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Jeder ist seines Glückes Schmied, stimmt das?

S

saminabi

Gast
Hallo,

ich bin in einer Phase, in der die Hoffnunglosigkeitk überwiegt.

Ich bin 57 und habe das Gefühl, mein Leben gegen die Wand gefahren zu haben.

Nach wirklich nicht einfacher Kindheit bin ich mit 16 Jahren psychisch auffällig geworden. Seitdem kämpfe ich eigentlich.

Mehrere Therapien, Klinikaufenthalte, auch Suizidversuche, zwischendurch auch das ganz normale Leben, Versuche beruflich irgendwie Fuß zu fassen, mit einer langjährigen Beziehung klar zu kommen, Neigung zur Alkoholabhängigkeit und und und.

Jetzt lebe ich schon seit 11 Jahren allein, bekomme Erwerbsunfähigkeitsrente ungefähr ebenso lange und bin absolut nicht glücklich. Ich bin immer wieder aufgestanden, habe immer wieder Neues versucht in meinem Rahmen.

Jetzt habe ich keine Kraft mehr. Suizid kommt für mich nicht mehr in Frage, aber ich bekomme es auch nicht mehr hin, zu leben.

Ich vegetiere vor mich hin, habe immer mal wieder halbherzige Ideen, wie es irgendwie weiter gehen könnte, aber ich glaube nicht mehr daran, dass ich noch halbwegs zufrieden werden kann.

Grüße saminabi
 
Hallo , ich kann dich gut verstehen. Meine Situation ist so ähnlich, altermässig nur kurz auseinander. Bin inzwischen auch Erwerbsgemindert. Aber ich merke eben auch, das es einfach die Dunkelheit und Kälte ist , die einen zusätzlich runterzieht . Ich lebe inzwischen nun auch schon im neunten Jahre allein. Was es heisst sich immer wieder selbst zu motivieren , ist wirklich ein Kraftakt. Hast du Familie, Freunde und einen kleinen Job ?
Suizid, ist echt keine Lösung. Das Leben kann uns noch soviel schönes bieten. Gehst du denn mal ab und an unter die leute ?
 
Hallo Katrin,

danke für deine Antwort. Ja, ich gehe ab und an unter Leute. Ich habe auch Freunde, die aber zeitlich sehr eingegrenzt sind durch Beruf und Familie usw.

Zur Zeit bin ich sehr viel allein, auch depressiv. D, h. ich habe leine Lust morgens aufzustehen, ich habe keine Lust, meine Wohnung in Ordnung zu halten. Hinzu kommt der Alkohol, den ich konsumiere, um mich auszuhalten, was aber dann wieder dazu führt, dass ich ich mich überhaupt nicht leiden kann. Ein blöder Kreislauf.

Ich bin trotzdem dabei, mir wieder eine Form der Beschäftigung zu suchen (Zuverdienst für psychisch Kranke).

Was mir ganz dolle fehlt, ist irgendeine Form der Partnerschaft. Ich denke, der Mensch ist nicht dafür gemacht, allein zu sein. Ich suche keinen Sex, aber irgendeine Form der Berührung, Zärtlichkeit, Vertrautheit, Gespräche.

Habe das Gefühl, ich vertrockne.

Liebe Grüße sanibasi
 
Immer wieder Hilfe im Internet zu suchen, ist auch absolut falsch.

Da geht man unter.

Habe ich gerade so festgestellt. Eigentlich nicht zum ersten Mal. Und eigentlich hätte ich es wissen müssen.

Will ich wirklich in diese anonyme Welt? In der man da hofft, dass irgendjemand da ist, der einen versteht usw. Kann man sich in dieser Welt wirklich austauschen? Der eine oder andere vielleicht schon. Was solls?

Naja, ich mach halt irgendwie weiter. Besser im realen Leben.

Liebe Grüße s.
 
Hallo Saminabi,

ich habe auch schon oft gedacht, dass man sich in diversen Foren nicht wirklich austauschen kann und das reale Leben einem mehr bringt. Das ist auch bestimmt so. Dennoch sehe ich seit den letzten Jahren auch den Vorteil darin, wenn man eben "anonym" sich mitteilen kann, was im echten Leben sogar manchmal noch viel schwieriger ist.

Wünsche dir, dass du einen Weg findest.

LG Spax
 
Es stimmt nicht. Denn leider "schmieden" an unserem Leben zuviele andere herum, die das Glück zunichte machen. 😱
 
Dazu kommt auch, dass nicht jeder "Lebensschmied" dieselbe Qualität der "Werkstattausstattung" mitbekommt. Während die einen sozusagen in einer gut ausgestatteten Luxusschmiede groß werden, die das Schmieden des eigenen Glücks einfach macht, müssen die anderen mit einer schlechten bis gar keiner Ausrüstung klarkommen....

So kann sich zwar jeder darum bemühen, sein eigenes Glück zu schmieden, aber dem einen gelingt es mit Leichtigkeit, während der andere nur mühsam ein akzeptables Ergebnis hinbekommt...
 
Dazu kommt auch, dass nicht jeder "Lebensschmied" dieselbe Qualität der "Werkstattausstattung" mitbekommt. Während die einen sozusagen in einer gut ausgestatteten Luxusschmiede groß werden, die das Schmieden des eigenen Glücks einfach macht, müssen die anderen mit einer schlechten bis gar keiner Ausrüstung klarkommen....

So kann sich zwar jeder darum bemühen, sein eigenes Glück zu schmieden, aber dem einen gelingt es mit Leichtigkeit, während der andere nur mühsam ein akzeptables Ergebnis hinbekommt...

Wunderbare Ausführungen. Ganz großes D´accord.

Anfügen möchte ich bei deinen Erstgenannten auch noch die (korrupte) politische und wirtschaftliche Elite, die es ebenso verhindert dass der kleine, fleissige und ehrliche Mann für seine Leistung entsprechend belohnt wird.

Ansonsten geht es einigen in meinem Umfeld nur so gut, weil sie nicht grade arm geboren wurden und hier und da finanzielle Vorteile haben.
 
Wobei ich meine Ausführungen nicht nur materiell gemeint habe, sondern auch bezogen auf mentale Unterstützung und Förderung von lebenspraktischen Fähigkeiten durch die Eltern bzw. eigene Familie. Es ist halt einfacher, sein eigenes Glück gezielt anzustreben, wenn man vom Elternhaus ein gutes Selbstvertrauen und praktische Fähigkeiten beigebracht bekommen hat. Wenn man jedoch bereits als Kind x-mal zu hören bekommen hat, dass man nichts taugt und es zu nichts bringen wird, dann hat wird man vermutlich eher dazu neigen, sich gar nicht erst so richtig an das Wagnis "Schmieden des eigenen Glücks" herantrauen.
 

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