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Isoliert

Tomoka

Neues Mitglied
Hallo!
Ich habe niemanden, mit dem ich über meine Probleme reden kann.
Sie sind furchtbar kompliziert und sie bringen mich oft zum Verzweifeln, wenn ich schon mal darüber nachdenke.
Deshalb nutze ich das Forum. Vielleicht helfen mir die Antworten. Wer weiß...

Kurz zusammengefasst in drei Sätzen:
1. Ich bin taub.
2. Ich habe Depressionen sowie Angststörungen.
3. Ich sehe keine Zukunft.

1.
Von Geburt an. Ich bin als Kind einer tauben Mutter ziemlich isoliert aufgewachsen. Ich ging in einen Kindergarten, der sehr weit weg war. Ich ging 10 Jahre lang in eine Schule mit Internat, auch ebenfalls sehr weit weg. Ich konnte nie Freundschaften mit Hörenden knüpfen und als Kind traute ich mich auch nie, auf ihnen zuzugehen. Ich beschäftigte mich oft daher mit mir selbst, las Bücher und war die ganze Zeit nur am Tagträumen. Meine Logopädin meinte oft zu mir, um gut sprechen zu können, müsste ich oft mit anderen sprechen. Aber das geschah nur selten und von daher habe ich es auch gehasst, überhaupt ein Wort mit anderen zu sprechen, aus Angst, komisch angeguckt zu werden, was mir oft passiert ist.

2.
Im Internat wurde ich als Grundschülerin oft gehänselt. Und später in der Hauptschule erlebte ich auch viele Jahre lang Mobbing. Obwohl die Einrichtung für Hörgeschädigte war, wurde ich ein Opfer, weil ich von allen am schlechtesten hörte, am schlechtesten sprach und mich nie an irgendwelchen rebellischen Aktionen gegen andere beteiligt habe. Meine Ängste waren kaum auszuhalten, ich weinte jede Nacht, ich meldete mich oft krank und irgendwie habe ich diese Zeit überstanden. Später habe ich im Internet nachgeschlagen, was ich denn haben könnte. Es gibt viele psychische Störungen, die auf mich zutreffen, aber am meisten eher die Sozialphobie. Klar wusste ich zu diesem Zeitpunkt, dass ich Hilfe bräuchte. Doch... Psychotherapeuten, die die Gebärdensprache könnten und mit dieser Thematik vertraut sind, die gibt es nun mal nicht wie Sand am Meer und schon gar nicht in meiner Nähe. Dazu müsste ich Krankenhäuser, die über 100km entfernt sind, aufsuchen und das mag ich nicht.

3.
Eine Ausbildung als Mediengestalterin habe ich abgebrochen, weil das Amt keinen Dolmetscher für die Schule bezahlen wollte. Man wollte mich lieber in ein Berufsbildungswerk für Behinderte stecken. Ich wollte es trotzdem mal versuchen, halt mit Selbststudium, etc. Ich bin kläglich gescheitert, schrieb schlechte Noten und ich fand auch keinen Anschluss im hörenden Umfeld. Weil ich nicht wusste, was ich machen sollte... ich hatte Angst vor Bewerbungsgesprächen... ich hatte Angst davor, auch in einer weiteren Ausbildung zu scheitern. Ich dachte darüber nach, mein Abitur online nachzuholen und habe es auch versucht, aber es klappte auch nicht, es fehlte mir die Motivation und "mentale Unterstützung" hatte ich auch nicht, denn ich hatte von klein auf niemanden, den ich einen Freund nennen könnte. Ich traute mich auch nicht, den Online-Lehrer anzusprechen, wenn ich etwas nicht verstanden habe. Abgesehen von Verwandten ist es vermutlich schon fünf Jahre her, seit ich mal mit jemandem von "außerhalb" einfach so gesprochen habe.

Ich dachte oft daran, was aus mir werden sollte, der Gedanke deprimierte mich tagtäglich. Ich habe keine Talente, die ich gerne für einen Beruf nutzen möchte UND für die meine Behinderung kein Problem darstellt. Ich lese oft, dass es egal ist, als was man arbeitet, Hauptsache, man ist unabhängig und bekommt Geld, man muss in diesen Zeiten ja froh sein, dass man etwas hat.
Ich weiß nicht, ob ich mich mit so einer Einstellung wohl fühlen könnte. Auch wenn es im Beruf mal stressig wird, möchte ich doch gern zu mir sagen: Ich mache das, weil es mir Spaß macht, mit XY zu arbeiten und nicht: Ich mache das, weil ich eh nichts anderes machen kann/darf. Ach, wahrscheinlich bin ich noch nicht hart genug in der Realität gelandet...

Wenn ich mir aussuchen könnte, als was ich arbeiten möchte, möchte ich am liebsten etwas mit Sprachen machen, da ich Sprachen (nur in Schrift) über alles liebe und es mir nicht schwer fällt, eine neue Sprache zu lernen. Übersetzer wäre ja schon ganz nett, aber 1. müsste ich dafür auch eine Schule besuche und 2. ist es kein sicherer Beruf.

