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ist fremdgehen schon normal geworden ?

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Du sagst es ja selbst.
Moral, ethische Werte, Lebenseinstellungen sind kulturelle Prägungen. Unsere monogame Moral ist sehr christlich geprägt, ob wir das wollen oder nicht. Wärest du Muslim, fändest du eine Mehrehe auch "moralisch". Wärest du zur vorchristlichen Zeit geboren worden, dann würdest du den Vorgang der sexuellen Vermehrung verehren und moralisch finden... auch Moral ist ein Konstrukt.

Das stimmt natürlich, aber ich denke das ist nicht nur eine Sache der verbreiteten Moral. Wenn man so argumentiert sollte man sich einen Partner suchen, der das ebenso sieht. Das heißt, jemand der keine monogame Beziehung will, sollte das von Anfang an klar machen. Und wenn es nicht klappt, klappt es eben nicht. Aber nur weil die oder die Moral irgendwo verbreitet ist, heißt das nicht, dass man sie ohne weiteres auch überall sonst anweden sollte. Das ist für mich eine Frage der Fairness.
 
Moral ist ein Konstrukt.
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Die eine und einzige Moral, die bei allen vernunftbegabten Menschen die Grundlage für die individuell unterschiedlichen Konkretisierungen ihrer selbst (=Sitten) legt, ist kein Konstrukt, sondern wird in der Struktur der Vernunft vorgefunden, die ihrerseits zu den menschlichen Konstanten (wie z. B. die Anatomie und Physiologie des menschlichen Gehirns) gehört.
 
Die eine und einzige Moral, die bei allen vernunftbegabten Menschen die Grundlage für die individuell unterschiedlichen Konkretisierungen ihrer selbst (=Sitten) legt, ist kein Konstrukt, sondern wird in der Struktur der Vernunft vorgefunden, die ihrerseits zu den menschlichen Konstanten (wie z. B. die Anatomie und Physiologie des menschlichen Gehirns) gehört.

Versteh ich dich richtig - stellst du die These auf dass es nur eine Moral gibt?
 
Ich weiß nicht, ob es ein Glück ist, seine natürlichen Bedürfnisse zu unterdrücken. Eine Ehe, die länger als 7 Jahre besteht, kann eigentlich nur "glücklich" sein, wenn beide Partner die Möglichkeit haben, ab und an mal "andere Haut zu spüren".

Wenn das nicht der Fall ist, dann kommt es dazu, dass die Frauen jeglichen Sex verweigern (soll in einem großen Prozentsatz aller langjährigen Ehen so sein) und dass die Männer zu Prostituierten gehen. Man liest davon, dass über 90 % aller langjährig verheirateten Männer die Dienste von Prostituierten in Anspruch nehmen.

Und die "frigiden" Frauen haben, wenn es doch zu einem Seitsprung kommt (z. B. Kurschatten) auf einmal wunderbaren Sex und meinen natürlich, dass sie sich neu "verliebt" hätten.

Hier ein Link dazu:

http://www.fitforfun.de/sex/sexualitaet/Sex/seitensprung-das-heisse-glueck-in-fremden-betten_aid_7680.html

Hoffentlich löscht ihn der Moderator nicht wieder, dann die Lektüre ist wirklich interessant.

Nun unglücklich in dem Sinne, dass wohl beide falsche Vorstellungen von der gemeinsamen Ehe hatten.
Das ein Seitensprung Voraussetzung für eine glückliche Beziehung ist, das glaube ich nicht. Bin wahrscheinlich zu naiv, aber ich bringe Sex immer noch in Verbindung mit dem Wort Liebe und denke, dass da auch die Qualität/Lebenserfahrung/Interessen/Vorstellungen der Partner eine Rolle spielt oder ob man sich dem nicht prickelnden Alltagstrott ergibt.

Wenn die Partner nur noch Funktionen sind kann allerdings ein Fremdgehen vorprogrammiert sein.
Eine Ehe auf Zeit (nach 7 Jahren) würde ich für gut halten. Aus dem einfachen Grund, weil man da überprüfen kann, ob oder ob die Voraussetzungen noch gegeben sind. Ha, da müßten sich manche richtig anstrengen.

