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Kein männliches Vorbild...

Oh Serafina,

Du hast ja so Recht.

Ich habe es lieber, wenn man mir so den Kopf "wäscht" als das man mir sagt, das wird schon wieder 😉

Allerdings habe ich vermutlich den Begriff "wertvoll" mein bisheriges Leben lang falsch definiert, bzw. den falsche Sinn darin gesehen.

Ich habe sie auf Händen getragen, ich habe versucht ihnen alle Wünsche von den Augen abzulesen. So wie ich es gewohnt bin, so wie ich es von klein auf gelernt habe. Ich war nur etwas wert, wenn ich getan habe. Selbst meine Mutter ruft heute nur an, wenn sie was will, nicht um zu fragen wie es mir geht.

Heute wieder...

Handy klingelt.

Meine Mutter dran: "Wie geht es Dir?... Bist Du heute abend zuhause?... Dein Onkel hat bei mir am PC gesessen, und seitdem komme ich nicht mehr ins Internet... Kannst Du mir helfen? Ich ruf Dich denn heute abend so gegen 7 an!"

Ja, ich habe Angst. Angst davor betrogen zu werden.
Angst davor alleine zu sein.
Angst davor, das niemand da ist, um den ich mich kümmern kann, allerdings ist das weniger geworden seit ich meinen Kater habe.

Aber ich erkenne durchaus, das ich in die früheren Verhaltensmuster zurückfalle, die ich früher gelebt habe...

Gibst du selbst das was du verlangst? Du vertraust deiner Freundin nicht wenn sie mit einem anderen Mann in einem Zimmer schläft und verlangst Vertrauen. Bist nicht ehrlich zu dir selbst und verlangst von anderen Ehrlichkeit. Bist zu ängstlich um jemand von Herzen zu sagen: Ich verzeihe dir! und verlangst Offenheit. Und zu guter letzt verlangst du Gewissheit weil du so unsicher bist. Hä?

Ich kann mir nicht verzeihen, das ich bin, wie ich bin, das ich Angst habe, das ich mir selbst nicht vertraue, das ich nicht weiß was ich wert bin...

Ich denke schon, das ich anderen das gebe was ich mir für mich wünsche...

Bis auf das Vertrauen, ich weiß das Vertrauen das wichtigste ist...

Man kann mich fragen, ich antworte, offen und ehrlich. Ich sage meiner Freundin und meinen wenigen Freunden immer was ich denke und wie es mir geht. Ich beschönige nicht und dramatisiere auch nicht.

Wenn meine Freundin mich fragt, hast Du ein Problem damit, das ich auf Freizeit fahre und mit ihm in einem Zimmer schlafe, sage ich: "Ja, habe ich... Allerdings ist das etwas womit ich alleine fertig werden muss." Ich muss es alleine durchstehen.

Ich bin so ehrlich zu mir selbst das ich sage ich brauche Hilfe, ich habe mir eine lange Zeit nicht eingestanden, das ich ein Problem habe, ich habe immer gesagt, die anderen sind schuld. Allerdings komme ich immer mehr dahinter, die Ursachen für meine Probleme bei mir zu suchen.

Ich habe mit meiner Freundin auch schon darüber gesprochen, das ich es nicht gut finde, wenn sie Kontakt zu den Männern hat, mit denen sie was hatte während sie noch im "Endstadium" ihrer Beziehung zu ihren Ex war...

Das ist etwas womit ich garnicht klar komme...

Ich weiß das diese Männer eigentlich kein gesteigertes Interesse an ihr haben, das die genau wussten in was für einer "Verfassung" sie damals war und sie nur auf eine "ungezwungene" Nacht aus waren. Da diese Männer alle in Beziehungen stecken und ihre Partnerinnen nicht für sie verlassen würden, aber vielleicht gegen eine weitere Nacht nichts einzuwenden hätten...

Ich habe mit ihr auch schon mehrfach darüber gesprochen, das ich damit nicht klar komme. Deshalb hole ich mir Hilfe, ich hoffe das mein Therapeut mir helfen wird. Ich muss es einfach schaffen, ich will es einfach schaffen...


Spott, Hohn, Rache die dich innerlich auffressen wenn du es zugibst.


Spott? Nein...

Hohn? Nein...

