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kein Ziel im Leben!?

In der Tat ist mein Freund ein langjähriger Einzelkämpfer, einzelkind, lange Jahre Single, heute noch, nach über drei Jahren Beziehung fühlt er sich eund möchte alleine sein, wenn dann grad noch meine Eifersucht querschoss, möchte er am liebsten wieder Single sein, ohne den ganzen Frauenschei**, also frei von jeglicher liebesbeziehung.

Andererseits ist er auch wiederum sehr lieb und sagt mir wie gern er mich hat.

Versorgen möchte er schon, sofern ich keine Arbeit mehr finden, so er, ist meine Arbeit dann der Haushalt.
Sollte ich wieder Arbeit finden, teilen wir uns den auf.

Da er selber nicht weiß ob er Kinder möchte oder nicht, meinte er auch mal, ich soll ihn von einer Richtung diesbezüglich uberzeugen.
Ich solle nur klar werden ob ich wirklich Kinder haben möchte und dann wäre er dazu auch bereit.

Das DU existiert in meinen Augen schon, zumindest empfinde ich es so, wenn ich mir deinen, Nordrheiner, Post durchlese. Finde mich/uns in der DUlosen Erklärung nicht so wieder, aber gut möglich, dass ich es nicht sehen MÖCHTE, das weiß ich nicht...
 
A

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Re: kein Ziel im Leben!?
Hallo, Marina,

Einzelkämpfer sind geübt, alleine zu kämpfen. Und dies in der Regel nur für sich. Würde man einen typischen Einzelkämpfer in einem Team integrieren, so würde er dort durch Einzelaktionen auffallen. In einem Team ist die Kommunikation sehr wichtig. Partner 1 sagt "ich brauche" und der Partner 2 sagt "ich gebe" und umgekehrt.

Falsche oder zumindest unvollständige Kommunikation ist in meinen Augen: Partner 1 sagt: "ich brauche" und Partner 2 sagt: "überzeuge mich, dass Du das wirklich brauchst." (Das klingt für mich manchmal wie "das glaub ich nicht" oder "das finde ich blöd")
Wie soll denn das Überzeugen aussehen? Was würde denn überzeugen? Das sollte auch geklärt sein!

Die Frage an Dich: Was brauchst Du? Was ist Dir wichtig?
Ich denke: Um Kinder in die Welt zu setzen, braucht eine Frau Sicherheit und Geborgenheit. Und dies nicht nur für einige Monate. Diese Sicherheit und Geborgenheit kann sie nur dann an die Kinder weitergeben, wenn sie diese selbst hat. Wenn Du zu Deinem Partner sagst: "ich brauche Sicherheit und Geborgenheit" dann solltest Du vorher gut darüber nachdenken, was das konkret heisst - für Dich und für ihn. Ich habe den Eindruck, dass Dein Partner sich nur schwer in Dich hineinfühlen kann. Und die Aufgabe, Dich zu verstehen, delegiert an Dich zurück: "überzeuge mich". Und wenn Du die Aufgabe der Überzeugung nicht gut erledigst, macht er solange sein Ding. So sind sie, die Einzelkämpfer.

Eure Aufgabe der Kommunikation ist Eure gemeinsame Aufgabe. Er sollte solange an der Kommunikation arbeiten, bis er wirklich verstanden hat und Du sicher bist, dass er wirklich verstanden hat. Und Du solltest solange an der Kommunikation arbeiten, bis Du sicher bist, dass Du Dich umfassend verständlich ausgedrückt hast und er Dir das auch signalisiert.

Bitte beachte: Männer und Frauen sind nicht nur verschieden was die Zielsetzung betrifft, sondern auch in der Kommunikation. Das bedeutet: Daran arbeiten....

Ziele setzt man sich nicht so einfach. Ziele entstehen .... Ziele werden erarbeitet, an ihnen wird gearbeitet. Das kann man als Team tun, oder als Einzelkämpfer.

Wir haben alle unsere Belastungen aus der Kindheit, aus der Vergangenheit. Diese nehmen wir in die Gegenwart und in die Zukunft mit. Ob Belastungen Belastungen bleiben, entscheiden wir. Es ist wie mit schlechten Mathe-Kenntnissen. Waren wir in der Schule schlecht in Mathe, muß es nicht ein Leben so bleiben. Es ist unsere Entscheidung, ob wir an nicht gelerntem Lernstoff arbeiten oder nicht. So wie Mathe, so auch mit Teamfähigkeiten und mit Kommunikation.

LG; Nordrheiner
 
:'(
Sicherheit und Geborgenheit empfinde ich tatsächlich aktuell nicht so sehr...
Erst Januar/Februar stand unsere Beziehung kurz vor dem Aus, bis dahin stand ich sogar kurz davor wirklich ein Kind mit ihm bekommen zu wollen, aber durch diesen Streit ist dieser Wunsch verschwunden.

Warum auch immer hat mein Freund seitdem wir zusammen sind in jedem Jahr in dieser Zeit seine Zweifel und wir standen jedesmal vor "Beziehung ja oder nein". Seine Zweifel mit mir sein Leben zu verbringen gehen einfach nicht weg. Sie verschwinden mal, aber spätestens Anfang des Jahres waren sie wieder da.

