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Jugendstrafrecht soll verschärft werden!

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chiron

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Koch und co wollen jetzt die (ihre) konservative Welt durch Erziehungscamps ( sprich Straflager) für Kinder und Jugendliche retten. 96 % der interaktiven n-tv Seher sind dafür! Zum Glück sind das nicht wirklich so viele. Wie das funktionieren soll, zeigt n-tv mit Einblicken in den Alltag der
"Eagle-Akademie" in den USA. Kinder werden am Schlafen gehindert, in Eisbädern gefoltert und müssen ihr Mittagessen in 3 Minuten herunterschlingen.Wer´s nicht schafft, darf Mama nicht anrufen und muss Kleidung tragen, die ihn als Versager weithin sichtbar macht.
Fehlt es uns an denk- und erlebbaren Modellen, die eine Zukunft außerhalb der
Tour de France-Gesellschaft realisierbar erscheinen lassen. Eine Welt, deren Zugang erst durch eine Gehirnwäsche geöffnet wird, kann doch wohl nicht einmal Herr Koch wollen, oder?
 
Einfach mal ein Lösungsvorschlag. In der Zeitung gefunden:

04.01.2008
Gesetz ist, was der Imam sagt

Essen. Auch ohne sein religiöses Gewand ist Imam Halit Pismek eine gefürchtete Autorität. Kaum einer, der nicht zu einem respektvollen Gruß ansetzt, selbst wenn der 34-jährige Türke in Jeans und Winterjacke durch die Straßen von Essen-Katernberg schlendert. „Was er sagt, hat Gesetzescharakter“, sagt Herbert Czarnyan, Jugendkontaktbeamter der Polizei. In den Problemstadtteilen in Nordrhein-Westfalen setzt die Polizei immer häufiger auf die Autorität des Vorbeters, um die Jugendkriminalität unter Migranten zu senken – mit Erfolg.

Seine Aufgabe sei denkbar einfach, sagt Pismek. „Ich erkläre einfach, dass das, was im deutschen Strafrecht verboten ist, auch den Verboten im Koran entspricht.“ Regelmäßig macht der Imam dazu mit den Beamten in Katernberg Hausbesuche bei auffällig gewordenen Jugendlichen, oder sie bieten Veranstaltungen zum Thema Gewalt oder Jugendkriminalität in der Moschee an. „Die Arbeitslosigkeit ist hoch und vor allem für Ausländer sind die Perspektiven hier nicht gerade groß“, sagt der Imam. „Da kommt mancher Jugendliche schnell auf dumme Gedanken.“

Seit 2004 hat sich die Kooperation von Polizei und Moscheegemeinden in allen Kreispolizeibehörden des Landes etabliert. Bislang jedoch eher auf lockerer Basis, erklärt Thomas Kufen, Integrationsbeauftragter der Landesregierung. Eine stärkere Institutionalisierung soll in diesem Jahr folgen. „Derzeit hängt die Qualität der Kooperation noch stark von dem Engagement der lokal handelnden Personen ab.“

In Essen-Katernberg, wo jeder zweite Bewohner unter 21 Jahren einen Migrationshintergrund hat, kann sich der Erfolg sehen lassen. Noch bis vor fünf Jahren habe die Polizei hier 30 bis 40 jugendliche Mehrfachtäter im Jahr registriert, über die Hälfte davon ausländischer Herkunft. „Heute sind es gerade mal fünf, und nur einer ist dabei, der nichtdeutsche Wurzeln hat“, sagt der Jugendkontaktbeamte Czarnyan.

Der Grund dafür liegt Czarnyan zufolge auf der Hand: Viele Muslime hörten eher auf den Imam als auf deutsche Beamte. Sei erst einmal klar, dass das Kind etwas Schlimmes angestellt habe, könne über die Familien viel erreicht werden. „Ich predige Erziehung und Bildung – die Schlüssel für ein friedliches Miteinander“, erklärt auch Imam Pismek.

Auf ihre Grenzen stößt die Netzwerkarbeit jedoch bei jugendlichen Schwerstkriminellen. „Da kommen wir auch über die Familie oder mit guten Worten nicht mehr weiter“, sagt Czarnyan. Ziel ihrer Arbeit sei daher, gerade das Abrutschen in solche kriminellen Karrieren zu verhindern.

Quelle: Frankfurter Neue Presse Online
 
Koch und co wollen jetzt die (ihre) konservative Welt durch Erziehungscamps ( sprich Straflager) für Kinder und Jugendliche retten. 96 % der interaktiven n-tv Seher sind dafür! Zum Glück sind das nicht wirklich so viele. Wie das funktionieren soll, zeigt n-tv mit Einblicken in den Alltag der
"Eagle-Akademie" in den USA. Kinder werden am Schlafen gehindert, in Eisbädern gefoltert und müssen ihr Mittagessen in 3 Minuten herunterschlingen.Wer´s nicht schafft, darf Mama nicht anrufen und muss Kleidung tragen, die ihn als Versager weithin sichtbar macht.
Fehlt es uns an denk- und erlebbaren Modellen, die eine Zukunft außerhalb der
Tour de France-Gesellschaft realisierbar erscheinen lassen. Eine Welt, deren Zugang erst durch eine Gehirnwäsche geöffnet wird, kann doch wohl nicht einmal Herr Koch wollen, oder?


