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ist fremdgehen schon normal geworden ?

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Seitensprünge sind und waren schon immer "normal". Sie wurden je nach gesellschaftsform mehr oder weniger geächtet oder toleriert.
Seitensprünge sind so "normal" wie Gewalt und Krankheit. Negative Dinge gehören ja leider auch zum Leben.

Eine Gesellschaftsform, in der sie wirklich geduldet wären, kenne ich nicht. Man könnte natürlich sagen, dass sie in unserem Land zu dieser Zeit geduldet werden. Aber es ist sicher kein gutes Zeichen, wenn sich eine Gesellschaft damit abfindet. Wirklich gewollt werden Seitensprünge auch heute in einem westlichen und aufgeschlossenen Land wie der Bundesrepublik nicht.

Jeder reife vernunftbegabte Erwachsene empfindet ein schlechtes Gewissen, wenn er selbst fremdgeht und er verachtet diese Handlungsweise bei anderen.

Ich lasse einen Ausnahmefall zu: alle drei Beteiligten sind sich einig. Aber dieser Ausnahmefall ist sicher recht selten. Häufig wissen ja die Betrogenen gar nichts von dem dritten Mann oder der dritten Frau. Und diese Verheimlichung hat ja auch ihren Grund.

Wer fremdgeht, beraubt seinen Partner einer Sache, die eigentlich ihm (dem Partner) zusteht.
Und man verletzt in aller Regel den Partner. Die Folge sind auch häufig Lügen (und diese sind in einer Beziehung ebenso untragbar).

Und das man auf solche Selbstverständlichkeiten hinweisen muss, ist für mich in der Tat ein Zeichen des allgemeinen Werteverfalls.

Wer die Einstellung von JohnS teilt, kann natürlich versuchen, eine/n monogame👎 Partner/in zu finden. Ich wünsche viel Glück dabei.
Die Schwierigkeit, einen treuen Partner mit einer gewissen moralischen Qualität zu finden, entbindet nicht von derselben Schwierigkeit. Die Widerstände und Mühen, die im Zusammenhang der Erreichung eines Zieles stehen, sprechen nicht gegen dieses Ziel. Umgekeht: wer immer nur den leichten Weg sucht, ist auf den Holzweg (warum nicht gleich in den Puff gehen?).

Ganz schlimm finde ich die serielle Monogamie, bei der Ehen und Familien auf dem Altar der Moral geopfert werden, nur um der Form genüge zu tun und den Wechsel der Sexualpartner nacheinander und nicht parallel durchzuführen.
Gegen Polygamie ist nicht nur die Moral, sondern sogar schon das Recht.
 
Du hast die von den jeweils Herrschenden verordnete Moral sehr gut beschrieben. Es war in allen Zeiten so, dass die Herrschenden Tempelhuren, Mätressen, Edelhuren usw. hatten, während das einfache Volk monogamzu leben hatte. Der Sex sollte nur der Fortpflanzung dienen. Schließlich braucht man billige Arbeitskräfte und Soldaten. Ansonsten sollten die einfachenLeute ihre Kraft in die Arbeit stecken. Der Spaß stand nur den Herrschenden zu.

Wir können uns glücklich schätzen, dass wir in einer Zeit leben, in der endlich jeder Mensch jederzeit mit jedem anderen Menschen (unterBeachtung von Altersgrenzen und anderer Ausnahmen) Sex haben kann, sofern die Beteiligten (es können durchaus auch mehr als zwei sein) das aus freien Stücken tun.

Irgendwann wird die hässliche Übergangsform, nach der man sich von einem Partner trennen muss, ehe man mit dem nächsten Sex hat, auch überwunden sein.

Ganz großer Unsinn ist, dass mir etwas „zustände“, nur weil ich mit einer Frau verheiratet bin. Sie hat mir bei der Hochzeit Treue geschworen. Das heißt, dass sie mit mir (inzwischen seit über 35 Jahren) durch Dick und Dünn geht. Damit gibt sie aber die Kontrolle über ihren Körper nicht an mich ab. Wenn sie den Drang verspürt, mit einem anderen Mann Sex zu haben, dann entscheidet sie ganz allein darüber, ob sie diesem Drang nachgibt. Ich wäre schön blöd, wenn ich mich wegen einer Affäre, mit der sie wöchentlich einmal Sex hat, von ihr trennen würde. Warum soll sie nicht ihren Spaß haben? Ich mache es schließlich genauso.
 
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Du hast die von den jeweils Herrschenden verordnete Moral sehr gut beschrieben. Es war in allen Zeiten so, dass die HerrschendenTempelhuren, Mätressen, Edelhuren usw. hatten, während das einfache Volk monogamzu leben hatte. Der Sex sollte nur der Fortpflanzung dienen. Schließlich braucht man billige Arbeitskräfte und Soldaten. Ansonsten sollten die einfachenLeute ihre Kraft in die Arbeit stecken. Der Spaß stand nur den Herrschenden zu.

