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Integrationskurse für alle zur Pflicht machen!

Integrations- bzw. Kurs über Staatskunde als Pflicht?


  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    7
Status
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S

STAN!*

Gast
Da ich hier hin und wieder mal lese und ab und zu mehr oder weniger sinnvolles Zeugs schreibe, dabei mir auch mal etwas auffällt, möchte ich mal folgendes Problem zur Diskusion stellen:

Nach dem Zuwanderungsgesetz ist es ja so, dass jeder, der hier einwandert, arbeiten will, etc. einen Integrationskurs machen muss. Dieser Kurs beinhaltet z.B. auch Inhalte über staatskundliche Dinge des Landes in dem sich der Zuwanderer aufhält.

Ich finde dies ist eine gute Sache, da doch Wissen vermittelt wird, das für das gesellschaftliche Leben sehr wichtig ist. Meine Frau, die aus einem demokratischen EU-Land kommt, nimmt auch an so einem Kurs teil.

Aufgrund von teilweise auch hier zu erfahrenden Wissensdefiziten im staatskundlichen Bereich, der auch bei Bürgern der ehemaligen DDR vorkommt, frage ich, ob es nicht besser gewesen wäre, damals auch so eine Art Integrationskurs anzubieten. Die Menschen lebten unter anderen politischen Voraussetzungen und das politische System war auch ein anderes, das nicht mit dem aktuellen, auf dem das Grundgesetz basiert, vergleichbar.

So offenbaren sich überall Defizite in gewissen Dingen, die aber auch nicht erkannt werden, weil einfach die Basisinformation fehlt, die ein solcher Integrationskurs anbietet.

Andersrum gesagt, wäre die DDR selbstständig geblieben, irgendwann Mitglied der EU geworden, dann hätten die Bürger bei Inanspruchnahme der EU-weiten Freizügigkeitsregelungen auch einen Integrationskurs machen müssen.

So ist das nicht geschehen und es gibt Defizite in der politischen Bildung betreffend Staatskunde und andere Dinge.

Aber das offenbart sich auch bei Bürgern, die aus den sogenannten alten Ländern kommen. Eigentlich Quatsch, denn die Länder sind eigentlich gleich alt. Warum alte und neue Länder?

Mein Vorschlag ist, dass jeder Bürger der EU an einem Kurs oder Schulung teilnimmt, der ihn über die staatsrechtlichen Dinge, seine Rechte und Pflichten aufklärt.

Und nun den Ring frei.🙂 Bitte nicht wörtlich nehmen. Es ist mehr eine schmerzfreie Diskussion erwünscht.

Viele Grüße

STAN!*

P.S.: Zur Darstellung des Ergebnisses, habe ich eine kleine Umfrage drangehängt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Stimme dir zu. Aber das würden die meisten Menschen nur machen, wenn sie davon Vorteile hätten.

Im Falle von Ausländern ist es die Staatsbürgerschaft.

Bein "einheimischen" Bürgern, müsste es ebenfalls Vorteile für die Bürger geben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab mal mit "Nein" gestimmt. Weil ich glaube, das man dies den Menschen selbst überlassen sollte - wobei aber nichts z.B. gegen Sprachkurse spricht.
( obwohl ich manchmal denke, das man für die ganz harten Ignoranten kleine Umerziehungslager einrichten sollte - äh, war aber nur so eine Idee... )
 
Stimme dir zu. Aber das würden die meisten Menschen nur machen, wenn sie davon Vorteile hätten.

Im Falle von Ausländern ist es die Staatsbürgerschaft.

Bein "einheimischen" Bürgern, müsste es ebenfalls Vorteile für die Bürger geben.


Falsch, als EU-Bürger brauchst Du die Staatsbürgerschaft nicht. Meine Frau hat und will auch keine deutsche Staatsbürgerschaft. Sie benötigt auch keine Aufenthaltserlaubnis und sie hat eine unbefristete Arbeitserlaubnis als EU-Bürgerin.

Trotzdem muss sie den Kurs machen, was sie auch gut findet.

Sie weiß was die demokratische Grundordnung bedeutet, denn die gibt es in ihrem Heimatland auch. Die hatten die sich wirklich erkämpft.
 
Falsch, als EU-Bürger brauchst Du die Staatsbürgerschaft nicht. Meine Frau hat und will auch keine deutsche Staatsbürgerschaft. Sie benötigt auch keine Aufenthaltserlaubnis und sie hat eine unbefristete Arbeitserlaubnis als EU-Bürgerin.

