Waldgeist91
Mitglied
Diese Frage beschäftigt mich jetzt schon etwas länger: Ist es normal, dass das Interesse irgendwann nachlässt.
Die Sache ist die: Ich war ein Spätzünder, der sich erst mit etwa 20 eine Beziehung bzw. eine Freundin gewünscht hat, wusste aber nicht, wie mir das – als stark introvertierter Mensch – gelingen sollte. Was ich wollte war tatsächlich „das volle Programm“. Damit meine ich: Feste Partnerschaft, Hochzeit und irgendwann Kinder. Nichts davon ist in Erfüllung gegangen. Ich weiß nicht, wie es sich anfühlt, sich in jemanden zu verlieben, hatte – abgesehen von ein paar netten, kleinen Spaziergängen – nie ein richtiges Date und in sexueller Hinsicht ist erst recht nichts gelaufen.
Mittlerweile bin ich 34. In der Vergangenheit habe ich mich häufig einsam gefühlt. Heute ist das weniger der Fall, weil ich eine 40-Stunden-Arbeitswoche habe und folglich nicht mehr so viel Zeit zum Nachdenken habe. Nach und nach haben sich schließlich die Gefühle bzw. meine Einstellungen verändert. Ich habe aufgegeben und bezweifle nun sogar, ob ich das alles überhaupt noch wollen würde. Nach der Arbeit, die mich an manchen Tagen auch nicht wirklich glücklich macht, brauche ich erstmal meine Ruhe. Ihr müsst wissen, dass mir meine Freizeit sehr wichtig ist, da ich Hobbys habe, denen ich mich widmen kann.
Der Wunsch nach einer Partnerin hat nachgelassen. Für mich ist es normal, eine leere Wohnung zu betreten, in der ich nicht erwartet werde und innerhalb der Woche auch keinen Besuch empfange.
Die Sache mit der Liebe halte ich für ziemlichen Blödsinn. Die Leute neigen meiner Meinung nach dazu, zu übertreiben. In meinem Umfeld höre ich viel mehr Geschichten von Beziehungen, die in die Brüche gehen, als von erfüllten Ehen. Daher halte ich auch nicht viel vom Heiraten. Kinder will ich im Übrigen auch keine.
Im Grunde genommen würde ich schon behaupten, dass ich ein eher unzufriedenes Leben führe. Eigentlich weiß ich schon gar nicht mehr, was ich überhaupt will.
Kürzlich habe ich mich gleich auf drei Dating-Plattformen angemeldet, um der Sache vielleicht doch noch mal eine Chance zu geben, habe aber ziemlich schnell wieder die Lust daran verloren.
Zuweilen habe ich das Gefühl, etwas Wichtiges verpasst zu haben. Kein Wunder, wenn man ständig hört, wie toll es angeblich sein soll, jemanden an seiner Seite zu haben. Aber wäre es für einen solchen Neuanfang nicht eigentlich schon zu spät für mich? Bin ich mittlerweile nicht schon zu alt und verbittert? (Ganz ehrlich: So fühle ich mich tatsächlich.) Selbst wenn ich eine Frau kennenlernen sollte, die rein theoretisch zu mir passen würde, bin ich mir nicht sicher, ob das lange gut gehen würde. Ich halte es nämlich für möglich, dass ich sie nach einer Weile nicht mehr gut behandeln würde, und das würde mir wirklich leid für sie tun. Das ist nebenbei bemerkt auch so ein Gedanke, der mich oft heimsucht: Habe ich überhaupt eine Freundin verdient?
Ich bin mal so frei, und gehe jetzt schon auf eine Frage ein, die mir früher oder später bestimmt jemand stellen wird: „Kannst du dich selbst lieben?“
Nein, an manchen Tagen kann ich mich überhaupt nicht ausstehen.
Die Sache ist die: Ich war ein Spätzünder, der sich erst mit etwa 20 eine Beziehung bzw. eine Freundin gewünscht hat, wusste aber nicht, wie mir das – als stark introvertierter Mensch – gelingen sollte. Was ich wollte war tatsächlich „das volle Programm“. Damit meine ich: Feste Partnerschaft, Hochzeit und irgendwann Kinder. Nichts davon ist in Erfüllung gegangen. Ich weiß nicht, wie es sich anfühlt, sich in jemanden zu verlieben, hatte – abgesehen von ein paar netten, kleinen Spaziergängen – nie ein richtiges Date und in sexueller Hinsicht ist erst recht nichts gelaufen.
Mittlerweile bin ich 34. In der Vergangenheit habe ich mich häufig einsam gefühlt. Heute ist das weniger der Fall, weil ich eine 40-Stunden-Arbeitswoche habe und folglich nicht mehr so viel Zeit zum Nachdenken habe. Nach und nach haben sich schließlich die Gefühle bzw. meine Einstellungen verändert. Ich habe aufgegeben und bezweifle nun sogar, ob ich das alles überhaupt noch wollen würde. Nach der Arbeit, die mich an manchen Tagen auch nicht wirklich glücklich macht, brauche ich erstmal meine Ruhe. Ihr müsst wissen, dass mir meine Freizeit sehr wichtig ist, da ich Hobbys habe, denen ich mich widmen kann.
Der Wunsch nach einer Partnerin hat nachgelassen. Für mich ist es normal, eine leere Wohnung zu betreten, in der ich nicht erwartet werde und innerhalb der Woche auch keinen Besuch empfange.
Die Sache mit der Liebe halte ich für ziemlichen Blödsinn. Die Leute neigen meiner Meinung nach dazu, zu übertreiben. In meinem Umfeld höre ich viel mehr Geschichten von Beziehungen, die in die Brüche gehen, als von erfüllten Ehen. Daher halte ich auch nicht viel vom Heiraten. Kinder will ich im Übrigen auch keine.
Im Grunde genommen würde ich schon behaupten, dass ich ein eher unzufriedenes Leben führe. Eigentlich weiß ich schon gar nicht mehr, was ich überhaupt will.
Kürzlich habe ich mich gleich auf drei Dating-Plattformen angemeldet, um der Sache vielleicht doch noch mal eine Chance zu geben, habe aber ziemlich schnell wieder die Lust daran verloren.
Zuweilen habe ich das Gefühl, etwas Wichtiges verpasst zu haben. Kein Wunder, wenn man ständig hört, wie toll es angeblich sein soll, jemanden an seiner Seite zu haben. Aber wäre es für einen solchen Neuanfang nicht eigentlich schon zu spät für mich? Bin ich mittlerweile nicht schon zu alt und verbittert? (Ganz ehrlich: So fühle ich mich tatsächlich.) Selbst wenn ich eine Frau kennenlernen sollte, die rein theoretisch zu mir passen würde, bin ich mir nicht sicher, ob das lange gut gehen würde. Ich halte es nämlich für möglich, dass ich sie nach einer Weile nicht mehr gut behandeln würde, und das würde mir wirklich leid für sie tun. Das ist nebenbei bemerkt auch so ein Gedanke, der mich oft heimsucht: Habe ich überhaupt eine Freundin verdient?
Ich bin mal so frei, und gehe jetzt schon auf eine Frage ein, die mir früher oder später bestimmt jemand stellen wird: „Kannst du dich selbst lieben?“
Nein, an manchen Tagen kann ich mich überhaupt nicht ausstehen.