Das stimmt doch gar nicht. Es geht nicht um Bootcamps nach dem Vorbild in Amerika. Die sind nämlich echt krass und grausam. Und haben noch dazu sehr wenig nachhaltigen Erfolgen. Die meisten Jugendlichen werden direkt danach wieder straffällig.
Es geht um Erziehungscamps. Nach dem Vorbild von "Gut Kragenhof" in Kassel. Natürlich geht es dort streng zu. Aber es geht dort eben nicht um mehr Gewalt, um niedermachen, um Gehirnwäsche oder um Demütigung.
Sondern darum, dass die Jugendlichen so akzeptiert werden, wie sie sind. Dass sie Alternativen zu Gewalt lernen über Sport, Gemeinschaft, und Erlebnispädagogik. Dass sie Disziplin und Konsequenz erfahren, was die meisten in ihrem bisherigen Leben nicht erleben durften.

Ich weiß nicht, inwieweit ein strenger Tagesablauf mit klaren Ritualen und Konsequenzen wirklich hilfreich ist, aber es gibt zumindest in diesem Erziehungscamp wesentlich geringere Rückfallquoten als bei Jugendlichen, die im Knast waren.
Wenn sich dies empirisch belegen lässt (ist es noch nicht), dann finde ich dass eine akzeptable Idee. Es ist doch besser, wenn die Jugendlichen es durch ein (zugegebener Maßen hartes) halbes Jahr schaffen, sich in die Gesellschaft zu integrieren, als das sie alle Jahre wieder im Knast landen.
Und so lange dort eben keine Folter, keine Gehirnwäsche, sondern nur strenge Regeln und jede Menge Arbeit für die Kids (sportlich, keine Kinderarbeit) dabei ist, was ich nicht, was wirklich dagegen spricht.

(außer, dass die Unterbringung im Knast wahrscheinlich billiger ist)
 
Wahrscheinlich meint Herr Koch das es wesentlich vernünftiger ist, in Gefängnisse zu investieren, als vorher in die Familien.
Vernünftig wäre es aber, Herrn Koch zuerst abzuwählen und anschließend selbst in so ein Camp zu stecken. Das würde der BRD voraussichtlich manchen Unfug ersparen.
 
1. Boot Camps wird es in Deutschland nie geben. Verstößt gegen das GG.

2. Ich bin für eine sinnvolle Verschärfung des Jugendstrafrechts.
Nicht weil ich konservativ bin - das bin ich nicht. Auch nicht weil ich glaube, dass die bestehenden Gesetze unzureichend sind - die bestehenden Gesetze reichen.
Sondern weil die bestehenden Gesetze keine Anwendung finden.
Weil viele Richter sich vom netten Aussehen der Jugendlichen beeinflussen lassen und sich mit einem Lippenbekenntnis wie: "Das mache ich bestimmt nie wieder" zufrieden geben.

3. Finde ich die Sache mit dem Imam eine absolute Frechheit!
Das wir es akzeptieren, dass wir jetzt einen Imam zur Durchsetzung der Gesetze brauchen. Sollte das denn nicht selbstverständlich sein, dass man sich an sie hält?
 
Zuletzt bearbeitet:
Sag mir was Du nimmst, Dr.House.
Du hälst Gesetze für ausreichend, bist aber für eine Verschärfung....
Die bestehenden Gesetze finden Anwendung - welche denn sonst?
Und wenn Du Richterschelte betreiben willst mußt Du selbstverständlich die Gesetze verschärfen. Und zwar in dem der untere "Boden" angehoben werden müsste. Und woher willst Du wissen, warum sich Richter vom Aussehen Jugendlicher beeindrucken lassen? ( ich weiß alle Folgen Liebling Kreuzberg gesehen, ha ha )
 
Ich hab doch gesagt wofür ich bin.

Die Gesetze sind meiner Meinung nach auch ausreichend. Aber sie finden oft keine Anwendung. Die Richter bleiben oft unter dem, was das Gesetz eigentlich hergeben würde. Daher müssen wir Mindeststafen erhöhen, damit wir auf ein Mittelmaß kommen.

Wir hatten einen Richter in unserer Stadt, der war überall bekannt für seine Milde. Jugendlich hatten keine Angst, wenn sie vor ihm auf der Anklagebank saßen. Selbst bei Wiederholungstätern - und ich kenne ein paar von diesen Tätern - gab es oft immer nur Bewährungsstrafen, Sozialstunden, Anti Aggressionskurse usw.
 
Ach, der Koch hat doch Ende des Monats seine (Ab-?) Wahl, und dann ist wieder Ruhe im Schacht. Wetten dass ??

Und der Münchner Rentner wird das nächste Mal nicht mehr so eine große Lippe riskieren .Wetten dass ??

Wir sind in Deutschland auf einigen Gebieten sooooo liberal, dass wir die Schmerzgrenze, die wir dabei überschreiben, gar nicht mehr bemerken.

chio
 
Genau, Dr.House hat widersprüchliches Zeug geschrieben.

Spaß beiseite: Es kommt aber nicht auf die Höhe der Strafen an, oder ob sich Richter dran halten. Es kommt drauf an, ob sich jugendliche Täter vom Strafmaß abschrecken lassen. Und das glaube ich nun eben nicht.
( Und Koch glaubt das auch nicht ) Denn anders als wir normal Kriminellen, die sehr genau zwischen Einsatz, Gewinn und Strafe abwägen können - kann das ein Jugendlicher nicht. Beim prügeln spielt immer Haß eine Rolle, und der macht blind für Gesetzbücher.
Aber wie gesagt: Der gute Koch sucht seine letzte Chance - denn als gescheiterter Ministerpräsident wird er bundespolitisch auch kene Möglichkeit mehr haben. Was Frau Merkel nur recht sein kann - die Gegner für die nächste Kanzlerschaftskanditatur schalten sich selbst aus.
 
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