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Jobwechsel erschwert durch Kündigungsfrist

Lukram

Mitglied
Halle alle zusammen,

ich melde mich nach einiger Zeit mal wieder zu einem Problem, was mich gerade ratlos zurücklässt.

Ich überlege schon seit einer Weile den Job zu wechseln, da mich gar nicht mit meiner momentanen Stelle indentifiziere und auch Karrieretechnisch ein Dead-End dort erreicht habe.

Ich bewerbe mich auch regelmäßig und hatte schon eine kleine Anzahl Vorstellungsgespräche, die auch immer gefühlt sehr gut liefen... bis zu einem gewissen Punkt.

Wenn man mich nämlich fragt, wann ich denn anfangen könne, erwähne ich meine Kündigungsfrist von 3 Monaten und da rutscht dann das Lächeln meiner Gesprächspartner merklich ab, die Stimmung kippt und kurz darauf werde ich vor die Tür gesetzt.

All diese Firmen wollen nämlich so ziemlich sofort die Stelle besetzen und nicht 3 Monate warten. Da wählt man also jemand anderen. Verständlich.

Meine Kündigungsfrist ist fest im Vertrag und einige haben gemeint, dass ich deswegen einen Aufhebungsvertrag probieren könnte, wenn ich eine Zusage bekomme. Ich weiß aber, dass mein Arbeitgeber da nicht zustimmen wird. Eine Kollegin wollte auch wegen Jobwechsel schneller raus, aber mein Arbeitgeber hat "Nö" gesagt. In einem Teammeeting hat sie dann frustriert gemeint, dass sie beinahe unter Tränen gebettet hat, aber da rührte sich nichts bei der Geschäftsführung und sie konnte ihre neue Stelle nicht antreten.

Bei mir ist es noch schlimmer, da es eigentlich keinen gibt, der mich ersetzen könnte. Die Firma wird also sicherlich die 3 Monate voll ausnutzen, um jemand neuen zu finden, den ich dann noch anlernen kann.

Mein Vater schlug vor, dass ich einfach kündigen und hoffen soll in 3 Monaten was zu finden, aber bei der momentanen wirtschaftlichen Lage/Aussicht will ich das nicht riskieren. Ich habe lieber meinen jetzigen Job als gar keinen Job.

Ich suche auch natürlich nach Stellen, die erst in 6 Monaten besetzt werden müssen, aber da gibt es nichts. Da steht immer nur "zum nächstmöglichen Zeitpunkt".

Es ist ein Catch-22, wo die Kündigungsfrist wie ein Klotz an meinem Bein hängt.

Habt ihr Tipps? Hattet ihr schonmal das Problem? Wie löst sich dieses Dilemma?
 
Nur so eine Idee: Hast du noch Urlaub über? Ist es rechtlich erlaubt, diesen Urlaub am Ende der Anstellung zu nehmen und in diesem Urlaub dann schon für den neuen Arbeitgeber zu arbeiten? Kann dir vl. ein Arbeitsanwalt etwas zu sagen.

Nomalerweise löst sich halt dieses Dilemma, da kein Chef einen unmotivierten Mitarbeiter will und daher normalerweise ein Aufhebungsvertrag möglich ist; blöd, wenn das bei dir nichtg geht.
 
Hallo,
im Normalfall wissen potenzielle Arbeitgeber, dass sie mit längeren Kündigungsfristen rechnen müssen, wenn sie gute Mitarbeiter haben wollen. Sollte also nicht das große Problem sein, zumal es bei Dir "nur" 3 Monate sind. Klar wäre ein sofortiger Eintritt den neuen AGs lieber, aber das ist eben nur selten realisierbar. Lass Dich nicht ermutigen und versuch es weiter.

Nur so eine Idee: Hast du noch Urlaub über? Ist es rechtlich erlaubt, diesen Urlaub am Ende der Anstellung zu nehmen und in diesem Urlaub dann schon für den neuen Arbeitgeber zu arbeiten? Kann dir vl. ein Arbeitsanwalt etwas zu sagen.
Nomalerweise löst sich halt dieses Dilemma, da kein Chef einen unmotivierten Mitarbeiter will und daher normalerweise ein Aufhebungsvertrag möglich ist; blöd, wenn das bei dir nichtg geht.
Während dem Urlaub schon für einen anderen AG arbeiten dürfte m.E. nicht erlaubt sein, da Urlaub ja auch bezahlt wird. Heißt, man ist noch beim alten AG angestellt.
Versuchen würde ich es mit dem Aufhebungsvertrag auf alle Fälle. Sehr wahrscheinlich würde Dein bisheriger AG nicht darauf eingehen von 100% auf 0 zu gehen, aber vielleicht kannst Du eine verkürzte Kündigungsfrist raushandeln.
 
Was ist denn, wenn du jetzt deine Arbeit einfach nicht mehr erledigst?
Kündigen sie dir dann ggf "mit sofortiger Wirkung aus triftigem Grund?"
 
