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Job wechseln oder nicht?

Cinne

Aktives Mitglied
Hallo,
ich bin seit 13 Jahren in einer Fa. tätig (inkl. Ausbildung). Seit fast 9 Jahren sitze ich auf einer Stelle. Glücklich war ich nie, einfach nur einen Workflow am PC zu bedienen, ist nichts anspruchsvolles und pure Routine. Ich habe festgestellt, das ich gerne Dinge lerne, neues lerne, immer wieder Herausforderungen benötige, sowie Abwechslung und Verantwortung. Eigentlich sprühe ich nurso vor Energie und Motivation und bin nicht zu bremsen, aber diese Seiten sind nicht mehr vorhanden an mir... Dazu kommt, das mich meine Chefin richtig ausbremst, für sie bin ich eine Auszubildene und der kann man nichts zutrauen. Meine Kollegin ist seit 20 Jahren auf der Stelle und hat total resigniert und ist total unsicher in allem und macht am laufenden Band flüchtigkeitsfehler.

Ich verstehe mich aber super mit allen Kollegen und es ist ein toller Zusammenhalt.

Im Frühjahr wollte ich einen Schlussstrich ziehen, weil nichts mehr ging bei mir, ich hatte ein Angebot, aber schlechtere Konditionen, wie jetzt. Letztenendes wurde mir bei meinem AG angeboten, andere Tätigkeiten zu übernehmen, jedoch einen Teil meiner jetzigen Tätigkeiten weiter zu behalten, da man die Stelle nicht einfach streichen könne, bzw. es keine andere Stelle für mich gibt. Immer wieder wurde mir gesagt, dass es weiter geht und sie nicht wollen, ich denke ich gehe unter, bzw. gehe "verloren". Da habe ich mich auch sehr gefreut. (meine chefin möchte aber nicht, dass ich "weggehe" (bleibe ja im team) und andere Aufgaben übernehme, weiß aber sehr wohl, dass sie das nicht entscheidet)

Vor ca. 4 Wochen wollten sie für mich die ganzen Berechtigungen beantragen...

Immer ist wieder jemand im Urlaub oder nicht, zum Jahresende kommt der Jahresabschluss, d.h. Stressigste Zeit des Jahres.

Bisher ist nichts passiert, ab und zu bekomme ich mal was, aber Herausforderungen sind es keine für mich.

Nun habe ich erneut ein Jobangebot (nicht aktiv beworben) für eine Stelle, die mich weiter bringt. Bessere Konditionen, aber noch keine genaue Aufgabenzuteilung, soll erst nach und nach entschieden werden, was mir mehr liegt. Ist aber eine kleinere Fa, aber gute Branche. und weiterer Weg.

Ich hätte meinem aktuellen AG ein wahnsinnig schlechtes Gewissen, wenn ich gehen würde, weil sie ja schon viel planen. Ich weiß aber auch nicht, ob ich hier jemals das an Verantwortung/Herausforderung bekomme, was mich glücklich machen würde.

Was ratet ihr mir? Gute Argumentationen?
 
Sprich mit Deinem aktuellen Arbeitgeber.

Erkläre ihm offen, dass Du ein aktuelles und gutes Angebot vorliegen hast und erkläre ihm, dass Du Dich jetzt entscheiden musst und daher auch wissen musst wie Deine aktuelle Firma gedenkt weiter zu verfahren.

Wenn sie Dir irgendwas versprechen, dann fordere eine schriftliche Bestätigung mit einer Terminierung bis wann sie gedenken Dir weitere Aufgaben zuzuweisen.

Mal sehen, was passiert.
 
achso und noch hin zu kommen bei meinem AG deutschlandweite umstrikturierungen bzw. zentralisierungen, sodass auch gar nicht feststeht, wie das gebiet in den nächsten jahren aufgestellt sein wird... evtl. wird auch personal eingespart.
 
achso und noch hin zu kommen bei meinem AG deutschlandweite umstrikturierungen bzw. zentralisierungen, sodass auch gar nicht feststeht, wie das gebiet in den nächsten jahren aufgestellt sein wird... evtl. wird auch personal eingespart.

Wenn Du lange genug dabei bist, wirst Du die letzte sein, die gehen muss. Das ist zu teuer wegen der Abfindung.

Aber ich würde trotzdem mit dem Chef sprechen und auf klare Vorgaben und Ziele bestehen.
 
ich bin aber die "neuste" im Team und unspezifische aufgaben.

Naja gehen nicht, aber ich möchte nicht in einen anderen Bereich, wo ich dann z.b. Teamassistenz bin.
 
Wir Frauen immer mit unserem schlechten Gewissen. Ich würde gehen, um auch mal was anderes kennen zu lernen. Sieht auch besser im Lebenslauf aus und du erhöhst nochmal ungemein deinen Marktwert.
 
Hast du denn eine Idee wie ich das angehe? Sonst lass ich mich bequatschen :/

Ich sage halt dass ich nicht weiß ob ich jemals die Verantwortung und Herausforderung bekomme, dass ich wieder glücklich bin. Und dass durch diese Umstrukturierung ja auch nicht gesagt ist, dass ich da bleibe...
 
Hast du denn eine Idee wie ich das angehe? Sonst lass ich mich bequatschen :/

Ich sage halt dass ich nicht weiß ob ich jemals die Verantwortung und Herausforderung bekomme, dass ich wieder glücklich bin. Und dass durch diese Umstrukturierung ja auch nicht gesagt ist, dass ich da bleibe...

Du bist viel zu zaghaft und unentschlossen. So kommst Du nicht zum Punkt . Sorry.

Ich würde hingehen und denen einfach erzählen, dass ich was in der Hinterhand habe und jetzt klipp und klar wissen möchte wohin die Reise geht und wann und zu welchem Preis und dass ich das auch schriftlich zugesichert haben möchte.

Punkt.

Du hast doch keinen Grund mehr zurückhaltend zu sein. Du hast doch was anderes als Alternative.

Entweder sie bieten Dir eine bessere Aussicht als der neue Arbeitgeber oder halt nicht. Dann kannst Du ja gehen.

Aber sie müssen mal Butter bei die Fische tun.

Die sind jetzt am Zug was dazu beizutragen, Dich in der Firma zu halten.
 

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