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Kann man allein glücklich sein?

Man kann mit wenig Freunden glücklich sein, aber Familie und Partner sollten schon vorhanden sein. Ganz alleine ohne jegliche Kontakte kann man nur schwer glücklich sein.

Man braucht sicherlich keinen grossen Freundeskreis , aber etwas Austausch sollte vorhanden sein. Immer allein reisen/ im Restaurant sitzen/ ins Kino gehen etc ist nur dann schön , wenn man weiss, dass man es nicht zwingend muss.

Maya
 
Wenn man andere Menschen meistens als Bedrohung erlebt hat, geht das mit dem Alleine-Sein ganz gut. Würde man aus Verletzungen nichts lernen und sich schützen und abgrenzen, würde das ja heißen, dass man nie gelernt hat.

Ich hatte auch noch nie Freunde. Und fühle mich zwar seelisch zwar absolut nicht gut. Aber ich glaube nicht, dass Freunde das ändern könnten, zumal ich mit Nähe auch nicht umgehen kann und anderen vermutlich nicht das geben, was sie wollen.

Ich denke, man kann so leben. Glücklich ist aber anders.
 
Ein klares JA! Einfacher sogar als mit anderen Leuten. Glück und Leid kommen immer von ihnen und nicht von außen. Arbeite an dir und du kannst glücklich sein. Alleine sein, bedeutet ja auch nicht einsam zu sein - müsste wohl jeder kapieren.

lg
 
Man kann mit wenig Freunden glücklich sein, aber Familie und Partner sollten schon vorhanden sein.
Wobei man sich eine Familie nicht ohne weiteres aus dem Hut zaubern kann, wenn man keine (mehr) hat. Gerade beim Thema Familie stehe ich ziemlich allein da, weil wegen der speziellen Altersstruktur leider inzwischen die meisten Familienmitglieder verstorben sind. Irgendwie fehlt einem da ein wenig das soziale Fundament, wenn man keine Familie hat.
 
Alleine kann mann nicht glücklich sein und bin auch einsam / ohne Freunde.

Mann braucht Freunde- mann geht auf Dauer ohne Freunde kaputt und mann verlernt einiges und mann wird unsicherer.
 
Das ist individuell.
Jeder Mensch hat das Bedürfnis nach Nähe/Distanz und zumindest gedanklichem Austausch und Wertschätzung.
Bei einem überwiegt sehr stark das Nähebedürfnis, bei dem anderen das Distanzbedürfnis.
Aber komplett abgeschottet und vereinzelt mit 0 Kontakt, nicht einmal gedanklichem Austausch mit seinen Mitmenschen, ist für >90% der Menschen auf Dauer eher wie Folter als wünschenswert.
Man kann seine Lockerheit verlieren, sein normales soziales Verhalten, zum Teil sein Selbstbewusstsein, man wird unsicherer. In Ausnahmefällen gibt es aber selbst solche Menschen, die jeden Kontakt meiden, was zum Teil aber (vllt zu Unrecht, vllt zu Recht?) als Persönlichkeitsstörung oder psychische Störung gesehen wird.

Aus diesem Grund lassen sich so viele Menschen schlecht behandeln - sei es in der Partnerschaft oder im Berufsleben. 1.Grund ist finanziell (Geld), 2.Grund emotional (Einsamkeit), 3.Grund sozialer Status (Wertschätzung).
Wären Menschen von Natur aus Einzelgänger, gäbe es viel weniger Probleme und man würde sich schneller trennen/kündigen. Aber so ist es schwer, immer konsequent zu bleiben und das durchziehen, was man sich vornimmt, da man eben auf Geld, Gesellschaft und soziales Ansehen/Integration verzichten muss.
Folge: Die Leute quälen sich oft jahrelang in schlimmen Partnerschaften und harten Jobs.
Das heißt selbst das ist für sie angenehmer, als nicht mehr richtig gesellschaftlich integriert zu sein.
Es hängt auch vom individuellen Selbstbewusstsein und der Fähigkeit ab, alleine gegen den Strom zu schwimmen und sich auf seine eigene innere Stimme zu verlassen - entgegen dem Umfeld, in dem man lebt.

Die Antwort auf deine Frage ist also ja, da es zumindest ein paar Menschen gibt, die komplett alleine glücklich sind.
Ob diese Menschen eine Persönlichkeitsstörung haben oder nicht, weiß ich nicht.
Der Durchschnittsmensch wird mit der Zeit Probleme haben, wenn er komplett alleine für sich lebt ohne Austausch.
In der Geschichte gab es viele Eremiten, christliche Heilige, Aussteiger, Philosophen, Schriftsteller, Künstler, Maler, Politiker, Schauspieler, die die Einsamkeit bevorzugen, z.B. Nikola Tesla, Karl Lagerfeld, Fernando Pessoa, Antonio Salazar, Keanu Reeves usw.

Bei Frauen kommt dieses Phänomen glaube ich seltener vor als bei Männern. Die sind anscheinend von Natur aus eher sozial veranlagt, was man ja auch im Alltag erkennen kann an der Leidensfähigkeit von Frauen in Partnerschaften und Berufen. Meistens dulden Frauen viel mehr Ungerechtigkeiten als Männer, um möglichst Teil von irgendeiner Gruppe oder Partnerschaft oder System bleiben zu können. Männer können es eher aushalten außerhalb von sozialen Gruppen zu stehen - sei es als Selbständiger, im Gefängnis, als Outlaw, als Nerd oder als Obdachloser.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Mensch ist ein soziales Wesen und braucht Kontakt zu anderen Menschen um seine psychische Gesundheit längerfristig zu erhalten. Natürlich meine ich Kontakt zu Menschen, die einem gut tun.

Man braucht nicht unbedingt einen Partner und auch nicht zwingend eine (biologische) Familie. Aber wenigstens zwei, drei Freunde. Ich war fünf Jahre Single und habe den Kontakt zu meiner Familie abgebrochen (weil sie mir nicht guttaten), war aber zufrieden, da ich andere gute soziale Kontakte hatte.

Es ist sehr traurig, dass du keine Freunde hast. Mir fiel es früher auch schwer, Kontakt zu knüpfen. Zum Glück hatte ich immer Freunde, aber es gab eine Phase, wo ich grosse Mühe hatte, mich in eine Gruppe zu integrieren (im Job, an der Uni etc.). Ich war halt einfach irgendwie „anders“. Das liess mich natürlich an mir selber zweifeln.

Auch wenn es schwer ist: Du musst raus und unter Leute gehen. Finde ein Hobby, das man zu zweit oder in Gruppen ausübt. Gleiche Interessen sind schon mal eine gute Voraussetzung für eine Freundschaft.
Lass dich nicht niedermachen von bösen Menschen. Es gibt auch viele gute. Ich wurde schon von „Freunden“ hintergangen, habe mich deswegen aber nicht ins Schneckenhaus verzogen sondern meine Menschenkenntnis verbessert. Mit der Zeit entwickelt man ein Gespür für schlechte Menschen.
Und gib anderen eine Chance. Eine Freundschaft entsteht nicht innerhalb einer Woche sondern braucht Zeit sich zu entwickeln. Meinen besten Freund fand ich erst voll doof, bis ich mit der Zeit merkte, wie toll er ist. Vielleicht geht es einigen auch so mit dir. Sie müssen dich erst besser kennenlernen.

Viel Glück und Kraft wünsche ich dir.
 
Der Mensch ist ein soziales Wesen und braucht Kontakt zu anderen Menschen um seine psychische Gesundheit längerfristig zu erhalten. Natürlich meine ich Kontakt zu Menschen, die einem gut tun.

Man braucht nicht unbedingt einen Partner und auch nicht zwingend eine (biologische) Familie. Aber wenigstens zwei, drei Freunde.
das ist doch sehr individuell verschieden. Einsam zu Hause zu sitzen, so ganz ohne Partner mit dem man seinen Alltag zusammen meistert, das ist auf Dauer wirklich sehr einsam. Da helfen auch Freunde nichts, denn die führen letzendlich auch ihr eigenes Leben, haben ihr eigenes Zuhause. Ich könnte auf jeden Fall viel eher auf Freunde verzichten als auf einen Partner an meiner Seite. Freunde kommen und gehen.
 
das ist doch sehr individuell verschieden. Einsam zu Hause zu sitzen, so ganz ohne Partner mit dem man seinen Alltag zusammen meistert, das ist auf Dauer wirklich sehr einsam. Da helfen auch Freunde nichts, denn die führen letzendlich auch ihr eigenes Leben, haben ihr eigenes Zuhause. Ich könnte auf jeden Fall viel eher auf Freunde verzichten als auf einen Partner an meiner Seite. Freunde kommen und gehen.

Ich finde es auch schöner, eine gute Beziehung zu haben als Single zu sein. Aber es ist eben nicht allen vergönnt, einen guten Partner zu finden. Meine letzte Beziehung war schlecht (es gab keine körperliche oder psychische Gewalt, aber schlecht war sie dennoch), und ich war als Single viel zufriedener. Für mich war klar, dass ich lieber Single bleibe, als mit dem falschen Mann zusammenzusein. Zum Glück habe ich auf meinen jetzigen Partner gewartet.

Einsam habe ich mich übrigens selten gefühlt. Abends habe ich was mit Freunden gemacht oder habe eben meine Lieblingsserien geschaut. Nur an Wochenenden fühlte ich mich hin und wieder einsam, weil Pärchen diese halt meistens miteinander verbringen.

Ich will dir nicht zu nahe treten, weil du das sicher nicht so gemeint hast, aber ich finde dein Statement ein wenig gefährlich. Man könnte es so auslegen, dass die Zweierbeziehung die bessere Lebensform ist als das Singletum. Diese Meinung ist ja in unserer Gesellschaft weit verbreitet. Das finde ich gefährlich, weil dadurch Singles unter Druck gesetzt und abgewertet werden und sich dann (noch) schlecht(er) und minderwertig fühlen. Beispiele dafür findest du in diesem Forum zu hauf. Und auf der anderen Seite können sich ja viele Menschen nicht aus einer unglücklichen und sogar gewalttätigen Beziehung lösen, weil sie Angst vor dem Alleinsein haben.

Meiner Meinung nach wird die Zweierbeziehung überbewertet und idealisiert. Natürlich ist eine harmonische Beziehung eine super Sache. Erlebe ich ja gerade selber. Aber nicht alle Beziehungen sind gut. Es gibt sogar Beziehungen, die toxisch sind und krank machen. Viele Menschen tun sich nur zusammen bzw. bleiben zusammen, weil sie nicht „allein“ sein wollen.
Und ausserdem kann einem ein Mensch allein doch nicht langfristig alles geben, was man braucht. Meine Meinung. Deshalb braucht man Freunde. Oder sonstige soziale Kontakte.
 
Mit 22 habe ich eine Entscheidung getroffen. Ich möchte das Geschlechtsneutral formulieren: Ein(e) Vertrauenslehrer(in) hat etwas sehr sehr persönliches über mich herausgetratscht. Ich wollte dann erst einmal alleine bleiben. Inzwischen sind 36 Jahre vergangen. ErSie war in mich verliebt.

Nein.

Ich habe damals die Entschuldigung nicht angenommen und nach 36 Jahren kann ich das immer noch nicht. Ich werde niemals in einer Beziehung sterben.
 

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