Rache? Ja, ein wenig... Allerdings nicht das es mich befriedigt...

Zumindest fühlt es sich nicht wie Befriedigung an. Eher so ein Gefühl, das ich Recht hatte. Allerdings sieht durch die Veränderung des Betrachtungswinkels es jetzt nach fast 3 Jahren ein wenig anders aus.

Ich habe immer gesagt, dass das was man einem anderen Menschen antut immer auch wieder auf einen selber zurückfällt...

Ich habe sie nicht so beachtet, wie sie es verdient, gebraucht hätte, ich habe meine Quittung durch die Mißachtung, den Ehebruch, den Betrug ihrerseits bekommen.

Sie bekommt jetzt die Quittung dafür, das sie mich betrogen hat durch ihren Lebensgefährten.

Ich bin allerdings mittlerweile bereit Verantwortung zu übernehmen, ich denke an die Zukunft und daran, was noch kommt. Ich stelle mich den unangenehmen Dingen, den unangenehmen Fragen und Problemen und ich rede mit den Betreffenden darüber.

Und genau da liegt auch ein Hund begraben (Es scheint ein riesiger Hundefriedhof zu sein 😉 )

Meine Zukunft, sehe ich zusammen mit meiner Freundin, sie ist der Mensch den ich gesucht habe. Sie ist selbstständig, sie weiß was sie will, wir haben gleiche Ansichten was Familie und Zukunft anbelangt. Die Zeit mit ihr tut mir wahnsinnig gut...

Allerdings, mit den Geistern meiner Vergangenheit kann ich noch nicht reden, dafür habe ich noch nicht die Kraft...
 
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Re: Kein männliches Vorbild...
Hi Yenlowang...
Ich weiß genau was du fühlst.
Ich kenne meinen Vater nicht einmal und habe lernen müssen, mit einer Lücke in meinem Leben leben zu müssen.
Ich habe lange gedacht, ich kann das verdrängen, einfach nicht mehr daran denken, aber das geht nicht auf die Dauer.
Irgendwann holt dich deine Vergangenheit immer wieder ein.
Schade ist nur, dass wir beide den Egoismus unserer Eltern ausbaden müssen, vielleicht ein ganzes Leben lang...
Bleibt nur zu hoffen, dass wir das eines Tages besser machen.
Lieben Gruß Struwel

Hallo zusammen,

ich war ja am Mittwoch wieder bei meinem Therapeuten und es war die 2. Sitzung und es war das 2. Mal das ich nachdenklicher wieder raus bin, als ich hingegangen bin.

Ich weiß nicht wie er es schafft, aber ich habe bei beiden Sitzungen geheult wie ein kleines Kind.

Es ist mir von Mittwoch eine zentrale Frage im Gedächtnis geblieben. Ich habe mit Ihm über meine Vergangenheit gesprochen, darüber wie mein Vater auszog und der "Neue" meiner Mutter einen Tag später mit seinen ganzen Sachen bei uns einzog...

Ich hab es nicht verstanden, ich war 12!!!

Mein Therpeut sagte, das meine Probleme, mein mangelndes Selbstwertgefühl, mein fehlendes Selbstbewusstsein, darin fusst, das ich nie eine "Vaterfigur/Vatervorbild hatte... Niemand, der mir gezeigt hat wie ich mich als "Mann" richtig verhalte...

Mein Vater ist ein Schlappschwanz... voller Selbstmitleid, kein Rückgrat, schwingt große Reden hält nichts davon...

Er hat damals versprochen, das wir ihn öfter sehen, das er was mit uns macht, das wir weg gehen, das wir was unternehmen... Das haben wir genau 4 x gemacht... das eine Mal waren wir ein Eis essen und denn waren wir mit ihm bei ihm zuhause und haben Toast Hawaii gegessen... an die anderen beiden Sachen kann ich mich nicht mehr erinnern...

Danach haben wir uns nur noch gesehen, wenn er uns seine neuen "Freundinnen" vorstellte...

Mit der einen hat er eine Tochter...

JA! Ich habe eine Stiefschwester!... Mittlerweile dürfte sie 13 oder 14 sein...

Und ich konnte jedesmal kotzen wenn er davon anfing zu erzählen, wie gut sie sich macht, wie intelligent sie ist, wie gut in der Schule, wie lieb sie doch ist... Sein Ein und Alles....