Da ich jetzt 23 bin, musste ich mich aufs Drängen meines Onkels beim Arbeitsamt als arbeitssuchend ohne leistungsbezogene Ansprüche melden und es deprimiert mich jetzt schon, was ich alles vom Berufsberater gehört habe. Eine Ausbildung okay, aber es wäre halt am besten, wenn ich in ein Berufsbildungswerk für Hörgeschäddigte gehe oder halt zu einer 500km entfernten Berufsschule mit Internat gehe. Einen Dolmetscher in einer ortsnahen Berufschule würde man nur finanzieren, wenn es den Ausbildungsberuf nicht in einer Berufsschule für Hörgeschädigte gibt...

Das ist alles für mich ein Albtraum - allein schon wegen meiner Vergangenheit mit schulischen Einrichtungen. Klar könnte man meinen, die Leute sind alle doch erwachsen. Aber ehrlich gesagt - die Welt der Gehörlosen ist für mich schlimmer als die Welt der Hörenden. Diese Welt ist wie ein Verein, da kennen sich alle und die Lieblingsfrage lautet: "Wo bist du zur Schule gegangen? Ah, die XY-Schule? Dann kennst du doch XY." ... und ratzfatz bereiten sich Gerüchte deutschlandweit aus. Ich erlebte das oft bei meiner Mutter - die ist im Gegensatz zu mir recht kontaktfreudig und als sie einen Monat lang auf Kur war, wusste sie auch schon Bescheid, was aus ihren Schulkameraden von damals geworden sind.

Da steh ich nun, ich armer Tor und bin so klug als wie zuvor...
Dieses Thema deprimiert mich wirklich. Ich denke oft über den Tod nach und habe auch leider angefangen, mich selbst zu verletzen. Aber eigentlich möchte ich doch nur "leben" wie jeder andere auch. Aber ich weiß nicht, wie ich meine Probleme lösen kann, ich stehe da völlig allein da. Es gäbe da meine Mutter, aber sie versteht mich überhaupt nicht, obwohl sie sonst recht lieb ist. Aber ich habe von klein auf nie ein "Vertrauen" zu ihr aufbauen können, ich habe ihr gegenüber nie meine Probleme in der Schule damals erzählt... sie weiß also nicht, wie es in mir wirklich aussieht und was ich schon alles erlebt habe. Vor kurzem hatten wir einen Streit wegen dem AA, in dem sie mich fragte, was ich denn für ein Problem hätte, ob ich denn überhaupt an meine Zukunft denke und so... und ich sagte: "Doch, jeden Tag, aber ich habe Angst." ... "Angst vor was denn?" ... Meine zögerliche Antwort: "Angst Fehler zu machen." ... und sie meinte dann so: "Ach, jeder macht doch mal Fehler, hab' dich nicht so."
Da wusste ich, dass ich ihr nichts erzählen konnte, weil sie mein Problem nie ernst nehmen könnte bzw. es für eine Ausrede hält.

Hmm...
*seufz*
 

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Onni

Mitglied
Hallo liebe Tomoka

Hast du ein Haustier oder magst du Tiere? Wenn du Tiere magst wäre das vieleicht auch noch eine Sparte in der du dich umschauen könntest. Ich weiss nicht ob Dollmager das Richtige für dich wäre. Mir gingen da sofort so Sachen durch den Kopf wie:
Als Dollmager würdest du dein Alleinsein so weiter führen, hättest zwar nen job, aber übersetzt alleine (zuhause) Texte von fremden Menschen. Ob dich soetwas auf lange zeit glücklicher macht bezweifel ich.
Deshalb dachte ich vieleicht etwas mit Tieren, weil Tiere geben einem auch manchmal mehr Lebenskraft als wie Menschen. War nur so ein Gedanke und wollte dir damit auch nur sagen, das es auch anders gehen könnte, aber mach natürlich am besten das was du gern hast und machst.

sie weiß also nicht, wie es in mir wirklich aussieht und was ich schon alles erlebt habe. Vor kurzem hatten wir einen Streit wegen dem AA, in dem sie mich fragte, was ich denn für ein Problem hätte, ob ich denn überhaupt an meine Zukunft denke und so... und ich sagte: "Doch, jeden Tag, aber ich habe Angst." ... "Angst vor was denn?" ... Meine zögerliche Antwort: "Angst Fehler zu machen." ... und sie meinte dann so: "Ach, jeder macht doch mal Fehler, hab' dich nicht so."
Da wusste ich, dass ich ihr nichts erzählen konnte, weil sie mein Problem nie ernst nehmen könnte bzw. es für eine Ausrede hält.
Da muss ich deiner Mutter recht geben, trau dich und wenn du Fehler machst, na und? Jeder macht Fehler, das stimmt. Nur aus eigenen Fehlern lernt man wirklich. Du hast deine anderen Sinne noch, nutze diese. Belohne dich auch mal ab und zu selber und schimpf nicht immer nur mit Dir!