Was ist denn, wenn du jetzt deine Arbeit einfach nicht mehr erledigst?
Kündigen sie dir dann ggf "mit sofortiger Wirkung aus triftigem Grund?"
Das ist jetzt aber kein ernst gemeinter Rat, oder? Wie kann man sich das dann beim Bewerbungsgespräch vorstellen?
Personaler: Wann können Sie anfangen?
Bewerber: Eigentlich in 3 Monaten. Aber ich mach jetzt einfach meine Arbeit nicht mehr und hoffe, dass man mir kündigt. Dann kann ich sofort anfangen....
Echt eine klasse Idee.... Abgesehen davon hat man ja auch ein gewisses Verantwortungsgefühl. So bin ich zumindest erzogen worden.
 
Nur so eine Idee: Hast du noch Urlaub über? Ist es rechtlich erlaubt, diesen Urlaub am Ende der Anstellung zu nehmen und in diesem Urlaub dann schon für den neuen Arbeitgeber zu arbeiten? Kann dir vl. ein Arbeitsanwalt etwas zu sagen.

Was #ChrisR76 gesagt hat. Ist leider nicht so einfach.

im Normalfall wissen potenzielle Arbeitgeber, dass sie mit längeren Kündigungsfristen rechnen müssen, wenn sie gute Mitarbeiter haben wollen. Sollte also nicht das große Problem sein, zumal es bei Dir "nur" 3 Monate sind. Klar wäre ein sofortiger Eintritt den neuen AGs lieber, aber das ist eben nur selten realisierbar. Lass Dich nicht ermutigen und versuch es weiter.

Danke dafür. Ich probiere dann einfach weiter und hoffe, dass es irgendwann klappt.

Was ist denn, wenn du jetzt deine Arbeit einfach nicht mehr erledigst?
Kündigen sie dir dann ggf "mit sofortiger Wirkung aus triftigem Grund?"

Auch hier stimmte ihc #ChrisR76 zu. Will es nicht drauf ankommen lassen und die Projekte, an denen ich nun schon über ein Jahr sitze, will ich auch nicht so in den Sand setzen und bewusst torpedieren.
 
Während dem Urlaub schon für einen anderen AG arbeiten dürfte m.E. nicht erlaubt sein, da Urlaub ja auch bezahlt wird. Heißt, man ist noch beim alten AG angestellt.
Versuchen würde ich es mit dem Aufhebungsvertrag auf alle Fälle. Sehr wahrscheinlich würde Dein bisheriger AG nicht darauf eingehen von 100% auf 0 zu gehen, aber vielleicht kannst Du eine verkürzte Kündigungsfrist raushandeln.

Mein Altraum wäre halt, wenn ich dann hypothetisch für eine Stelle zusage, die in 2 Monaten beginnt und ich dann den Aufhebungsvertrag versuche... aber ohne Erfolg. Dann zieht die neue Firma die Zusage zurück und ich sitze dann noch in meiner momentanen Stelle und nun weiß man, dass ich mich woanders umsehe... was bei meinem Chef immer einige ungemütliche Knöpfe drückt.

Es gibt durchaus viele Vorteile bei meiner momentanen Firma... doch all das geht schnell den Bach runter, wenn man es sich mit der Geschäftsführung verscherzt. Alles schon mitbekommen.
 
Das ist jetzt aber kein ernst gemeinter Rat, oder? Wie kann man sich das dann beim Bewerbungsgespräch vorstellen?
Personaler: Wann können Sie anfangen?
Bewerber: Eigentlich in 3 Monaten. Aber ich mach jetzt einfach meine Arbeit nicht mehr und hoffe, dass man mir kündigt. Dann kann ich sofort anfangen....
Echt eine klasse Idee.... Abgesehen davon hat man ja auch ein gewisses Verantwortungsgefühl. So bin ich zumindest erzogen worden.
Na, man muss das dem Personsler doch nicht auf die Ohren binden! In dem Fall hier geht es doch darum, dass diese Stelle zu der gewechselt werden soll doch schon längst zugesagt werden würde wenn es eben zeitlich hingehen würde.
 
Bist du auch ganz sicher, dass du diese lange Frist hast? Bei meinem Tarifvertrag gilt die lange Frist nur für den Arbeitgeber. Gesetzlich ist die Frist auch kürzer.
 
Was ist denn, wenn du jetzt deine Arbeit einfach nicht mehr erledigst?
Kündigen sie dir dann ggf "mit sofortiger Wirkung aus triftigem Grund?"
Einen größeren Makel kann man sich ja beruflich gar nicht einfangen und der verschwindet auch nicht.
Da steht dann sowas im Arbeitszeugnis wie:
Das Arbeitsverhältnis endete sofort/ungeplant/kurzfristig/vorzeitig/unwiderruflich am XYten
 

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