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Manuel+
Gast
Seitensprünge sind so "normal" wie Gewalt und Krankheit. Negative Dinge gehören ja leider auch zum Leben.Seitensprünge sind und waren schon immer "normal". Sie wurden je nach gesellschaftsform mehr oder weniger geächtet oder toleriert.
Eine Gesellschaftsform, in der sie wirklich geduldet wären, kenne ich nicht. Man könnte natürlich sagen, dass sie in unserem Land zu dieser Zeit geduldet werden. Aber es ist sicher kein gutes Zeichen, wenn sich eine Gesellschaft damit abfindet. Wirklich gewollt werden Seitensprünge auch heute in einem westlichen und aufgeschlossenen Land wie der Bundesrepublik nicht.
Jeder reife vernunftbegabte Erwachsene empfindet ein schlechtes Gewissen, wenn er selbst fremdgeht und er verachtet diese Handlungsweise bei anderen.
Ich lasse einen Ausnahmefall zu: alle drei Beteiligten sind sich einig. Aber dieser Ausnahmefall ist sicher recht selten. Häufig wissen ja die Betrogenen gar nichts von dem dritten Mann oder der dritten Frau. Und diese Verheimlichung hat ja auch ihren Grund.
Wer fremdgeht, beraubt seinen Partner einer Sache, die eigentlich ihm (dem Partner) zusteht. Und man verletzt in aller Regel den Partner. Die Folge sind auch häufig Lügen (und diese sind in einer Beziehung ebenso untragbar).
Und das man auf solche Selbstverständlichkeiten hinweisen muss, ist für mich in der Tat ein Zeichen des allgemeinen Werteverfalls.
Die Schwierigkeit, einen treuen Partner mit einer gewissen moralischen Qualität zu finden, entbindet nicht von derselben Schwierigkeit. Die Widerstände und Mühen, die im Zusammenhang der Erreichung eines Zieles stehen, sprechen nicht gegen dieses Ziel. Umgekeht: wer immer nur den leichten Weg sucht, ist auf den Holzweg (warum nicht gleich in den Puff gehen?).Wer die Einstellung von JohnS teilt, kann natürlich versuchen, eine/n monogame👎 Partner/in zu finden. Ich wünsche viel Glück dabei.
Gegen Polygamie ist nicht nur die Moral, sondern sogar schon das Recht.Ganz schlimm finde ich die serielle Monogamie, bei der Ehen und Familien auf dem Altar der Moral geopfert werden, nur um der Form genüge zu tun und den Wechsel der Sexualpartner nacheinander und nicht parallel durchzuführen.