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Kaufmann im Einzelhandel Problem

Typ87

Neues Mitglied
Um mein Problem zu beschreiben muss ich etwas ausholen....

Ich bin 26 Jahre alt und habe
2010 meine Ausbildung zum Verkäufer bei Rewe
abgeschlossen.
Sie wollten mich damals nicht ins dritte Lehrjahr nehmen
und ich hatte auch keine Lust dort weiterzumachen.

Anschließend machte ich mein Fachabitur in einem Jahr
(geht ja mit abgeschlossener Berufsausbildung)
Ich musst mich richtig reinhängen um es zu schaffen
wenn ich erlich bin...kein Vergleich zu
der Berufsschule in der Ausbildung......

So jezt habe ich mich entschlossen das dritte Lehrjahr zum
Kaufmann im Einzelhandel zu machen.
Ich möchte in diesem Beruf weitermachen
bzw kann man damit viel anfangen und ich will es einfach fertig haben!

Ich habe eine Stelle bei Bauhaus bekommen
wo ich seit dem 01.08.2014 also seit gestern arbeite.

So, ich musste (ohne witz) 50 Bewerbungen schreiben bis
ich jemand fand der mich im dritten Lehrjahr nimmt.
( ich würde es auch bei KIK machen...scheissegal)

Ich wurde in die Holzabteilung eingeteilt und der
Chef/Ausbilder sagte mir von Anfang an das es verdammt hart
sein wird alles in der Holzabteilung zu lernen.
Damit hat er definitiv Recht.

Ich habe dort Ahnung von GARNIX.
So viele neue Sachen ich kenne mich nicht 0 aus
mit dem ganzen Holz Zeug.....
Ich will das ja machen dieses dritte Lehrjahr
aber wie soll ich das packen?
Ich bin nicht auf den Kopf gefallen aber ich sehe jetzt schon schwarz,
jeden Kunde der mich anlabert und das sind verdammt viele in
einem Baumarkt kann ich nur an meine Kollegen verweisen.

Ich würde dort gerne arbeiten aber wie gesagt ich habe Ahnung von NIX.

BsP:
Chef gibt mir Aufgaben und sagt:
geh mal in die Türen abteilung füll die Zargen XXX auf,
und dann geh in die Abteilung zu den Bodenleisten und mach da
bei XXX neue Etiketten.

Meine Gedanken(lol):
WTF sind Zargen................
Wie und wo genau mache ich Etiketten....
wo ist diese Abteilung überhaupt.......

Was soll ich machen?
ich brauche diese Ausbildung
aber damals beim Rewe konnte die arbeiten wirklich JEDER DEPP
lernen und machen(nicht böse gemeint).
Hier werde ich schon in 2 Tagen mit tausend Handwerkerzeugs
erschlagen welches ich mir sowieso nicht merken kann.
Ich habe keine 2 linken Hände und bin auch nicht auf den Mund gefallen,jedoch bin ich handwerklich nicht BESONDERS begabt....
mache mir jetzt richtig Sorgen um meine Zukunft.
Ich habe sogar 4 Monate Probezeit
die können mich kicken wie die wollen...
Könnt ihr mir Tipps geben?
 
ich will lernen und ich will das dritte lehrjahr durchziehen!!!!
nichts lieber als das!!
aber die masse an zeug in der holzabteilung ERSCHLÄGT mich.......
ich hab keine Ahnung wie ich das schaffen soll,
ich habe 2 jahre davor in einer völlig anderen Branche
gelernt, von lebensmittel zu holz,
das hat miteinander gar nix zu tun.
ich war einfach nur froh das ich ne stelle für das dritte jahr bekommen habe
aber ich fürchte mich jetzt davor, bin nach 2 tagen schon total überfordert.
die arbeit an sich ist machbar,WENN ich wüsste was was ist.
ich wusste bis gestern zB nichtmal was eine zarge ist...
habe angst das die mich in den 4 monaten probezeit rausschmeißen
weil ich deren erwartungen nicht erfülle.
ihr könnt euch nicht vorstellen wie umfangreich dies holzabteilung ist.....
die erwarten von mir das ich all das in einem jahr lerne,
was andere in 3 jahren lernen....
ich will ja unbedingt aber kann ich das überhaupt schaffen.....
 
