Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Jeder so wie er es verdient? Ich will dieses Leben nicht mehr

1. Die Therapie hilft nur nicht, wenn die Therapeuten bzw. der Arzt unfähig sind oder falsch diagnostizieren, wegen unzureichender Angaben oder unzureichender Untersuchung. Das sind schließlich auch nur Menschen. Du musst es also nochmal versuchen. Notfalls einen anderen Arzt aufsuchen. Du hast ein Anspruch auf ärztliche Heilung. Solange du psysisch nicht allein in der Lage bist dein Problem zu bewältigen, brauchst du die Unterstützung vom außen z.B. durch einen Facharzt.

2. Ich weiß ja nicht, was dein Freund so regelmäßig macht, aber wenn er sich so gehen lässt, könnte er u. U. genauso wie du mit seiner aktuellen Lebenssituation nicht zufrieden sein. Unzufriedenheit strahlt der Mensch nach außen aus. Wenn du dich in deiner Haut nicht wohl fühlst und unglücklich bist, färbt es auf andere ab. Das Verhalten vieler Menschen wird reflektiert - so trifft es auch deinen Partner. Du müsstest dich vielleicht auch selbst mal mehr beobachten. Ihr könntet eine Paartherapie machen, um gegenwärtige Probleme unter professioneller Aufsicht mal anzusprechen. Liebst du ihn eigentlich noch oder ist er für dich schon eher zu einem Begleiter des Alltags geworden, der nur da ist, damit du nicht "einsam" bist... Einsam fühlst du dich ja anscheinend trotzdem. Und Sex muss keine Voraussetzung für eine gute Partnerschaft sein. Das ist zwar ein guter Antrieb, aber Liebe hat auch noch einen ganz anderen Wert, der viel bedeutender ist.

3. Du hast sicher auch Familie, oder? Du kannst auch mal Verwandte besuchen gehen und mit ihnen über alles mögliche reden. Oft zeigen sie dir andere Sichtweisen und ändern deine innere Einstellungen ein wenig oder zumindest vorübergehend.

4. Hilfe kommt nicht von allein. Hilfe muss man sich suchen. Die Betonung liegt auf "suchen". Denn oft ist der erste Fund nicht unbedingt der Beste. Viele Menschen ergreifen die Initiative, wenn jemand in Not ist. Weniger Menschen stehen einem anderen Menschen länger bei einer Notlage bei. Noch weniger Menschen wissen wahrscheinlich, dass du überhaupt Hilfe brauchst und nehmen deine Belange deshalb nicht wahr.

5. Bewegung und frische Luft bringt den Menschen auch auf andere Gedanken. Joggen oder Radfahren in der Herbstsonne befreit die Gedanken und wäscht einige Sorgen für den Tag weg.

6. Zwar will Anerkennung verdient sein, aber jeder Mensch verdient von Grund auf Liebe, auch du. Also red keinen Stuss, dass du etwas anderes verdient hättest. Menschen müssen lieben und geliebt werden, sonst funktionieren sie nicht. Dabei bedingt das eine auch das andere. Und mit nicht funktionieren, meine ich alles: Arbeit, Soziales, Geld etc. alles kann ohne dies an Bedeutung verlieren. Und wenn ich von Liebe rede, dann meine ich nicht nur Partnerschaft, sondern auch Geschwister, Eltern, ggf. Großeltern, Freunde usw. bei denen man Halt finden kann.

7. Es gibt IMMER einen, der dich lieben sollte. Und wenn du dich vor dem Spiegel stellst, hast du auch die Antwort. Wende dich niemals von deinem eigenen Ich ab, sonst wird es das gleiche mit dir tun.

Das wären meine Ratschläge fürs Erste. Ich hoffe sie helfen dir weiter. Lass den Kopf nicht hängen und sei mutig auch mal Neues zu wagen, wenn es dir dein Herz sagt.