Allerdings praktisch auch ein Chaos, weil der Lustkiller Nr. 1 ist natürlich so etwas wie die finanzielle Sicherheit (auch ein Argument für die Ehe), die bei einer zeitlich begrenzten Ehe sicherlich nicht einfacher wird. Grins.
Grundsatz sollte doch sein, den Partner nicht zu verletzen und wenn, die Konsequenzen zu tragen. Eine ehrliche Übereinkunft erscheint mir da das Beste.

Das Verschweigen eines Seitensprungs, wenn man sich so dahingesprochen die Treue verspricht würde ich als feige betrachten. Wäre ja ein Fortsetzen einer Beziehung mit einer "Lüge?".
Okay nach der von Dir angesprochenen Statistik sieht es schlecht aus (mitunter mißtraue ich Statistiken).

Die Tendenz, dass heute Sex mehr abgetrennt von dem Begriff Liebe gesehen wird, ist wohl eindeutig. Wo jetzt außerhalb der Ehe/Beziehung die Bedürfnisbefriedigung endet und etwas anderes beginnt, lasse ich mal dahingestellt.

Verallgemeinerungen halte ich für schlecht und Heuchelei, die man als Moral tarnt ebenso.
 
Versteh ich dich richtig - stellst du die These auf dass es nur eine Moral gibt?
Ja, Anna.

Was ich unter der einen Moral und den unterschiedlichen auf ihr basierenden Sitten verstehe, habe ich vielleicht am besten heute um 18:45 in diesem Thread erklärt.

Dafür spricht z. B. auch, dass Sitten, die sich schlecht an eine bestimmte Kultur oder einen zufälligen Zusammenhang binden lassen, universelle Gültigkeit im Rahmen der menschlichen Vernunft besitzen. Dazu könnte man z. B. die "Sitten" des Nicht-Mordens oder des die WahrheitSagens zählen.
 
Die eine und einzige Moral, die bei allen vernunftbegabten Menschen die Grundlage für die individuell unterschiedlichen Konkretisierungen ihrer selbst (=Sitten) legt, ist kein Konstrukt, sondern wird in der Struktur der Vernunft vorgefunden, die ihrerseits zu den menschlichen Konstanten (wie z. B. die Anatomie und Physiologie des menschlichen Gehirns) gehört.

Erklär mir das mal genauer.
Es gibt einen Bereich im Gehirn in dem sozusagen das Gewissen sitzt. Deine EINZIGE Moral finde ich jedoch schon recht ungreifbar.
 
Wir sind alle mit den Grimm Märchen aufgewachsen: "Und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende"
Wow!
Hat schon mal jemand darüber nachgedacht was das heißt?
Zu Grimms Zeiten lebten die Menschen vielleicht 30 maximal 35 Jahre! Ist es da nicht vergleichsweise leicht treu zu sein? Heutzutage ist es möglich bis zu 70 Jahre oder noch mehr mit ein und der gleichen Person verheiratet zu sein. Hallo ??? Wer soll das aushalten?
Wo ist denn da die Moral? Das ist ja schon beinahe Folter!
Eine alte Frau hat mir mal einen Witz erzählt, wir begegneten uns auf einer Parkbank und sie litt sehr unter ihrer über 50jährigen Ehe.
Der Witz:
Ein Ehepaar feiert seine goldene Hochzeit in der Kirche. Als die Messe zu Ende ist, steht der Pfarrer an der Ausgangstür und verabschiedet jeden per Handschlag. Als die Ehefrau kommt, sagt er zu ihr:"50 Jahre! Wie haben sie das denn ausgehalten? Haben sie nicht hin und wieder an Scheidung gedacht?"
Sie sagte:"Nee! Scheidung? An Scheidung habe ich nie gedacht! Aber an Mord!"

