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Kein männliches Vorbild...

Yenlowang

Aktives Mitglied
Hallo zusammen,

ich war ja am Mittwoch wieder bei meinem Therapeuten und es war die 2. Sitzung und es war das 2. Mal das ich nachdenklicher wieder raus bin, als ich hingegangen bin.

Ich weiß nicht wie er es schafft, aber ich habe bei beiden Sitzungen geheult wie ein kleines Kind.

Es ist mir von Mittwoch eine zentrale Frage im Gedächtnis geblieben. Ich habe mit Ihm über meine Vergangenheit gesprochen, darüber wie mein Vater auszog und der "Neue" meiner Mutter einen Tag später mit seinen ganzen Sachen bei uns einzog...

Ich hab es nicht verstanden, ich war 12!!!

Mein Therpeut sagte, das meine Probleme, mein mangelndes Selbstwertgefühl, mein fehlendes Selbstbewusstsein, darin fusst, das ich nie eine "Vaterfigur/Vatervorbild hatte... Niemand, der mir gezeigt hat wie ich mich als "Mann" richtig verhalte...

Mein Vater ist ein Schlappschwanz... voller Selbstmitleid, kein Rückgrat, schwingt große Reden hält nichts davon...

Er hat damals versprochen, das wir ihn öfter sehen, das er was mit uns macht, das wir weg gehen, das wir was unternehmen... Das haben wir genau 4 x gemacht... das eine Mal waren wir ein Eis essen und denn waren wir mit ihm bei ihm zuhause und haben Toast Hawaii gegessen... an die anderen beiden Sachen kann ich mich nicht mehr erinnern...

Danach haben wir uns nur noch gesehen, wenn er uns seine neuen "Freundinnen" vorstellte...

Mit der einen hat er eine Tochter...

JA! Ich habe eine Stiefschwester!... Mittlerweile dürfte sie 13 oder 14 sein...

Und ich konnte jedesmal kotzen wenn er davon anfing zu erzählen, wie gut sie sich macht, wie intelligent sie ist, wie gut in der Schule, wie lieb sie doch ist... Sein Ein und Alles....

Er sieht sie jedes 2. Wochenende, das ganze Wochenende lang. Unternimmt was mit ihr... Sie haben eine Familienjahreskarte für den Freizeitpark... gehen 1 x im Monat im Sommer hin, einen ganzen Tag...

ER HAT NOCH 2 SÖHNE!!!....

Er hat sich nen Scheiss um uns gekümmert, Verantwortung ist für ihn ein Fremdwort. (Zumindest wenn ich an meine Erinnerungen über ihn nachdenke)

Der neue Freund meiner Mutter, ihr jetziger Mann ist ebenfalls ein A*******, allerdings hat er es mir auch jedesmal deutlich gezeigt. Er weiß alles besser, er kann alles besser, er duldet keine Meinung außer der seinen. Selbst wenn er Unrecht hat, oder es jemanden gibt der weiß wie man es macht...

Er kam und tat so als wäre er mein Vater... Er machte die Regeln, er sagte wo es langgeht und wir mussten kuschen. Und wenn ich bei meiner Mutter geheult habe und gefragt habe warum er uns so behandeln darf, hat meine Mutter zu ihm gehalten und ihn verteidigt... er hätte es ja nicht einfach, eine Frau mit 2 Jugendlichen Kindern... Er hat ja soviel durchgemacht...

S****....

Wir waren ihre Söhne, sie hätte zu uns halten müssen, aber sie hat zu ihm gehalten... Das F..... war ihr wichtiger als ihre Söhne...

Irgendwann hat sie denn doch zu uns gehalten, allerdings war ich da 25 und seit 6 Jahren ausgezogen....

Ich habe ihn gehasst, ich habe mir geschworen niemals so zu werden wie er...

Vielleicht war das falsch, vielleicht war gerade er das Vorbild, was ich gebraucht hätte?...

Aber auch wenn ich damals erst 12 war, ich habe wohl doch gemerkt, das da irgendwas war... ich habe wohl verstanden, das eine Beziehung auch mal nicht von Dauer sein kann, aber ich habe ein ungutes Gefühl dabei gehabt, das er einen Tag nachdem mein Vater auszog bei uns einzog...

Er hat sich von seiner Frau getrennt, weil es angeblich nicht gepasst hat...

