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Kann man Vertrauen "lernen" ?

Hallo, danke das ihr euch trotzdem weiter für mich Gedanken macht- ich hab mir Freude gelesen das ich noch mehr Meinungen dazu bekommen habe!!! 😉

@ Sigi vielen dank ja jetzt habe ich Begriffen es ist auf jedenfall etwas worüber ich noch viel sinnieren werde ;-)

@Omana deine sehr liebe und sehr einfühlsame Mail hat mich auch etwas berührt. Recht hast du den Blick für das wesentliche sollte man nie verlieren und sich nicht an Kleinigkeiten aufhängen-- wobei ich (@Rhenus) durch Rhenus und c123h einen ganz neuen Denkanstoß bekommen habe. Was für mich Vertrauen ist als Definition und was Kontrolle- ich kann das gar nicht auf anhieb jetzt beantworten! Da muss ich wirklich erstmal genauer darüber nachdenken...
Aber in einem hast du auf jedenfall bei mir recht- mit dem das du sagtest ich tue mir sehr schwer einfach etwas gschehen zu lassen ohne es zu bewerten. Irgendwie kategoriesiere ich es immer ein, warum kann ich leider nicht sagen...

Ich hoffe aber nicht das zu meinen Ängsten mit dem sehr schwierigem Verhältnis zu Vertrauen dann auch noch ein Kontrollzwang dazukommt.... die Seite habe ich noch nicht überlegt... wie stellt man denn sowas fest ob man daran leidet und wenn ja wie "schwerwiegend"?



Vielen lieben Dank euch allen
 
Hallo.

Ich kann dich in diesem Punkt gut verstehen, auch ich habe da so meine Probleme.

Ich weiß nicht wie sich bei dir diese misstrauischen Momente abspielen und was dann in deinem Kopf vorgeht. Ich bin auch gerade dabei, wieder zu lernen. Immer wenn ich diese misstrauischen Momente habe, versuche ich mich zu beruhigen, sage mir dass es auch ganz andere Gründe haben kann und lenke mich einfach ab oder spreche mit meiner besten Freundin darüber. Danach, sollte sich die Situation nicht klären, spreche ich auch mal mit dem Betroffenen darüber - es ist nicht immer leicht, aber es hilft.

Das einzige was wirklich hilft ist Zeit. Leider ist das so eine Sache bei Menschen die oft enttäuscht wurden, wir brauchen sehr sehr viel Zeit... den jede auch noch so kleine Irritation schlägt uns wieder Kilometer zurück. Versuche einfach dich zu beruhigen, denke daran dass du ihm vertrauen kannst und mit der Zeit wird es dir immer leichter fallen. Vor allem wenn du merkst, dass dein Misstrauen unbegründet war - die kleinen Freuden im Alltag 😉
 
Hallo yoru,

vielen Dank! Es scheint so als ginge es mir wohl genauso ähnlich wie dir.
Wenn ich anfange wieder extrem Misstrauisch zu werden versuche ich mich auch immer abzulenken, manchmal funktionierts sehr gut-- aber leider manchmal auch nicht so wirklich. Dann mache ich mir total die Sorgen oder Gedanken und spinne rum obwohl sich die letzte Zeit öfter mal herausgetellt hat das alles wohl unbegründet war.
Aber das ist halt das Problem genau wie du sagst - wenn nur einmal eine Kleinigkeit wieder war wirft einen das Kilometer zurück.
Und dann war wieder mal eine Kleinigkeit..... ja.... es ist halt schwierig.
Aber ich versuche trotzdem weiter an mir zu arbeiten.
Ich möchte das ja gar nicht. Ich bin von diesen Misstrauen schon selbst eigentlich richtig genervt ;-)

heute hatte ich aber ein sehr positives Erlebnis mit meinen Freund - obwohl ich anfangs dachte das es nichts wird und ich "leider" mal wieder innerlich total negativ eingestellt war hat alles so geklappt wie wir es besprochen hatten. 😀🙄
Das habe ich ihm auch gesagt das ich mich total darüber freue das es so hingehauen hat weil ich einfach dachte das es nicht funktionieren würde.
Er weiß das ich schwer vertrauen kann deswegen wollte ich ihn unbedingt dafür danken. Aber speziell viel darüber reden will er nicht- da ist er dann eher ganz schnell genervt ;(

Vielen Dank für deinen Ratschlag ich werde versuchen dran zu arbeiten und heute war ja schon mal ein kleiner Fortschritt. Vielleicht kann ich es schaffen etwas aufzubauen und "ihn einfach sein zu lassen" ....
DANKESCHÖN
 
Hallo Freestyler,

dann schaue doch mal, ob in deinem Umfeld, Familie usw. Parallelen zu finden sind.
Oder musstest du (zu) früh Verantwortung übernehmen?

LG
Rhenus
 
Hallo an euch alle,

ich habe mal eine Frage die mich seit längerem beschäftigt. Ich bin ein Mensch der sehr lange braucht bis er jemandem vertrauen kann weil ich leider oft schon sehr viele negative Erlebnisse hatte.
Ich würde gerne wissen ob es Möglichkeiten gibt vertrauen zu "lernen" oder einfach besser aufzubauen d.h. halt gegenüber Menschen die mir näher stehen.
Ich tue mir da einfach sehr hart und das schlimmste nebenher sind immer die Ängste die da natürlich immer mit dabei sind wieder eine große Enttäuschung hinnehmen zu müssen oder gar verletzt zu werden.