Er sieht sie jedes 2. Wochenende, das ganze Wochenende lang. Unternimmt was mit ihr... Sie haben eine Familienjahreskarte für den Freizeitpark... gehen 1 x im Monat im Sommer hin, einen ganzen Tag...

ER HAT NOCH 2 SÖHNE!!!....

Er hat sich nen Scheiss um uns gekümmert, Verantwortung ist für ihn ein Fremdwort. (Zumindest wenn ich an meine Erinnerungen über ihn nachdenke)

Der neue Freund meiner Mutter, ihr jetziger Mann ist ebenfalls ein A*******, allerdings hat er es mir auch jedesmal deutlich gezeigt. Er weiß alles besser, er kann alles besser, er duldet keine Meinung außer der seinen. Selbst wenn er Unrecht hat, oder es jemanden gibt der weiß wie man es macht...

Er kam und tat so als wäre er mein Vater... Er machte die Regeln, er sagte wo es langgeht und wir mussten kuschen. Und wenn ich bei meiner Mutter geheult habe und gefragt habe warum er uns so behandeln darf, hat meine Mutter zu ihm gehalten und ihn verteidigt... er hätte es ja nicht einfach, eine Frau mit 2 Jugendlichen Kindern... Er hat ja soviel durchgemacht...

S****....

Wir waren ihre Söhne, sie hätte zu uns halten müssen, aber sie hat zu ihm gehalten... Das F..... war ihr wichtiger als ihre Söhne...

Irgendwann hat sie denn doch zu uns gehalten, allerdings war ich da 25 und seit 6 Jahren ausgezogen....

Ich habe ihn gehasst, ich habe mir geschworen niemals so zu werden wie er...

Vielleicht war das falsch, vielleicht war gerade er das Vorbild, was ich gebraucht hätte?...

Aber auch wenn ich damals erst 12 war, ich habe wohl doch gemerkt, das da irgendwas war... ich habe wohl verstanden, das eine Beziehung auch mal nicht von Dauer sein kann, aber ich habe ein ungutes Gefühl dabei gehabt, das er einen Tag nachdem mein Vater auszog bei uns einzog...

Er hat sich von seiner Frau getrennt, weil es angeblich nicht gepasst hat...

Was hat nicht gepasst? Das er was mit meiner Mutter gehabt hat, während seine Frau es rausgefunden hat?

Und mein Vater war denn im Weg?...

Vielleicht hat mein Vater es auch herausgefunden und sah seine Chance zu verschwinden, hinfort mit Verantwortung, vielleicht konnte er auch nicht verkraften, das er 2 Kinder mit einer Frau hat, die ihn betrogen hat, und deshalb hat er sich nicht um uns gekümmert, vielleicht hat er uns emotional verstoßen, vielleicht gab er uns auch die Schuld am Scheitern...

Ich weiß es nicht...

Immer, wenn ich meine Mutter drauf anspreche, ist es ihr unangenehm, und sie sagt, das geht Dich nichts an! Das ist meine Sache!

Ich wollte nur wissen warum es mit meinem Vater nicht geklappt hat...

Egal wie ich es betrachte, ich drehe mich mit meinen Gedanken im Kreis.

Ich denke die ganze Zeit darüber nach, ob es mit 32 Jahren noch möglich ist, etwas zu lernen was man eigentlich in seinen jungen jahren hätte lernen müssen/sollen...

Wie lernt man, sich "männlich" zu verhalten, bzw. was ist "männliches Verhalten"?

LG
 
Oh Serafina,

Du hast ja so Recht.

Ich habe es lieber, wenn man mir so den Kopf "wäscht" als das man mir sagt, das wird schon wieder 😉

Danke schön fürs zuhören 😉

Allerdings habe ich vermutlich den Begriff "wertvoll" mein bisheriges Leben lang falsch definiert, bzw. den falsche Sinn darin gesehen.