Es gibt viele polygame Gesellschaften. Treulosigkeit gibt es eigentlich nicht. Wir sind nur so erzogen, dass es nur einen Partner geben darf. Bei der heutigen Lebenserwartung ist das eigentlich ein Unding. Und wenn man mal genauer hinsieht: Der Staat fördert mit Steuervergünstigungen Ehen. Das garantiert im Normalfall Bevölkerungswachstum und wenn es schief geht haftet der Ehepartner, der das meiste Geld verdient. Ansonsten läge die Fürsorgepflicht beim Staat.
Treue ist kein Thema der Moral sondern hat auch wirtschaftliche Aspekte.
Wer will schon einen treulosen Partner?
Ich auch nicht!

Lieben Gruss
Never
 
Wir sind alle mit den Grimm Märchen aufgewachsen: "Und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende"
Wow!

Treulosigkeit gibt es eigentlich nicht. Wir sind nur so erzogen, dass es nur einen Partner geben darf. Bei der heutigen Lebenserwartung ist das eigentlich ein Unding. Und wenn man mal genauer hinsieht: Der Staat fördert mit Steuervergünstigungen Ehen. Das garantiert im Normalfall Bevölkerungswachstum und wenn es schief geht haftet der Ehepartner, der das meiste Geld verdient. Ansonsten läge die Fürsorgepflicht beim Staat.
Treue ist kein Thema der Moral sondern hat auch wirtschaftliche Aspekte.
Wer will schon einen treulosen Partner?
Ich auch nicht!

Ja sicher gibt es das, dass sich zwei Menschen in Liebe und Treue bis an ihr Lebensende so zueinander verhalten. Warum sollte es das nicht geben? Was hat das mit dem längeren Alter zu tun? Was hat das mit Aushalten zu tun? Wenn eine Beziehung scheitert, dann scheitert sie, aus welchen Gründen auch immer ... ob im 1., 7., 15. oder 25. Ehejahr ... Aber ich kann nicht glauben, dass Fremdgehen eine Ehe kittet ... Die Fassade vielleicht ... aber nicht die Beziehung und schon gar nicht die Liebe.

Ich möchte auch keinen Partner der fremdgeht und ich mache es auch nicht. Fremdgehen ist nicht normal geworden, man tut so, als wäre es normal ... aber wem es dann passiert, siehe auch hier viele Threads dazu, der empfindet es für sich als persönliche Katastrophe ... wenn daran dann die Beziehung scheitert ...

Meine Meinung ist auch die, wie schon von anderen geschrieben, es gibt immer noch viele Menschen, denen Liebe, Treue, Ehrlichkeit, Moral wirklich etwas bedeuten, wo es keine Worthülsen sind und dahingesäuseltes Geschwafel. Wir leben allerdings in einer Zeit, wo es scheinbar auf solche Werte nicht mehr ankommt, schaut aber genauer hin und unterhält sich mit anderen über solche Dinge, dann zählen sie diese Werte auch auf, die sie in einer Beziehung haben möchten. Ich kenne keinen, der der Meinung ist, dass Fremdgehen normal ist. Aber ich kenne genügend Paare, die die Silberhochzeit, die Goldene Hochzeit und mehr erleben ... Und es sind beileibe nicht alles Paare, die nur nebeneinander aus wirtschafltichen Gründen zusammen bleiben. Warum soll es die Liebe nicht geben, die ein Leben lang hält, sicher, das ist viel Arbeit, sehr viel Arbeit für beide ... das ist wohl auch der Grund, warum sich das viele nicht vorstellen können. Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft, dazu gehören auch moralische Werte ... die ziemlich leicht über Bord gekippt werden ... nicht von jedem und nicht von allen, aber doch von vielen ... leider.

Was zwei tun, die sich einig sind und eine offene Beziehung führen, na bitte sehr ... Jeder soll nach seiner Fasson selig werden. Aber oft ist es auch bei solchen offenen Beziehungen so, dass auch diese nicht halten, weil einer der Partner es doch nicht leben kann ...

Eine Ehe besteht nach unseren Moralvorstellungen aus 2 Menschen, nicht aus 3 oder vielen anderen, die mal zeitweise zur Befriedigung der Gelüste vorbeisegeln ...

Eisherz
 
Hallo Eisherz,

wie lange hat Deine längste Beziehung denn gehalten, in Liebe und Zuneigung und Begehren und allem was dazu gehört? Ganz ehrlich?