Vielen Dank für die Antworten, hier nochmals die FS. Ich werde versuchen einmal darauf zusammen gefasst zu antworten:

Ich wurde nie geliebt. Ich wurde nie in den Arm genommen. Ich habe keinen guten Draht zu meiner Familie. Hilfe kann ich nicht erwarten. Schwäche hat man nicht zu zeigen, denn statt Hilfe wird nach einem nur getreten, denn schließlich ist man doch an allem selbst Schuld. Ich kann doch den Job wechseln, mir einen neuen Freund suchen. Ich sei intelligent, attraktiv und wo liege das Problem dann?

Ja, ich brauche Hilfe und es interessiert keinen Mensch. Ich habe mich den Leuten in meinem Umfeld abgewandt, weil sie nur ihren Seelenmüll bei mir abladen wollten und wenn es mir mal nicht gut ging, dann fragt auch keiner. Man schaut gerne darüber hinweg. Dort werde ich mich garantiert nicht öffnen. Therapie wird abgelehnt. Ich muss erst aus dem Fenster springen damit etwas passiert und ich war wirklich bei zig Ärzten und Therapeuten und selber zahlen kann ich nicht.

Ich sehe in den Spiegel und sehe mich nicht mehr. Mich blicken völlig müde Augen an, die Gesichtszüge sind angespannt, die Augen wirken traurig. Das bin ich nicht mehr. Ich liebe das nicht mehr, was ich dort sehe. Ich sehe so viel Schmerz.

Ich bin so wahnsinnig verzweifelt und möchte einfach nur, dass es aufhört. Meinem Freund kann ich mich anvertrauen, aber er hat keine Lösung parat. Bei ihm läuft alles gut. Er hat auch kein Verständnis für meine Lage. Nicht jammern, sondern etwas tun. So deken alle.

Ich kann mir nur selbst nicht mehr helfen. Das versteht keiner, wo doch alles so einfach sei.

Ich war nie willkommen auf der Welt und das ändert sich auch nicht.
 
Hallo Gast,

Du schreibst:
Ich wurde nie geliebt. Ich wurde nie in den Arm genommen. Ich habe keinen guten Draht zu meiner Familie. Hilfe kann ich nicht erwarten. Schwäche hat man nicht zu zeigen, denn statt Hilfe wird nach einem nur getreten, denn schließlich ist man doch an allem selbst Schuld. Ich kann doch den Job wechseln, mir einen neuen Freund suchen. Ich sei intelligent, attraktiv und wo liege das Problem dann?

Ja, ich brauche Hilfe und es interessiert keinen Mensch. Ich habe mich den Leuten in meinem Umfeld abgewandt, weil sie nur ihren Seelenmüll bei mir abladen wollten und wenn es mir mal nicht gut ging, dann fragt auch keiner. Man schaut gerne darüber hinweg. Dort werde ich mich garantiert nicht öffnen. Therapie wird abgelehnt. Ich muss erst aus dem Fenster springen damit etwas passiert und ich war wirklich bei zig Ärzten und Therapeuten und selber zahlen kann ich nicht.

Ich sehe in den Spiegel und sehe mich nicht mehr. Mich blicken völlig müde Augen an, die Gesichtszüge sind angespannt, die Augen wirken traurig. Das bin ich nicht mehr. Ich liebe das nicht mehr, was ich dort sehe. Ich sehe so viel Schmerz.

Ich bin so wahnsinnig verzweifelt und möchte einfach nur, dass es aufhört. Meinem Freund kann ich mich anvertrauen, aber er hat keine Lösung parat. Bei ihm läuft alles gut. Er hat auch kein Verständnis für meine Lage. Nicht jammern, sondern etwas tun. So deken alle.

Ich kann mir nur selbst nicht mehr helfen. Das versteht keiner, wo doch alles so einfach sei.

Ich war nie willkommen auf der Welt und das ändert sich auch nicht.

####

Du hast schon so viele gute Antworten erhalten!
Weißt Du was ich dachte, als ich Deinen Post gelesen habe?
Ich bin im Sumpf gelandet und will darüber keine Verantwortung übernehmen!

