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Ist er ein Narzisst oder bin ich einfach schwach?

Liebe TE,

Das, was Dir passiert ist, passiert Frauen und Männern millionenfach auf der Welt.
Du bist auf einen Fremdgänger reingefallen.
Du hast das klassische Schicksal einer Geliebten erlebt. Gut für ein paar schöne Stunden, aber letztlich für den Herrn nicht das Risiko wert, sich von seinem bequemen Heim mit Frau und Kind zu trennen.
Du bist leider sehenden Auges in Dein Unglück gelaufen, als Du Dich in einen vergebenen Mann verliebt hast.

Früher hat man solche Menschen einfach als "Blender" oder schlichtweg als "Ar§ch" bezeichnet.
Es bringt nichts, die Verhaltensweisen von Fremdgehern und Fremdgeherinnen zu pathologisieren- wenn man das täte, wäre ca. jeder zweite Mann und jede zweite Frau in Deutschland psychisch krank.
Es ist gut, dass Du Deine eigenen Anteile an dieser Situation reflektierst in dem Wunsch, so etwas nicht nochmal zu erleben.
Denke über Dich nach, über das, was Du Dir wünschst und das, was Dir guttut.
Es ist vertane Lebenszeit, über die Motive Deines Ex zu grübeln. Warum hat er das getan? Letztlich einfach, weil er es kann.

Dämonisieren und/oder pathologisieren ist am Anfang einer Trennung vielleicht hilfreich, um Wut, Trennungsschmerz und vor allem auch den Ärger über sich selbst zu verarbeiten.
Wichtig ist, dass Du das irgendwann auch wieder loslässt.
Der Typ ist ein Mensch aus Fleisch und Blut, so wie Du auch.
Bedenke, dass die Gegenseite (z.B. seine Ehefrau) Dir genauso pathologische und negative Eigenschaften zuschreiben würde, wie Du ihm (die böse Verführerin ohne moralische Skrupel, die sich in eine Beziehung mit Kind einmischt).
 
Danke. Reinsteigern würde ich es nicht nennen. Ich habe jemandem vertraut und dieser Mensch hat es ausgenutzt. Bin vielleicht etwas naiv.
Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es echt schwer ist, wenn jemand doppelt Signale sendet.

Verstehe ich sehr gut. Ich war da auch schon. Mehrfach. Es ist schwer weil man die Motivation des anderen einfach nicht erfasst. Aus Deiner Perspektive ergibt das alles ja auch wirklich keinen Sinn. Da kannst drüber grübeln solange Du willst.

Vertrauen muss man sich gegenseitig gewähren und bestätigen. Und zwar dauerhaft.
Wenn der andere Dein Vertrauen missbraucht hat ist es beschädigt und verletzt Deine Gefühle nachhaltig. Es braucht schon aufrichtiges Interesse des anderen an Dir und den nötigen Willen, um das möglicherweise wieder gemeinsam herzustellen. Das sind wirklich ganz einfache Grundregeln im Zwischenmenschlichen, die man niemanden erst groß erklären müsste sondern voraussetzen darf.
Wenn jemand noch nicht einmal dieses simple Grundprinzip versteht und ihm die entsprechende Motivation dafür fehlt, liegt was ernsthaft im Argen und es nicht zu erwarten, dass das je miteinander klappen wird. Wie denn?

Ich kann Dir nur raten zumindest diese eine rudimentäre Grenze in Zukunft zu setzen. Wer die nicht spätestens im zweiten Anlauf, meinetwegen nach einer kurzen Selbsteklärung Deinerseits versteht und respektiert, dem fehlen einfach die nötigen Voraussetzungen für echte Gemeinsamkeit. Es ist sinnlos es trotzdem immer wieder zu versuchen und sich einzureden, dass so eine Persönlichkeit plötzlich passend reagiert. Du schießt Dir dabei nur immer wieder selbst ins Bein. Deswegen ist diese Grenze da einfach nötig und richtig für jemanden wie Dich.