Was hat nicht gepasst? Das er was mit meiner Mutter gehabt hat, während seine Frau es rausgefunden hat?

Und mein Vater war denn im Weg?...

Vielleicht hat mein Vater es auch herausgefunden und sah seine Chance zu verschwinden, hinfort mit Verantwortung, vielleicht konnte er auch nicht verkraften, das er 2 Kinder mit einer Frau hat, die ihn betrogen hat, und deshalb hat er sich nicht um uns gekümmert, vielleicht hat er uns emotional verstoßen, vielleicht gab er uns auch die Schuld am Scheitern...

Ich weiß es nicht...

Immer, wenn ich meine Mutter drauf anspreche, ist es ihr unangenehm, und sie sagt, das geht Dich nichts an! Das ist meine Sache!

Ich wollte nur wissen warum es mit meinem Vater nicht geklappt hat...

Egal wie ich es betrachte, ich drehe mich mit meinen Gedanken im Kreis.

Ich denke die ganze Zeit darüber nach, ob es mit 32 Jahren noch möglich ist, etwas zu lernen was man eigentlich in seinen jungen jahren hätte lernen müssen/sollen...

Wie lernt man, sich "männlich" zu verhalten, bzw. was ist "männliches Verhalten"?

LG
 
A

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Re: Kein männliches Vorbild...
Hello Yenlowang!

Bin zwar selbst erst 21 jahre alt. bin zwar auch ohne vater (alle monate 1-2 mal gesehen) aufgewachsen, ich persöhnlich denke dass ich mir mein verhalten, umgang etc. von meinen umfeld abgeguckt habe... wenn zb. was gut angekommen ist habe ich es versucht zu imitieren!


aber jetzt mal meine frage: findest du dich unmännlich?
oder findet dich deine freundin vl. zu feminin? oder woher kommen deine ängste?


Mfg Marcel
 
Zuletzt bearbeitet:
aber jetzt mal meine frage: findest du dich unmännlich?

oder woher kommen deine ängste?

Es geht mir eigentlich darum, das ich nach jeder gescheiterten Beziehung, nach jeden Tiefschlag emotionaler Natur die Schuld bei mir suche.

Ich bin Schuld an allem...

Ich bin nicht in der Lage "Nein" zu sagen, ich bin nicht in der Lage zu sehen was andere Menschen an mir finden.

Ich kann nicht auf den Tisch hauen, ich kusche, egal was es ist.

Ich kann mich nicht streiten, selbst bei den kleinsten Streitgesprächen gebe ich klein bei um nicht den Frieden zu stören.

Ich habe versucht mich mit meiner Mutter zu streiten, oder mit dem neuen Freund von ihr...

Ergebnis, sie hat zu ihm gehalten: "Du dramatisierst, das nur, Du bist doch nur neidisch, das es mir gut geht!"...

Auf was bin ich neidisch? Darauf, das ein kleiner Hausdiktator mir sagt, was ich zu tun oder zu lassen habe. Er ist mir nicht weisungsbefugt...

Neidisch? Darauf das eine Wand neben mir nachts das kleine A******* auf meiner Mutter liegt und stöhnt?

Aber als ich versuchte mich dagegen zu wehren, hat meine Mutter mich bestraft, keine Schläge, keine körperlichen Dinge... nein... Sie hatte es viel besser drauf...

Mißachtung, absolute Gleichgültigkeit...

Sie hat tagelang kein Wort mit mir gesprochen, Sie hat mich morgens nicht geweckt, wenn ich zur Schule musste, sie hat mir wortlos ohne mich anzusehen meine Pausenbrote gegeben, nichts.. garnichts...

Lieber hätte sie mir eine reinhauen sollen, anstatt sowas... Dann wäre es wenigstens ein bißchen körperliche Nähe gewesen, aber so...

Ich habe gemacht, weil das die einzige Möglichkeit war Aufmerksamkeit zu bekommen, Beachtung durch Arbeit...

Und wenn es nicht so war, wie sie es wollte, halt nochmal, und nochmal und nochmal, bis es so war, wie sie es sich vorgestellt hat...

Ich war zu dem Zeitpunkt 14...