Ich habe auch einen Freund. Wir verstehen uns mittlerweilen sehr gut nur ist früher ab und an etwas vorgefallen was mein klein wenig vertrauen wieder zunichte gemacht hat.
Mittlerweilen versteht er mich aber ganz gut und gibt sich auch Mühe auf mich zuzugehen und versucht wenigstens mich zu verstehen. Ich würde mir aber von mir selbst wünschen das ich ihm einfach ein wenig mehr vertrauen schenken könnte und nicht immer die Ängste dahinter stehen "alles im Griff haben zu müssen" , verletzt zu werden, ob er mir alles sagt und nichts verheimlicht und einfach ihn mal ein wenig gedanklich loslassen zu können und mich mehr um mich selbst oder anderes zu kümmern.

Ich habe schon mal von so Vertrauensseminaren gehört wo man sich auf den Partner verlassen muss. So Klettern und sich gegenseitig absichern.
Ist sowas auch eine Möglichkeit?

Habt ihr Vorschläge oder Ideen? VIelleicht könnte man hier und da auch was in den Alltag integrieren? Und wie kann ich das gegenüber anderen Menschen in gewissen Maße die mir auch näher stehen umsetzen?

Wäre euch wirklich sehr dankbar für Meinungen und Ratschläge und bin auch sehr gespannt wie eure Ansichten dazu sind.
DANKESCHÖN!!

Wenn Du Dich dazu entscheidest Dir selbst, also Deinen Wahrnehmungen zu vertrauen, dann wirst Du zur rechten Zeit wissen wem Du vertrauen kannst und es auch tun.
 
Leider habe ich aber immer das Gefühl er macht dann irgendwas was wir nicht abgesprochen haben. Ich weiss nicht warum aber ich habe immer ein Misstrauen das er etwas machen könnte was mir nicht passt ohne mich zu fragen und dann würde ich mich verletzt fühlend da wir ja gesagt haben wir sprechen alles zusammen ab.

"Wir sprechen alles zusammen ab" ist weiblich für "es hat zu 100% so zu laufen wie ich mir das vorstelle". Du bist ein control-freak und das einzig positive ist, dass Du Dir dessen bewußt bist.

Er weiß das ich schwer vertrauen kann deswegen wollte ich ihn unbedingt dafür danken. Aber speziell viel darüber reden will er nicht- da ist er dann eher ganz schnell genervt ;(

Das ist ganz klar. Es ist für ihn demütigend, sich diesem Kontrollzwang zu unterwerfen - und das will er dann nicht auch noch unter die Nase gerieben bekommen. Jmd. der sich nicht als Hund fühlt will nicht gesagt bekommen, dass er ein "guter Hund" war.

Wenn Du gegen diesen Zwang von Dir nicht ganz schnell was unternimmst, das wird euch das Zusammenzieh-Projekt gewaltig um die Ohren fliegen. Es gibt zwei Möglichkeiten wie das laufen kann:

1. Dein Freund ist ein halbwegs normaler, selbstbewußter Mann - dann werdet ihr die ersten 6 Monate nicht überstehn, weil er sich Deine Erniedrigungen nicht auf Dauer bieten lassen wird.

2. Er ist emotional von Dir abhängig und macht das alles mit. Dann wirst Du sehr schnell den Respekt vor ihm verlieren, ihn immer schlechter behandeln und irgendwann seiner überdrüssig werden.

So oder so, solang Du Dein Problem nicht in den Griff bekommst, bist Du nicht beziehungsfähig und solltest auf keinen Fall mit jmd. zusammenziehen, erst recht nicht mit jmd. an dem Dir etwas liegt. Ich denke, dass Du das auch selber weißt oder zumindest ahnst, sonst hättest Du nicht hier gepostet.

Was Du tun kannst: Sprich mit Deinem Freund darüber. Sag dass Du dieses Problem hast, dass er es nicht persönlich nehmen soll und dass Du etwas dagegen tun wirst. Gib explizit Kontrolle ab: Überlass ihm die Verantwortung für gewisse Dinge (z.B. einen Raum einzurichten) und akzeptiere seine diesbez. Entscheidungen. Wenns Dir dabei hilft, dann scheib es auf um Dich daran zu erinnern. Und schließlich: Dein Kontrollzwang wird (wie Du ja selber andeutest) irgendwelche Gründe haben - die müssen auf den Tisch, am besten bei guten Therapeuten. Paartherapie würd ich nur als letztes Mittel sehen, wenns gar nicht anders geht - Dein Freund wäre möglicherweise damit überfordert und würde es womöglich als eine weitere Erniedrigung empfinden.

digitus
 
Hallo...

Ich hab mein Vertrauen zurück gewonnen, als ich aufhörte, mich zu fragen, ob mein Gegenüber vertrauenswürdig ist.
Ich habe mich lange mit dem Thema Vertrauen beschäftigt und irgendwann stand mein Vertrauen mir selbst und in meine Fähigkeiten im Vordergrund.

Ich werde bestimmt immer wieder auf nicht vertrauenswürdige Personen treffen.
Das ist nicht vermeidbar.
Die Fragen, die ich für mich immer wieder kläre ist:
Wo sind meine persönlichen Grenzen, was kann/möchte ich geben?
Und wie gehe ich damit um, wenn mein Vertrauen missbraucht wird?
Seit dem verletzt mich Vertrauensmissbrauch nicht mehr.
ICH kann danach noch mit ruhigem Gewissen in den Spiegel schauen.

Vielleicht hilft Dir dieser Ansatz.

Ich wünsch Dir alles Gute!
 

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