Was bedeutet wertvoll für dich? Was wäre wenn deine Freundin, deine Mutter oder andere Menschen die dir näher stehen auf einmal nicht mehr in deinem Leben wären? Wenn ihnen etwas geschieht? Wenn das Leben dich zwingt darüber nachzudenken allein zu sein? Wenn deine Freundin bei einem Unfall ums Leben kommen würde? Erkennst du den Wert? Bist du nicht dankbar das sie da ist? Das sie dir zuhört, das sie dich liebt, das sie aus freiem Willen bei dir sein will? Das sie mit dir lacht und streitet und für dich da ist egal ob es dir gut geht oder schlecht? Wenn du dafür dankbar bist, dann erkennst du erst den wahren Wert!

Ich habe sie auf Händen getragen, ich habe versucht ihnen alle Wünsche von den Augen abzulesen. So wie ich es gewohnt bin, so wie ich es von klein auf gelernt habe. Ich war nur etwas wert, wenn ich getan habe. Selbst meine Mutter ruft heute nur an, wenn sie was will, nicht um zu fragen wie es mir geht.

Hast du sie auf Händen getragen, weil du gelernt hast, dass es so richtig ist. Oder hast du sie auf Händen getragen, weil du sie so vergöttert und geliebt hast, dass egal was sie tut oder nicht tut es dir wichtig ist dass es ihr gut geht? Denk darüber nach, was dafür deine Grundmotivation wahr. Das Ergebnis ist ein anderes.

Heute wieder...

Handy klingelt.

Meine Mutter dran: "Wie geht es Dir?... Bist Du heute abend zuhause?... Dein Onkel hat bei mir am PC gesessen, und seitdem komme ich nicht mehr ins Internet... Kannst Du mir helfen? Ich ruf Dich denn heute abend so gegen 7 an!"

Lebst du mit der Motivation den ganzen Tag Dinge zu tun dich deinen Wert steigern? Das ist ein Kampf gegen Windmühlen. Denn wenn du etwas für dich selbst tust hast du ein schlechtes Gewissen. Wenn du einmal nicht anderer Leute Erwartungen erfüllst denkst du dann du seiest egoistisch?

Logisch gesehen, wenn du etwas dafür tun musst um wertvoll zu sein, dann musst du auch etwas dafür tun um geliebt zu werden? Denkst du das? Ist das dein Denkmuster? Muss ein Kind etwas dafür tun um von der Mutter geliebt zu werden?

Ja, ich habe Angst. Angst davor betrogen zu werden.
Angst davor alleine zu sein.
Angst davor, das niemand da ist, um den ich mich kümmern kann, allerdings ist das weniger geworden seit ich meinen Kater habe.

Du hast also Angst davor niemand zu haben um den du dich kümmern kannst, logisch, weil du dann deinen Wert nicht mehr beweisen könntest? Wärest du dann als Mensch wertlos? Hast du dein Potential noch nicht erkannt? Niemand kann dir Liebe geben wenn du sie nicht empfindest..

Angst davor betrogen zu werden, weil du es wieder einmal nicht wert warst geliebt zu werden? Weil deine Eltern dir schon beigebracht haben, wenn du dies tust, oder dass dann sind wir stolz auf dich (dann lieben wir dich)..


Aber ich erkenne durchaus, das ich in die früheren Verhaltensmuster zurückfalle, die ich früher gelebt habe...

Gut Erkenntnis ist der erste Weg zur Heilung.. 🙂

Gibst du selbst das was du verlangst? Du vertraust deiner Freundin nicht wenn sie mit einem anderen Mann in einem Zimmer schläft und verlangst Vertrauen. Bist nicht ehrlich zu dir selbst und verlangst von anderen Ehrlichkeit. Bist zu ängstlich um jemand von Herzen zu sagen: Ich verzeihe dir! und verlangst Offenheit. Und zu guter letzt verlangst du Gewissheit weil du so unsicher bist. Hä?

Ich kann mir nicht verzeihen, das ich bin, wie ich bin, das ich Angst habe, das ich mir selbst nicht vertraue, das ich nicht weiß was ich wert bin...

Wer oder was bist du denn? Weisst du überhaupt wer du bist? Wenn du es wüsstest müsstest du dir:

1. Selbst nichts mehr verzeihen, weil du wüsstest das man ohne Fehler machen gar nicht lernen und vorwärtskommen kann.. Und du nie etwas falsch machen kannst, weil du immer was draus lernst. Du triffst immer die Entscheidung die in diesem Moment richtig für dich erscheint. (Wo wären wir wenn Thomas Edison nicht 1001 Versuche mit der Glühbirne gemacht hätte und nie hätte einen Fehler machen wollen?)