Entscheide erstmal genau was du willst. Dann such dir eine gute Schule und zieh das durch. Du machst das für dich, für deine Mutter, für deine Zukunft.
Meine liebe, ich merke es steckt viel Kraft in dir, sonst hättest du dich hier nicht gemeldet. Deine Geschichte ist gut lesbar und hat Hand und Fuss. Dein Hirn funktioniert einwandfrei, es sind die Ängste den du dich stellen musst. Bitte, verletze dich nicht :(
Wenn du dich ärgerst lass anders druck ab z.b. geh raus und lauf, lauf so lange bis du nicht mehr kannst. Gleichzeitig wäre es eine Übung dich deinen Ängsten zu stellen, weil du aus dem Haus gehst.

Mit den Menschen stimmt was nicht, mit dir ist alles (bis auf dein gehör) in ordnung. Die Menschen meinen es nicht böse, sie wissen nicht damit umzugehen :( und deshalb reagieren sie oft falsch. Wie gesagt, denk nicht an die anderen, denk erstmal in erster linie an Dich.

Ich weiss hier gibt es Leute die dir gute Tips geben könnten. Leider bin ich ab morgen übers Wochenende in der Schweiz Geburtstag feiern. Würde mir nämlich gern etwas mehr zeit für dich nehmen. Hab etwas Geduld, wart mal ab was noch für Beiträge kommen.


Mich würde Interessieren was man mit dir schlimmes gemacht hat :(

Ich wollte eigendlich schon ins Bett, aber als ich den Beitrag Isoliert sah musste ich das lesen, weil ich mich auch oft isoliere. Bei mir sind es aber keine Ängste, sondern einfach kein Bock :)


lg. Onni
 

spamburger

Sehr aktives Mitglied
Es gibt sicher irgendwo in den Weiten des Netzes ein Forum für Gehörlose. Dort könnte man sich informieren, was für Möglichkeiten der Berufsausbildung es gibt. Und zwar aus erster Hand von selbst Betroffenen, nicht von einem Berufsberater, der wahrscheinlich nur die Behindertenwerkstatt des Berufsbildungswerkes kennt. Das Problem wird wohl sein, und das kritisiere ich am System, dass gerne mal ganz schnell in die Behindertenwerkstatt abgeschoben wird. Das geht am schnellsten, der Mensch ist weg und geht keinem mehr auf den Sack. Alternativen zu finden und vor allem die Potentiale im Menschen zu erkennen, zu fördern und zu nutzen ist nicht gerade die Stärke unseres Bildungssystems. Man muss hier, wenn man nicht 0815 will, sehr viel selbst tun und sich durchsetzen, seine Rechte kennen und entsprechend wahrnehmen. Das Problem ist aber, dass du das wahrscheinlich aufgrund deiner psychischen Verfassung gar nicht kannst. Ich kann dir wenig helfen, da ich die Netzwerke für Hörgeschädigte nun überhaupt nicht kenne. Ich kann nur empfehlen, im Netz nach diesen Netzwerken zu suchen, dich zu informieren.
 

Sissy73

Sehr aktives Mitglied
Hallo Tomoka,

ich kann Dir auch nur anraten, Dich einschlägig zu informieren.

Portale dafür gibt es sicherlich genügend.

Du bist nicht talentlos- sondern ich merke, dass in Dir ganz viel Potenzial steckt. Du weisst nur nicht so richtig, in welche Richtung Du konkret gehen kannst und wo Du Deine Prioritäten stecken solltest. Einfach auch deshalb, weil Du viele Interessen hast.

Vielleicht machst Du Dir mal eine Liste mit allem, was Dich interessieren würde.

Dann kannst Du Dich gezielt nach Möglichkeiten von Weiterbildung und der dafür vorgesehenen Optionen informieren und Dir das auch entsprechend als Leitfaden notieren.

Ganz wichtig ist aber dann, wenn Du Dich entschieden hast- "am Ball" bleiben!

Die Problematik im Bezug auf Dich und Dein Isoliertsein und Deine Ängste kann ich schon nachvollziehen. Du hast ja genügend schlechte Erfahrungen damit gemacht.

Dennoch -
schau mal-
Du scheinst kein Mensch zu sein-
der in anderen Dingen so schnell aufgibt. Du hast schon sehr viel für Dich in Angriff genommen- ...so gesehen bist Du ein "Stehaufmännchen"- das ist auch positiv.

Deine Ängste aber kannst Du nicht alleine in den Griff bekommen-
schon gar nicht, wenn Du Dich niemandem anvertraust.

Deine Mutter hat schon Recht - "Fehler" machen wir alle. Dennoch - vertraue Dich ihr an.
Wie soll sie denn wissen, was Dich bedrückt, wenn Du Dich ihr nicht anvertraust.
Das ist falscher Stolz.
Geb ihr wenigstens eine Chance, sich in Deine Problematik und Ängste reinzudenken.
Sie könnte Dir eine Stütze sein,
weil sie Dir im Punkto Erfahrung eine Nasenlänge voraus ist. Sie könnte Dir daher gute Tipps mit auf dem Weg geben.

Auch wenn sie gesellig ist etc. Sie wird auch schon so ihre Erfahrungen gemacht haben.

