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Jobhopper Problem

Ich kann z. B. sagen, dass ich sehr traurig und auch überrascht war und nicht damit gerechnet hätte, die Probezeit nicht zu überstehen. Dass ich das nicht nachvollziehen konnte und eigentlich dachte, alle Aufgaben nach bestem Wissen und Gewissen erledigt zu haben. Mit den Kolleg*innen hätte ich mich auch gut verstanden. Auf meine Bitte um Konkretisierung hatte man mir dann keine konkreten Gründe genannt und ich hätte dann auch das Gefühl hatte, weiteres Nachfassen macht keinen Sinn. Für mich ist das auch kein Lügen, sondern vielmehr das Beste aus einer unguten Situation zu machen.
Entschuldige, aber nein, sowas sollte ein Bewerber auch nicht sagen.
Wie ich schon schrieb, kann das gewertet werden als "über frühere AGs und Kollegen herziehen", "das persönliche Versagen beschreiben" u.Ä.
Am besten ist es, wenn einem ein sachlicher Grund einfällt, so wie ich zB oben einen beschrieben habe, und man diesen kurz nennt.
Und wenn sich aus den Unterlagen gar nicht ergibt, dass ihr gekündigt wurde, sollte sie das keinesfalls erwähnen und braucht sich dann auch nicht dafür zu rechtfertigen.
Wenn man sich im Vorstellungsgespräch in die Ecke gedrängt fühlt, kann man auch sagen "Ich bitte um Verständnis, dass ich jetzt nicht über Interna aus einem früheren Arbeitsverhältnis sprechen möchte. Für mich ist das Vergangenheit, ich bin meinen beruflichen Weg weitergegangen, und bin jetzt hier, weil ich sehr gerne für Ihr Unternehmen arbeiten würde."
Dann wirkt man gleichzeitig loyal und souverän.
 
Am Ende hat man dann die Anforderungen nicht erfüllt und ist darüber hinaus nicht kritikfähig und streitsüchtig.

Wenn jemand eine Aussage nicht nachvollziehen kann, heißt das für mich nicht, dass er nicht kritikfähig und erst recht nicht, dass er streitsüchtig ist. Er hat lediglich eine andere Meinung - oder nimmst du etwa Kritik von anderen als die einzig wahre Wahrheit an?
 
Ab einem gewissen Punkt wird das ständige Wechseln aber tatsächlich kritisch. Im Moment profitiert ihr von einem günstigen Arbeitsmarkt; je nach Fachrichtung vom Fachkräftemangel - aber ab einem gewissen Punkt überlegen sich selbst suchende Arbeitgeber, ob sie solch einen Jobhopper in die Firma holen oder ob der damit verbundene Aufwand nicht doch größer ist als eine Stelle unbesetzt zu lassen oder einen vermeintilch zuverlässigeren Bewerber zu nehmen.

Je nach Job, für den man sich bewirbt, sind die Dauerwechsler dann überigens auch die Kandidaten, die stöhnen, sie hätten zig Bewerbungen geschrieben und würden noch nicht einmal zum Gespräch eingeladen.

Den Eindruck macht mit die TE allerdings nicht und ich vermute eine Entwicklung wie auch schon von HeartAttack beschrieben.

Da hast du natürlich recht. Ich bin noch jung, habe entsprechende Qualifikationen und bin erst seit 3 Jahren im Berufsleben. Bei Nr. 4 werde ich länger bleiben, da unbefristet und mehr Geld für mich bedeutet. Wahllos wechseln ist dauerhaft auch kontraproduktiv. Aber die Gründe für den TE finde ich gut vertretbar.
 
Entschuldige, aber nein, sowas sollte ein Bewerber auch nicht sagen.
Wie ich schon schrieb, kann das gewertet werden als "über frühere AGs und Kollegen herziehen", "das persönliche Versagen beschreiben" u.Ä.
Das sehe ich anders und es passt zu meinem letzten Post, in dem ich MisterEko zitiere.
Ich mache niemanden schlecht, wenn ich sage, dass ich den Grund für eine Kündigung nicht nachvollziehen konnte, mich mit den Kollegen gut verstanden habe. Die ET sagte auch nur, sie habe sich nicht mehr wohl gefühlt - es wäre mal interessant zu wissen, was ihr vorgeworfen wurde.

Und wenn sich aus den Unterlagen gar nicht ergibt, dass ihr gekündigt wurde, sollte sie das keinesfalls erwähnen und braucht sich dann auch nicht dafür zu rechtfertigen.
👍
Wenn man sich im Vorstellungsgespräch in die Ecke gedrängt fühlt, kann man auch sagen "Ich bitte um Verständnis, dass ich jetzt nicht über Interna aus einem früheren Arbeitsverhältnis sprechen möchte. Für mich ist das Vergangenheit, ich bin meinen beruflichen Weg weitergegangen, und bin jetzt hier, weil ich sehr gerne für Ihr Unternehmen arbeiten würde."
Dann wirkt man gleichzeitig loyal und souverän.