Du willst ihn verstehen. Das ist absolut nachvollziehbar.
Ich kann dem Mann ja auch nicht in den Kopf schauen, ich kenne Euch beide gar nicht.
Aber gemessen an Deinen Schilderungen kommt mir zumindest einiges unwahrscheinlicher vor als anderes. Ich finde es zB eher unwahrscheinlich, dass er Dich aus sadistischen Motiven mit wohlüberlegter Berechnung und planvoll verletzen will. Das sähe meine ich anders aus. Genauso unwahrscheinlich finde ich es anzunehmen, dass er Deinen Gefühlen für ihn vergleichbare auch für Dich hat, tiefgehend und aufrichtig und ihm nur die dummen Umstände gerade im Weg stehen. Er macht ja erst gar keine echten Anstalten die zu ändern.
Er scheint aus Deinen Gefühlen für ihn auch nicht wirklich viel Erfüllung ziehen zu können. Das ist total instabil, geht nur kurz bis genau da hin wo es ihm eben gerade passt und dann hat er damit erstmal wieder so gar nichts am Hut. Nicht weil an Deinen Gefühlen was falsch wäre, er kann mit ihnen eher nicht wirklich viel anfangen. Er müsste sonst ja nur zugreifen und sich einlassen. Stattdessen springt er mit denen ja recht willkürlich und auch grob um. Das drückt für mich jetzt nicht gerade besondere Wertschätzung aus.

Ich glaube eher, dass ihm seine Gefühle und Bedürfnisse einfach enorm wichtig sind und Deine ganz grundsätzlich nicht. Unter der Annahme kommt mir sein Verhalten noch am ehesten plausibel und sogar recht berechenbar vor.

Natürlich ist es offensichtlich wie ambivalent er sich verhält, wenn er einerseits beteuert: Ich liebe Dich! Dich dann aber direkt danach gnadenlos belügt. Den Widerspruch erkennt wirklich jeder. Auch die Lügen sind nicht verade besonders mühevoll getarnt. Und das weiß der selbst. Da bin ich mir sicher. Er weiß vielleicht nicht warum er es so macht, aber doch ganz sicher, dass er es macht. Der schlafwandelt ja nicht.

Er tut das offensichtlich nicht um Dir was bestimmtes, sinnvolles mitzuteilen oder um sich mit Dir ernsthaft einzulassen. Er macht im Großen und Ganzen wohl einfach das, was ihm den meisten Erfolg verspricht, um eins seiner Bedürfnisse mit Dir zu stillen und tut dabei gleichzeitig alles um sich Deine möglichst weit vom Leib zu halten. Ist seltsam aber ist offenkundig so.

Ich kann Dir nicht erklären warum. Um sich gegenseitig zu begreifen muss man schon ein Mindestmaß an innerer Übereinstimmung mitbringen und prinzipiell nach den gleichen Regeln spielen wollen. Ich erkenne da für meinen Teil zu wenig Übereinstimmung mit ihm. Ich habe mich auch mal trotz Kind vom Vater getrennt und fand das auch schwer. Aber was der da anstellt ist mir ganz einfach unverständlich. Ich verstehe Menschen, die keine Verantwortung für ihr Handeln übernehmen wollen oder können einfach nicht. Die sind ohne Zweifel anders motiviert als ich. Das kann ich zwar nicht wirklich begreifen, aber ich kann es erkennen und weiß auch genau welche welche Konsequenzen das für mich unweigerlich hätte. Deswegen steht da inzwischen diese Grenze bei mir. Ich mag mich mit solchen Persönlichkeiten einfach nicht mehr näher befassen. Das ist für mich inzwischen einfach völlig reizlos geworden.
 
Es ist nur aus Deiner Erzählung klar herauszulesen, dass Du ständig Energie aufwenden musstest um das offensichtliche Ungleichgewicht und sein verletzendes Verhalten für ihn vor Dir selbst auszubügeln.

Hey,
das ist wohl richtig. Ich dachte zu der Zeit einfach, dass in einer "Partneschaft" man manchmal auch einfach stark für den anderen sein muss, wenn er gerade eine schwere Zeit durchmacht. Das hat es " am Leben" gehalten.
 
