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Es geht um meine Freundin.Sie wird in diesem Jahr 27 und kann arbeitstechnisch quasi nichts vorweisen.Sie hat damals ihren eher schlechten Hauptschulabschluss gemacht, ging danach ein Jahr auf die Wirtschaftsschule,brach dann aber ab wegen Mobbing.Eine Ausbildungsstelle hat sie nie bekiommen, wobei ihr schlechter Abschluss dabei nur zum Teil das Problem ist:Zu allem Überfluss ist sie über alle Maßen schüchtern und unsicher und leider sehr mollig (Arbeitgeber sind gerne oberflächlich).Über die ganze Zeit hinweg hat sie 3 Praktika im Einzelhandel gemacht, jedoch ohne Aussicht auf spätere Festanstellung sondern "nur so" damit was im Lebenslauf steht.Seit August macht sie Fernstudium und möchte damit das Abitur anstreben.Bloß:Bis sie damit fertig ist, ist sie mindestens 30.Kann man davon ausgehen, dass bei ihr der Zug abgefahren ist oder seht ihr bei ihr noch Möglichkeiten?
 
Hm, so genau kenne ich mich mit der Thematik nicht aus, aber die Idee deiner Freundin scheint mir nicht die schlechteste zu sein. Sie hat es ja zumindest versucht, eine Anstellung zu bekommen. Wir werden eben langsam aber sicher als ,,Generation Praktikum" verheizt. Wenn sie sich wenigstens mit einem besseren Abitur bewerben kann, achtet man sie vielleicht schon eher. Sie macht eben etwas für nen guten Lebenslauf, wer kann das schlecht finden?! Kann sie nicht versuchen, bestimmte Jobs trotzdem an Land zu ziehen, zumindest damit sie etwas tut, bei dem sie Geld verdient..Fürs Selbstwertgefühl!?!
 
Hallo,

also ich sehe das aus psychologischer Sicht, weil ich damals in meinem Leben auch viel angefangen, aber nie beendet habe. Da sollte sie sich unbedingt mal professionelle Hilfe holen in Form einer Verhaltenstherapie, anders wird sie das nicht los, weil man selbst da nicht rauskommt.

Zum Thema ansich: der Zug ist nie abgefahren, sofern man was erreichen will. Frage ist nur hat sie denn Ziele? Das Fernstudium - gibt es da bereits erreichte Ziele oder läuft das nur so vor sich her?
Wichtig ist, sich anzuschauen, was man denn aus seinem Leben machen möchte, was man besonders gut kann, wovon man träumt.

Wenn sie keine Wünsche/Träume hat, kannst du das vielleicht mit ihr bearbeiten. Nichts tun heißt die Verantwortung für sich selbst abgeben und was dann passiert ist sehr unschön, hab ich alles erlebt.

Sie braucht Konsequenzen, um aufzuwachen. Das ist wie Kindererziehung. Schokolade gibt es eben nur, wenn die Hausaufgaben gemacht sind -ansonsten eben nicht. 🙂

Lily
 

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