Das kann man versuchen. Ob der potenzielle neue AG die von dir beschriebene Wirkung tatsächlich so bewertet, ist dann aber nochmal eine andere Sache. M. E. sollte man lieber eine kleine Notlüge parat haben als dass man Nachbohren nicht aushält. Das ist aber individuell tatsächlich verschieden und auch gut so.
 
Sehe da kein Problem. Würde auch sagen, dass du einen Teilzeitstelle hast, du aber eine Vollzeitstelle suchst.
So wie du es erklärst, erklärt sich doch der Wechsel. Und wenn du jetzt umziehst ist die Fahrzeit auch ein wichtiger Punkt. Gerade bei einer Teilzeitstelle.
 
Ich mache niemanden schlecht, wenn ich sage, dass ich den Grund für eine Kündigung nicht nachvollziehen konnte, mich mit den Kollegen gut verstanden habe.
Ich hatte mich auf diese gesamte Passage bezogen:
Ich kann z. B. sagen, dass ich sehr traurig und auch überrascht war und nicht damit gerechnet hätte, die Probezeit nicht zu überstehen. Dass ich das nicht nachvollziehen konnte und eigentlich dachte, alle Aufgaben nach bestem Wissen und Gewissen erledigt zu haben. Mit den Kolleg*innen hätte ich mich auch gut verstanden. Auf meine Bitte um Konkretisierung hatte man mir dann keine konkreten Gründe genannt und ich hätte dann auch das Gefühl hatte, weiteres Nachfassen macht keinen Sinn. Für mich ist das auch kein Lügen, sondern vielmehr das Beste aus einer unguten Situation zu machen.
Sowas finde ich für ein Vorstellungsgespräch viel zu detailliert, persönlich und emotional.
M. E. sollte man lieber eine kleine Notlüge parat haben als dass man Nachbohren nicht aushält.
Sehe ich auch so. Aber nur dann wenn man die (Not)lüge auch souverän über die Lippen bringt. Das bringt nicht jeder fertig, und dem würde ich dann lieber etwas Harmloses Wahres empfehlen.
 
Du hast für den aktuellen Wechsel mehr als ausreichende Gründe, außerdem ist in deinem Bereich so viel Mangel, da wird keiner bei einer sehr guten Qualifikation großartig Fragen stellen.
 
Also ich finde 3 Jobs innerhalb von 2 Jahren jetzt nicht so schlimm bzw. würde es nicht als Jobhopper bezeichnen. Wie bereits einige schon geschrieben haben kannst du einfach direkt sagen das du umgezogen bist und was in der nähe suchst. Ich hab nach meiner Ausbildung auch die ersten Jahre recht häufig den Arbeitgeber gewechselt, bevor ich dann was gefunden hatte, was mir gefällt. Von Mitte 2010 bis Ende 2015 also etwa innerhalb von 4,5 Jahren hatte ich auch 4 Jobwechsel und zwar Schulbegleiter, Springer in einer Kita, Tagesvater und U3-Spielgruppe. Das waren allerdings alles Jobs mit geringer Bezahlung und auch immer nur Teilzeit. Von Ende 2015 bis 2022 habe ich dann das erste mal etwas über 6 Jahre beim gleichen Arbeitgeber gearbeitet. Selbst da hab ich dann letzten Endes nochmal gekündigt und die Kita gewechselt weil das Arbeitsklima immer schlechter wurde. Naja wie du siehst bekommt man auch ohne weiteres ein Job obwohl man davor schon viele Arbeitsstellen hatte. Einfach sagen woran es lag und ehrlich bleiben.
 
Hallo, erst mal vielen Dank für die zahlreichen Antworten und sorry für meine verspätete Rückmeldung.

Der anstehende Umzug ergab sich dadurch, dass mein Freund und ich gerne aus der Stadt raus und gleichzeitig näher bei seiner Familie wohnen möchten. Es hat sich kurzfristig ergeben, dass wir so schnell eine Wohnung in der Gegend gefunden haben und darauf freuen wir uns total und möchten dort langfristig bleiben.

Also nach meiner Ausbildung hätte man mich gerne übernommen, allerdings hat mir die Fachrichtung und das Umfeld der Praxis von Anfang an nicht gefallen und ich habe es dort durchgezogen, damit ich eine Ausbildung habe und danach habe ich in die Neurologie/Psychiatrie gewechselt, was mir viel mehr zugesagt hat. Nach fast einem Jahr wollte ich dann im Krankenhaus arbeiten, vor allem aufgrund von besserer Bezahlung und generell bessere Rahmenbedingungen.

Dann habe ich im Krankenhaus angefangen und damit kommen wir zu dem Thema weshalb ich dort nach der Probezeit nicht übernommen wurde (Achtung es wird lang):

Ich habe dort als Empfangskraft/Sekretärin in der Endoskopie gearbeitet. Die Stelle wurde von denen das erste mal ausgeschrieben für MFA's. Vorher hat das die Teamleitung übernommen. Ich war alleine zuständig für den rein verwalterischen Bereich mit Akten, Telefonaten, Terminmanagement usw. also als zentrale Kontaktstelle und die anderen Kollegen konnten sich dann auf die Untersuchungen mit den Patienten konzentrieren. Anfangs hat es mir super gefallen, die Kollegen und Ärzte waren sehr nett, es war entspannt. Dann hat es angefangen, dass ich mich nachmittags alleine ab 13 Uhr um vorstationäre Patienten kümmern musste, die für das Aufklärungsgespräch mit dem Arzt da waren.