Hey,
das ist wohl richtig. Ich dachte zu der Zeit einfach, dass in einer "Partneschaft" man manchmal auch einfach stark für den anderen sein muss, wenn er gerade eine schwere Zeit durchmacht. Das hat es " am Leben" gehalten.
Das ist grundsätzlich auch richtig und sympathisch an Dir. Du hast Dich wirklich um ihn bemüht. Aber Partnerschaft beruht auf Gegenseitigkeit. Nicht darauf, dass einer ständig zu Gunsten des anderen zu kurz kommt.

Ich glaube wirklich, dass es für so freigebige, ausgleichende und super verständnisvolle Charaktere wie Dich wichtig ist adäquate Grenzen zu etablieren. Weil Du sonst den Ausstieg nicht mehr findest.

Überlege mal welche Grenzen Du an Deinem Exfreund diskussionslos und respektierend hingenommen hast. Und wo diese Grenze andersrum bei Dir liegen. Ich bin mir recht sicher, dass das eine ziemlich diskrepante Angelegenheit wird. Dann wäre es Zeit das bewusst wahrzunehmen, zu hinterfragen und anzupassen.

Würdest Du zum Beispiel Deinen Freund so anlügen wie er Dich? Falls nein, wieso lässt Du Dir das dann bieten? Macht keinen Sinn. Die Taktik Deines Freundes auf Deine berechtigten Nachfragen zu Lügen einfach nicht zu reagieren ist kein Zeichen seiner Überforderung oder eines mystischen mentalen Aussetzers auf den Du Rücksicht nehmen solltest. Der hat dann ganz einfach keinen Bock sich damit auseinander zu setzen. Wenn Du Dich damit zufrieden gibst wird Dir das mit Sicherheit bald wieder serviert. Was funktioniert hat wird etabliert.

Fange an Dich mit dem Gedanken anzufreunden demnächst mal jemand auch den Rücken zuzukehren bei einem Grenzübertritt. Es ist nicht gut anderen zu schnell zu verzeihen. Nimm Dir wenigstens mal eine Nacht um über sowas zu schlafen.

Solche Grenzen zu haben und zu kennen gibt Dir Struktur. Und filtert automatisch und sehr früh genau die Leute raus, denen es zu anstrengend ist auf Dich zu achten. Noch bevor man sich emotional eingelassen hat.

Es ist toll bereit zu sein auch mal mehr zu geben wenn der Partner das braucht. Wenn Du Dir aber niemals klare und gute Grenzen gesetzt hast läufst Du Gefahr von jemandem ausgesagt zu werden, der sich schamlos so lange bei Dir bedient bis Du Dich endlich wehrst.
Und anstatt sich dann zu bedanken und entschuldigen kann es gut möglich sein, daß er stattdessen noch auf verletzt macht und Dich zur Strafe hängen lässt.

Diesen ganzen Blödsinn solltest Du Dir in Zukunft ersparen.

Das wird schon. Das ist jetzt erstmal schmerzhaft und wird noch dauern. Und der versucht es 100 pro wieder. Dann erinnere Dich dran, dass Worte nur bewegte Luft sind. Es gibt keinen Grund ihm noch irgendwas zu glauben. Und so wie es aussieht auch nichts zu gewinnen.
Alles Gute weiterhin
 
Er ist halt offenbar zweigleisig gefahren. Dafür muss er kein Narzisst sein. Es reicht, ein A******* zu sein und Frauen zu finden, die sich das, gefallen lassen. Warum du eine dieser Frauen warst und was du tun kannst, damit du nicht noch mal eine dieser Frauen wirst - das ist die Frage, die du dir stellen solltest.
 
Das mit dem Narzissmus ist recht einfach…
Jeder Narzisst ist ein A*******, jedoch nicht jedes A******* ist ein Narzisst… 😂
Die anderen haben schon recht klare Worte gefunden…
Viel Glück
 

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