Es gibt sicherlich dieses Phänomen ganz vereinzelt, dass eine Ehe/Beziehung 70 Jahre oder noch länger in tiefer Zuneigung besteht, aber sorry, das ist wohl nicht die Regel. Da vertraue ich doch lieber meinen Parkbankbekanntschaften, die wissen wovon sie reden.
Ich bin sicher nicht gegen Moral etc. Wenn es nicht mehr geht, geht es eben nicht, ich will auch nicht betrogen werden, lieber ganz offen gesagt bekommen, dass es vorbei ist.
Aber ich erwarte nicht das Unmögliche, dass Liebe ewig hält. Nicht unter diesen Umständen.
 
XA

Ja, Anna.

Was ich unter der einen Moral und den unterschiedlichen auf ihr basierenden Sitten verstehe, habe ich vielleicht am besten heute um 18:45 in diesem Thread erklärt.

Dafür spricht z. B. auch, dass Sitten, die sich schlecht an eine bestimmte Kultur oder einen zufälligen Zusammenhang binden lassen, universelle Gültigkeit im Rahmen der menschlichen Vernunft besitzen. Dazu könnte man z. B. die "Sitten" des Nicht-Mordens oder des die WahrheitSagens zählen.

Tut mir leid, dich darauf hinweisen zu müssen, aber ich glaube, dass du da jetzt etwas verwechselt. Alle Angehörige einer Spezies, die ihr Leben in Gemeinschaften oder Gruppen verbringen, müssen sich an gewisse Regeln halten, die dieses Zusammenleben ermöglichen. Wölfe zum Beispiel töten keine Angehörige ihres eigenen Rudels, ebensowenig wie Fische oder Vögel, solange nicht der Selektionsdruck, d.h. Partner-, Futter- oder Platzmangel sie dazu zwingt. Ebenso ist es beim Menschen. Da ich jedoch nicht denke, dass Fische über so etwas wie Moralempfinden verfügen, und die meisten Wissenschaftler und Laien mir dabei zustimmen würden, sondern über einen Instinkt, einen Selbsterhaltungstrieb, der sich zwar hauptsächlich auf sich selbst, jedoch auch auf ihre komplette Spezies bezieht, lässt das NICHT den Schluss zu, dass Menschen über Moralempfinden verfügen.

Es ist möglich, ja, aber nicht beweisbar, denn, und hier vertrete ich mal ganz streng meine eigene Meinung, mit der Moral ist es wie mit der Religion - sie dient dazu, gesellschaftliche Probleme zu lösen. Fragen werden beantwortet, Sicherheit wird geschaffen, Regeln des Zusammenlebens werden definiert. Das hat nichts mit einer angeborenen Moral zu tun, sondern mit dem Bedürfnis nach Richtlinien. Wenn ich ein Kind streng preußisch erziehe, wird seine Moral aus Loyalität, Ehrgeiz und Disziplin bestehen, ebenso bei einem kommunistischen, kapitalistischen, sozialistischen Erziehungsstil, egal welches Beispiel man da nimmt, der Effekt ist derselbe. Da in der heutigen Zeit viele Wertvorstellungen, Beispiele von differierenden Gesetzen in unterschiedlichen Ländern und Weltbilder existieren, ist es schwer, eine einheitliche Moral zu finden. Die Gesetze und Regeln des Zusammenlebens gleichen sich jedoch hinsichtlich des Tötens etc., eben weil dies für eine funktionierende Gesellschaft von Nöten ist.

Ein Kind das ohne menschliche Eltern, sondern zum Beispiel unter Wölfen aufwächst, wird sich verhalten wie ein Wolf und hat kein Problem damit zu lügen, sollte es sich diese Fähigkeit jemals aneignen - Wölfe können nicht lügen, aber das Kind kann, weil es über die Möglichkeit zu sprechen verfügt, und solange niemand sagt: ''das ist falsch!'' wird es die mangelnde Moral dieser Handlung nicht erkennen. Ich denke du wirst verstanden haben warum ich deine Aussage eher als romantischen, aber realitätsfernen Idealismus betrachte.

MfG
anna.c
 
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