Ich habe nie gelernt etwas für mich zu tun, ich fühle mich in Gesellschaft männlicher Mitmenschen unwohl, ich habe das Gefühl nicht dazu zu gehören, zum einen weil mir von einem Großteil der Männer, der Lebenswandel nicht passt. Z.B. habe ich einen Bekannten, der normalerweise 3 Frauen gleichzeitig hat, sie wissen untereinander von nichts. - Ist nicht meine Vorstellung von Werten.

Aber auch das "typisch" männliche Imponiergehabe, das Buhlen um die Gunst, man kann dazu vermutlich auch Revierverhalten oder Rangordnung sagen. Habe ich nie gelernt, ich musste mich zuhause ständig unterordnen, z.B. wenn meine Freunde am WE Fußballspielen waren, war ich zuhause und habe staubgesaugt, gewischt, Wäsche gewaschen, das Klo geputzt, Essen gekocht...

Ich kann mich an wenige Wochenenden erinnern wo ich spontan nach draußen konnte um mit meinen Freunden was zu machen ohne zuhause vorher die Bude blitzblank zu putzen, das waren die Wochen wo meine Mutter mit ihrem Kerl alleine in Urlaub waren, da konnte ich mir meine Zeit frei einteilen...

Oder den unwiederstehlichen Drang alles für einen Menschen zu tun...

Totale Selbstaufgabe...
 
Neidisch? Darauf das eine Wand neben mir nachts das kleine A******* auf meiner Mutter liegt und stöhnt?


Ich denke dir würde es bestimmt gut tun wenn du dich von deiner familie bzw. deiner mutter abkoppelst. So wie ich das verstanden habe wirst du so gut wie immer zuhause unterdrückt und da is es klar, das sich deine persöhnlichkeit nicht so wirklich entfachen kann.


und wie sieht es mit deinen einkommen aus?! eigene wohnung finanziell leistbar? und ich bin mir sicher wenn du weniger kontakt mit deinen eltern hast und mehr alleine auf die beine stellst zb. sport, freunde, fortgehen etc. baut sich dein selbstvertrauen sicher wieder schnell auf, wodurch es dir dann nicht mehr schwer fallen wird irgendwen die stirn zu bieten.

Bin ca. 1 stunde weg... bis dann!
 
Ähm... Ich wohne schon seit 13 Jahren nicht mehr zuhause 😉

Das was ich in meinen beiden Post hier beschrieben habe sind Erzählungen und Empfindungen meiner Vergangenheit...

Ich sehe meine Mutter nur alle paar Familienfeste mal für ein paar Stunden, ansonsten habe ich etwa 80 km zwischen mich und sie gebracht...

Mir geht es eher darum, das mich meine Vergangenheit nicht los lässt, das ich nicht weiß was ich wert bin, wo ich stehe.

Das ich Probleme damit habe, Erlebtes aus der Vergangenheit zu verarbeiten. Und meine Lehren daraus zu ziehen, oder zu lernen mich anders zu verhalten.

Ich versuche die Worte meines Therapeuten zu verstehen, die Umstände dahinter...

Therapeut: "Ich glaube nicht, das Ihre Ängste nach der Trennung, nach dem Erkennen das sie betrogen wurden, den Ursprung in Ihrer Ehe haben. Ich habe viel eher die Annahme, das ein Großteil Ihrer Probleme daher kommen, das Sie niemals eine wirklich Vaterfigur, ein Vorbild hatten. Das sie garnicht so genau wissen was Liebe und Vertrauen ist..."
 
Zuletzt bearbeitet:
Du musst lernen, Ihnen zu vergeben, deinen Eltern.. und dir selbst. Fang neu an. Was gestern war ist vorbei.

Wichtig: Solange du dich auf das konzentrierst was du nicht willst, wolltest und für dich Zukunft nicht willst, solange wirst du genau das das bekommen. Wenn du deine Aufmerksamkeit auf die Dinge richtest die dich belasten, solange wirst du genau das wieder anziehen!

Konzentrier dich darauf was du willst! Lass die Menschen, Menschen sein, mit all ihren Fehlern und vergib ihnen. Sie sind für ihr Leben verantwortlich und du für deines.