Wir können uns glücklich schätzen, dass wir in einer Zeit leben, in der endlich jeder Mensch jederzeit mit jedem anderen Menschen (unterBeachtung von Altersgrenzen und anderer Ausnahmen) Sex haben kann, sofern die Beteiligten (es können durchaus auch mehr als zwei sein) das aus freien Stücken tun.

Irgendwann wird die hässliche Übergangsform, nach der man sich von einem Partner trennen muss, ehe man mit dem nächsten Sex hat, auch überwunden sein.

Ganz großer Unsinn ist, dass mir etwas „zustände“, nur weilich mit einer Frau verheiratet bin. Sie hat mir bei der Hochzeit Treue geschworen. Das heißt, dass sie mit mir (inzwischen seit über 35 Jahren) durch Dick und Dünn geht. Damit gibt sie aber die Kontrolle über ihren Körper nichtan mich ab. Wenn sie den Drang verspürt, mit einem anderen Mann Sex zu haben,dann entscheidet sie ganz allein darüber, ob sie diesem Drang nachgibt. Ich wäre schön blöd, wenn ich mich wegen einer Affäre, mit der sie wöchentlicheinmal Sex hat, von ihr trennen würde. Warum soll sie nicht ihren Spaß haben? Ich mache es schließlich genauso.

einfach nur wiederlich so eine Einstellung und Du redest Dir das alles auch nur schön. Da darf man sich nicht wundern, wenn man irgendwann Geschlechtskrankheiten weiterträgt.
 
Du hast die von den jeweils Herrschenden verordnete Moral sehr gut beschrieben. Es war in allen Zeiten so, dass die Herrschenden Tempelhuren, Mätressen, Edelhuren usw. hatten, während das einfache Volk monogamzu leben hatte. Der Sex sollte nur der Fortpflanzung dienen. Schließlich braucht man billige Arbeitskräfte und Soldaten. Ansonsten sollten die einfachenLeute ihre Kraft in die Arbeit stecken. Der Spaß stand nur den Herrschenden zu.

A)
Es gibt nur eine einzige Moral. Und die kommt von innen. Die Moral, von der Sie sprechen, ist der Versuch, eine beliebige andere PseudoMoral an die Stelle der echten Moral zu setzen. Einfacher: gewisse Leute wollen aus Eigeninteresse ihre Moral als die für den Adressaten gültige Moral verkaufen.

Ein moralisch reifer selbstverantwortlicher Mensch durchschaut, wenn man ihm von aussen eine fremdgeleitete (also ungültige)
Moral aufdrängen will. Echte Moral "arbeitet" autonom, eine falsche autoritär angeordnete PseudoMoral arbeitet heteronom, weil sie eben von aussen an das "Opfer" herangetragen wird.

Diese Unterscheidung ist wichtig. Echte Moral läßt sich nicht manipulieren. Das "Du sollst" kommt eben von innen, wie ich bereits sagte.

B)
Wenn alle Beteiligten einer DreiecksKonstellation einverstanden sind, sage ich nichts. Allerdings muss man diesen Ausnahmefall wohl noch weiter einschränken:

Ich kann mir nicht vorstellen, wie man einer neun Jahre und 13 Jahre alten Tochter klarmachen will, dass es vollkommen in Ordnung ist, wenn Papi zweimal die Woche mit einer anderen Frau schläft
- vor allem, wenn dieses Verhalten über Jahre geht.

Insofern müßte man vielleicht den Ausnahmefall erweitern um die Klausel "wenn diese Sexualpraktiken nicht von Minderjährigen wahrgenommen werden".
 
mal angenommen, ihr seid glücklich verheiratet, habt ein Haus und ein kleines Kind ?
Warum geht man👎 in dieser Situation zwei mal vorsätzlich bzw. bewusst fremd ?
Ist das nur ein Ausrutscher, weil es nur um Sex geht, oder stimmt dann mit der Liebe zum Partner etwas nicht mehr ???

Der Fehler in der Aussage liegt wohl im Wort "glücklich" verheiratet. Mal von einer geschlossenen Beziehung ausgehend, denke ich nicht, dass die Beschreibung Glück widerspiegelt. Da man hier nur allgemein werten kann (zu wenig Informationen) würde ich sagen, dass dann 2 Menschen zusammen sind die total verschiedene Vorstellungen ihres Zusammenlebens und des Begriffs Liebe haben.
Die unterschwellige Auftrennung zwischen Sex und Liebe wird hoffentlich nicht das bestimmende Zukunftsmodell, besonders wenn man sich am anfang das Gegenteil verspricht quasi eine Übereinkunft getroffen hat. Liegt diese überhaupt vor?

