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Kann keinem mehr was beibringen

Ja, wie sollst du denen Kurvendiskussion beibringen? Weiß ich auch nicht. Du bist doch der Lehrer, dass ist dein Job. Das hat man dir im Studium doch sicher beigebracht oder, dann musst du das jetzt doch ohne Probleme können ?

Nein, niemand sagt einem, wie man Schülern, die keinerlei Vorkenntnisse haben, eine Kurvendiskussion beibringen kann. (Oder wenn einer meint, das könne man, dann spinnt er einfach. Soll bei Pädagogen vorkommen.)

Es kann einem keiner sagen, weil das einfach nicht geht. Wie soll man einen Differenzenquotienten verstehen, wenn man nicht weiß, was ein Bruch ist? Das geht einfach nicht, das kann nicht klappen. Lehrer sind keine Götter, die unmögliches möglich machen können.

Dir wurde in der Vergangenheit mal eine Grundlage an die Hand gegeben, die du jetzt aber nicht anwenden kannst.
Nein, niemand hat das getan. Never. Kann ja auch gar nicht.

Leuten mit passenden Vorkenntnissen kann ich die Analysis beibringen, das kann ich sogar sehr gut.

Aber wenn einer nichts kann und auch dabei streikt, seine Lücken aufzuarbeiten, dann kann auch ich nichts machen.

Warum wurde so eine Multiplikationsaufgabe mit Äpfeln denn gerechnet? Es würde keinen Sinn machen mit Schülern eine Aufgabe zu rechnen, von der eh klar sein sollte, dass alle Schüler die locker rausbekommen. Diese Aufgabe wurde scheinbar ausgewählt, weil einige Schüler scheinbar noch ordentlich Probleme haben, sowas auszurechnen.
Nein. Das beschriebene Problem war Teil einer größeren Aufgabe. Ich hätte Verständnis gehabt, wenn es am aktuellen Stoff gescheitert wäre. Aber der erste Schritt beim Lösen der größeren Aufgabe war eben, diesen Gewinn auszurechnen. Also bat ich darum, diesen Gewinn auszurechnen. Bat einmal, zweimal, dreimal - aber kaum einer löste dieses Problem, den Gewinn auszurechnen.

Also kamen die Schüler erst gar nicht bei dem Teil an, bei dem es um den aktuellen Stoff gegangen wäre - sie scheiterten schon bei dieser Gewinnberechnung, also am Stoff der Grundschule.

Als Lehrer ist es vor allem der Job, denjenigen etwas zu erklären, die es noch NICHT verstanden haben und die da Probleme haben.
Mich würde mal interessieren, wie viele der Schüler, die diese Aufgabe nicht rechnen konnten, es denn konnten , nachdem du ihnen erklärt hast, wie man solch eine Aufgabe angeht? Hast du dir da die Zeit genommen, den Schülern zu erklären, wie es richtig geht, damit du zumindest einige der Schüler da etwas weiter gebracht hast? Hast du da zumindest von einem die Rückmeldung bekommen: okay, jetzt habe ich es verstanden?
Nein, an der Stelle wurde es mir zuviel. Nach einem halben Jahr an einer Schulform, die zur Fachhochschulreife führt und den Realschulabschluss voraussetzt, fange ich nicht an, nochmal den Grundschulstoff zu wiederholen. (Das habe ich früher gemacht, aber am Anfang, nicht nach einem halben Jahr. Hat sich aber auch nicht bewährt, weil die Schüler es nicht wollen. Man stößt nur auf Widerstand von allen Seiten damit.)

Ich habe die Aufgabe dann einfach vorgerechnet.

Und nein, ich bilde mir natürlich nicht ein, dass das Vorrechnen dazu geführt hat, dass die Schüler den Grundschulstoff nun können.

Oder hast du dich nur drüber aufgeregt, dass keiner diese Rechnung kann und du so ein armer Lehrer bist, der mit unfähigen Schülern bestraft ist, und es dabei belassen?

Genau das. In der Mitte der 11. Klasse muss ich den Grundschulstoff voraussetzen können, sonst hat es einfach keinen Zweck.