Erkenne, dass du noch die Rolle spielst die andere dir zuteilen und du noch nicht erkannt hast, dass wenn du zwei Schritte aus diesem Kreis heraustrittst du dein Leben selbst bestimmen kannst! Wenn dir bei etwas nicht wohl ist, lass es! Wenn du nicht streiten willst, lass es! Wenn es dir ein schlechtes Gefühl gibt, lass es sein! Wenn es Menschen gibt die sich mit dir anlegen wollen, oder die nicht deiner Meinung sind, oder die dir Fehler unterstellen, ignoriere sie! DU entscheidest was du für richtig hältst und du bist niemand Rechenschaft schuldig! Du bist wichtig, wertvoll und du musst dir deinen Wert und Liebe nicht erarbeiten! Das du auf der Welt bist zeigt deinen Wert!

Mir ging es genau wie dir! Früher vor ca. 5 Jahren! Ich hab den Weg raus gefunden! Wann immer du meine Hilfe in Anspruch nehmen möchtest ich stehe dir für Fragen immer zur Verfügung!

Gib dir nicht die Schuld! Andere Menschen geben gerne Schuld ab, weil sie selbst dann nicht Verantwortung für ihr Handeln übernehmen müssen. Die Frage ist bist du wirklich schuld oder hat dir nur jemand die Schuld gegeben, weil es für ihn leichter ist... Deine Eltern sind nur Menschen.. Sie machen Fehler, sie sind nicht perfekt. Lass es einfach zu, dass sie sind wie sie sind. Du bist nicht schuld! Vergib ihnen und es wird dir ein gutes Gefühl geben.

Du hast ein Leitsystem.. Wenn du etwas denkst was mit deiner Seele übereinstimmt hast du ein gutes Gefühl. Wenn du etwas denkst, was mit deiner Seele (die nur das Beste von dir denkt) nicht harmoniert, dann hast du ein schlechtes Gefühl. Also hast du es eigentlich einfach. Denkst du etwas was für dich richtig ist geht es dir gut, denkst du in eine Richtung die schlecht für dich ist fühlst du dich dich schlecht..

Wenn du das entscheidest zu ändern, dann wird es sich ändern. Weil wir beobachten normalerweise immer das aussen und passen das innere an. Dabei sollte es umgekehrt sein. Was du denkst, dem passt sich das äussere an..


Die Entstehung der Realität: Wie das Bewusstsein die Welt erschafft (Gebundene Ausgabe)
von Jörg Starkmuth (Autor)

Viel Spass beim ausprobieren..
 
Hallo Yenlowang

Welch Aussergewöhnlicher Name 🙂

Auch ich habe lange in meiner Vergangenheit rumgekramt ( Kindheit) und dort nach den Schuldigen gesucht. Seine 2 neuen Freundinnen waren ziemlich übel, die letzte regelrecht bösartig. Immer habe ich mir die Frage gestellt: Warum tut er mir das an?

Jahrelange Missachtung meiner Persönlichkeit haben mein Selbstwertgefühl in den Keller gebracht..Verlustangst..Harmoniesüchtig, bin jedem Streit aus dem Weg gegangen..Zickige Frauen waren mir ein Greuel. Ich wusste nie wo ich stand. Ich hatte einen sagenhaft guten Therapeuten der mir schlussendlich vor knapp einem Jahr aufgezeigt hat das ich verzeihen muss um loslassen zu können.

Wie meine Vorschreiberin schon schrieb: Du bist nicht Verantwortlich für die Taten deiner Mitmenschen.

Deine Mutter hat es vielleicht nicht geschafft Vater und Mutterrolle zu übernehmen und hat viele Dinge auf den "Neuen" übertragen, was Du verständlicherweise nicht wirklich akzeptieren konntest. Sie hat bedingt durch eigene Schwäche dem nicht Einhalt gebieten können, aber versuche zu Verzeihen, das kann Dir Kraft geben um wieder an Dich und deine Fähigkeiten die Du mit Sicherheit hast zu glauben.

Ich schick Dir viel Sonnenschein und viel Kraft zum Kämpfen für DICH

LG
Rosie
 
Dein Vater ist von heute auf morgen ausgezogen und hat sich danach kaum mehr um Dich gekümmert. Wie ist Euer Verhältnis heute? Weißt Du, ob er es damals auch nicht wirklich wollte oder hat Deine Mutter es nicht zugelassen?