Es tut mir leid, dass viele Dir gegenüber sich einfach falsch verhalten.
Aber ich glaube auch, dass es eine gewisse Unsicherheit ist.
Die Unsicherheiten von anderen Dir gegenüber kannst auch Du mit aus der Welt schaffen.
Aber nur, wenn Du ein wenig versuchst, Deine Ängste abzubauen. Dafür würde ich wirklich psychologische und fachmännische Hilfe aufsuchen.

Ein erster Schritt wäre vielleicht auch schon zu erkennen,
dass Du "OK" bist-ganz für Dich selber.

Nehme Dir die Reaktionen der "Hörenden" nicht ganz so zu Herzen. Sie WISSEN es einfach nicht anderst-
viele beschäftigen sich sicherlich auch gar nicht großartig damit. Vieles geschieht aus Unwissenheit- aber vieles natürlich auch aus Dummheit. Aber wer sich Dir gegenüber einfach aus "Dummheit" blöd verhält-...den kannst auch Du nur Bemitleiden.

Seh es einfach so!!!!

Du bist OK-
...Du kannst zwar nicht hören- ...aber dafür sind andere Eigenschaften bei Dir viel stärker und besser ausgeprägt. Auch das ist ein Talent- ...das Du Dir aufgrund Deiner Situation angeeignet hast. Seh doch mal einfach auch Positives an Dir.

Zusammenfassend kann man sagen:

Du hast viele Talente- musst nur rausfinden, was Dich am meisten interessiert und welche Möglichkeiten es gibt.

Auch wenn Du nicht hören kannst...
Du kannst dafür andere Dinge viel viel besser....

Isolieren brauchst Du Dich nicht-
sonst bist und bleibst Du auch isoliert.
Es gibt zwar sicher immer wieder schlechte Erfahrungen-
doch diese dürfen Dich nicht so sehr blockieren, dass Du insgesamt Dich sperrst-
auf andere zuzugehen. Denn so - schützt Du Dich zwar vor schlechten Erfahrungen aber auch vor Positiven- die Dir sicherlich auch einen "Kick" geben können-
einfach neue Ideen zu aktivieren.

Ich hoffe, es waren Ansätze dabei, die Dir weiterhelfen können.


lg. Sissy
 

Landkaffee

Urgestein
Wie fit bist Du mit Gebährdensprache?

Und: verlasse Dich nicht auf Arbeitsvermittler, sondern werde selber aktiv. Sonst kannst Du Dir wirklich am Ende nicht aussuchen, was Du arbeitest.
Selber aktiv werden.... . Das gilt heute für Menschen mit und ohne Gehör, mit und ohne Handicap. Das gilt für alle.

Dazu musst Du erst einmal aus Deiner Isolation. Dein Posting hier, das war ja schon einmal ein Schritt! :daumen: Und wie Du siehst, bekommst Du auch positive Resonanz.

Sissy, Spamburger und Omni haben Dir ja schon geschrieben... .

Ach noch etwas: kennst Du gehörlose Menschen, die im Berufsleben stehen und ihre Arbeit mögen? Versuche doch ´mal positive Kontakte zu bekommen. Evtl. kannst Du sie am Arbeitsplatz besuchen? Vielleicht kannst Du sogar einen potentiellen Arbeitgeber auf Dich aufmerksam machen?

Du schriebst von Depression und Sozialphobie. Ist das Deine Selbstdiagnose?


Liebe Grüsse!
Landkaffee
 

Canya

Mitglied
Hallo :)

Das klingt gerade wirklich kompliziert. Ich kenn leider persönlich niemand vollkommen gehörlosen und kenn mich dementsprechend auch nicht mit den Ausbildungsmöglichkeiten aus.
Aber in jedem Fall würde ich selber danach suchen und nicht durch ein Amt etc. Soweit ich weiß nehmen die sehr wenig Rücksicht auf deine Interessen.

Ich vermute, du kennst die Seite Beruf - Taubenschlag, das deutsche Portal für Hörgeschädigte aber vielleicht gibt es dort ja etwas, was dir weiterhilft.

ideal wäre eine Freundin, die mit dir gemeinsam die Ausbildung macht und für dich dolmetschen kann. allerdings müsstest du die erstmal finden...

Was macht denn deine Mutter? Was arbeitet sie?

Ich glaube, dass es ganz wichtig für dich ist, in die Welt der Hörenden zu kommen, weil du nur dann lernen kannst, "normal" zurechtzukommen. Und wenn du dich traust, auf sie zuzugehen, dann lernen auch die Hörenden endlich, dass Taube genauso Menschen sind.

Vielleicht könntest du mit einem Therapeuten schreiben? Ist sicher unkonventionell, aber müsste doch eigentlich gehen. (Also entweder mit Block oder Laptop)

Tut mir leid, dass ich gerade auch nichts besseres weiß :(
Wo wohnst du denn ungefähr?