Klar kannst du das schaffen. Du musst halt in den nächsten Monaten viel zusätzlich lernen, aber wenn die Motivation hoch ist, sollte das doch kein Problem darstellen. 😉

Falls es andere Azubis bei euch gibt, dann frag die doch mal nach Unterlagen bzw. Literatur zu Materialkunde aus den ersten beiden Jahren. Andere gute Tipps hast du ja schon bekommen.
 
Du musst auch daran denken, das du im dritten Lehrjahr bist. Das heißt, sie gehen davon aus, das du das alles weißt. Deshalb ja... auf den Hosenboden setzen und lernen bis der Kopf raucht.
 
Die wissen doch das du aus dem Lebensmittelbereich kommst. Von daher können sie nicht erwarten das du dich mit Holz auskennst.
 
Du musst auch daran denken, das du im dritten Lehrjahr bist. Das heißt, sie gehen davon aus, das du das alles weißt. Deshalb ja... auf den Hosenboden setzen und lernen bis der Kopf raucht.


die chefs wussten das ich 2 jahre davor bei rewe war und neu in einem baumarkt einsteige.
ja in den katalogen bei mir in der abteilung stehen viele dinge drin
welche laminate es gibt etc das hilft mir aber nix wenn ein kunde mich frägt
wie genau er einen laminat verlegen muss
 
Hallo Typ87,
eigentlich ist es ganz einfach – nur eben auch viel Arbeit. Was im Moment „als zuviel“ erscheint, ist die Fülle der neuen Infos und fremde Begriffe. Ganz besonders wichtig ist „strukturiertes Vorgehen“.

Dafür denkst Du Dir ein Lernsystem aus.

Mein Lernsystem sähe so aus:
In der ersten Phase werden nur Infos gesammelt. Also z.B. Fachbegriffe. Die Fachbegriffe schreibe ich z.B. auf große Pappkarten. Beispiel: Laminat. Auf der Rückseite des Fachbegriffes schreibe ich z.B. Eigenschaften, Anwendungsgebiete, Verarbeitungshilfen.


Jede neue Frage eines Kunden ist mich mich interessant, denn so erfahre ich, was ich noch nicht weiss. Der Kollege, der dann an meiner Stelle die Kundenfrage beantwortet, hilft mir so die Fachbegriffkarte zu füllen. Man kann z.B. bei „Anwendung“ nicht 50 Sätze auf die Papprückseite schreiben. Also im Baumarkt schreibe ich ausführlich mit, so dass ich zuhause noch weiss, was gemeint war. Und dann kürze ich die Anwendungshinweise so ab, dass ich – wenn ich in 1 Monat nochmal nachlese – verstehe was ich abgekürzt habe. Und übertrage die Kurzform auf die Pappkarte. Evt. gibt es zu dem Begriff X eine 2. Pappkarte. Mit dieser Art von Vokabelkarten kann ich immer wieder Gelerntes wiederholen. Also das würde ich mal ausprobieren. Es müssen ja nicht Pappkarten sein. Aber es wär mir ein System wichtig, bei dem ich im Baumarkt Infos sammle und zuhause in eine lernbare Form übertrage.





Wichtig: Wenn ein Kollege einem Kunden etwas erklärt, was Dir neu ist, solltest Du mitschreiben. Und ist der Kunde gegangen, dann stelle dem Kollegen die Fragen, die Dir selbst noch wichtig sind.
Die Pausen nutze ich, um ggf. von jedem Kollegen etwas zu lernen. Also schreibe ich mir z.B. Fragen auf…. Die ich den Kollegen, einem nach dem anderen, stelle. Klar, das kann die Kollegen nerven. Also frage ich vorher, ob ich mal einem kompetenten Kollegen eine Frage stellen darf.
Habe nie Angst, zu fragen. Meine Einstellung: Eher auf den Wecker gehen als wichtige Infos versäumen.
Viel Erfolg

 
Hallo Typ87,
eigentlich ist es ganz einfach – nur eben auch viel Arbeit. Was im Moment „als zuviel“ erscheint, ist die Fülle der neuen Infos und fremde Begriffe. Ganz besonders wichtig ist „strukturiertes Vorgehen“.

Dafür denkst Du Dir ein Lernsystem aus.

Mein Lernsystem sähe so aus:
In der ersten Phase werden nur Infos gesammelt. Also z.B. Fachbegriffe. Die Fachbegriffe schreibe ich z.B. auf große Pappkarten. Beispiel: Laminat. Auf der Rückseite des Fachbegriffes schreibe ich z.B. Eigenschaften, Anwendungsgebiete, Verarbeitungshilfen.


Jede neue Frage eines Kunden ist mich mich interessant, denn so erfahre ich, was ich noch nicht weiss. Der Kollege, der dann an meiner Stelle die Kundenfrage beantwortet, hilft mir so die Fachbegriffkarte zu füllen. Man kann z.B. bei „Anwendung“ nicht 50 Sätze auf die Papprückseite schreiben. Also im Baumarkt schreibe ich ausführlich mit, so dass ich zuhause noch weiss, was gemeint war. Und dann kürze ich die Anwendungshinweise so ab, dass ich – wenn ich in 1 Monat nochmal nachlese – verstehe was ich abgekürzt habe. Und übertrage die Kurzform auf die Pappkarte. Evt. gibt es zu dem Begriff X eine 2. Pappkarte. Mit dieser Art von Vokabelkarten kann ich immer wieder Gelerntes wiederholen. Also das würde ich mal ausprobieren. Es müssen ja nicht Pappkarten sein. Aber es wär mir ein System wichtig, bei dem ich im Baumarkt Infos sammle und zuhause in eine lernbare Form übertrage.





Wichtig: Wenn ein Kollege einem Kunden etwas erklärt, was Dir neu ist, solltest Du mitschreiben. Und ist der Kunde gegangen, dann stelle dem Kollegen die Fragen, die Dir selbst noch wichtig sind.
Die Pausen nutze ich, um ggf. von jedem Kollegen etwas zu lernen. Also schreibe ich mir z.B. Fragen auf…. Die ich den Kollegen, einemnach dem anderen, stelle. Klar, das kann die Kollegen nerven. Also frage ich vorher, ob ich mal einem kompetenten Kollegen eine Frage stellen darf.
Habe nie Angst, zu fragen. Meine Einstellung: Eher auf den Wecker gehen als wichtige Infos versäumen.
Viel Erfolg

danke das sind super tipps,
habe bis jetzt eh meinen ausbilder etc mitz fragen durchlöchert,
als ich ihn fragte ob das ok ist das is so viel frage,
weil ich ja lieber auf nummer sicher gehen will statt was falsch zu machen,
meinte er das es schon in ordnung und richtig wäre.

ich habe immer einen kleinen block vom haus aus dabei,
dort werde ich mir wichtige warenspezifische sachen etc aufschreiben wenn ich kann.

vielleicht bringt es was.

damals bei rewe musste ich NIX warenspezifisches lernen.......
höchstens wie man irgendwelche produkte in regale einräumt....
jetzt läuft der hase ganz anders, bin zwar schokiert über
die situation,aber ich denke immer noch motiviert....

bin gespannt auf die zukunft kann gut sein das ich die flinte ins korn werfe
aber kann auch gut sein das es gut klappt und ich am ball bleibe.
ich geb alles....
 
Typ87;2819907 bin gespannt auf die zukunft kann gut sein das ich die flinte ins korn werfe aber kann auch gut sein das es gut klappt und ich am ball bleibe. ich geb alles....[/QUOTE meinte:
Wirf mal die Flinte nicht ins Korn, da findet man sie verdammt schlecht wieder!

Beiss Dich durch, Du packst das!
 

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