Vielleicht geht es auch darum, sich so zu akzeptieren und anzunehmen, wie man nun mal ist. Mußt Du unbedingt einem typischen Männerbild entsprechen? Wenn ja, warum? Ich stell das mal etwas hypothetisch in den Raum. Warum solltest Du eigentlich? Ist es das, worum es geht? Es geht um Dich und darum, daß Du Dich so annimmst, wie Du bist.

Das Verhältnis zu meinem Vater ist verschwindend gering, ich bin der einzige aus der Familie, der den Hörer nicht auflegt, wenn er anruft.

Ich stelle das Telefon auf Lautsprecher und lasse ihn reden und mache meine Sachen, die ich gerade mache... Putzen, waschen, etc...

Er ruft mich 2x im Jahr meist zu Ostern und Weihnachten an, wenn er seine depressiven 5 Minuten hat und jault mich denn ne 3/4 Std. voll wie beschissen es ihm doch geht und das keine Frau es lange mit ihm aushält. Aber seine Tochter ja das einizige ist, was ihn noch in dieser Welt hält... (Es gibt Tage, da überlege ich ihm ein paar Meter Seil aus dem Baumarkt zu schicken, damit er es leichter hat...) Es kränkt mich, das er nur anruft um mich vollzujammern, ich empfinde Wut darüber, das er sich so verhält, aber ich kann trotzdem nicht über meinen Schatten springen und auflegen wenn er anruft...

Ich würde gerne allen Menschen, die mir weh getan haben ins Gesicht sagen wie S**** sie sich verhalten haben, aber dazu fehlt mir der Mut. Und ich weiß auch nicht ob sie es verstehen würden...


Meine Mutter hat es zugelassen, es wurde mit dem Familienrichter ein gegenseitiges Umgangs- und Besuchsrecht vereinbart. Die ersten paar Monate ist mein Vater ja auch gekommen (ca. 4 x) und danach halt nicht mehr. Aber meine Mutter hat nie dafür gesorgt das wir ihn nicht sehen durften, wenn er gewollt hätte...

Ich weiß nicht ob ich unbedingt einem typischen "Männerbild" entsprechen muss, es ist aber so, das ich halt für mich glaube das ich zu weich bin.

Wenn ich damals den Mut gehabt hätte auf mein Gefühl zu hören, wäre ich mit meiner Exfrau keine 10 Jahre zusammengewesen, sondern nur ein paar Monate, ich habe sie nicht geliebt, sie war einfach da, es war jemand um den ich mich kümmern konnte, mehr habe ich nicht gebraucht. (Zumindest fühlte es sich so an).

Anders war es ja auch als ich meine vorherige Freundin rausgeschmissen habe, da hatte ich die Kraft, sie hat mich 3 Jahre ausgenutzt, ich habe irgendwann die Schnauze voll gehabt und sie vor die Tür gesetzt. Aber meine Exfrau hat mir dazu halt keinen Grud gegeben, sie hat angenommen was ich gegeben habe, ohne "übermäßige" Forderungen zu stellen, ich war zufrieden, ich hatte jemanden um mich rum, das hat mir gereicht.

Ich bin auch nicht sauer darüber, das ich betrogen wurde, nicht wirklich... es ist eher so ein Gefühl das man mir mein "Spielzeug" weggenommen hat. (Ich weiß ich sollte es nicht so sagen, aber es ist einfach so.) Ich habe sie Freitag wiedergesehen. Wir waren zur Hochzeit meines besten Freundes eingeladen, da war sie denn ja auch, weil Ihre beste Freundin halt die Braut war.

Als ich sie sah, hatte ich keine emotionale Regung, nichts, allerdings war sie ohne ihren Kerl da. Ich denke mal es ist aus, da eigentlich auch alle damit gerechnet haben das er kommt...

Ich habe keinerlei Gefühle mehr für sie, außer vielleicht Mitleid, Mitleid dafür das es doch nicht das große Glück war, was sie sich vielleicht vorgestellt hatte...

Mir geht es darum, das ich meine Wünsche, meine Sehnsüchte nicht so formulieren kann, das es für andere verständlich ist. Das ich allerdings auch nicht weiß, ob das was ich mir wünsche überhaupt machbar ist...

Dabei sind meine Wünsche eigentlich wenige:

ich wünsche mir Offenheit, Vertrauen, Ehrlichkeit und Gewissheit...