Liebe Grüße,
Canya
 
G

Gast

Gast
ich habe nicht zu ende gelesen, was du schriebst.
es nützt auch nichts, dir etwas vorzuschlagen, denn die lösung für alles kommt von allein, wenn sie kommen soll, will und muss. ...und nur durch dich selbst!
du kannst es dir aussuchen, entweder, du packst das, oder eben nicht.wie ist egal, aber findet sich!
ich weiß, das klingt hart.
aber so ist es .
im moment denke ich auch, dass ich es nicht schaffe und weiß nicht, was ich wie machen soll, und mir blutet das herz und die seele aus, wenn ich darüber nachdenke.
aber es blutet so lange, bis es aufhört.
wollen wir mutig sein und das beste draus machen?
sag ja, dann wären wir schon zwei!
lg ;-)
und streng dich an!! ich tus schließlich auch, nachdem ich noch nie als gast irgendjemandem auf dieser welt zugehört habe, weil ich dachte, ich bin die, ders am schlechtsten geht von allen...!!!
in diesem sinne!????
 

Tomoka

Neues Mitglied
Danke für eure Antworten


Hallo liebe Tomoka

Hast du ein Haustier oder magst du Tiere? Wenn du Tiere magst wäre das vieleicht auch noch eine Sparte in der du dich umschauen könntest. Ich weiss nicht ob Dollmager das Richtige für dich wäre. Mir gingen da sofort so Sachen durch den Kopf wie:
Als Dollmager würdest du dein Alleinsein so weiter führen, hättest zwar nen job, aber übersetzt alleine (zuhause) Texte von fremden Menschen. Ob dich soetwas auf lange zeit glücklicher macht bezweifel ich.
Deshalb dachte ich vieleicht etwas mit Tieren, weil Tiere geben einem auch manchmal mehr Lebenskraft als wie Menschen. War nur so ein Gedanke und wollte dir damit auch nur sagen, das es auch anders gehen könnte, aber mach natürlich am besten das was du gern hast und machst.
Ich habe keine Haustiere, würde aber schon gerne welche haben, wenn ich mein eigenes Geld verdient habe. Ich möchte meiner Mutter nicht noch mehr auf der Tasche liegen. Ich wohne hier mitten in der Einöde (Bayern), habe kein Auto, bin auf ÖPNV angewiesen, beim Tierheim um die Ecke als Gassigeher fällt schon mal aus. (Nur so, falls man mir das vorschlagen will...)


Da muss ich deiner Mutter recht geben, trau dich und wenn du Fehler machst, na und? Jeder macht Fehler, das stimmt. Nur aus eigenen Fehlern lernt man wirklich. Du hast deine anderen Sinne noch, nutze diese. Belohne dich auch mal ab und zu selber und schimpf nicht immer nur mit Dir!
Mir ist es schon bewusst, dass es normal ist, Fehler zu machen. Vielleicht habe ich mich auch blöd ausgedrückt, aber "Hab dich nicht so..." - da machte der Ton die Musik. Es war mehr herablassend und augenrollend gemeint. Da kann ich sie einfach nicht ernst nehmen, wenn sie mich schon nicht bei so einem wichtigen Thema nicht ernst nimmt.

Ich mache sehr oft Fehler. Aber es fällt mir sehr sehr schwer, etwas zu sagen. In der
Grundschule hatte ich eine sehr strenge Handarbeitslehrerin gehabt. Ich machte oft viel falsch (dafür hatte ich kein Talent) und traute mich daher nie, zu ihr zu gehen, wenn ich etwas falsch gemacht habe. Hatte ich doch den Mut gefasst, begann sie mich auch schon anzubrüllen, ob ich denn überhaupt aufgepasst habe und nahm mir grob die Sachen, an denen ich gearbeitet habe, weg. Ich hatte sie auch später in Hauswirtschaft gehabt und da hatte sie mich auch recht herablassend behandelt, wenn ich mich nicht spurtete, da ich etwas nicht falsch verstanden habe. In dieser Zeit passierte auch das Mobbing. Wenn ich mich gemeldet habe, weil ich etwas im Unternett nicht verstanden habe, haben meine Mitschüler immer sich darüber lustig gemacht oder es mir offen gezeigt, wie das ihnen auf die Nerven ging. Ab da habe ich auch aufgehört mich wegen irgendetwas zu melden. Es ist wie ein Reflex, der mich ziemlich behindert. Melde ich mich, sehe ich, wie genervt mein Umfeld davon ist, melde ich mich nicht, das Gleiche...

Entscheide erstmal genau was du willst. Dann such dir eine gute Schule und zieh das durch. Du machst das für dich, für deine Mutter, für deine Zukunft.
Meine liebe, ich merke es steckt viel Kraft in dir, sonst hättest du dich hier nicht gemeldet. Deine Geschichte ist gut lesbar und hat Hand und Fuss. Dein Hirn funktioniert einwandfrei, es sind die Ängste den du dich stellen musst. Bitte, verletze dich nicht :(
Wenn du dich ärgerst lass anders druck ab z.b. geh raus und lauf, lauf so lange bis du nicht mehr kannst. Gleichzeitig wäre es eine Übung dich deinen Ängsten zu stellen, weil du aus dem Haus gehst.
Das fällt mir recht schwer. Ich mag es nicht, Menschen auf der Straße zu begegnen. Der Dorfklatsch hier ist furchtbar. Und ich mag es auch nicht, von älteren Menschen angesprochen zu werden. Ich habe ein Problem damit, Gesichter zu erkennen, von daher nicke ich oft stumm und versuche, mich damit zu entschuldigen, dass ich es eilig hätte. Ich verlasse das Haus nur, wenn ich muss (einkaufen, Termine, etc.).




