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Ist es ungewöhnlich als Mann in Teilzeit zu arbeiten?

Man muss natürlich immer im Blick haben: Reichen Gehalt/Lohn in TZ denn aus?
Ist man bspw. der Hauptverdiener einer Familie und zahlt ein Haus ab, oder hat sonst irgend welche Schulden, könnte es eng werden, wenn man nicht vorher einen gut dotierten Job in einer Führungsposition inne hatte oder 24/7 sein eigener Chef war und so genug ansparen konnte oder sonst auf Rücklagen/Angespartem aus wovon auch immer zurückgreifen kann.
 
(...) ... und nutzt den zusätzliche freien Tag für Projekte, die ihm Freude bereiten, manchmal auch einen kleinen Nebenverdienst bringen.
Er ist seitdem viel entspannter.
Das Umfeld hat eher neugierig reagiert als skeptisch… (...)

Genau wie bei mir 🙂 ... ich wurde anfangs auf der Straße ständig gefragt, ob ich heute frei hätte (kleiner Ort), also habe ich wieder abends oder Samstag eingekauft, um den dummen Fragen zu entgehen. Bin dann bewusst ein Stück weggezogen.

Gerade für Männer, die nicht nur einen Job oder Talent haben, ist eine Mischung aus Teilzeit-Angestellter plus Nebenverdienste ohne Druck durchaus attraktiv. Eben, weil es entspannt und man nicht jeder Anfrage zu jedem Preis hinterherrennen muss wie als Nur-Selbständiger (hatte ich auch mal eine Zeitlang versucht).

Aber klar, wenn man Alleinverdiener sein und eine Frau mit finanzieren will, geht das eher nicht.
 
Frag mal jüngere Bewerber, was ihnen wichtig ist und du wirst hören: Work Life Balance, Home Office, Telearbeit und mobiles Arbeiten vom Ausland aus. Und das ist etwas, wo ich auch hin tendiere, wenn ich ehrlich bin. Mir ist mein Privatleben wichtiger als mein Arbeitgeber, dem ich ja mehr oder weniger menschlich auch egal bin. Ich bin froh, dass sich das inzwischen gedreht hat. Wer halbwegs qualifiziert ist, kann dem Arbeitgeber auch mal eine Ansage machen. Denn diese unflexiblen Jobs bei unflexiblen Arbeitgebern sind inzwischen zum Glück Ladenhüter. Das sind dann die Arbeitgeber, die herumheulen, weil sie keine Mitarbeiter finden.

Dein Nachbar wird seine Erfüllung in anderen Dingen suchen. Nicht so wie die Generation, die heute mit Herzinfarkt, Übergewicht und Bluthochdruck kämpft, dafür aber drei Wohnungen vermietet, eigenes Haus hat und Co. Am Ende zählt sowas nicht, wenn du mit 50 den Löffel abgibst, weil du dich kaputt gearbeitet hast, gerade nicht im Handwerk.
 
Frag mal jüngere Bewerber, was ihnen wichtig ist und du wirst hören: Work Life Balance, Home Office, Telearbeit und mobiles Arbeiten vom Ausland aus. Und das ist etwas, wo ich auch hin tendiere, wenn ich ehrlich bin. Mir ist mein Privatleben wichtiger als mein Arbeitgeber, dem ich ja mehr oder weniger menschlich auch egal bin. Ich bin froh, dass sich das inzwischen gedreht hat. Wer halbwegs qualifiziert ist, kann dem Arbeitgeber auch mal eine Ansage machen. Denn diese unflexiblen Jobs bei unflexiblen Arbeitgebern sind inzwischen zum Glück Ladenhüter. Das sind dann die Arbeitgeber, die herumheulen, weil sie keine Mitarbeiter finden.

Dein Nachbar wird seine Erfüllung in anderen Dingen suchen. Nicht so wie die Generation, die heute mit Herzinfarkt, Übergewicht und Bluthochdruck kämpft, dafür aber drei Wohnungen vermietet, eigenes Haus hat und Co. Am Ende zählt sowas nicht, wenn du mit 50 den Löffel abgibst, weil du dich kaputt gearbeitet hast, gerade nicht im Handwerk.
Homeoffice und Mobiles arbeiten ist halt nicht in jedem Job möglich.
Und Flexible Arbeitszeiten sind auch nicht immer umsetzbar schon mal daran gedacht?
 
HO und Remote geht nur bei den Mausschubsern. Gehöre ich auch zu und ich liebe es. Trotzdem freue ich mich aber auch immer auf einen Tag Büro. Einfach um mit meinem Chef mal von Angesicht zu Angesicht zu sprechen. Hat eine völlig andere Qualität als nur zu telefonieren oder Teams-meetings zu haben.

Handwerker können nun mal nicht Remote arbeiten. Genauso wenig wie Mitarbeiter in der Produktion.

Ich kenne aber auch einige Mausschubser, die sich im HO nicht wohl fühlen. Erfordert nämlich auch Disziplin und eine Strukturierung des Arbeitstages.

Ist aber zum Thema TZ-Job eigentlich OT.
 
Mein Mann arbeitet seit ein paar Jahren TZ (30h Mo-Do) und nutzt den zusätzliche freien Tag für Projekte, die ihm Freude bereiten, manchmal auch einen kleinen Nebenverdienst bringen.
So mache ich das auch seit diesem Monat. Ich bin schon gespannt, wie sich die reduzierte Arbeitszeit auf mein Wohlbefinden auswirken wird.
Ungewöhnlich scheint es bei Männern aber auch bei meinem Arbeitgeber nach wie vor zu sein. Jedenfalls wurde mir die Stundenreduzierung jahrelang verweigert (obwohl viele meiner Kolleginnen problemlos Teilzeit arbeiten), und ich habe mehrere Anläufe gebraucht, bis meine Vorgesetzten endlich zugestimmt haben.
 

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