2. Da du keine Fehler machen kannst, also immer nur nach dem Moment entscheiden was für dich richtig ist um daraus zu erwachsen brauchst du auch keine Angst mehr zu haben. Wenn du nämlich auf dein inneres Leitsystem (gutes Gefühl - guter Gedanke / schlechtes Gefühl - schlechter Gedanke) kannst du immer sagen: Ich übernehme die Verantwortung für mein Handeln hinter dem ich mit ganzem Herzen stehe, weil es das ist was ich für richtig empfinde.

3. Damit lernst du dir selbst zu vertrauen, weil du dann nur noch Gutes erwartest, in allem das Beste siehst und daraus machst und auch dankbar bist für die Fehler die du machst, weil du endlich dahinter stehen kannst. Weil du weisst dass du daraus wächst und stark wirst, wenn du Fehler machst. Hättest du den Laufen gelernt, wenn du als du das erste Mal gefallen bist aufgegeben hättest?

Ich denke schon, das ich anderen das gebe was ich mir für mich wünsche...

Wieder die Frage: Aus welcher Motivation heraus gibst du?

Bis auf das Vertrauen, ich weiß das Vertrauen das wichtigste ist...

🙂

Man kann mich fragen, ich antworte, offen und ehrlich. Ich sage meiner Freundin und meinen wenigen Freunden immer was ich denke und wie es mir geht. Ich beschönige nicht und dramatisiere auch nicht.

Es ist gar nicht die Wahrheit die du damit aussprichst sondern deine Gedanken. Die Wahrheit ist die Wurzel der Gedanken.. Und die ist meistens eine ganz andere..

Wenn meine Freundin mich fragt, hast Du ein Problem damit, das ich auf Freizeit fahre und mit ihm in einem Zimmer schlafe, sage ich: "Ja, habe ich... Allerdings ist das etwas womit ich alleine fertig werden muss." Ich muss es alleine durchstehen.

Ich bin so ehrlich zu mir selbst das ich sage ich brauche Hilfe, ich habe mir eine lange Zeit nicht eingestanden, das ich ein Problem habe, ich habe immer gesagt, die anderen sind schuld. Allerdings komme ich immer mehr dahinter, die Ursachen für meine Probleme bei mir zu suchen.

Ich habe mit meiner Freundin auch schon darüber gesprochen, das ich es nicht gut finde, wenn sie Kontakt zu den Männern hat, mit denen sie was hatte während sie noch im "Endstadium" ihrer Beziehung zu ihren Ex war...

Das ist etwas womit ich garnicht klar komme...

Ich weiß das diese Männer eigentlich kein gesteigertes Interesse an ihr haben, das die genau wussten in was für einer "Verfassung" sie damals war und sie nur auf eine "ungezwungene" Nacht aus waren. Da diese Männer alle in Beziehungen stecken und ihre Partnerinnen nicht für sie verlassen würden, aber vielleicht gegen eine weitere Nacht nichts einzuwenden hätten...

Ich habe mit ihr auch schon mehrfach darüber gesprochen, das ich damit nicht klar komme. Deshalb hole ich mir Hilfe, ich hoffe das mein Therapeut mir helfen wird. Ich muss es einfach schaffen, ich will es einfach schaffen...


Spott, Hohn, Rache die dich innerlich auffressen wenn du es zugibst.


Spott? Nein...

Hohn? Nein...

Rache? Ja, ein wenig... Allerdings nicht das es mich befriedigt...

Zumindest fühlt es sich nicht wie Befriedigung an. Eher so ein Gefühl, das ich Recht hatte. Allerdings sieht durch die Veränderung des Betrachtungswinkels es jetzt nach fast 3 Jahren ein wenig anders aus.

Ich habe immer gesagt, dass das was man einem anderen Menschen antut immer auch wieder auf einen selber zurückfällt...

Ich habe sie nicht so beachtet, wie sie es verdient, gebraucht hätte, ich habe meine Quittung durch die Mißachtung, den Ehebruch, den Betrug ihrerseits bekommen.