Hallo Tomoka,

ich kann Dir auch nur anraten, Dich einschlägig zu informieren.

Portale dafür gibt es sicherlich genügend.

Du bist nicht talentlos- sondern ich merke, dass in Dir ganz viel Potenzial steckt. Du weisst nur nicht so richtig, in welche Richtung Du konkret gehen kannst und wo Du Deine Prioritäten stecken solltest. Einfach auch deshalb, weil Du viele Interessen hast.

Vielleicht machst Du Dir mal eine Liste mit allem, was Dich interessieren würde.

Dann kannst Du Dich gezielt nach Möglichkeiten von Weiterbildung und der dafür vorgesehenen Optionen informieren und Dir das auch entsprechend als Leitfaden notieren.

Ganz wichtig ist aber dann, wenn Du Dich entschieden hast- "am Ball" bleiben!

Die Problematik im Bezug auf Dich und Dein Isoliertsein und Deine Ängste kann ich schon nachvollziehen. Du hast ja genügend schlechte Erfahrungen damit gemacht.

Dennoch -
schau mal-
Du scheinst kein Mensch zu sein-
der in anderen Dingen so schnell aufgibt. Du hast schon sehr viel für Dich in Angriff genommen- ...so gesehen bist Du ein "Stehaufmännchen"- das ist auch positiv.

Deine Ängste aber kannst Du nicht alleine in den Griff bekommen-
schon gar nicht, wenn Du Dich niemandem anvertraust.

Deine Mutter hat schon Recht - "Fehler" machen wir alle. Dennoch - vertraue Dich ihr an.
Wie soll sie denn wissen, was Dich bedrückt, wenn Du Dich ihr nicht anvertraust.
Das ist falscher Stolz.
Geb ihr wenigstens eine Chance, sich in Deine Problematik und Ängste reinzudenken.
Sie könnte Dir eine Stütze sein,
weil sie Dir im Punkto Erfahrung eine Nasenlänge voraus ist. Sie könnte Dir daher gute Tipps mit auf dem Weg geben.

Auch wenn sie gesellig ist etc. Sie wird auch schon so ihre Erfahrungen gemacht haben.

Es tut mir leid, dass viele Dir gegenüber sich einfach falsch verhalten.
Aber ich glaube auch, dass es eine gewisse Unsicherheit ist.
Die Unsicherheiten von anderen Dir gegenüber kannst auch Du mit aus der Welt schaffen.
Aber nur, wenn Du ein wenig versuchst, Deine Ängste abzubauen. Dafür würde ich wirklich psychologische und fachmännische Hilfe aufsuchen.

Ein erster Schritt wäre vielleicht auch schon zu erkennen,
dass Du "OK" bist-ganz für Dich selber.

Nehme Dir die Reaktionen der "Hörenden" nicht ganz so zu Herzen. Sie WISSEN es einfach nicht anderst-
viele beschäftigen sich sicherlich auch gar nicht großartig damit. Vieles geschieht aus Unwissenheit- aber vieles natürlich auch aus Dummheit. Aber wer sich Dir gegenüber einfach aus "Dummheit" blöd verhält-...den kannst auch Du nur Bemitleiden.

Seh es einfach so!!!!

Du bist OK-
...Du kannst zwar nicht hören- ...aber dafür sind andere Eigenschaften bei Dir viel stärker und besser ausgeprägt. Auch das ist ein Talent- ...das Du Dir aufgrund Deiner Situation angeeignet hast. Seh doch mal einfach auch Positives an Dir.

Zusammenfassend kann man sagen:

Du hast viele Talente- musst nur rausfinden, was Dich am meisten interessiert und welche Möglichkeiten es gibt.

Auch wenn Du nicht hören kannst...
Du kannst dafür andere Dinge viel viel besser....

Isolieren brauchst Du Dich nicht-
sonst bist und bleibst Du auch isoliert.
Es gibt zwar sicher immer wieder schlechte Erfahrungen-
doch diese dürfen Dich nicht so sehr blockieren, dass Du insgesamt Dich sperrst-
auf andere zuzugehen. Denn so - schützt Du Dich zwar vor schlechten Erfahrungen aber auch vor Positiven- die Dir sicherlich auch einen "Kick" geben können-
einfach neue Ideen zu aktivieren.

Ich hoffe, es waren Ansätze dabei, die Dir weiterhelfen können.


lg. Sissy
Danke schön, ich versuche das zu beherzigen. Ich habe mich natürlich viel vorher informiert. Aber es gibt einfach nichts, was für mich passend wäre. Ich brauch ja auch Hilfe von Therapeuten, das weiß ich, aber es gibt sie einfach nicht im Umkreis von 100km.

Wie fit bist Du mit Gebährdensprache?

Und: verlasse Dich nicht auf Arbeitsvermittler, sondern werde selber aktiv. Sonst kannst Du Dir wirklich am Ende nicht aussuchen, was Du arbeitest.
Selber aktiv werden.... . Das gilt heute für Menschen mit und ohne Gehör, mit und ohne Handicap. Das gilt für alle.