Trotzdem muss sie den Kurs machen, was sie auch gut findet.

Sie weiß was die demokratische Grundordnung bedeutet, denn die gibt es in ihrem Heimatland auch. Die hatten die sich wirklich erkämpft.
Die Hauptintegration stammt aber wohl nicht aus EU-Ländern.
Und die Freizügigkeit - also hier arbeiten zu können - gilt bei weitem nicht für alle EU Mitglieder. Und hier arbeiten zu dürfen, ist wohl die Hauptmotivation.....😉
 
Die Hauptintegration stammt aber wohl nicht aus EU-Ländern.
Und die Freizügigkeit - also hier arbeiten zu können - gilt bei weitem nicht für alle EU Mitglieder. Und hier arbeiten zu dürfen, ist wohl die Hauptmotivation.....😉


Meine Frau kommt aus einem der letzten Beitrittsländer, aus dem schönen Latvia.

Sie hat sofort eine unbefristete Arbeitsgenehmigung erhalten.

Und ab dem 01.01.2009 gibt es in der BRD keine Einschränkungen mehr für den Arbeitsmarkt.

Aber das ist ja nicht der Punkt. Es geht um den Integrationskurs, den sie machen muss, obwohl sie niemandem den Arbeitsplatz wegnimmt, denn sie arbeitet nicht.

Sie benötigt auch keine Aufenthaltserlaubnis, aber sie macht Integrationskurs, der sogar von der Kommune zu 50 % finanziert wird.
 
Naja, es ändert nichts daran, dass es keine wirkliche Freizügigkeit innerhalb der EU gibt.
Und ich habe auch meine Zweifel, dass es die ab dem 1.1. 2009 für alle Mitglieder geben wird.
Lettland ist ein kleines Land, mit einer kleinen Einwohnerzahl.

Ich bin da sehr skeptisch - vor allem in Hinblick auf Polen.
Und da bin ich wohl nicht der einzige....

Aber wie du schon sagtest, dass ist nicht das Thema.
 
Ich bin absolut dafür.
...der sogar von der Kommune zu 50 % finanziert wird.
Das sind aber dann Steuergelder.
Und das ist ein Knackpunkt.

Bitte jetzt nicht persönlich nehmen, aber warum macht man denn nicht eigendlich so einen Kurs zur Pflicht, aber nicht bei 50% Finanzierung?
Denn wer wirklich daran interesse hat ,wird einen Kurs auch gerne in Kauf nehmen, obwohl er zu 100% selbst finanziert werden muss.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin absolut dafür.

Das sind aber dann Steuergelder.


Bitte jetzt nicht persönlich nehmen, aber warum macht man denn nicht eigendlich so einen Kurs zur Pflicht?
Wer wirklich daran interesse hat ,wird einen Kurs auch gerne in Kauf nehmen, obwohl er zu 100% selbst finanziert werden muss.


Genau das sage ich ja.

Und ich bin in meinem Eingangsposting sogar noch weiter gegangen und habe diese Pflicht auch auf die Bürger der ehemaligen DDR ausgeweitet, da es dort ja leider auch noch Defizite gibt, die auch verständlich erklärbar sind. Die Menschen können ja nichts dafür, dass sie in einem System leben mussten, das menschenverachtend war.

Daher denke ich, dass eine solche Ausbildung für diese Menschen auch angebracht wäre, um Lücken zu schließen.

Es ist doch Fakt, dass da unterschiedliche Auffassungen in Staatsbürgerkunde etc. bestehen. Diese Dinge sollten richtig ernsthaft in den Schulen gelehrt werden.

Aber wenn ich manchmal hier im Politikforum lese, dann habe ich den Schluss, dass entweder das gelernte erfolgreich verdrängt wurde, oder es hat nie einen Lernprozess gegeben.
 
Ja, es sollte sozusagen eine Partei geben, die ihnen das Begrüßungsgeld wieder abnimmt und dafür den Kurs spendiert.....
Ne, also, in Anbetracht der Tatsache, das man Zuwanderung benötigt - und zwar in der Zukunft zwecks der Renten - müßte man diese Kurse schon umsonst anbieten. Sonst kommt ja gar keiner mehr.

Oder aber - ein reichlich utopischer Vorschlag - man wartet bis die Deutschen ausgestorben sind und konserviert alles gut ein. Bis sich irgendwann wieder jemand findet, der deutsch sein will.
 
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