Also Aktenvorbereitung, Blutentnahme, Abstriche, Sonografie Vorbereitung usw. und manchmal waren es 5 Patienten, die auf einmal kamen und auf ihrTermin gewartet haben. Irgendwann wurde es sehr stressig für mich und man hat mir kaum dabei geholfen wenn die anderen Kollegen mal Zeit hatten. Zusätzlich hatte ich manchmal noch private Sprechstunde vorzubereiten, also hatte ich durchaus auch mal 7 Patienten an einem Nachmittag.

Nach der Hälfte der Probezeit hatte ich ein Gespräch mit meinem Teamleiter und ich habe viele Kritikpunkte gesagt bekommen:

- Ich sollte mich bei den Patienten mehr durchsetzen, wenn sie anfangen zu diskutieren oder viele Fragen stellen, ich solle nicht lange mit den Patienten sprechen, da sonst Zeit verloren geht

- Ich sollte mir mehr medizinisches Fachwissen aneignen, um Fragen der Patienten beantworten zu können, um zu wissen, welche Untersuchungen stationär oder ambulant gemacht werden müssen, wie bestimmte Untersuchungen und die Patienten vorbereitet werden müssen und auch um Ärzten nützliche Infos geben zu können und Antworten parat zu haben, wenn ich gefragt werde.

- Ich sollte Detektivin spielen und bei den Krankenpflegern hinterfragen, wenn z.B. eine Untersuchung beim Patienten nicht gemacht werden kann, um mir anhören zu können, dass ich selber beim Arzt nachfragen soll

- Ich sollte mir mehr Notizen machen, mehr aufpassen, damit ich mir die Tipps von den Kollegen merken kann und wenn ein Arzt ein Fehler im System macht, also z.B. Abrechnungsfehler, dass ich das sehen und korrigieren muss.

- Dem Teamleiter sei aufgefallen, dass ich bei den Kollegen manchmal zu patzig reagierte, wenn es was zu diskutieren gab (kann sein, dass ich manchmal patzig war aber mir wurde auch oft zu Unrecht etwas vorgeworfen und ich lasse mir das nicht unterstellen)

- Ich hätte nicht konzentriert genug gewirkt, ich sollte mehr bei Untersuchungen dabei sein, um das medizinische Verständnis zu erlangen. Das habe ich auch sehr gerne gemacht aber gleichzeitig musste ich auch ans Telefon gehen, wenn es geklingelt hat und die Ärzte sehen das verständlicherweise nicht gerne, wenn man bei einer Untersuchung zusieht und dabei immer wieder raus und rein geht, um zu telefonieren. Das habe ich auch angesprochen aber dann wurde mir vom Teamleiter gesagt, dass ich mir dann einen Kollegen suchen muss, der für mich das Telefon übernimmt.

- Wenn es mal nichts zu tun gab, sollte ich den Kollegen beim aufräumen helfen bzw. fragen ob man helfen kann (aber wenn ich Hilfe brauchte war es egal). Ich sollte mehr Eigeninitiative zeigen, engagierter sein, bei Lungenfunktionstests unterstützen und bestimmte Punktionen vorbereiten und assistieren. Da die Chefin keine Fortschritte bei mir gesehen hat, dass mir die Kündigung droht wenn es so weitergeht.

Ich habe das alles auf mich wirken lassen und ich sah auch ein paar Dinge ein, die ich hätte verbessern sollen aber man hat letztendlich einfach viel zu viel von mir verlangt und manchmal habe ich mich gefragt, ob sie die richtige Stelle ausgeschrieben haben, da vieles einfach nicht zu meinen Aufgaben gehörte. Dann hatte ich am Ende der Probezeit das Gespräch, dass wir uns leider trennen müssen, da ich mich in den genannten Punkten leider nicht verbessert habe und ich habe es so hingenommen. Laut denen habe ich super gut ins Team gepasst menschlich aber fachlich war es nicht das Richtige für mich. Ich habe mich wie gesagt aufgrund des ganzen Stresses sowieso nicht mehr wohl gefühlt. Es war für mich das erstel Mal, dass ich so kritisiert wurde in meinem Berufsleben als MFA.

Davor war ich bei meinen alten Arbeitgebern immer beliebt, so wie aktuell auch und habe viel Lob erhalten. Nur im Krankenhaus war es ein kompletter Reinfall. Daher habe ich auch Angst, mich in anderen Krankenhäusern bei ähnlichen Stellen zu bewerben, dass es wieder so wird. Es muss ja nicht zwingend Krankenhaus sein aber ich möchte ja für mich alles offen halten.
 

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