Dazu musst Du erst einmal aus Deiner Isolation. Dein Posting hier, das war ja schon einmal ein Schritt! :daumen: Und wie Du siehst, bekommst Du auch positive Resonanz.

Sissy, Spamburger und Omni haben Dir ja schon geschrieben... .

Ach noch etwas: kennst Du gehörlose Menschen, die im Berufsleben stehen und ihre Arbeit mögen? Versuche doch ´mal positive Kontakte zu bekommen. Evtl. kannst Du sie am Arbeitsplatz besuchen? Vielleicht kannst Du sogar einen potentiellen Arbeitgeber auf Dich aufmerksam machen?

Du schriebst von Depression und Sozialphobie. Ist das Deine Selbstdiagnose?


Liebe Grüsse!
Landkaffee
Ich weiß, dass es am besten ist, selbst aktiv zu werden. Aber so oder so, selbst wenn man einen Vertrag hat, man landet schnell beim Amt wegen dem Dolmetscher. War ja bei mir bei der ersten Ausbildung so. Ich weiß von einem Fall, dass eine Firma einem gehörlosen Auszubildenden am Ende kündigen musste, weil das Amt nicht für die Dolmetscherkosten aufkommen wollte und dem lieber empfahl, ein Berufsbildungswerk zu besuchen.

Und ich brauche wirklich einen Dolmetscher, am besten einen mit lautsprachlich-begleitenden Gebärden. Die Deutsche Gebärdensprache kommt weitgehens ohne Grammatik aus und da ich seit meiner Schulzeit (in der Schule wurde nie Gebärdensprache angewendet) nie Kontakt zu anderen Gehörlosen hatte, hätte ich Probleme sie zu verstehen, grad wenn es um wichtigen Schulstoff geht.
Ich habe es ja versucht, mich ohne durchzuschlagen, aber ich bin wirklich kein Typ der Sorte "Ich gegen den Rest der Welt".

Ich habe keinen Kontakt zu gehörlosen Menschen, ich kenne keine, abgesehen von der einen Freundin meiner Mutter und die ist mir schon extrem unsympathisch, da sie oft vor meiner Mutter (ist jetzt in Rente) damit prahlt, wie sie die eine Kollegin am Arbeitsplatz mobbt und ansonsten für Klatsch sorgt. Der mag ich also nicht begegnen.

Ja, das mit den Depressionen und Sozialphobie ist eine Selbstdiagnose, weil die Symptome auf mich größtenteils zutreffen. Asperger's wäre auch eine Möglichkeit, aber ich bin ja auch kein Therapeut.


H
Ich vermute, du kennst die Seite Beruf - Taubenschlag, das deutsche Portal für Hörgeschädigte aber vielleicht gibt es dort ja etwas, was dir weiterhilft.

ideal wäre eine Freundin, die mit dir gemeinsam die Ausbildung macht und für dich dolmetschen kann. allerdings müsstest du die erstmal finden...

Was macht denn deine Mutter? Was arbeitet sie?

Ich glaube, dass es ganz wichtig für dich ist, in die Welt der Hörenden zu kommen, weil du nur dann lernen kannst, "normal" zurechtzukommen. Und wenn du dich traust, auf sie zuzugehen, dann lernen auch die Hörenden endlich, dass Taube genauso Menschen sind.

Vielleicht könntest du mit einem Therapeuten schreiben? Ist sicher unkonventionell, aber müsste doch eigentlich gehen. (Also entweder mit Block oder Laptop)

Tut mir leid, dass ich gerade auch nichts besseres weiß :(
Wo wohnst du denn ungefähr?

Liebe Grüße,
Canya
Es gibt sicher irgendwo in den Weiten des Netzes ein Forum für Gehörlose. Dort könnte man sich informieren, was für Möglichkeiten der Berufsausbildung es gibt. Und zwar aus erster Hand von selbst Betroffenen, nicht von einem Berufsberater, der wahrscheinlich nur die Behindertenwerkstatt des Berufsbildungswerkes kennt. Das Problem wird wohl sein, und das kritisiere ich am System, dass gerne mal ganz schnell in die Behindertenwerkstatt abgeschoben wird. Das geht am schnellsten, der Mensch ist weg und geht keinem mehr auf den Sack. Alternativen zu finden und vor allem die Potentiale im Menschen zu erkennen, zu fördern und zu nutzen ist nicht gerade die Stärke unseres Bildungssystems. Man muss hier, wenn man nicht 0815 will, sehr viel selbst tun und sich durchsetzen, seine Rechte kennen und entsprechend wahrnehmen. Das Problem ist aber, dass du das wahrscheinlich aufgrund deiner psychischen Verfassung gar nicht kannst. Ich kann dir wenig helfen, da ich die Netzwerke für Hörgeschädigte nun überhaupt nicht kenne. Ich kann nur empfehlen, im Netz nach diesen Netzwerken zu suchen, dich zu informieren.
Ja, die Seite kenne ich und ich habe auch schon in Foren gesucht, aber ich fand nichts, was in meinem Fall half. Es ist so, dass die Tauben lieber unter sich bleiben und auch gar nichts Schlimmes daran finden, in speziellen Schulen "abgeschoben" zu werden. Von psychisch kranken Tauben habe ich nichts gelesen, mit denen ich mich evtl. austauschen könnte.

