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Jura Langzeitstudent hier und völlig am verzweifeln

M

MöchteGernJurist

Gast
Hey ich brauche euren Rat.

Ich bin 26 Jahre und "studiere" Jura im 12 Semester (bald 13. Semester) und völlig verzweifelt.

Hier zu meinem Studium: Das Studium verlief Anfangs sehr gut. Hab zügig die Zwischenprüfung abgeschlossen und mich mit den großen Scheinen befasst, aber alle anderen Vorlesungen in denen ich keine Klausur schrieb habe ich einfach nicht mehr besucht. Der Gedanke war das ich mir das durch reines besuchen der Vorlesungen eh nichts bis zum Staatsexamen merken kann (Ich weiß einfach dumm). Also schrieb ich meine Hausarbeiten, machte meine Praktika , also nur das nötigste. Anfang 2019 hatte ich dann alle Voraussetzungen für das erste Staatsexamen. Der Plan war im Sommersemester 2019 mich schon mal selbst vorzubereiten und im Wintersemester 2019 mit dem Rep anzufangen. Dann verstarb April 2019 plötzlich meine Mutter und ich habe eigentlich seid dem nicht mehr wirklich was gemacht. Habe im Winter 2019 trotzdem mit dem Rep angefangen aber wirklich was gelernt habe ich bis heute nicht. Während des Reps kam es noch zu anderen privaten Krisen und statt wirklich mich auf das Examen vorzubereiten, habe ich in meinem Minijob gearbeitet und bin vor mich hin vegetiert. Es ging einfach psychisch nicht mehr, ich hab mich einfach komplett gehen lassen. Ich war schon von Anfang an kein Musterstudent, da ich nur das nötigste machte. Eigentlich wollte ich das Studium 2019 schon hinschmeißen, aber tat es nicht, weil mir jeder geraten hat es einfach durchzuziehen.

Bin erst vor kurzem wieder aufgewacht. Mit aufgewacht meine ich die Zukunftsangst hat reingekickt, als ich endlich verstanden habe das ich hier gerade mein Leben vergeude.


So ich weiß jetzt nicht mehr weiter. Habe jetzt seid 2 Wochen wieder mit der Examensvorbereitung wieder angefangen, aber ich traue mir wirklich nicht mehr zu, das Examen irgendwie zu bestehen. Ich muss auch noch das Schwerpunktexamen machen.

Ich habe jetzt folgende Möglichkeiten:

a) Abbrechen und Vollzeit oder Teilzeit jobben. Dabei mich nebenbei für eine Ausbildung bewerben ( Keine Ahnung wie ich dann 6 Jahre Studium ohne Abschluss und nur einen 3 jährigen Minijob im Einzelhandel verkaufen soll).

b) Mich hinsetzten und wirklich jetzt 1 Jahr auf das Examen vorzubereiten und das Risiko einzugehen, dass ich mit 27 ohne nichts da stehe.

Keine Ahnung was ich machen soll. Würde mich denn überhaupt jemand für eine Ausbildung noch nehmen mit 27 und diesem verkackten Lebenslauf ?
 

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Styx.85

Aktives Mitglied
Da dein Studium sehr gut begonnen hat und du wohl prinzipiell das Rüstzeug zu einem Juristen mitbringst, würde ich dir zu Option b raten.
Häng dich rein und wirf die vergangenen 12 Semester nicht weg!

Ob du es durchhälst, kannst aber nur du selber einschätzen. Auch musst du dich mit der Tatsache befassen, dass du durch die sehr lange Studiendauer nicht mehr zur 1. Garde in deinem Fachgebiet gehören wirst.

Mit Jura und einem akzeptablen Examen sollte man dennoch gutbezahlt unterkommen. Eventuell macht es für dich Sinn, bereits jetzt mal den Arbeitsmarkt zu scannen. Pflege unbedingt Kontakte zu deinen Komilitonen.

Die Option a) läuft dir nicht weg. Selbst wenn du es nicht packen solltest, kannst du immernoch darauf umschwenken.
 

dr.superman

Aktives Mitglied
Nimm alle Scheine und lass Dir einen Bachelor of Laws anrechnen, da gibt es verschiedene, suche die mit dem passenden Schwerpunkt.
Dann wähle ein Bachelorarbeitsthema, welches Dir für das Jura-Studium hilft und mache es zu Ende, ich habe im Studium auch die gleichen Arbieten für verschieden Fächer gebraucht. Und übrigens stand bei mir am Schluss an Semsterzahl knapp 30 oder sogar über 30 dran. Wie Du habe ich aber nicht die ganze Zeit studiert. Aber als es dann zu Ende war, war das schon ziemlich geil :)
und das Alter w ar echt voll egal, denn die Klasse der 23 jährigen Masterstudenten war eh nicht mehr erreichbar.