Sie bekommt jetzt die Quittung dafür, das sie mich betrogen hat durch ihren Lebensgefährten.

Ich bin allerdings mittlerweile bereit Verantwortung zu übernehmen, ich denke an die Zukunft und daran, was noch kommt. Ich stelle mich den unangenehmen Dingen, den unangenehmen Fragen und Problemen und ich rede mit den Betreffenden darüber.

Und genau da liegt auch ein Hund begraben (Es scheint ein riesiger Hundefriedhof zu sein 😉 )

Meine Zukunft, sehe ich zusammen mit meiner Freundin, sie ist der Mensch den ich gesucht habe. Sie ist selbstständig, sie weiß was sie will, wir haben gleiche Ansichten was Familie und Zukunft anbelangt. Die Zeit mit ihr tut mir wahnsinnig gut...

Allerdings, mit den Geistern meiner Vergangenheit kann ich noch nicht reden, dafür habe ich noch nicht die Kraft...

Vergeben heisst nicht darüber zu reden, sondern die Entscheidung
zu treffen..


Es macht Spass sich mit dir zu unterhalten.. 🙂
 
@ Serafina

Was bedeutet wertvoll für dich? Was wäre wenn deine Freundin, deine Mutter oder andere Menschen die dir näher stehen auf einmal nicht mehr in deinem Leben wären? Wenn ihnen etwas geschieht? Wenn das Leben dich zwingt darüber nachzudenken allein zu sein? Wenn deine Freundin bei einem Unfall ums Leben kommen würde? Erkennst du den Wert? Bist du nicht dankbar das sie da ist? Das sie dir zuhört, das sie dich liebt, das sie aus freiem Willen bei dir sein will? Das sie mit dir lacht und streitet und für dich da ist egal ob es dir gut geht oder schlecht? Wenn du dafür dankbar bist, dann erkennst du erst den wahren Wert!


Wenn meine Freundin bei einem Unfall ums Leben kommen würde, würde ich in ein Loch fallen, ich würde sie vermissen, Ihre Nähe, Ihre Wärme, Ihren Atem, die Gespräche, das Lachen, das Weinen, die Berührungen. Ich würde ständig darauf warten das sie wiederkommt, darauf das die Tür aufgeht und sie vor mir steht und sagt: "Schatz, da bin ich!" Ich bin für jeden Tag dankbar, den ich mit ihr verbringen darf. Dafür, das ich neben ihr aufwachen darf, das ich neben ihr einschlafen darf... Aber ich habe so wahnsinnige Angst das es irgendwann nicht mehr so sein könnte.

Bei meiner Mutter und meinem Vater bin ich mir nicht so sicher...

Bei meinem Vater weiß ich nicht ob ich ihm groß nachweinen würde, es gab in der letzen Zeit Momente wo ich darüber nachdachte und dachte, wenn er stirbt, würde ich zu seiner Beerdigung gehen und ihm vor versammelter Trauergemeinde auf den Sarg spucken...

Bei meiner Mutter wäre es ein wenig anders, ich wäre vielleicht im ersten Moment geschockt, aber dann...

Hast du sie auf Händen getragen, weil du gelernt hast, dass es so richtig ist. Oder hast du sie auf Händen getragen, weil du sie so vergöttert und geliebt hast, dass egal was sie tut oder nicht tut es dir wichtig ist dass es ihr gut geht? Denk darüber nach, was dafür deine Grundmotivation wahr. Das Ergebnis ist ein anderes.

Ich habe gelernt seit ich 12 bin, das meine Mutter z.B. mich nur beachtet, zufrieden mit mir war, wenn ich was so gemacht habe wie sie es wollte. Wenn es nicht so war wie sie es wollte habe ich es halt nochmal gemacht, und nochmal und nochmal und nochmal, solange bis es ihren Maßstäben gerecht wurde. Denn hieß es: "Na also, geht doch! Es hat zwar gedauert, aber es hat doch geklappt!"

Ich war zum Schluss perfekt in dem was ich machte, ich konnte waschen ohne zu verfärben, ich konnte bügeln ohne das Falten blieben. Ich konnte kochen ohne das was anbrannte... Ich war zu dem Zeitpunkt 15! Dann hieß es, das hast Du gut gemacht, besser hätte ich es auch nicht gekonnt...