Ich bin sehr enttäuscht von Deutschland. Wenn ich darüber lese, wie es in anderen Ländern aussieht. Die USA zum Beispiel - sehr vorbildlich. Inklusion ist da ein Muss, das gesamte Fernsehen wird untertitelt, selbstverständlich ist ein Dolmetscher zur Stelle, wenn man mal wohin muss. Und die Menschen sind auch gegenüber Gehörlosen recht aufgeschlossen und helfen gern.


Ja, die kenne ich. Wirklich toll.



Entschuldige, wenn ich wirr geantwortet habe, viele Beiträge enthielten ähnliche Fragen. Ich hoffe, meine Antworten waren irgendwie nachvollziehbar??
 

Onni

Mitglied
Hallo

Das ist traurig, das Menschen einen Beruf mit behinderten Menschen ergreifen, aber für den Beruf nicht geeignet sind. damit mein ich deine Lehrerin von der du schriebst.

Ich seh öfters mal Gruppen von Gehörlosen. Aufgefallen ist mir da auch das sie in grossen Gruppen sehr aktiv sind, viel lachen und auch gut untereinander feiern können.
Was mir aber auch auffiel ist: Die da nicht dazu gehören, werden komplett ignoriert. Sie machen halt ihr Ding. Ich sah sehr selbstbewusste und starke Gehörlose, doch das kann auch nur ein Schutz sein. Den ich glaube im innersten fühlen alle wie du und wir.
Viele Leute gehen auch von Ihnen wech, weil sie vieleicht Angst haben von Gehörlosen angesprochen zu werden und wissen nicht zu reagieren.
Selber erlebt wie sich welche über behinderten Menschen lustig machen hab ich noch nicht. Es ist eher mitleid was man um sich spürt. :( Mitleid der keinem weiter hilft.

Ich denke es ist wichtig für dich mindestens mal einen guten Freund zu haben, ein Freund/in der dich versteht. Das kann auch deine (Mutter) sein, besser wäre aber jemand anderes noch dazu, aber du brauchst jemanden. Verschliesse dich nicht!
So Sätze wie:

Du nimmst mich nicht ernst!
(Hör) mir doch mal zu! usw.

sind wichtig wenn du den eindruck haben solltest, das man dich nicht ernst nimmt. Auch in einer unterhaltung muss man oft kämpfen. Gib nicht sofort auf nur weil dein gefühl dir sagt: " Ach, der nimmt mich nicht ernst :/ "

Bedenke jeder Mensch hat sein eigenes Leben und seine eigenen Probleme. Verzweifel nicht immer sofort. :)

Es haben sich schon viele Liebe Menschen hier gemeldet und mir kommt es vor, als hättest du für alles eine Antwort auf das was andere sagen. Jetzt schau aber mal was du selber geschrieben hast!

Du fühlst dich nicht wohl in deinem Dorf ( Mach deine ausbildung wo anders )
Du gehst raus um wichtige Thermine war zu nehmen und mehr (also eine starke phobie hast du glaub nicht)
Die Amerikaner bemühen sich mehr ( für dich steht die ganze Welt offen )
Du brauchst einen Dollmager, der wird dir aber nicht finanziert ( Sag denen die sollen es für dich aufschreiben. Die Schrift ist auch ein guter Dollmager. Du bist die erste Gehörlose mit der ich mich Unterhalte :) , es ist mir eine Ehre )

Was ich dir damit sagen möchte ist. Du weisst was du nicht kannst oder nicht magst, oder wo und was dir gefallen könnte. Versuch schlechte sachen aus dem Weg zu gehen, lerne daraus und such nach dingen die dich fröhlich machen.
Ich weiss soetwas ist leicht gesagt. Alles auf einmal kann man kaum ändern, aber fang klein an. Nur ein Beispiel: Wenn du dich entschliessen solltest Winzerin zu werden und es ist wirklich dein Wille, dann findest du auch einen weg. Nicht aufgeben und ein Nein sollte dich nicht abschrecken. Auf jedes Nein, darf man ruhig auch trotzdem noch einmal+ nachfragen.
Es ist heutzutage schon Mode geworden, auf alle Bewerbungen mit einer Absage zu antworten. Den die Leute die es unbedingt wollen, rufen trotzdem nochmal an und machen es so verständlich, das sie alles dafür geben würden.
Wenn du dann eine Ausbildung od. Studium bekommst sind gleichzeitig ganz viele Probleme gelöst von denen du hier schreibst. Nämlich, ein anderer Ort, bist viel in der Natur, wirst freunde finden, machst deine Mutter glücklich usw.

Eins nach dem anderen und du wirst sehen, es lohnt sich. Werd dir erstmal bewusst was du wirklich möchtest und bewirb dich (schreib keine Schwächen in deine Bewerbung. Du bist Stark ;). Das ganze drumherum ist da erstmal egal.

Drückt Dich liebevoll aus der Ferne :)
Onni
 
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