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Kein Job in Sicht trotz guter Ausbildung

@Volker Munster

Wirklich gelesen hast du den EP nicht, oder?

Die TE hätte eindeutig früher anfangen können zu suchen. Spätestens nach Abschluss der schriftlichen Prüfung, wenn zu dem Zeitpunkt schon klar war, dass sie nicht übernommen wird. Das trauen sich viele Jüngere aber nicht, weil die Ausbildung ja noch nicht abgeschlossen ist.

Die Azubine in meinem ehemaligen Laden würde zwarcübernommen und hat ein 3/4 Jahr ausgeharrt. Sie hat jetzt einen Job, der ihr Spass macht und sie kann nichts von dem gebrauchen, was sie in der kleinen Klitsche gelernt hat. Alles viel zu speziell und wichtige Abteilungen, wie z.B. Buchhaltung gab es nur rudimentär, da outgesourct.

Bewirb dich weiter, ruhig auch bei den Personalvermittlern. Hier bei uns werden oft händeringend auch kaufmännische Mitarbeiter gesucht.
 
Ich kann hier so manche Anmerkung nicht nachvollziehen. Zum einen ist Kauffrau für Büromanagement ist eine absolut solide Ausbildung - damit wirst du über kurz oder lang immer einen vernünftigen Job finden. Auch Behauptungen wie "die deutsche Wirtschaft ist in der Rezession" sind zwar nicht falsch, aber auch in der Rezession gibt es einen entsprechenden Bedarf an Arbeitnehmern. Aktuell haben wir in Deutschland noch immer einen Arbeitnehmermarkt, es gibt definitiv genug Stellen für gut ausgebildete Leute wie dich.

Auch hinsichtlich der Dauer der Arbeitslosigkeit bist du noch weit davon entfernt, irgendwie einen negativen "Schandfleck" im Lebenslauf zu hinterlassen. Bis zu 2 Monate lassen sich ganz Locker mit Resturlaub und Übergangszeit/Jobsuche wegargumentieren. Wenn es mehr als 3 Monate sind hast du dir eben eine Auszeit / Sabbatical genommen. Das ist bis zu einem Jahr auch noch kein Problem, wenn du es vernünftig argumentierst (hier ist erstmal egal, ob du wirklich 1 Jahr lang eine Weltreise etc. gemacht hast, oder tatsächlich nur auf Jobsuche warst - da kann man die Dinge ruhig etwas "schön reden"). Alles was über ein Jahr geht wird dann langsam schwieriger zu verargumentieren, aber davon bist du ohnehin noch sehr weit entfernt.

Insofern würde ich dir auch raten momentan nach Jobs zu suchen, die dir wirklich zusagen. Wenn dann nach 3-6 Monaten nichts passendes bei rum gekommen ist, kannst du immer noch Abstriche machen. Letztlich bringt ein "Notjob" mit dem du nach kurzer Zeit wieder unglücklich wirst mehr Probleme ein, als das er hilft.

Insgesamt ist also Frage wohl eher, wo du arbeiten möchtest/kannst. Es liest sich so, als wenn du eher in einer ländlichen Gegend mit nicht sonderlich vielen Arbeitgebern lebst. In wieweit du an deinen aktuellen Lebensmittelpunkt gebunden bist kannst nur du selber entscheiden. Gerade in Bürojobs ist man hinsichtlich Homeoffice heutzutage aber recht tolerant. Vielleicht kommen so auch Jobs für dich in Frage die zwar 30 bis 60 Autominuten entfernt sind, aber dafür nur 1-2 Präsenztage in der Woche voraussetzen. Dazu hilft es oft etwas mutig zu sein und sich auf Jobs zu bewerben bei denen du das Anforderungsprofil zwar nicht zu 100% erfüllst, die aber trotzdem aus deiner Sicht passend wären.

Zusammengefasst: du hast eine ordentliche Ausbildung, bist motiviert und hast damit eine gute Ausgangssituation zeitnah einen passenden Job zu finden. Mach dich also nicht verrückt und gehe weiterhin überlegt vor, dann wird das auch klappen! Viel Erfolg!
 
Ja, es gibt ein Sommerloch.
Betriebsferien - Entscheider haben auch Urlaub, in der Abteilung die eine oder andere Person durch Urlaub abwesend .....