Ich kann dich verstehen, dass du etwas frustriert bist, dass selbst solche "leichten" Aufgaben nicht gelöst werden können, aber sich selber bemitleiden und über die schwachsinnigen Schüler schimpfen macht die Sache Null besser.
Deine Einstellung "Wie soll ich denen das beibringen? Die sind da eh zu doof zu" kommt sicher auch sehr gut bei den Schülern an, auch wenn du versuchst es zu verstecken. Wir Schüler hatten früher auch Antennen für so etwas und die Bereitschaft es zumindest zu versuchen, sinkt dann zusätzlich noch rapide ab. Da wird dann eher gedacht "warum sollen wir uns Mühe geben. Der Typ da vorne hält uns eh für Nullkapierer. Lassen wir den mal labern. " Hatte was von selbsterfüllender Prophezeiung.
Natürlich hilft das nichts, aber da ist eben auch einfach gar nichts mehr zu machen.

Ich habe lange alles mögliche versucht, bei schriftlicher Addition wieder angefangen, aber inzwischen hilft eben auch das nichts mehr.

Ich hatte meine besten Mathenoten immer bei den Mathelehrern , die mir am ehesten das Gefühl gegeben haben, dass ich den Unterrichtsstoff verstehen KANN , auch wenn ich alles andere als ein Matheüberflieger war.

Ich versuche immer jedem zu vermitteln, dass man den Stoff verstehen kann, WENN man bereit ist, systematisch seine Lücken aufzuarbeiten, und dass ich jedem gerne dabei helfe. Aber das will eben keiner mehr :-(
 
Ich denke, das schlimme ist, dass gerade DAS nicht klappt. Du merkst als Lehrer: OK die können das nicht! Dann guckst Du in die Werkzeugkasten Deiner pädagogischen Möglichkeiten, Du erklärst es ihnen, ein, zwei, dreimal...
Leider hören dann gerade die, die es am nötigsten hätten nicht zu. Das macht so unendlich traurig. Es geht ja nicht um Aufgaben, die wirklich schwer zu kapieren sind, oder einen langen Vorlauf brauchen. Es sind ja oft leichte Dinge, die jeder Schüler kapieren kann.
Eigentlich müstest Du jeden Schüler einzeln unterrichten.
Ich merke oft: Die Schüler sind nicht dumm: Sie könnten das kapieren: Aber sie machen sich nicht die Mühe, mir zuzuhören oder aufmerksam zu folgen und die Info in ihr Hirn reinzulassen.
Da kannst Du dann irgendwann nix mehr machen.

Genau das ist es. Du kannst es tausend mal erklären, es interessiert sie nicht. Sie hören nicht zu. Die Info kann noch so einfach sein, sie kommt im Hirn nicht an.
 
Ich glaube, hier wird "Schule" falsch gesehen.

Schule ist ein Dienstleistungsbetrieb, der nach bestem Wissen und Gewissen seine Leistung zu erbringen hat. Der Kunde kann diese Dienstleistung in Anspruch nehmen oder es bleiben lassen.

Kein Dienstleister ist verpflichtet, alle Kunden zufrieden zu stellen, da seine personellen und finanziellen Möglichkeiten begrenzt sind.
 
ja, eigentlich hast Du da recht: Leider wird aber genau das von Lehrern erwartet: Die Eltern bringen ihre Schüler hin, mit der Erwartung, dass wir aus ein bißchen Sand Gold machen. Es soll möglichst viel dabei rauskommen, aber ohne zutun der Schüler. Die Erkenntnis, dass Schule Mitarbeit der Schüler bedeutet ist schon lange verloren gegangen. Wenn die Noten nicht so sind, wie sich die Eltern das wünschen, wird meist der Lehrer verantwortlich gemacht, oder das "System"- oder es wird gleich geklagt. Kaum einer gesteht sich ein, dass der Schüler einfach verkackt hat.
 
Mir stellt sich an den Mathe-Lehrer die Frage: Gibt es irgendwo in all den Antworten etwas, was Du hast für Dich mitnehmen können? Gibt es bei Dir sowas wie einen Lerneffekt?

Ich bin jetzt nochmal den ganze Thread durchgegangen. Natürlich ist da manches drin, was einfach an der Frage, was ich nun tun kann und sollte, vorbeigeht. Aber es gab auch interessante Hinweise:

Was ich mir hinter die Ohren schreiben sollte, ist, dass ich mich um die ganz wenigen, bei denen es vielleicht noch Zweck hat, mehr kümmern sollte. Und den Rest einfach links liegen lassen. Ich verwende viel zu viel meiner Energie auf die zwecklosen Fälle. Ich sollte versuchen, das zu ändern.