So bist Du nur ein Studienabbrecher mit Abitur, der auf die 30 zu geht. Voll egal, ob 27, 28 oder 29 - aber mach´ fertig.
 
Zuletzt bearbeitet:

Narf

Aktives Mitglied
Du könntest parallel an den Auswahltests für den ÖD teilnehmen (bisschen Bundeslandabhängig) …. das ist so ne Art Jura-light … solltest du genommen werden kannst du ja immer noch überlegen ob du zusagst …
 
M

MöchteGernJurist

Gast
Da dein Studium sehr gut begonnen hat und du wohl prinzipiell das Rüstzeug zu einem Juristen mitbringst, würde ich dir zu Option b raten.
Häng dich rein und wirf die vergangenen 12 Semester nicht weg!

Ob du es durchhälst, kannst aber nur du selber einschätzen. Auch musst du dich mit der Tatsache befassen, dass du durch die sehr lange Studiendauer nicht mehr zur 1. Garde in deinem Fachgebiet gehören wirst.

Mit Jura und einem akzeptablen Examen sollte man dennoch gutbezahlt unterkommen. Eventuell macht es für dich Sinn, bereits jetzt mal den Arbeitsmarkt zu scannen. Pflege unbedingt Kontakte zu deinen Komilitonen.

Die Option a) läuft dir nicht weg. Selbst wenn du es nicht packen solltest, kannst du immernoch darauf umschwenken.
Der Plan wäre das Examen im Juni 2022 zu schreiben, aber ich habe große Angst wieder meinen alten Verhaltensmustern zu verfallen und ich kann mich einfach nicht davon überzeugen, dass ich das Examen bestehen kann. Mir fehlen mittlerweile so viele Kenntnisse. Zu meinen Kommilitonen habe ich auch nicht mehr wirklich Kontakt. Einige habe bereits abgebrochen und andere sind schon fertig. Ich hab mich das ganze letzte Jahr komplett sozial isoliert.

Auch weiß ich gar nicht was ich nur mit dem ersten Examen beruflich machen könnte. Die meisten Stellen werden mit volljuristen besetzt. Ein zweites examen kann ich mir zurzeit nicht vorstellen.

Vllt könnte ich irgend eine Stelle im öffentlichen Dienst ergattern, aber ich habe gar keine Berufserfahrung.
 

dr.superman

Aktives Mitglied
ich habe damals das erste Studium nicht geschafft (Baby) und mich dann an einer anderen Uni neu eingeschrieben, gleicher Studiengang, nur gewechselt von Magister zu Diiplom Auf dem Papier hatte ich alles, abrer ich hatte vom ersten Studium so gar keinen Plan mehr und bin das zweite, alos eigentlich das gleiche, noch mal in Ruhe angegangen, so lange, bis ich mich fit für die Abschlussprüfungen gefühlt habe (hatte ja auch wie beim Staatsexamen zentrale prüfungen, ich glaube, 6 oder 8 und dann noch die Abschlussarbeit).
Ein zweites Stex brauchst Du nicht bzw. daran würde ich nciht denken. Mach´ das erste, auch, wenn es ein Jahr länger dauert bzw. lass anrechnen (Bachelor of laws) !!!!!! damit hast Du wengistens einen Abschluss.
 

Kommentar

Mitglied
In einem Jahr kann man doch einiges lernen und versuchen kann man‘s mal. Nicht an das 2. Examen denken. Ein Schritt nach dem anderen.
Wie ist denn Dein Lernstatus? Rep (welches eigtl? Alp., Hem., ind., uni?) hast Du ja gemacht. Auch wenn Du nicht aufgepasst hast, hast Du alle Unterlagen? Die kannst Du durchgehen und Übungsklausuren (von der Uni aus oder Klausurenkurs Rep, ggf auch online- Rep) schreiben.

Und noch ein Tipp: Die kostenlosen Vorlesungen per Podcast von der LMU! Kann man sich anhören mit dem Gesetzestext, wenn man bei Null anfängt oder aber zur Wiederholung mit Kopfhörern beim Spazierengehen, S-Bahn- Fahren, Warten….
 
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