Ich kenne das Gefühl der Ohnmacht, welches Du versuchst zu erklären. Es nützt aber so rein gar nix. Weißt Du, ich bin auch in den 60ziger ohne Liebe mit kriegstraumatisierten Eltern aufgewachsen, die Gefühle nicht zulassen konnten_außer Wut und Gewalt. Damals war es ja auch noch rechtens sein Kind zu verdreschen und meine Eltern haben davon Gebrauch gemacht, nicht, weil ich was böses angestellt habe, sondern aufgrund deren Unzulänglichkeit.

Mit 19 bin ich raus von zuhause. Also nach dem Abitur. Gejobbt! Psychisch völlig erkrankt, immer an falsche Männer, mir die Schuld gegeben, selbstverletzt, und hatte auch niemand, da ich Familie völlig zerstritten war und so weiter und so fort.

Ich habe was für mich getan, als ich am Tiefpunkt angelangt bin (entweder ich sterbe oder ich lebe!). Eine andere Wahl hatte ich nicht (ich war mittlerweile Magersüchtig). Ich habe mich für eine stationäre Therapie von über 6 Monaten entscheiden! Als ich nach Hause kam, mußte ich auch meinen kompletten Freundeskreis ändern. Das war alles nicht so einfach.

Dein Problem ist, daß Du im eigenen Dreck verharrst!
Ein gewaltiger Fehler.
Ändern kannst Du nur DEIN Leben, wenn Du Dich bewegst, und die ersten Wehen auch wirklich durchstehst und nicht bei der ersten Einsamkeitsattacke zu Deinem alten Leben zurückkehrst. Selbstverständlich nimmt der Kerl Dich nicht ernst. Bitte gebe mir einen Grund, warum er das tun sollte? Wenn Du immer zu ihm zurückkehrst, muß er ja denken, daß er so toll ist!

Immer dann wenn ich mich wirklich konsequent auf dem Weg mache, dann begegne ich auch Menschen, die mir zur Seite stehen.

Warum gehst Du nicht arbeiten? Warum machst Du keine Fortbildung?

Zuhause rumsitzen und warten, daß was passiert, macht depressiv!

Viell. solltest Du mal zur Kur gehen. Es gibt psychosomatische Kurkliniken. da kommst Du zur Ruhe und kannst Dein Leben in liebevoller Gemeinschaft neu überdenken und gucken, wie Du Dein Leben gestaltest.

Es stimmt, man kann nicht alles 100% entscheiden. Das Leben läuft nicht nach der eigenenn Pappnase, aber man dem Leben eine Richtung geben.

Ich kann entscheiden, daß ein Mann es nicht wagen darf, mich schlecht zu behandeln und auch konsequent sein.

Ziehe aus dem Kaff aus und ziehe in eine andere Stadt.

Ich glaube, eine Kur wäre für Dich genau richtig. Entscheiden, ob Du aktiv wirst oder nicht, liegt bei Dir.

CAVE: Als ich aus dem Quark kam und mich verändert habe, hat der Erfolg erstmal noch auf sich warten lassen. Ich wußte aber, dank Therapie und der therap. Gruppen, daß ich nicht mehr in mein altes Leben zurückkehren werde, weil ich es nicht will und auch nicht zulassen werde. Es dauert und es kann auch schmerzhaft sein, denn es hat ja auch Dein ganzes Leben gebraucht, damit es sich so entwickelt wie es ist...aber der Weg lohnt sich.

Hast Du denn eine abgeschlossene Berufsausbildung?

g.
 
. Ich habe mich hier verkrochen und ich finde keinen Weg mehr heraus. Das ist mein Verderben, meine Hölle.....ich weiß nicht, was ich tun soll.

Ich glaube, liebe Gästin, zuerst müsstest du den Ruf des Lebens wieder hören, den es an uns alle sendet, uns mit ihm anlockt, an sich zieht .. Wenn wir ihm folgen, finden wir unseren Weg. Also nicht nur nach der Verminderung des Schmerzens streben, sondern auch nach der Freude, nach dem Wunder des Lebens, - sich darauf zu öffnen und sich zu ihm hin bewegen.

Und das kann kein anderer für dich machen - diesen Ruf zu hören und dich von ihm anlocken lassen, denn das ist ein zutiefst eigener Akt und eigene grundlegende Aufgabe, finde ich, und oft müssen wir dabei dem erlebten Leid und Verunsicherung trotzen.