Und ich glaube, es läuft darauf raus, dass der Karren nun mal so richtig an die Wand gefahren werden muss. Hart bleiben, und wenn 90% eine 5 oder 6 bekommen. Und dann mal gucken, was passiert.

Es wird natürlich einen ungeheuren Druck auf uns geben. Ich sollte mich darauf vorbereiten: Die kompletten Klausuren in Farbe einscannen oder fotografieren, Statistiken zu eklatanten Mängeln führen. Ich muss jederzeit beweisen können, dass ich unter diesen Bedingungen nichts erreichen konnte und dass die Leistungen der Schüler nicht im Entferntesten ein "ausreichend" rechtfertigen konnten.

Ich fürchte, das gibt einen Machtkampf. Einen, den ich alleine nicht gewinnen kann. Einen Kampf gegen Windmühlenflügel?

Gut, ich könnte mir dann sagen, ich hätte es wenigstens versucht. Und wenn am Ende eine Anweisung von ganz oben mich zwingt, totalen Quatsch mit "ausreichend" zu bewerten, dann weiß ich halt Bescheid und mache das.

Wobei ich mich frage, ob dieser Kampf überhaupt einen Sinn hat oder nicht eh zum Scheitern verurteilt ist.

Was ist die Alternative? Jeder, der seinen Namen schreiben kann (mit höchstens 5 Fehlern), der kriegt eine 4-? Aber für bessere Noten verlange ich was?

Oder muss die Mindestnote schon eine 3- sein, zumindest für Schüler, die zwar nichts verstehen, aber bereit sind, ein bisschen auswendig zu lernen?

Ist eine 4 schon nur noch bei besonders renitenten Schülern akzeptabel, und eine 5 nur bei Leuten, die mindestens ein Drittel des Unterrichts nicht da waren?

Oder sollte ich jedem Schüler, der verspricht, mich in meinem Unterricht nie wieder mit seiner Anwesenheit zu belästigen, eine glatte 4 geben und mich dann im Unterricht auf die wenigen konzentrieren, die dann noch übrig bleiben und vielleicht wirklich etwas lernen wollen?

Ich brauche einfach eine Überlebensstrategie für die nächsten knapp 20 Jahre bis zur Pensionierung.
 
Hallo Kollege,

ich melde mich noch einmal. Dein Posting liest sich für mich deutlich nach Panikstimmung. "Ich muss". Ja. Du musst unterrichten. Du hast auch die Pflicht, dich nach den Regeln der Didaktik und Methodik ordentlich vorzubereiten, wie man das für etwa 25 Unterrichtsstunden kann.
Dann aber treten die anderen Beteiligten ins Spiel:
Deine Schulleitung etwa hat nicht nur die Pflicht, dich zu kontrollieren. Es ist auch ihre Pflicht, auf Schüler und Eltern einzuwirken, dass sich die betroffenen Youngster so benehmen, wie man es erwarten kann und die Schulordnung es vorsieht.
Verletzen die Schüler ihre Pflicht, missachten sie Regeln, verweigern die Mitarbeit, dann sind entsprechende Maßnahmen angesagt.
Fühlst Du dich von deiner Schulleitung unterstützt oder lassen sie dich ins offene Messer laufen? Es gibt schon eine Tendenz von Schulleitungen, grundsätzliche Probleme in der Schule zu ignorieren und sie als Versagen eines einzelnen Kollegen, einer Kollegin darzustellen.
Wie steht der Lehrerrat dazu? Unterstützt er die Kollegen?

Gruß

Burbacher
 
Ich denke auch, das wichtigste ist, dass man sch mit den Kollegen und der Schulleitung austauscht und gemeinsam vorgeht. Am besten, Du kündigst schon mal vorher an(also bei den Kollegen), dass es vermutlich dieses mal ein Desaster geben wird und Du es aber diesmal drauf ankommen lassen willst. Es kann ja auch einen heilsamen Effekt haben. Vielleicht wacht der ein oder andere ja dann doch auf.
Übrigens: Auch wenn es ja heute meist verpönt ist: Ich frage jetzt wieder aus. Also einzelne Schüler. Eigentlich sollen wir das nicht machen, weil es zu viel Druck auf den einzelnen aufbaut. Niedlich! Wirklich, also da kann ich nur lachen: Ich bin ja nett zu meinen Schülern und führe sie nicht vor: aber ich habe einfach gemerkt: Wenn einer allein gefragt ist, dann fängt er viel eher an, doch mal in seinem Hirn zu kramen und dabei kommt dann sogar was raus.
 
Dein Posting liest sich für mich deutlich nach Panikstimmung.
Ja natürlich. Es geht grade so rapide abwärts...

Als ich vor 15 Jahren angefangen habe, war es schon schlimm, und es wurde immer schlimmer, aber im Augenblick bricht alles so massiv zusammen. :-(

Da lasse ich einen 10 Jahre alten Test schreiben, der damals als einfach galt und den damals nur zwei Schüler mit einer 5 nicht bestanden haben. In den letzten Jahren wars so die Hälfte, die den Test nicht gepackt hat, Tendenz weiter ansteigend. Und in diesem Jahr? Mehr als die Hälfte hat eine Sechs, einige weitere eine 5, nur ein Fünftel der Schüler hat bestanden. Da tauchen Fehler auf, die zu machen bisher noch nie jemandem eingefallen ist. Fehler, bei denen ich mir nicht vorstellen kann, wie man sie ohne bekifft zu sein überhaupt machen kann, werden gleich reihenweise gemacht.

Was soll sich da sonst bei mir verbreiten, wenn nicht Panikstimmung?

In einer Klasse gebe ich nun der Hälfte der Schüler eine Fünf aufs Halbjahrszeugnis, in einem Kurs haben sogar zwei Drittel einen Fehlkurs. Der allgemeine Elternkrawall ist da wohl vorprogrammiert. Und so manch ein Klassenlehrer, der keine Mathematik unterrichtet, meint seine Bestimmung dann im Beschützen seiner Schüler zu sehen.

Um mich darauf vorzubereiten, tue ich Dinge, die ich noch nie getan habe. Aber ich will jedem beweisen können, dass das Problem nicht an mir liegt.

Aber: Ich bin glücklicherweise nicht allein. Mehrere Mathematik-Kollegen haben Klassen, bei denen sie der Hälfte eine Zeugnis-Fünf verpassen.

Dann aber treten die anderen Beteiligten ins Spiel:
Deine Schulleitung etwa hat nicht nur die Pflicht, dich zu kontrollieren. Es ist auch ihre Pflicht, auf Schüler und Eltern einzuwirken, dass sich die betroffenen Youngster so benehmen, wie man es erwarten kann und die Schulordnung es vorsieht.
Und was soll er machen? Er ist doch auch ratlos.

Verletzen die Schüler ihre Pflicht, missachten sie Regeln, verweigern die Mitarbeit, dann sind entsprechende Maßnahmen angesagt.
Welche?

Im Zweifel dürfen wir in NRW nichts und die Schüler alles :-(

Fühlst Du dich von deiner Schulleitung unterstützt oder lassen sie dich ins offene Messer laufen? Es gibt schon eine Tendenz von Schulleitungen, grundsätzliche Probleme in der Schule zu ignorieren und sie als Versagen eines einzelnen Kollegen, einer Kollegin darzustellen.
Diese Tendenz gibt es, aber nicht bei unserem jetzigen Schulleiter. Nur wenn irgendwann kein Schüler mehr besteht, dann kriegt er auch Probleme.

Wie steht der Lehrerrat dazu? Unterstützt er die Kollegen?
Der Lehrerrat nimmt dieses Problem nicht wahr bzw. kümmert sich nicht. Die Mathematiker sind mit ihren Problemen relativ alleine, das kratzt die anderen Kollegen nicht so.

Die anderen Kollegen sehen zwar auch in ihren Fächern massive Probleme, aber natürlich ist es in der Mathematik (und Physik) am schlimmsten. Und noch haben diese Kollegen, die ja in ihren Fächern dieselben Probleme verspüren, nur halt nicht so extrem, nicht so recht verstanden, dass sie besser mit uns solidarisch sein sollten.

Daher liefen auch frühere Versuche, den Lehrerrat mit dem Problem zu befassen, ins Leere.


