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Kaffeekochdienst und Küchendienst im Büro?

Das ist wohl eine weit verbreitete Geschichte.

Bei uns war es eine Weile lang so, dass wir auch einen wechselnden "Frühdienst" hatten, der das morgendliche Kaffeekochen neben einigen anderen Tätigkeiten übernahm.

Der Geschirrspüler wird einmal pro Tag von der Putzfrau ein- und ausgeräumt.

Seine Tupperdosen wäscht aber jeder selbst ab und nimmt sie auch gleich wieder mit. Ich hätte zum Beispiel viel zu viel Angst, dass die verschwinden.

Tu es der Kollegin gleich, wovor hast du Angst?


Vielen Dank für Eure Antworten hier.
Dieser Kaffeekoch- und Küchendienst hat sich seit jahren eingeschliffen, viele nörgeln darüber hinter vorgehaltener Hand, aber keiner traut sich, davon auszutreten. Es ist so, dass beim Frühstück und dieser mittäglichen Essenrunde auch die Vorgesetzte dabei ist. Es wurde schon so oft angesprochen, dass jeder selber mehr Ordnung halten sollte. Aber das hilft nichts. Selbst wenn mal einer Kaffee aus der Kaffeeküche mitnimmt und die Treppe oder den Flur langkleckert, dann wird das meistens auch nicht weggemacht und die Flecken bleiben, bis die Reinigungsfrau das wegmacht.
Ja was befürchtet sie und ich auch, dass wir uns den Unmut aller anderen Kollegen an den Hals ziehen, wenn sie und auch ich das nicht mehr machen. Wir wissen auch, dass es uns dann noch mehrere nachmachen würden. Im Grunde ist sie der Vorreiter. Aber durch diese Aufforderung vom Betriebsrat befürchtet sie, Schwierigkeiten zu bekommen und sich den Unmut der anderen auf sich zu ziehen. Oder dass sie Probleme bekommt, oder gar dass es in Mobbing münden könnte. Und wenn die Androhung wahrgemacht werden wird, dass erwägt wird, dass alle Wasserkocher aus den Büros weg müssen, damit jeder gezwungen wird, an dem Kaffeekoch- und Küchendienst teilzunehmen, dass werden sie die Mitarbeiterin sozusagen "ächten".
Die Ansicht, dass das Kaffekochen und den Küchendienst die Praktikanten machen sollten finde ich auch nicht in Ordnung. Praktikanten sollen etwas lernen und keine Dienstmädchen für andere sein.
Inzwischen gibt es ja Diskussionen darüber, mancher meint, meine Güte, soll die doch die 2 - 3 Wochen im Jahr das machen ... aber ich sehe das auch nicht so.
 
(....) Es ist so, dass beim Frühstück und dieser mittäglichen Essenrunde auch die Vorgesetzte dabei ist. Es wurde schon so oft angesprochen, dass jeder selber mehr Ordnung halten sollte. Aber das hilft nichts. Selbst wenn (...).



Hallo Gast,



es sollte dies und sollte das..... .
Ich hoffe, bei Euch im Betrieb wird klarer, besser, effizient und zu aller Zufriedenheit gearbeitet
als Ihr derzeit frühstückt und zu Mittag esst!


Meine Meinung? - So ein Schmarrn!


Aber schon klar: so alte festgefahrene Strukturen können nervige Folgen haben.... .
Küchendienst bei 4 Mitarbeitern ist anders als bei 30. - Nur so ein Beispiel.


Und sonst läuft es bei Euch im Betrieb rund? Ich meine, vieles äussert sich ja gerade "am Rande".



LG
Landkaffee
 
Hallo Gast,



es sollte dies und sollte das..... .
Ich hoffe, bei Euch im Betrieb wird klarer, besser, effizient und zu aller Zufriedenheit gearbeitet
als Ihr derzeit frühstückt und zu Mittag esst!


Meine Meinung? - So ein Schmarrn!


Aber schon klar: so alte festgefahrene Strukturen können nervige Folgen haben.... .
Küchendienst bei 4 Mitarbeitern ist anders als bei 30. - Nur so ein Beispiel.


Und sonst läuft es bei Euch im Betrieb rund? Ich meine, vieles äussert sich ja gerade "am Rande".



LG
Landkaffee

Du sagst es, das ist ja auch das, was uns stört. Wir sind nicht dabei bei der Frühstückspause, weil wir auch keine machen. Und mittags sind wir auch nicht dabei bei der Runde, die meisten nicht. Klar finden wir und einige andere auch diesen Nachräumdienst nervig. Deshalb wollen wir den auch nicht mehr machen. Außerdem sind wir zum arbeiten da und das sieht mancher anders ...
Und ich denke auch, dass jetzt einige sowas wie angep.sst fühlen, weil einer ihren Kreis unterbricht und ihnen damit irgendwie einen Spiegel vorhält ...
 