Wenn du denkst, ein Mensch könnte dich dazu bringen, müsste er für dich dieses Leben und seinen Sinn verkörpern und "spielen". Das würde ihn überfordern und dich von ihm abhängig machen.

Ich vermute, dass die Menschen vielleicht diese gewaltige Erwartung an sie in dir spüren und nicht unbedingt absichtig, sondern unbewusst, instikitv, dir seine Erfüllung verweigern. Ich glaube, es beängstigt sie, und sie "wissen" auch, dass du es selbst tun sollst, und wenn sie mal merken, dass du es übernimmst, erst dann, werden wahrscheinlich bereit sein, dich dabei zu begleiten und zu unterstützen. Denn sie sind keine Übermenschen, sondern solche Menschen, wie du, die auch stets darum ringen, ihren Lebensmut und - willen nicht zu verlieren.

Auch ich, wie der Gast zuvor, schreibe aus meiner eigenen Erfahrung. Während meinen schweren Depressionen erfuhr ich und erkannte es, dass selbst die Menschen, die mich liebten und versuchten mir daraus zu helfen, mich in der Tiefe des Problems nicht erreichten und irgendwann überfordert scheitern mussten. Nur ich selbst hatte den Zugang zu dieser Tiefe, wo mein Schmerz begann und wo mein Lebenswille und Lebensfreude ihren Ursprung haben. Dass mussten wir alle erkennen, auch sie mussten ihre Ohnmacht akzeptieren und eine andere, eher mich in Hintergrund begleitende Position mit gegenüber annehmen.

Erkenne, trotz allem, nach und nach das Wunder/den grundlegenden Sinn des Lebens wieder, finde wieder deine eigene, innere Verbindung mit dem Leben und beginne eine Beziehung mit ihm. Deine eigene. Ich vermute, dein Leid besteht darin, dass du sie beinah verloren hast.

Liebe Grüße 🙂
Lenja
 
Hier die FS.

Vielen Dank für die lieben Antworten.Leider hilft der Wille und der pure Menschenverstand einfach nicht mehr. Ich will gar nichts mehr anfangen, weil es keine Früchte abwirft. Hätte ich die Wahl, so würde ich lieber sterben wollen als hier weiter zu vegetieren. ich habe nicht das Gefühl, dass ich alles in meiner Hand habe. Beruflich habe ich meine Ziele nicht erreicht, privat nicht und es gibt keinen Menschen, dem ich wichtig bin. Was soll ich hier noch? Ich war und bin so viel mit mir alleine. Ich bin meinen Interessen nach gegangen (neben der Arbeit - hier las ich mal was, dass ich arbeiten gehen solle) und viele schöne Dinge getan, die ich tun wollte, aber mir reicht das jetzt. Ich brauche nichts mehr. Es langweilt mich und gibt mir keinen Sinn mehr. Ich habe genug von mir alleine. Die Dinge, die ich mir daneben wünsche, nämlich eine Partnerschaft, Freunde usw. werde ich nie haben. Ich erlebe rein gar nichts Positives mehr. Ich muss jetzt erst mal schauen,w ie ich den Monat finanziell rum kriege und diese Existenzängste reichen mir auch.

Wenn ich unter Menschen bin, so bin ich 100% anders und ich glaube daher nicht,d ass ich irgendwelche Erwartungen schnüre. Ich genieße das Zusammen sein, bin fröhlich, interessiert, höflich, aber die Menschen leben heute in ihrem Stress, in ihrer Hektik und haben für nichts mehr Zeit. Also bleibt es bei der Oberflächlichkeit.

Ja, ich brauche einen Sinn. Ich wünsche mir, dass ich für irgendjemand wichtig bin. Wenn man das nicht ist, warum ist man dann da? Was soll ich noch hier? Könnte ich doch gleich mein Leid beenden. Ich sehe nichts erstrebenswertes.
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
G Angst vor Narbe und das diese jeder sieht =((( Ich 34
G Warum denkt jeder ich sei ein Alkoholiker? Ich 135
Schutzhuette Wie komme ich da wieder raus? Ich 61

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 0) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben