Es ist völlig normal, dass der Betroffene selber die Lage meist viel zu spät als krankhaft einstuft.
Ich habe in meinem Leben schon einige Alkoholiker kennengelernt.
Wenn dein Mann also der Meinung ist er wäre nicht vom Alkohol abhängig, dann sollte er doch einfach mal für 2 - 3 Monate vollständig auf den Konsum davon verzichten. Und zwar ohne Wenn und Aber.
Also keine Ausnahme weil gerade jemand Geburtstag feiert, oder die besten Freunde zu Besuch sind.
Vielleicht wird ihm dann doch bewusst, das auch regelmäßiges Biertrinken schon ein Risiko sein kann.
Bringt nix, hab ich mal ein halbes Jahr durchgehalten, im Kopf wird ja weiter gesoffen.
Nach 15 Jahren und mehreren Entgiftungen, doch noch die Kurve gekriegt.
Aus eigenem Entschluss und Willen, das muss man für SICH machen.
Nicht durch äuseren Druck oder Drohung mit Konsequenzen, das hilft keinem Alkoholkranken.
Ja ,es ist eine Kranklheit, eine Sucht, ein schleichender Prozess, denn der Alkohol kaschierte ein tiefer liegendes Problem.
Es gibt eine Chance, von der Alkoholsucht freizuwerden.
Der Weg, der aus der Alkoholabhängigkeit führt, ist eine steile Treppe mit vielen Stufen.
Am Beginn steht die körperliche Entgiftung.
Auf die körperliche Entgiftung folgt die eigentliche Entzugstherapie, die in der Regel zwei bis drei Wochen dauert.
Auch wenn die körperliche Abhängigkeit überwunden ist, bleibt eine psychische Abhängigkeit vom Alkohol oft lange Zeit bestehen.
Deshalb schließt sich an die Entzugstherapie die Entwöhnungsphase als längerfristige Reha-Maßnahme an.
Diese dauert etwa 12 bis 16 Wochen und muss bei der Rentenversicherung beantragt werden.
Hab das damals da gemacht, die gibt es immer noch:
Johannesbad Fachklinik Fredeburg - Fachverband Sucht e.V.
Nur muss auch der Wille stark genug sein danach abstinent zu leben.
Regelmäßige Treffen mit Selbsthilfegruppen können auch langfristig unterstützen, da Betroffene sich hier über Erfahrungen, Probleme und Krisen austauschen können.
Die Erfolgsaussichten einer Entzugs- und Entwöhnungstherapie hängen von der individuellen Motivation des Betroffenen ab.
Bin nun seit 35 Jahren trocken, und genieße das Leben, nüchtern.
Das Dasein ist köstlich, man muss nur den Mut haben, sein eigenes Leben zu führen.
Der einzige der Dich das ganze Leben begleitet, ist Dein Körper.
Gib ihm das Beste!