Ich denke auch, das wichtigste ist, dass man sch mit den Kollegen und der Schulleitung austauscht
Ein solcher Austausch ist nun angekündigt (noch ohne konkreten Termin), aber noch habe ich Zweifel, ob es dazu kommt. Denn ich bin ziemlich sicher, dass die Schulleitung so ratlos ist, dass sie auch nicht weiß, wo das Gespräch denn hinführen könnte oder sollte.

Am besten, Du kündigst schon mal vorher an(also bei den Kollegen), dass es vermutlich dieses mal ein Desaster geben wird
Das allgemeine Desaster wird bei diesen Halbjahrszeugnissen wohl recht deutlich werden und - juchuuuu! - ich bin nur für einen Teil dieses Desasters verantwortlich.

Vielleicht wacht der ein oder andere ja dann doch auf.
Das wird nun spannend, was passiert.

Aber was heißt aufwachen?

Aufwachen werden Eltern - und nicht etwa ihre Kinder zum Lernen anhalten sondern sich bei der Schulleitung beschweren.

Aufwachen sollten die Schüler, und anfangen zu lernen. Aber da wage ich nicht mehr von zu träumen. Die sind inzwischen völlig schmerzfrei, was das angeht. Man kann ihnen Sechsen um die Ohren hauen, daraus ziehen sie trotzdem nicht den Schluss, dass sie mal lernen könnten. Eher schicken sie ihre Eltern vor, zwecks Beschwerde. Weil, wenn so viele so schlechte Noten haben, muss es doch am Lehrer liegen...
 
Ach, ich versteh nur zu gut, was Du meinst. Momentan meint man wirklich, man müsse ein Zauberer sein, um irgendwie positiv auf die Schüler einzuwirken. Da heißt es, man soll die Schüler dazu bringen, Spaß am lernen zu haben- hahaha da lach ich doch: Wer so eine ablehnende Haltung hat, dem KANNST Du keinen Spaß vermitteln. Interesse und Neugier scheinen einfach inzwischen sowas von verboten uncool zu sein, dass Schüler ihr letztes bißchen davon einfach verstecken.
Aber leider ist es nunmal viel einfacher, die Schuld beim Lehrer zu suchen. Die Quittung dafür kriegt die Gesellschaft dann am Arbeitsmarkt präsentiert. Ich meien: Wen wundert es, dass es immer mehr JUgendliche gibt, die schlicht nicht vermittelbar sind.
Es gibt viele freie Lehrstellen, aber wenn die Schüler einfach nicht beschuldbar sind, sind sie auch an einer Lehrstelle aufgeschmissen.
Ich mache mit meinen Schülern inzwischen hartnäckig Grundlagenarbeit: zB: Ich beharre darauf, dass ganze Sätze gesagt oder geschrieben werden. Das ist schon eine Qual...aber auch wenn es die Schüler nervt: Ich lasse nicht locker, bis der ganze Satz daherkommt. Traurig, dass man solche Sachen auch an einem Gymnasium noch einfordern muss.🙁
Ich komme zwar so mit meinem Stoff nicht durch, aber das ist in meinem Fach zumindest nicht so schlimm: Ich sehe mich da ein bißchen als Zulieferer für die anderen Fächer.
 
Momentan meint man wirklich, man müsse ein Zauberer sein, um irgendwie positiv auf die Schüler einzuwirken. Da heißt es, man soll die Schüler dazu bringen, Spaß am lernen zu haben- hahaha da lach ich doch: Wer so eine ablehnende Haltung hat, dem KANNST Du keinen Spaß vermitteln.
Wenn man keine Entertainer-Fähigkeiten vom Niveau eines Stefan Raab mitbringt, dann wird einem vorgeworfen, die Schüler nicht begeistern zu können. Aber wie soll man jemanden von Mathematik begeistern, der schon vor Jahren in Mathe den Faden verloren hat?

Die Quittung dafür kriegt die Gesellschaft dann am Arbeitsmarkt präsentiert. Ich meien: Wen wundert es, dass es immer mehr JUgendliche gibt, die schlicht nicht vermittelbar sind.
genau.

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Die Noten stehen nun fest, aber noch gibt es erstaunlich wenig Protest. Kann man inzwischen bergeweise Mathe-Fünfen verteilen und es stört keinen mehr?
 

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