Kurzum ich habe gelernt, das man jemanden glücklich machen kann, wenn man nur genug macht und es denn so lange macht bis derjenige zufrieden ist.

Lebst du mit der Motivation den ganzen Tag Dinge zu tun dich deinen Wert steigern? Das ist ein Kampf gegen Windmühlen. Denn wenn du etwas für dich selbst tust hast du ein schlechtes Gewissen. Wenn du einmal nicht anderer Leute Erwartungen erfüllst denkst du dann du seiest egoistisch?

Ja, diese Motivation habe ich jeden Tag...

Nein, ich denke nicht das ich egoistisch bin, sondern das ich nicht in der Lage bin deren Erwartungen zu erfüllen. Also muss ich mehr tun, präsenter sein, genauer aufpassen wenn Wünsche geäußert werden, diese zu erfüllen...

Logisch gesehen, wenn du etwas dafür tun musst um wertvoll zu sein, dann musst du auch etwas dafür tun um geliebt zu werden? Denkst du das? Ist das dein Denkmuster? Muss ein Kind etwas dafür tun um von der Mutter geliebt zu werden?

Ja, so in etwa, das trifft den Kern genau. Solange ich was für meine Mutter getan habe, und es gut getan habe, solange hatte ich ein wenig Beachtung. Wollte ich geliebt werden bin ich zu meiner Oma gegangen, da sie die einzige war, die mich geliebt hat, ohne das ich etwas dazu tun musste...

Naja nicht ganz, ich musste sie in Arm nehmen...

Ich weiß heute, das ein Kind nichts tun muss um geliebt zu werden, das wird auch etwas sein, was ich meinen Kindern vermitteln werde, sie dürfen machen, was sie wollen, sicher werde ich ihnen alles mitgeben, sie daran teilhaben lassen, wenn es darum geht sie aufs Leben vorzubereiten, sie werden die Grunddinge (eigenständig putzen, kochen, waschen, etc,. ) von mir mitbekommen, ich werde versuchen es ihnen zu vermitteln, damit sie später in der Lage sind auf eigenen Beinen durchs Leben zu gehen, es ist aber kein Muß um von mir geliebt zu werden.

Ich sehe es jedesmal bei meinem Neffen, wenn ich bei meinem Bruder bin, das es auch anders geht...

Mein Bruder wird das was er erlebt hat nicht an seinen Sohn weitergeben...

Angst davor betrogen zu werden, weil du es wieder einmal nicht wert warst geliebt zu werden? Weil deine Eltern dir schon beigebracht haben, wenn du dies tust, oder dass dann sind wir stolz auf dich (dann lieben wir dich)..

Es ging noch nichtmal um Liebe, es ging nur um Beachtung. Wenn ich zu meiner Mutter mal sagte: "Ich hab Dich lieb!" kam nichts zurück... Keine Umarmung, nichts...

Wer oder was bist du denn? Weisst du überhaupt wer du bist?

Ich weiß es nicht...

Wieder die Frage: Aus welcher Motivation heraus gibst du?

In diesem Kontext, um beachtet zu werden, um zu sagen: "Ich bin da, ich bin aufmerksam und ich versuche mein Möglichstes zu geben."

Vergeben heisst nicht darüber zu reden, sondern die Entscheidung
zu treffen..

Denn bin ich seelisch noch nicht bereit diese Entscheidung zu treffen...


Ich genieße unsere Gespräche 🙂

Vielen Dank

 
Du bist ein guter Zuhörer wie ich dich hier kennengelernt habe. Du bist intelligent, in der Art wie du dich mit mir unterhälst. Du bist liebevoll, dass ich dich nur lieb haben kann..

Du kümmerst dich um andere Menschen, sogut es dir möglich ist. Du bist beharrlich und geduldig wenn du etwas lernen möchtest. Du hast einen offenen weiten Horizont zu denken, dass lese ich heraus.

Du willst gern fröhlich und glücklich sein, weil das deiner Seele entspricht. Du hast einen schönen Körper, weil du innere Schönheit besitzt.

Und du bist wertvoll, weil du es nicht weisst...

Du bist ein wunderschöner, herzlicher Mensch, ein Diamant höchsten Grades.. glaub es mir.. 😀

Wenn du noch den Greul aus deinem Herzen heben kannst, dann wirst du frei sein..
 