Das war in meiner Firma auch so. Und ich habe es gehasst!!! Ich bin mir vorgekommen wie eine Putzfrau. Dazu kam, dass nur die Frauen Kaffee gekocht haben. Alle Männer wurden verschont. Und meine eigentliche Arbeit blieb liegen, nur weil die Kollegen/innen ihren Pausenplatz total verdreckt zurück gelassen haben. Jeden Tag ging ca. 1 Stunde Arbeitszeit verloren. Alle Kolleginnen waren sich einig, dass es so nicht mehr geht. Es wurde dann eine klare Ansage gemacht, dass jeder seinen Platz so verlässt wie er ihn vorgefunden hat und dass jeder sein benutztes Geschirr in die Spülmaschine räumt. Wir mussten dann also nur noch den Kaffee kochen und den Geschirrspüler ausräumen. Am Anfang hat das auch funktioniert. Aber schlechte Gewohnheiten schleichen sich immer wieder ein. Alle Kolleginnen haben sich dann geweigert, das weiter zu machen. Das Ende war: Es wurde ein Kaffeeautomat angeschafft und den Pausenraum hat unsere Raumpflegerin jeden Tag gereinigt. Es war für alle eine ungeheuere Erleichterung, dass das so geregelt worden ist.
Ich kann dich gut verstehen. Rede mal mit den anderen "Kaffeekochern" ob sie sich einer anderen Regelung, z.B. wie ich geschrieben habe, anschließen. Denn das ist wirklich eine Zumutung den Dreck von anderen zu putzen und ihre Bequemlichkeit zu unterstützen.

... wenn ich Dich als Kollegin hätte, dann wären wir schon drei ... Und ja, es ist auch so, dass wir unserer Meinung nach viel zu viel Arbeitszeit damit verbringen. Klar, es könnte uns ja egal sein, wird ja bezahlt, aber wir haben nicht diese Einstellung. Gemosert auf deutsch gesagt hat schon mal der eine oder andere, aber die anderen trauen sich einfach nicht, ihre Meinung zu äußern ... sie befürchten irgendwelche Probleme, weil sie sich dem Clan um die Vorgesetzte sozusagen entgegensetzen müssten. Es ist so schwierig, heute habe ich auch eine Kollegin angesprochen, was sie dazu sagt, sei meinte, ach, soll doch jeder das machen, was er denkt ... Wären wir mehr, könnten wir besser auftreten. Andere wieder sagen, meine Güte, was gibt es denn zu maulen, ist doch jeder mal dran ... der andere Teil mault nur im "Untergrund" ...
 
Ich habe damals die Erfahrung gemacht, dass nur Einigkeit stark macht. Zumal das Kaffee kochen und den Pausenraum putzen bei allen Kollegeninnen in keinem Arbeitsvertrag stand. Da kam auch der Betriebsrat nicht dran vorbei. Wir haben auch immer allen gegenüber - auch dem Chef - laut betont, dass das eine freiwillige Leistung ist, aber kein Dauerzustand. Du musst versuchen, soviele Kolleginnen wie irgend möglich davon zu überzeugen, euch anzuschließen. Denn dann kommen diejenigen die unterschwellig murren, aber sich nicht getrauen etwas zu sagen, öfter dran zum Kaffee kochen und putzen. Und bald werden die dann auch sagen, dass sie das nicht mehr machen, weil sich schon so viele davon verabschiedet haben. Zwingen kann man euch nicht, es sei denn, dass diese Tätigkeit in eurem Arbeitsvertrag steht.
Warum sollte es da Probleme geben, trotz Clan um den Chef? Nur Mut, je mehr sich weigern, desto schneller wird das abgeschafft.
Auf jeden Fall ist von uns keiner auf die Idee gekommen, extra Töpfe, Tupperdosen etc. von Hand abzuwaschen, wenn der Geschirrspüler voll war. Das würde ich einfach zur Seite stellen und stehen lassen und das nächste Mal in den Geschirrspüler räumen. Und wenn der Besitzer der Teile damit nicht einverstanden ist, einfach sagen, dass er warmes Wasser etc. in der Kaffeeküche findet und dort selbst seinen Kram spülen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mal ein Zwischenbericht: wir waren jetzt 3 Kolleginnen, die nicht mehr den Küchendienst machen wollen. Das haben wir dem Personalrat mitgeteilt und keine Antwort erhalten. Aber es gibt einen neuen Aushang, wo wir mit als Kaffeekoch- und Küchendienst eingeteilt wurden. Unser "Austritt" wird ignoriert.
 
Die Entscheidung des Betriebsrates ist mir unverständlich. Solche Regelungen funktionieren nur, wenn auch wirklich alle mitziehen. Ich würde an keinem Küchendienst teilnehmen, wenn mich das nicht betrifft. Jeder kann doch seinen Mist selber wegräumen. Wo ist das Problem?

Obwohl, 3-4 Mal im Jahr ist nicht wirklich viel. Habt ihr keine anderen Probleme? 😀 Als die Unruhe bei uns im ähnlichen Fall auftratt, hat der Geschäftsführer bei der Versammlung eine Ansage gemacht und alles lief wie geschmiert.