Aber Gewissheit ist ein Wunsch, den mir niemand erfüllen kann. Wer kann schon sagen: "Ich kann Dir die Gewissheit geben, das ich Dich niemals betrügen werde, das ich Dir immer mit Respekt begegne und dass das was wir haben ewig halten wird..."



 
Zuletzt bearbeitet:
Meine Mutter hat es zugelassen, es wurde mit dem Familienrichter ein gegenseitiges Umgangs- und Besuchsrecht vereinbart. Die ersten paar Monate ist mein Vater ja auch gekommen (ca. 4 x) und danach halt nicht mehr. Aber meine Mutter hat nie dafür gesorgt das wir ihn nicht sehen durften, wenn er gewollt hätte...

Ich weiß nicht ob ich unbedingt einem typischen "Männerbild" entsprechen muss, es ist aber so, das ich halt für mich glaube das ich zu weich bin.

Ein Mensch hat immer eine männliche und eine weibliche Seite, was überwiegt wird wohl vom körperlichen Geschlecht ua. durch Hormone bestimmt. Wenn du versuchst eine Seite zu verdrängen wird sie stärker. Wenn du dich auf die Seite konzentrierst von der möchtest das sie grösseren Anteil in deinem Leben hat dann wird diese stärker. Der Unterschied ist der. Worauf du deine Aufmerksamkeit richtest wird stärker...

Aufmerksamkeit richtest du auch darauf, wenn du dir die ganze Zeit sagst dass du es nicht willst. Du wolltest nie so sein wie deine Mutter. Na bitte wenn du das NICHT willst wirst du genau das bekommen.. Das das nicht wollen stärker ist als das wollen. Du beschäftigst dich ja andauernd damit. Deine Entscheidung.


Wenn ich damals den Mut gehabt hätte auf mein Gefühl zu hören, wäre ich mit meiner Exfrau keine 10 Jahre zusammengewesen, sondern nur ein paar Monate, ich habe sie nicht geliebt, sie war einfach da, es war jemand um den ich mich kümmern konnte, mehr habe ich nicht gebraucht. (Zumindest fühlte es sich so an).

Im Grunde genommen hattest du doch Angst allein zu sein. Angst davor das gleiche zu tun wie dein Vater mit deiner Mutter oder? Du lehnst doch die männliche Seite komplett ab. Wie soll sie dann in dir stärker werden.

Anders war es ja auch als ich meine vorherige Freundin rausgeschmissen habe, da hatte ich die Kraft, sie hat mich 3 Jahre ausgenutzt, ich habe irgendwann die Schnauze voll gehabt und sie vor die Tür gesetzt. Aber meine Exfrau hat mir dazu halt keinen Grud gegeben, sie hat angenommen was ich gegeben habe, ohne "übermäßige" Forderungen zu stellen, ich war zufrieden, ich hatte jemanden um mich rum, das hat mir gereicht.

Dir muss erst jemand dein Gewissen entlasten. Wenn diejenige Person dir einen Grund gibt kannst du sie endlich loswerden und die Schuld auf jemand anderes schieben. Das ist einfach. Es konnte ja nicht gut gehen, weil.. Sie war Schuld. Bist du eine Marionette die ihr Leben nicht leben will, weil sie Angst davor hat Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen? Angst davor etwas falsch zu machen und von anderen dafür gestraft zu werden? Also bestimmen andere dein Leben wenn du es nicht tust.

Ich bin auch nicht sauer darüber, das ich betrogen wurde, nicht wirklich... es ist eher so ein Gefühl das man mir mein "Spielzeug" weggenommen hat. (Ich weiß ich sollte es nicht so sagen, aber es ist einfach so.) Ich habe sie Freitag wiedergesehen. Wir waren zur Hochzeit meines besten Freundes eingeladen, da war sie denn ja auch, weil Ihre beste Freundin halt die Braut war.

Du hast ihr NIE das Gefühl geben können wertvoll zu sein, weil du dich selbst nicht wertvoll nehmen konntest. Sie hat nur reagiert wie du auch. Abhängig vom Handeln anderer. Also hat sie sich auch als nicht wertvoll erwiesen. So wie DU es wolltest..

Als ich sie sah, hatte ich keine emotionale Regung, nichts, allerdings war sie ohne ihren Kerl da. Ich denke mal es ist aus, da eigentlich auch alle damit gerechnet haben das er kommt...