Ist vielleicht auch nur eine Ausrede des Mannes der nicht die Liebe, aber die Sicherheit/Gewohnheit bewahren will. Mit der Liebe (bei Heirat gab es ja ein Versprechen) scheint jedenfalls etwas ganz und gar nicht in Ordnung - nach meiner Definition des Wortes.
Die Ehefrau sollte sich auf ihr eigenes Gefühl verlassen, danach handeln und sich nicht von den Normvorstellungen anderer in eine Schublade drängen lassen. Ist ja ihr Leben. Mal von einer Normalehe ausgehend würde die Frau so oder so für mich nachvollziehbare Konsequenzen ziehen (Trennung, Scheidung, andere denkbare Maßnahmen). Der Mann scheint ja in dem Fall keine echte Hilfe zu sein.
Ach ja die Frage "ist fremdgehen schon normal geworden". Was andere tun, sollte für einen selber nicht bestimmend sein. Die innere Sicht - persönliche moralische Vorstellungen - spielt dann eine Rolle und nicht der Zeitgeist, der ich die o.g. Fragestellung zuordne.
 
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Der Fehler in der Aussage liegt wohl im Wort "glücklich" verheiratet.

Ich weiß nicht, ob es ein Glück ist, seine natürlichen Bedürfnisse zu unterdrücken. Eine Ehe, die länger als 7 Jahre besteht, kann eigentlich nur "glücklich" sein, wenn beide Partner die Möglichkeit haben, ab und an mal "andere Haut zu spüren".

Wenn das nicht der Fall ist, dann kommt es dazu, dass die Frauen jeglichen Sex verweigern (soll in einem großen Prozentsatz aller langjährigen Ehen so sein) und dass die Männer zu Prostituierten gehen. Man liest davon, dass über 90 % aller langjährig verheirateten Männer die Dienste von Prostituierten in Anspruch nehmen.

Und die "frigiden" Frauen haben, wenn es doch zu einem Seitsprung kommt (z. B. Kurschatten) auf einmal wunderbaren Sex und meinen natürlich, dass sie sich neu "verliebt" hätten.

Hier ein Link dazu:

http://www.fitforfun.de/sex/sexualitaet/Sex/seitensprung-das-heisse-glueck-in-fremden-betten_aid_7680.html

Hoffentlich löscht ihn der Moderator nicht wieder, dann die Lektüre ist wirklich interessant.
 
Die Moral ist im Laufe der Geschichte sehr starken Änderungen unterworfen gewesen und ändert sich laufend weiter. Außerdem gibt es in verschiedenen Weltteilen völlig unterschiedliche "Moralen". Also ist obige Aussage falsch.
So wie die Leber oder die Bauspeicheldrüse hat auch das menschliche Gehirn weltweit annähernd dieselbe Anatomie und Funktionsweise. Dasselbe gilt auch für die Vernunft, die man als einen Teil der menschlichen Erkenntnisfähigkeit bezeichnen kann.

Und die Vernunft gebiert die Moral. Man kann sie vereinfacht als die innere Stimme des Gewissens und der Verantwortung verstehen, die jeder vernunftbegabte Erwachsene vernimmt. Sie gemahnt den Menschen, nach den höchsten Zwecken seines Lebens zu greifen.

Diese global in jedem Vernunftwesen vorzufindende Zielvorgabe (Moral) konkretisiert sich je nach Kultur, Bildungsstand, sozialem Kontext etc. unterschiedlich in unterschiedlichen Sitten.

Der einen und einzigen Moral versuchen die Menschen auf individuell unterschiedlichen Arten zu entsprechen.
 
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Und die Vernunft gebiert die Moral. Man kann sie vereinfacht als die innere Stimme des Gewissens und der Verantwortung verstehen, die jeder vernunftbegabte Erwachsene vernimmt.
Diese global in jedem Vernunftwesen vorzufindende Zielvorgabe (Moral) konkretisiert sich je nach Kultur, Bildungsstand, sozialem Kontext etc. unterschiedlich in unterschiedlichen Sitten.


Du sagst es ja selbst.
Moral, ethische Werte, Lebenseinstellungen sind kulturelle Prägungen. Unsere monogame Moral ist sehr christlich geprägt, ob wir das wollen oder nicht. Wärest du Muslim, fändest du eine Mehrehe auch "moralisch". Wärest du zur vorchristlichen Zeit geboren worden, dann würdest du den Vorgang der sexuellen Vermehrung verehren und moralisch finden... auch Moral ist ein Konstrukt.


 
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