Hallo !

Ich hab mal einen alten Thread von dir ausgebuddelt...weiss nicht ob man hier noch etwas schreiben darf, aber ich probier´s mal.😉

Mein Therpeut sagte, das meine Probleme, mein mangelndes Selbstwertgefühl, mein fehlendes Selbstbewusstsein, darin fusst, das ich nie eine "Vaterfigur/Vatervorbild hatte... Niemand, der mir gezeigt hat wie ich mich als "Mann" richtig verhalte...

Mein Vater ist ein Schlappschwanz... voller Selbstmitleid, kein Rückgrat, schwingt große Reden hält nichts davon...

Geht mir absolut 1🤐 genauso. Mir hat diese Vorbildfunktion auch mein Leben lang gefehlt und erst seitdem ich in Therapie bin, weiss ich, welche Folgen das für meine psychische Entwicklung hatte. Ich hatte viel Stress, Konfrontationen und Ärger im Leben und hatte nie das Selbstbewustsein, mich mal durchzusetzen bzw. es überhaupt mal zu probieren. Die Angst war immer zu groß...

Heute weiss ich, dass auch dieser Background seinen Teil erheblich dazu beigetragen hat...dafür hasse ich ihn...denn er hätte mich - klingt jetzt bescheuert - verhindern können und müssen.

Aber nein, der Herr hatte die Chance auf ein tolles Nümmerchen und heute muss ich mich durch´s Leben plagen...mehr schlewcht als Recht. Du kennst das Gefühl wohl, oder?

Mein Erzeuger hätte wissen müssen, dass er zu schwach ist, Kinder durch´s Leben zu führen, er konnte ja nicht mal für sich selber sorgen und bekam nix auf die Kette, ausser ununterbrochen zu rauchen und zu saufen, sich selbst zu bemitleiden. Er ist so erbärmlich, dass er sich vor meinen Augen, da war ich ca. 15 und er mal wieder arbeitslos, sich das Biergesöff von seinen Asikumpels bezahlen liess...bäh...:mad:

Aber das mit den "Reden schwingen" hat er nie gemacht, nicht einmal dazu hatte er die Kraft...pfft...🙄

Ich habe ihn gehasst, ich habe mir geschworen niemals so zu werden wie er...

Ich spreche seit gut 15 jahren kein Wort mehr mit ihm, das ist meine Strafe! Er leidet darunter und ich verachte ihn aus tiefsten Herzen! Ich hatte auch mal die "Chance", Kinder in die Welt zu setzen (war mal "verlobt"...🙄), aber ich hab es besser gemacht. Habe👎 immer aufgepasst, dass keine Kids dabei herauskommen, denn ich hatte ja aus meiner eigenen Vergangenheit gewusst, dass diese Kids dann wiederrum meine psychische Struktur und meine Probleme erben würden...und das könnte ich niemandem antun!

Außerdem bemitleide ich mich nicht, rauche und saufe nie....ich habe also bisher ALLES besser gemacht und mich wackerer geschlagen als dieser Schlappschwanz...HA!

Wie lernt man, sich "männlich" zu verhalten, bzw. was ist "männliches Verhalten"?LG

Das kann ich dir auch nicht sagen, ein Patentrezept wird es dafür wohl nicht geben. Mit all der S****, mit der ich mich herumschlage, versuche ich einfach so gut wie es geht, klarzukommen und aus jeder Situation das Beste zu machen. Mehr ist nicht drin, weil mein Potential einfach nicht hergibt.

Man kann in niemanden hineinschauen und weiß daher nicht, welche probleme der mensch mit sich herumschleppt. Wenn ich deine Bilder angucke, sehe ich einen Kleiderschrank von Mann, der wahrscheinlich beim Football jeden in Grund und Boden rammt.

Vielleicht kannst du darauf aufbauen...jemand hat mir hier mal geraten, nicht an den Schwächen zu arbeiten, sondern die Stärken hervorzuheben, dieser "Empowerment" - Ansatz...das ist so in etwa, was ich versuche, umzusetzen.

Hat echt gut getan, sich das alles mal von der seele zu schreiben...vielleicht schreiben ja noch andere User!? 🙂

Grüße!
Loner
 

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