Ich rate dir zu Folgendem
erstelle eigene Profile in Stepstone, Indeed .......
Wenn wirklich im Oktober immer noch nichts geht - Zeitarbeit ist eine Möglichkeit, erste Schritte zu gehen
 
- Deutschland steckt in der Rezession bzw. wir gehen langsam in Richtung Depression -> Massenentlassungen bei Konzernen)

- Was hast du für eine kaufmännische Ausbildung? Manche sind wertiger (Bankkaufmann, Industriekaufmann), andere (Bürokaufmann) eher nicht.

- Umkreis (200km+) bei der Jobsuche erweitern und ggf. einen Umzug in Betracht ziehen

- Von Behörden rate ich dir ab. Dafür bist du bereits zu überqualifiziert. Wenn du einmal im ÖD bist, hast du einen Stempel und es ist schwieriger wieder in die freie Wirtschaft zu wechseln. Mein Arbeitgeber (Konzern) lehnt Leute aus dem ÖD grundlegend ab. Grund: kein selbstständiges Arbeiten; Überforderung bei Aufgaben, die nicht nach Schema F abgearbeitet werden können, langsames Arbeiten etc.

- abhängig von deiner Qualifikation (Abi ?) würde ich dir empfehlen Vollzeit studieren zu gehen. Es ist besser als arbeitslos zu sein und gleichzeitig steigerst du deine Qualifikation. Parallel kannst du als Werkstudent arbeiten.

Sorry, aber das ist jetzt wirklich stark vereinfacht, böse gesagt geht das eher in Richtung Stammtischsprüche klopfen.

Ja, Deutschland ist in einer leichten Rezession (0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal). Ja, dadurch wird der Arbeitsmarkt nicht besser, ab alleine aufgrund des demographischen Wandels wird man in DE in den nächsten Jahren immer gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben.

Die "Wertigkeit" der Ausbildung entscheiden die Personaler, und zwar entsprechend der gesuchten Stelle. Ein Ausbildung zum Maler & Lackierer ist auch nicht so "wertig" wie die Ausbildung zum Industriekaufmann, das hat aber nichts damit zu tun, ob ein Maler & Lackierer gesucht wird. Zudem bin ich mir sicher: wenn man sich als Bürokaufmann/-frau gut verkauft, kriegt man auch eine Stelle für die eigentlich ein Industriekaufmann/-frau vorgesehen war. So weit liegt beides nicht auseinander.

Die pauschale Aussage für "Behörden" überqualifiziert zu sein ist natürlich Quatsch. Es kommt darauf an, was für eine Stelle man hat. Davon abgesehen könnte der TE auch verbeamtet werden - dann ist ohnehin egal, was andere Arbeitgeber von der Arbeit im ÖD halten. Und die pauschale Behaptung, dass Leute aus dem ÖD nicht wieder in die freie Wirtschaft wechseln können/dürfen ist auch sehr übertrieben. So eine Verallgemeinerung spricht tatsächlich gegen die Qualität der Personalabteilung deines Arbeitgebers.

Studieren schadet prinzipiell nie, aber was bringt der Beginn eines Studiums (man beachte zudem mal die Einschreibungsfristen, ein Studium käme höchstens zum Wintersemester in Betracht), wenn man einfach nur einen Job gemäß abgeschlossener Ausbildung haben möchte. Das wäre dann hier eine ganz andere Diskussion, welche aber nach meinem Verständnis nichts mit der Fragestellung des TE zutun hat.
 
@Volker Munster

Wirklich gelesen hast du den EP nicht, oder?

Die TE hätte eindeutig früher anfangen können zu suchen. Spätestens nach Abschluss der schriftlichen Prüfung, wenn zu dem Zeitpunkt schon klar war, dass sie nicht übernommen wird. Das trauen sich viele Jüngere aber nicht, weil die Ausbildung ja noch nicht abgeschlossen ist.