So denke ich nun klar, dass es nächstes Jahr wieder so sein könnte, und dabei dann ein Kind in der Beziehung zu haben, nein, das kann ich mir aktuell einfach nicht vorstellen.

Ihn überzeugen Kinder in die Welt zu setzen heißt nur, dass ich mir absolut sicher sein soll, Kinder bekommen zu wollen. "Mehr" nicht..
 
Hallo, liebe Martina,

ein Streit ist eine Chance, bisher unausgesprochene Unterschiedlichkeiten zu besprechen. Eine Partnerschaft besteht entweder aus Gleichheiten - oder aus Ergänzung. Und Ergänzung kann nur dort stattfinden, wo auch Unterschiedlichkeiten bestehen. Insofern sind Unterschiedlichkeiten an sich nicht tragisch. Wichtig erscheint mir das Bestreben, zwei Unterschiedlichkeiten - bezogen auf einen Punkt - miteinander verbinden zu wollen.

Die Frage stellt sich: Beharrt jeder auf seinen Standpunkt, auf sein Empfinden - oder kommt es zum Bauen einer Brücke, zum Suchen nach Verstehen?

Wichtig auch: Wie endeten die Streitereien? Ging man ohne Einigkeit wieder auseinander? Wie sah die Einigung aus?

Der Streit kann die emotionale Kraft ausdrücken, die jemand aufwenden muß, um sich von alten nicht mehr brauchbaren Vorstellungen zu trennen und um anschließende die Brücke zu bauen. Insofern alles nicht tragisch.

Ich würde nur mir über einzelne Bedürfnisse sowie einzelne Werte Gedanken machen, die evt. verschieden stark ausgeprägt sind. So z.B. das Bedürfnis nach Nähe und Distanz, Zärtlichkeit.
Bei den Werten ist nachzudenken über Treue, Vertrauen, Dankbarkeit, Ehrlichkeit, Offenheit, Zuhören, Respekt.

Was verbindet Euch, welche Werte, welche Bedürfnisse? Wo bestehen Unterschiede?

LG, Nordrheiner
 
Nein nein, ich kann gut mit meinem Freund reden, auch ohne Streit lassen sich Dinge, die einen auf dem Herzen liegen ansprechen und bereden.
Er reflektiert sich und es gibt immer eine Lösung oder/und Kompromisse.

Er hat halt nur einfach ein großes Problem mit meiner Eifersucht, sie ist unbegründet, verletzt ihn und auch nach drei Jahren hab ich sie noch, es belastet mich auch selbst sehr,aber ich komm nicht aus meiner Haut 🙁
Und das lässt ihn zweifeln, dass wir langfristig glücklich und zusammen bleiben sein können.

In meiner ersten Beziehung wurde ich heuchlerisch betrogen, das sitzt immer noch tief und belastet mein Vertrauen in die Mann-heit, egal, dass seitdem mich keiner mehr betrogen hat...
Ich war auch zwei Jahre in Therapie, wegen Umzug endete sie, daraufhin hab ich mich bislang um keine neue bemüht, da ich naiver Weise auch dachte, ich hätte mich gebessert, aber es ist nach wie vor so, dass es uns belastet..
 
Na, dann los. Dann weisst Du ja, was Du zu tun hast, um ihm das zu geben, was er wirklich benötigt.

Das ist doch ein schönes Ziel: Ihm Vertrauen schenken (können)

LG, Nordrheiner
 
Zuletzt bearbeitet:
Ziele sind für Anfänger, die Profis hangeln sich von Tag zu Tag ohne dabei abzustürzen 🙂

@Eifersucht: Er sollte froh sein, dass du sie hast, immerhin beweist sie, dass er dir am Herzen liegt.
 
Nach der Arbeit war er heute sehr schlecht gelaunt und irgendwie führte eins zum anderen und unser Streit von vor 2 Monaten setzte sich fort. Mit dem Resultat, dass wir uns getrennt haben :-/

Wahrscheinlich ist es so das beste, auch wenn wir uns noch sehr lieb haben und es grad sehr weh tut, aber wir wollen zu verschiedenes, denken zu verschieden, als dass das eine langfristige Zukunft hat :-/
 
Nur eine Idee, da ich eure Situation nicht kennen kann: Hat er eventuell deine Eifersucht als Vorwand benutzt und überproportional aufgebläht um einen für ihn sauberen Ausstieg aus der Beziehung zu suchen?
 
Nee, das war diesmal nicht der Auslöser.
Leider gibt es sehr viele Streitthemen bzw gab es (muss mich erst dran gewöhnen, dass es ja nun vorbei ist :-/)
Der Auslöser heute war mein nicht so sehr vorhandener berufliche Ehrgeiz.
Und dann kam, einmal in Rage, der Rest natürlich dazu.

Wir haben auch beide zusammen das ganze beendet.
Das war vor 2 Monaten schon so, beide sehen wir es gleich und beide wollten aber bisher auch weiter kämpfen.
Aber es hat sich einfach nicht gebessert, geändert, und die Hoffnung, dass es das je wird, war heute noch kleiner als beim letzten mal.

Aber der schmerz ist trotzdem grad sehr groß und wird größer, je mehr man realisiert, dass es vorbei ist :'-/
 

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