich in meinen Partner auch neu verlieben. Am liebsten jeden Tag auf´s neue.

---

Akademisch oder nicht, dass kümmert doch die Liebe nicht! Liebe fragt nicht! Das ist nun mal so. Selbst, wenn die Liebe auf den Misthaufen fällt, wird sich daran garantiert nichts ändern.😀

Wenn ein Akademiker meint er/sie kann nur mit Selbigen, bitte, warum denn nicht. Das darf doch sein! Was ich davon halte, ist ne andere Sache.

@ TE: Falls Du Dich für sie fremdschämst, dann lass es lieber! Ist aber gut das Du drüber nachdenkst. Sie wird nichts anderes tun. Also.... redet drüber!
 
AW: Verliebten schein alle möglich, ...

... doch erst im Alltag und bei Belaßtungen zeigt sich, ob eine Ehe über Standesgrenzen hinweg, funktionsfähig und lebbar ist!

Meiner Erfahrung nach, gibt es dann viele unausgesprochene und unaussprechbare Mißverständnisse und Unverträglichkeiten.

Also ich kann und will da nur für mich reden! Wenn es eine sogenannte Standesgrenze geben sollte, dann weiß ich das vorher. Entsprechend mach ich mir vorher, am besten gemeisam, Gedanken drüber. Was der TE auch tut.

Natürlich kann es viel unausgesprochenes etc. zum Thema geben, aber nicht generell bei allen!

Neben vielen anderen,ähnlichen Dingen zählt für mich:
  1. Es interessiert mich nicht, wo oder was oder mit wem du gelernt hast und wie gebildet du bist.
  2. Ich will wissen, was dich von innen trägt, wenn alles andere wegfällt.
  3. Ich will wissen, ob du mit dir alleine sein kannst,
  4. und ob du deine Gesellschaft in den leeren Momenten wirklich magst.
  5. Ich will wissen, ob du die Schönheit sehen kannst, auch wenn es nicht jeden Tag schön ist, und ob du dein Leben aus SEINER Gegenwart entspringen lassen kannst.
DAS sind Dinge die interessieren dürften! Jedenfalls für mich. Natürlich zählt auch die Bildung, aber sicher nicht primär. Ist eben Teil von Ganzem. Wie so vieles.

Ich denke einfach, dass es viel wichtiger ist, dass man sich ersteinmal darüber klar wird, was eine gemeinsame Partnerschaft für den Einzelnen überhaupt bedeutet usw.!

Wenn meine Partnerin, während der Partnerschaft meinen würde mein Bildungsgrad passt aufeinmal nicht wirklich, dann ist was anderes faul aber nicht das. Das wäre wie ein Totschlagargument, was bis dahin aufgehoben wurde!

Es ist eben jedem seine Sache wie und was.... Also was solls. 😉

Schönen Tag noch
abendtau
 
Formale Bildung zählt für mich wenig, Herzensbildung sehr viel.

Männer und Frauen mit Scheuklappen in allem, was zwischenmenschliche Angelegenheiten betrifft, sind in jeder Bildungsschicht zu finden.

Nun zum Einkommen - welches nicht immer an den Bildungsstand gekoppelt ist. Hier würde ich ein ähnliches Niveau bevorzugen, wäre aber keine Vorraussetzung.
 
Herzensbildung zählt für mich auch mehr als formale Bildung.
Geld spielt für mich überhaupt keine Rolle, da ich willens und in der Lage bin, für meinen Lebensunterhalt selbst aufzukommen. Mit meinem Lebensstandard, den ich mir selbst erarbeitet habe, bin ich auch zufrieden. Nun gut, ich will natürlich nicht ausgenutzt werden und jemanden durchfüttern, der sich auf die faule Haut legt und nicht willens ist, seinen Lebensunterhalt selbst zu verdienen, obwohl er zwei gesunde Hände hat und es könnte. Aber solange das nicht von mir erwartet wird, ist es mir egal, wie hoch das Einkommen des Partners ist. Wenn jemand z.B. arbeitslos wäre und alles Zumutbare täte, um wieder eine Stelle zu finden, würde ich ihm das nicht negativ ankreiden. Auch dann nicht, wenn er nicht so schnell fündig würde.

Allerdings hätte ich keine Lust, von einem Partner für "ein-gebildet" gehalten zu werden, nur weil ich formal einen höheren Bildungsabschluss hätte als er oder Interessen habe, die ihm zu "kultiviert" sind. Diese Fälle des Misstrauisch-Beäugt-Werdens wegen Bildungsneids kenne ich zur Genüge aus meiner Verwandtschaft, das muss ich mir in einer Liebesbeziehung nicht auch noch antun. Es käme also nicht nur auf meine, sondern auch die Toleranz des Partners gegenüber einem unterschiedlichen Bildungsniveau an. Ich will in einer Partnerschaft ich selbst bleiben und so reden dürfen, wie mir der Schnabel gewachsen ist (auch wenn's mal eine etwas "gewähltere" Redewendung ist). Will ins Theater und auch mal in ein klassisches Konzert gehen können, lesen dürfen, was mich anspricht, Fremdwörter gebrauchen dürfen, die mir geläufig sind, und in der Gaststätte einen "Café au lait" auch als solchen bestellen dürfen, ohne dass gleich die Augen verdreht werden, mir das Ganze als Wichtigtuerei ausgelegt wird und ich mich dafür rechtfertigen muss.

Ganz unwichtig ist der Bildungsstand des Partners für mich nicht, denn ich will mich mit ihm auch auf meinem Niveau unterhalten können. Ein unterschiedliches Bildungsniveau führt vielfach auch zur Ausprägung unterschiedlicher Interessen, Lebensstile und auch zu Unterschieden in der Ausdrucksweise. Damit wird also ein zusätzliches Konfliktpotential in der Beziehung geschaffen.

Natürlich kommt es immer auf den Einzelfall an. Einen intelligenten Hauptschul- oder Realschulabsolventen, der charakterlich was taugt, vielseitig interessiert ist, sich weiterqualifiziert, aufgeschlossen auch gegenüber Themen und Freizeitbeschäftigungen ist, die ihm in der Schule vielleicht weniger vermittelt wurden als einem Gymnasiasten, kann ich mir als Partner jedenfalls viel eher vorstellen, als einen versnobten Abiturienten oder Akademiker, der über die Grenzen seiner Sozialisation nicht hinausfindet und somit im Grunde den geistigen und sozialen Horizont einer Untertasse hat. Auch und gerade von Menschen mit scheinbar niedrigerem Bildungsniveau kann man nämlich vieles lernen, nicht nur umgekehrt!
 
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