Ich bin auch gerne im Unternehmen der Freiheitskämpfer..

@Gast einfach dem Personalrat nochmal mitteilen und auffordern aus der Liste zu streichen.
 
Die Entscheidung des Betriebsrates ist mir unverständlich. Solche Regelungen funktionieren nur, wenn auch wirklich alle mitziehen. Ich würde an keinem Küchendienst teilnehmen, wenn mich das nicht betrifft. Jeder kann doch seinen Mist selber wegräumen. Wo ist das Problem?

Obwohl, 3-4 Mal im Jahr ist nicht wirklich viel. Habt ihr keine anderen Probleme? 😀 Als die Unruhe bei uns im ähnlichen Fall auftratt, hat der Geschäftsführer bei der Versammlung eine Ansage gemacht und alles lief wie geschmiert.

Ich bin auch gerne im Unternehmen der Freiheitskämpfer..

@Gast einfach dem Personalrat nochmal mitteilen und auffordern aus der Liste zu streichen.

Ja, ich geb Dir ja Recht, als hätten wir keine anderen Probleme ... Aber diese Woche Kaffeekoch- und Küchendienst ist auch nervig, Du musst dauernd dran denken, nach dem Frühstück hinsausen, Tische abwischen, die Zeitungen wegräumen, den Geschirrspüler einräumen und neuen Kaffee ansetzen. Nach ner Stunde wieder runtersausen, Geschirrspüler ausräumen. Nach der Mittagspause wieder die gleich Prozedur. Und wehe, Du vergisst mal über Deiner Arbeit die Zeit, da wirste gleich angerufen, "was ist hier los, der Kaffee ist alle" ... nicht dass dann ein anderer mal die nächste Kanne ansetzt ...nö, gibt ja den Kaffee-Tanten-Dienst. Und dann meckert noch der eine oder andere, bäh, es war nicht alles pikobello geputzt bei der und der, nach der will ich aber nicht dran sein ... öhm, ich bin doch zum arbeiten da.

Aber es ist eine freiwillige Sache bisher gewesen, nun "spielen" nicht mehr alle mit. Es wird auf Mitteilungen gar nicht reagiert, wir zwei haben es dem Personalrat - der ja selber federführend ist - mitgeteilt, es gibt keine Antwort.

Und genau so, wie du schreibst, ich fühle mich immer mehr ein in die Rolle des "Freiheitskämpfers". Wir haben nicht auf die Einsatzliste reagiert, wollen es auch nicht. Weil - wir haben signalisiert, dass wir da raus sein wollen, man ignoriert uns, wir wollen diese Liste auch ignorieren.
Aber ob wir dem mentalen Druck aushalten?
 
Kaffeekoch- und Küchendienst ist auch nervig, Du musst dauernd dran denken, nach dem Frühstück hinsausen, Tische abwischen, die Zeitungen wegräumen, den Geschirrspüler einräumen und neuen Kaffee ansetzen. Nach ner Stunde wieder runtersausen, Geschirrspüler ausräumen. Nach der Mittagspause wieder die gleich Prozedur.
Es fällt nur noch, jedem ein Essenslätzchen umzulegen und beim Betretten der Räume als mein Diener zu begrüßen. 😀

So eine Schnullertätigkeit wäre nun wirklich nichts für mich. Ich wäre da raus oder hätte dadurch meine Arbeit absichtlich vernachlässigt.

Ich halte zu euch, macht weiter..
 
Mal ein Zwischenbericht: wir waren jetzt 3 Kolleginnen, die nicht mehr den Küchendienst machen wollen. Das haben wir dem Personalrat mitgeteilt und keine Antwort erhalten. Aber es gibt einen neuen Aushang, wo wir mit als Kaffeekoch- und Küchendienst eingeteilt wurden. Unser "Austritt" wird ignoriert.

Wir wollen auch dabei bleiben.

Natürlich gibt es Bedenken wegen der eventuellen - wenn überhaupt möglichen - Konsequenzen. Eine freiwillige Sache kann doch nicht einfach aufgezwungen werden. Arbeitsrechtlich müssen wir das nicht. Unter den anderen Kollegen heißt es u. a., soll doch jeder so machen, wie er will ... Wir denken auch so. Wir haben uns doch aus unseren Gründen entschieden, diesen Dienst nicht mehr zu machen.
Ich habe selber der Personalratsvorsitzenden gesagt, dass ich nicht mehr diesen Dienst übernehme. Sollte ich es vielleicht mal auf englisch, französisch, spanisch oder so versuchen ... anscheinend will man nicht verstehen.
Als Konsequenz wurde angedroht, man könne auch anders, und alle Kaffeekocher bzw. -maschinen aus den Zimmern entfernen lassen ... Ich verstehe nicht, warum man - nur weil einige Mitarbeiter eine andere Meinung haben, mit einem Vorschlaghammer drohen muss. Also wenn wir nicht wollen, wie es gewünscht wird, wohlgemerkt, es geht nicht um die Arbeit - dann kann man auch anders ...
 

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