Warum denkst du für andere? Hast du nicht genug mit dir selbst zu tun? Warum labst du dich daran wenn es anderen schlecht geht? Um dir zu sagen: Na ja so schlecht bin ich nicht dran, der gehts ja noch schlechter.. Schlecht Ausgangsposition um glücklich zu werden..

Ich habe keinerlei Gefühle mehr für sie, außer vielleicht Mitleid, Mitleid dafür das es doch nicht das große Glück war, was sie sich vielleicht vorgestellt hatte...

Spott, Hohn, Rache die dich innerlich auffressen wenn du es zugibst. Wie du mir so ich dir. Dir kann es gar nicht gut gehen, weil du mich (EGO) betrogen hast. Das geschieht dir Recht. Statt ihr einfach zu wünschen, dass sie jemanden findet den sie liebt und der sie liebt. Weil ihr einfach nicht zueinander gepasst habt und du warst auch nicht ehrlich. Ich liebe sie nicht, ich hab nur jemand gebraucht der da ist. DU hast sie auch betrogen. Um die EHRLICHKEIT!

Mir geht es darum, das ich meine Wünsche, meine Sehnsüchte nicht so formulieren kann, das es für andere verständlich ist. Das ich allerdings auch nicht weiß, ob das was ich mir wünsche überhaupt machbar ist...

Warum muss es für andere verständlich sein? Wer soll dir denn deine Wünsche erfüllen wenn nicht du selbst? Keiner kann die Bilder in deinem Kopf sehen. NIEMAND auf der Welt wird dir das zu geben vermögen wenn nicht einmal DU es dir selbst geben kannst. Denn für andere bist du wie gesagt unsichtbar.

Dabei sind meine Wünsche eigentlich wenige:

ich wünsche mir Offenheit, Vertrauen, Ehrlichkeit und Gewissheit...

Gibst du selbst das was du verlangst? Du vertraust deiner Freundin nicht wenn sie mit einem anderen Mann in einem Zimmer schläft und verlangst Vertrauen. Bist nicht ehrlich zu dir selbst und verlangst von anderen Ehrlichkeit. Bist zu ängstlich um jemand von Herzen zu sagen: Ich verzeihe dir! und verlangst Offenheit. Und zu guter letzt verlangst du Gewissheit weil du so unsicher bist. Hä?

Aber Gewissheit ist ein Wunsch, den mir niemand erfüllen kann. Wer kann schon sagen: "Ich kann Dir die Gewissheit geben, das ich Dich niemals betrügen werde, das ich Dir immer mit Respekt begegne und dass das was wir haben ewig halten wird..."

Wenn du dich weiter auf das konzentrierst was du nicht willst, statt auf das was du willst wirst du weiterhin ein schlechtes Gefühl haben! Weil du weiter gegen dich selbst kämpfst und dein Gefühl dich warnt. ACHTUNG WENN DU WEITER SO DENKST WIRD ES SO WAHR WERDEN!


Ich hoffe das war nicht zu extrem ausgesprochen. Ich hab eigentlich eher mit mir selbst geredet. Ich muss mich selbst auch jedes Mal wieder ermahnen das zu denken was ich mir wünsche. Ich bin sicher es hilft dir. Wie gesagt, ich kenne es genau, deswegen kann ich so genau anworten. Ich habs auch durchgemacht. Aber bin ohne Hilfe von anderen wieder raus gekommen.

Grüssle

Sera
 
Lieber Yenlowang!

Mein Erzeuger und natürlich auch der meiner Brüder hat absolut nicht als Vorbild getaugt. Der ist ein absolutes NO-GO als Vorbild und trotzdem sind beide damit fertiggeworden und haben ihren "männlichen Weg" gefunden. Sie haben sich einfach anderweitig orientiert und vor allem an sich selber, an ihrem Selbstbewußtsein. Und damit meine ich weniger ihre seelische Verfassung, die hat mit Sicherheit auch gelitten, sondern ihr Bewußtsein, es besser zu machen und auch besser zu sein als ihr Erzeuger. Sie mußten erwachsen werden, auch ohne männliches Vorbild.

Inzwischen sind beide verheiratet und haben Familie. Sie können stolz auf sich sein und das bin ich auch.

lg sagittarius
 

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