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Junge, 16 Jahre und Schwul... Verzweifelt, traurig, unsicher, was tun?

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Hallo!
Du hast doch geschrieben, dass Du eine Psychologin hast? Vielleicht wäre das doch auch erstmal eine Anlaufstelle? Die kann Dir bestimmt auch Beratungsadressen sagen.
Versuche Dich doch erstmal vor Deiner Psychologin zu outen. Da kann Dir nix "passieren"- also sie wird es ja nicht weiterverraten und Du kannst dich outen, ohne dass es gleich dein "ganzes Leben verändert". Sie wird auch nicht lästern, oder erschrocken sein, oder sonst was- Du brauchst da also keine Angst haben (wahrscheinlich ahnt sie es eh schon 😉
Sicher wirst Du dann merken, dass es garnicht so schlimm ist und es fällt Dir dann bei den nächsten Personen, denen Du es sagst leichter. Deine Psychologin kann Dir dann auch weiterhelfen, WIE du es anderen Leuten am besten sagst.
Wenn Du es dann erstmal ein paar engen Freunden gesagt hast, wird Dir alles viel leichter fallen. Dann kannst Du ja z.B. auch mal zu so einem Jugendtreff hingehen. Nimm einfach ein paar gute Freundinnen mit (Mädels sind da aufgeschlossener), so bist Du nicht allein und kannst mal schauen, ob es Dir dort gefällt.
Ich war auch schon mit schwulen Jungs (die noch neu in der Szene waren und nicht wussten, ob es ihnen gefällt) in Schwulen-Clubs und Schwulenpartys- einfach nur um mal zu schnuppern, wie es da so ist. Meist hatte ich (auch als Mädel)da echt viel Spaß und die Jungs konnten Kontakte knüpfen.🙂
Wenn Du Dich outest, wirst Du auch nach und nach andere Schwule kennenlernen (ganz von alleine!)
Aber wie gesagt: Du kannst Dir Zeit lassen. Überstürze nix!
Viel Glück!
 
@Sevi22

Eigentlich sollte ein Outing nicht komplett das ganze Leben verändern.

Naja, die Einschätzung anderer und das Empfinden ändert sich ja schon maßgeblich... Keine Frau, keine Kinder, meine Eltern werden keine Großeltern. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass sich manche Freunde von mir abwenden würden. Also würde sich das Leben sich damit schon stark verändern 🙁

@Violetta Valerie

Ja, ich werde auf jeden Fall mit ihr darüber reden. Aber mit anderen muss ich wohl früher oder später auch reden und es ihnen sagen.

Wenn Du es dann erstmal ein paar engen Freunden gesagt hast, wird Dir alles viel leichter fallen.

Naja, richtig enge Freunde habe ich garnicht, wenn ich genauer drüber nachdenke... Ich verstehe mich mit fast allen super, aber eher auf kumpelmäßiger Basis und nicht auf Freundschaftlicher. Ich kann mir nicht vorstellen, jemanden davon zu erzählen geschweige denn auf so ein Treffen zu gehen 😵

@all

Solche Treffen wären aber auch nicht so wirklich was für mich... Ich bin auch nicht unbedingt der Mensch, der einfach auf einen anderen zugeht. Ich bin trotzdem kontaktfreudig und schließe schnell mit anderen Freundschaft, aber etwas schüchtern und zurückhaltend bin ich schon. Aber wenn es keine anderen Möglichkeiten groß gibt, muss ich wohl auf so ein Treffen gehen, auch, wenn ich es mir im Moment garnicht vorstellen kann. Vielleicht, wenn ich keinen mitnehme und ich mich überwunden habe, setzte ich mich einfach irgendwo hin und schaue, was passiert...
 
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