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Job crafting

Hallo Shorn,

schau mal hier: Job crafting. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Freu dich doch über größtmöglichen Handlungsspielraum,
Der ist eher theoretisch, sofern Ressourcen benötigt werden, die außerhalb meines Verantwortungsbereichs liegen. In der derzeitigen Organisationsstruktur (die angeblich geändert werden soll, was aber nicht passiert) berichten nur drei Sachbearbeiter an mich, deren Beitrag zu irgendeinem komplexen Thema sehr gering wäre und die mit ihren normalen Aufgaben bereits gut ausgelastet sind.
Ich meine, mich zu erinnern, dass bei dir Tiere im Spiel sind.
Nee. Höchstens Wollmäuse.
Wie wäre es, wenn du selber eines Tages der Vorgesetzte wärst? Dann wärst du selbst der Entscheider...
Dann wüsste ich, an welchen Stellen ich meinen Einfluss nutzen würde. Und ich wüsste, wie ich die Kompetenzen meiner Mitarbeiter sinnvoll einsetze. Leider tun das die wenigsten Vorgesetzten.


Chef wird man nicht einfach so, da muss man besrtimmte Dinge einfach drauf haben, sonst könnte es jeder.
Das ist richtig. In meiner Firma muss man nur gut reden können. Fachkenntnisse braucht man keine. Man kann sogar Finanzvorstand werden, ohne “Umsatz” und “Zahlungseingang” sauber voneinander abgrenzen zu können.
 
n. Die genannten Vorzüge klingen schon nicht unerheblich und denk daran, dass das Gras auf der anderen Seite des Zaunes zwar grüner ausehen mag, es aber nicht zwingend ist
Das ist der Punkt. Nachdem sich dir Industrie immer mehr aus Deutschland zurückzieht, gibt es auch immer weniger interessante und in Frage kommende Arbeitsplätze. Den Lebenslauf habe ich neulich mal auf Vordermann gebracht, aber bisher habe ich noch keine Stelle gefunden, die so passend lang, dass ich mich aus der aktuellen Situation heraus ernsthaft bewerben würde.
 
Was meinst du denn damit? Kannst du ein Beispiel nennen?
Die meisten Themen sind Team- oder abteilungsübergreifend. D.h., um daran zu arbeiten, müsste ich die Arbeitszeit von Mitarbeitern in Anspruch nehmen, die nicht in meinem Team arbeiten. Dazu wäre es notwendig, dass eine Obrigkeit das Thema für sinnvoll hält. Ja nachdem, was es ist, müssen sich zwei oder mehr Obrigkeiten einig sein, dass das Thema sinnvoll ist.
Eine Obrigkeit, die keine Ahnung von der Sache hat, kann sowas erfahrungsgemäß schlecht vertreten.
 
Ich finde die Idee nicht so verkehrt, die Zeit zu nutzen, um dich für den nächsten Karrieresprung zu qualifizieren. Gibts bei Euch sowas wie eine Schulungs-/Coachingprogramm für zukünftige Führungskräfte? Das ist in größeren Konzernen oft üblich.

Erstmal würde ich alles daransetzen, einen möglichst guten Draht zu dem neuen Vorgesetzten zu knüpfen und von ihm oder dem nächsthöheren Vorgesetzten herausgefordert und gefördert zu werden.

Wenn Du Bock auf qualitativ hochwertige Projektarbeit hast, dann finde raus, welche Projekte in eurem Unternehmen mittelfristig anstehen und bringe Dich gezielt bei den Entscheidern ins Spiel. Dabei würde ich nicht unbedingt auf Dein aktuelles begrenztes Aufgabenfeld schauen, sondern eher auf interessante fach- und abteilungsübergreifende Projekte. Dazu ist netzwerken nötig, Austausch mit vielen Leuten, bißchen Selbstdarstellung etc. und dann kommt man oft an echt interessante Aufgaben. Ich bin zum Beispiel gerade in einer Arbeitsgruppe, wo es darum geht, Prozesse/Kommunikation mit anderen Mitstreitern auf dem Markt zu verbessern und gemeinsame Kooperationen zu entwickeln. Hat mit meinem eigentlichen Arbeitsgebiet nicht so viel zu tun, aber macht mega Spaß.
 
Erstmal würde ich alles daransetzen, einen möglichst guten Draht zu dem neuen Vorgesetzten zu knüpfen und von ihm oder dem nächsthöheren Vorgesetzten herausgefordert und gefördert zu werden.
Der “nächsthöhere” (und damit in meiner Funktion auch der höchstrangige) Vorgetzte ist mein ehemaliger Dummschwätzer-Chef, und der fördert nichts und niemanden, da er zB gar nicht weiß, was die Leute in seinem Bereich überhaupt konkret machen.
Und vom zukünftigen direkten Vorgesetzten werde ich diesbezüglich auch kaum mehr erwarten können.

In diversen Arbeitsgruppen bin ich schon drin. Eine Davon hat zum Beispiel die Aufgabe, dem obersten Vorgesetzten ein Konzept zu erklären, das er selbst mit “bestellt” hat, dessen Umsetzung 2 Jahre gedauert hat, und das er nun nicht versteht….
Ich würde lieber mit den Dingen loslegen, die mir als zukünftige Aufgaben in Aussicht gestellt wurden. Das scheitert aber an IT Ressourcen und anderen Faktoren außerhalb meines Einflussbereichs.
 

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