Ich habe mich schon viel früher beworben, da hatte ich noch keine IHK-Zeugnis in der Hand. (Vor den letzten Prüfungen) Von den Unternehmen kamen da relativ schnell absagen. Ich vermute mal, dass es daran lag, dass ich noch keinen Berufs- Abschluss vorweisen kann. Da wurden dann vermutlich Leute eingestellt und eingeladen, die ihre Ausbildung schon abgeschlossen haben und Berufserfahrung haben.
Ich hatte bisherige Leistungsnachweise immer mit versendet, dies brachte aber auch nichts. Die Unternehmen wollten lieber auf der sicheren Seite sein .
Gekümmert habe ich mich also schon rechtzeitig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Arbeitslos wir man nicht über Nacht, außer du hast einen Grund für eine Fristlose Kündigung gegeben.
Wer macht dir denn Druck, und warum in deinem Umfeld?
Suche keine Ausreden wie Sommerloch, und erwarte alles von DIR wenig von andern.
Da wartet kein Arbeitgeber nur auf dich, gibt kaum noch Stellen für geradeaus Läufer und bis 10 Zähler, welche sollten das sein?

Jeder erfolgreiche Unternehmer wird dir bestätigen, dass der wichtigste Schlüssel für den Erfolg einer Firma lautet: Stell die richtigen Leute ein!
Wer was erwartet, lohn Ansprüche stellt sollte auch was mitbringen an Teamgeist, Qualifikation, Entschlossenheit, Wissendurst und Leistungsbereitschaft.



Von hohen Lohnansprüchen habe ich diesbezüglich gar nichts hier erwähnt. Eine fristlose Kündigung lag bei mir auch nicht vor.
Das Ausbildungsverhältnis hat ganz normal geendet mit bestehen der letzten Prüfung.

Ich bewerbe mich aktiv auf Jobs in meinem Beruf in meiner Stadt sowie im Umland. Initiativbewerbungen habe ich parallel auch am Laufen.

Klar, könnte ich mich auch in einer Großstadt bewerben, da müsste ich dann aber dauerhaft hinziehen und hätte dann, wenn es mit dem Job klappen sollte noch die Wohnungssuche vor mir. Denn die Großstädte sind mind. 2-3 Fahrt von mir entfernt. Der Wohnungsmarkt in Großstädten ist ja oft angespannt z.B. Berlin.
Natürlich könnte ich jetzt auch schon umziehen, da müsste ich mich aber erstmal bei der Agentur für Arbeit informieren wie das dann abläuft, denn ich bin ja unteren deren " Obhut"
 
Zuletzt bearbeitet:
Weiterbildungen wären gut.
Kauffrau für Büromanagement ist nun nicht sooo gesucht.
Noch dazu ohne Berufserfahrung sehe ich fast keine Chancen, eine Stelle für einen Industriekaufmann zu bekommen.

Versuche einen Bereich zu finden, der dich interessiert und dich in diese Richtung weiterzubilden.
Wieso findest du da so gar nichts?
Dann wenigstens ein Fernstudien-Lehrgang?




Bist du ortsgebunden?


Ein Fernstudium habe ich gefunden.

Ich werde auch nochmal aktiv persönlich auf die für mich ständigen IHK's zugehen, um passende Weiterbildungsmöglichkeiten für mich zu finden. Im Internetauftritt habe ich dies auf den ersten Blick jetzt nicht finden können.
 
Ein Fernstudium habe ich gefunden.

Ich werde auch nochmal aktiv persönlich auf die für mich ständigen IHK's zugehen, um passende Weiterbildungsmöglichkeiten für mich zu finden. Im Internetauftritt habe ich dies auf den ersten Blick jetzt nicht finden können.
An sich sehr löblich.

Bedenke jedoch
- wie du das Fernstudium finanzieren möchtest, wenn du jetzt arbeitslos bist?

- wie du dich organisieren möchtest, wenn du einen Job findest.

- bist du bereit auf den Großteil deines Privatlebens zu verzichten?

Ich möchte dich keineswegs abschrecken, sondern dir bewusst machen, dass es eben nicht easy wie eine Ausbildung. Daher aus mein persönlicher Rat an ein staatliches Vollzeitstudium.
Ich selbst habe den Bachelor und Master berufsbegleitend als Abendstudium während des Vollzeitjobs gemacht. Es war brutal. Besonders, da es meinen alten Arbeitgeber nicht interessiert, dass ich mich privat weiterbilde. Seine Aussage: "Das du berufsbegleitenden studierst, ist dein persönliches Pech. Siehe zu, dass die Leistung nicht abnimmt, sonst bist du hier schnell raus".

In Vorstellungsgesprächen hatte ich erwähnt, dass die ein Abendstudium mache. Es kam bei den Arbeitgebern weniger gut an und es kam die Aussage, dass Unternehmen mich hierbei weder finanziell noch zeitlich unterstützen werden.
 

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