Danke für Deine Offenheit, ich denke im Gegensatz zu einigen anderen Schreibern auch eher so wie Du , es ist durchaus denkbar Du klärst über die wirklichen Zustände auf und dann gehen die Probleme erst mal richtig los.
Deshalb hab ich ja gesagt suche das anonyme Gespräch mit einer kompetenten Person, es gibt viele Hilfsorganisationen, die sich auf häusliche Gewalt im Elternhaus spezialisiert haben das Angebot für Kinder und Jugendliche ist da gar nicht so eingeschränkt.
In Deutschland ist eine gewaltfreie Erziehung richtig, Kinder zu schlagen halte ich für falsch , Kindern alles durchgehen zu lassen genauso, denn so haben die keinen Schutz.
Die Kontroverse ergibt sich oft aus der Tatsache, der jugendliche Mensch reift und wird damit selbstständiger, seine Sicht ändert sich ,er erfährt mehr und kann unter Umständen Dynamiken erkennen, die er 3 oder 5 Jahre vorher, so gar nicht gesehen hat.
Da Du ja schon mehrere Jahre diese Probleme hast und geschrieben hast , es ging so mit 9 los, das war also im dritten Schuljahr - oder bist Du schon mit 9 auf ein Gymnasium gekommen ?
Oft ist ein Schulwechsel des Kindes und die damit verbundene Alltagsbewältigung und das Zusammenleben ausschlaggebend - die Eltern " halten sich dann für was besseres " wenn das Kind auf ne halbwegs gute Schule geht, die anderen Eltern tuten in dasselbe Horn, " So etwas gibt es an unserer Schule nicht " und schon bekommt das Leben Zügel und Sattel verpasst, die das Kind gefälligst zu reiten hat.
Bedeutet das Kind wird auf ne Schule geschickt, wo die Dynamik für die Eltern gut ist( wir unternehmen total viel in der Elternpflegschaft und haben tolle Freunde gefunden ) und die Dynamik für die Kinder blöd ist....
weil sie dem Kind nicht passt, das Kind würde ggf. eine andere Schule wählen.
9 Jahre ist halt oft so die Zeit , wo Kinder die Grundschule beendet haben 4 Jahre und dann auf die nächste Schule kommen.
Es kann aber auch sein , Du hast generell ein etwas " blödes " Umfeld Zuhause, die Ansichten der Eltern stammen jetzt nicht aus dem letzten Jahrhundert,
sondern aus dem letzten Jahrtausend und sind derart antiquiert, das Du im Grunde drüber lachen könntest , wenn es durch die Einschränkungen , die Du aushalten musst, nicht so traurig und belastend wäre.
Verstehe mich nicht falsch - eine vierzehnjährige , die 5 Jahre , so einen Druck aushält , rutscht ja durchs Raster, wenn sie nix sagt.
Vielleiht ist ja für Dich der bessere Weg - Du hälst noch den Ball etwas flach , sammelst und dokumentierst Vorfälle.
Dann in 2 Jahren gehst Du zum Jugendamt und sagst " Hier schauen sie sich das mal an - ich habe Zuhause nicht die Möglichkeit friedlich zu leben " .
Im betreuten Wohnen für Jugendliche habe ich viele Jugendliche erlebt, die echt richtige Zecken oder Stresser waren, es gab aber auch die einen oder die anderen , wo ich mir dachte " Wer solche Eltern hat , hat es in der Tat nicht leicht ", da wohnen Jugendliche ab 16.
Du kommst mir allerdings so vor, als wärest Du da nicht untätig gewesen und hättest Dich schon informiert, und nun wirft das Fragen in Dir auf, die Du gerne mit jemanden besprechen möchtest.
Du kannst versuchen Deine Resilienz zu stärken - Du kannst aber auch versuchen, eine negative Situation in eine positive zu verwandeln .
Wenn das eigene Kind das Zuhause anzündet, die Hauskatze in der Mikrowelle brät, Fäkalien überall hinschmiert, Fensterscheiben einschlägt, der Mutter ein blaues Auge haut, Drogenhandel betreibt, klaut, Körperverletzungen begeht, was schon in Richtung Erpressung oder Schutzgelderpressung geht- da es dieselben Dynamiken hat , etc etc etc
dann kann das ja viele Ursachen haben und steht in jeder Zeitung .......
wenn aber die Kinder Zuhause die Elternhölle erleben, die so eine Art "Außen hui - innen pfui" leben - also wenn sie sich zeigen = Vorzeigefamilie
aber wenn die Zuhause alleine sind Terrorhölle ....
dann wird das oft unter den Teppich gekehrt, sprich es bekommt keiner mit,.