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Inge + Missionierungsversuche

Status
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P

Parzival

Gast
Liebe HILFESUCHENDE,
liebe HELFENDE,

ich möchte hier gerne das o.g. Thema eröffnen, da es mir so scheint, dass es vielen von uns am Herzen liegt.

Um eines klar zu stellen: nicht Inge steht hier im Vordergrund, vielmehr die Sorte von Menschen, die alles in unserem Leben als GOTTGEWOLLT bereits entschieden betrachten.

Dabei übersehen sie nur allzu gern, dass empirisches, historisches Wissen von ihnen unterminiert wird, während sie selbst nur die oberflächlichen Worte einer zigmal übersetzten, inzwischen noch häufiger verbesserten Bibel zitieren.

Liebe Inge - es liegt mir fern, dich anzugreifen...darum möchte ich auch alle bitten, die sich hier äussern.

Wir sollten vernünftig miteinander umgehen und vor allem JEDE persönliche Beleidigung unterlassen. Damit würde man sich nur demaskieren und selbst disqualifizieren.

Ich würde mich über eine lebhafte Auseinandersetzung freuen, in deren Mittelpunkt jedoch niemals ein Halbwissen stehen sollte, sondern vielmehr "bewusstes Erleben" und natürlich auch Erfahrungen im Umgang mit dem Thema.

Ich selbst bin KEIN Theologe, sondern gehe aus historischer, also wissenschaftlicher Sicht an das Thema heran.
Weder streite ich ab, dass es Gott gibt, noch glaube ich an ihn, so wie er in der Kirche dargestellt wird.

Die vielen Beiträge - sowohl von Inge, als auch GEGEN sie - haben mich zur Eröffnung dieses Themas veranlasst, weil ich glaube, dass durch die vielen Kommentare in den einzelnen Foren der eigentliche Hintergrund der Hilfesuche überlagert wird.

Liebe Grüsse,

*Parzi
 
Luiserl schrieb:

Wo oder wer ist das, was wir Gott nennen.
Ich behaupte, jeder von Euch ist ein Gott, auf seine ganz spezielle Art. Denn wenn wir nach seinem Ebenbilde geschaffen sind und in dieser alles umfassenden Einheit einmal waren, bevor wir die Polarität kennen lernten, dann steckt diese Einheit noch in jedem von uns. Es gilt nur, im Laufe vieler Leben sie wieder zu finden und dadurch die Polarität zu überwinden.

Ich muss aufhören, es ist ein unerschöpfliches Theme das doch immer wieder neue Fragen aufwirft, und schon rutschen wir wieder tiefer hinein in wenn oder aber, gut oder böse, krank
oder gesund? Oder steckt die Balance vieleicht darin: Gut und böse, arm und reich, gesund und krank, eines ohne das andere kann nicht existieren. Was bedeutet diese Erkenntnis für jeden einzelnen von uns? von Luiserl


Was meinst du dazu?
 
Hallo,

ich möchte gerne an der Unterhaltung teil nehmen .

Was Gott anbetrifft, möchte ich einfach nur sagen, man muß nicht an ihn glauben, Gott ist.
Mir wird Gott aber zu sehr personifiziert, also die Kirchen stellen ihn so dar.

Man sollte auch nicht zu sehr das Wort aus der Bibel anbringen, denn ein jeder interpretiert das Wort anders. Das sieht man auch an Unterhaltungen bzw. Beiträgen.
Die Bibel ist wohl das älteste Buch, aber niemand war beim schreiben dabei. Jesus hat das Wort nicht geschrieben, es wurde erst ca. 80 Jahre nach seinem Tod damit begonnen.
Im übrigen herrschte zu dieser zeit noch eine andere Sprache, als die, welche wir heute sprechen, ziemlich bildlich gesprochen und wohl auch vieles verherrlicht, oder eben durch die bildliche Ausdrucksweise, "verdreht", ganz zu Schweigen von den vielen Übersetzungsfehlern....

Es gibt Menschen, die leben nach diesem Wort, von mir aus sollen sie das tun, sie tun mir damit nicht weh, was ich allerdings nicht mag, dass sind Missionierungsversuche auf Teufel komm' raus. Damit ist niemandem geholfen, wenn es doch so einfach wäre.....


Gott stellt uns immer wieder Menschen zur Seite, die uns in schweren Zeiten zur Seite stehen, so empfinde ich seine Hilfe, aber er wird bestimmt nicht seine Hand reichen, woher auch immer und uns da rausziehen...hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott...oder wie ich es gerne sage: bewege Dich und es bewegt sich die Welt.

LG
Paloma
 
@ Luiserl + Baba

Erst einmal danke für die Annahme des neuen Themas.

"Jeder von uns ist ein Gott"..hierdrin mag viel Gutes und Interessantes stecken, jedoch ist auch dieser Satz wieder nur eine allgemeingültige Aussage, also etwas, das nicht überprüfbar ist.

Bitte nicht als böswillige Kritik werten, sondern vielmehr als Feststellung!

Mir ging es beim Erstellen des Themas jedoch darum, die in immer wiederkehrender Regelmässigkeit etablierten Themen (ob von Inge oder von anderen) von den Foren fern zu halten, weil sie eben genau da nichts verloren haben und - ihr werdet mir recht geben, wenn ihr lest - die Hilfesuchenden eher abschrecken.

Wer hier nach Hilfe ruft, der hat bereits (für sich) nach dem Göttlichen gerufen und keine Antwort erhalten.

In den Foren kommen Fakten auf den Tisch, dort helfen nur Menschen und...so soll es auch sein.
Daher sollte gerade diese Plattform dem dienen, was Leute wie Inge immer wieder und überall versuchen: die Menschen auf ihren Gott einzuschwören.

Bitte lasst uns Regeln aufstellen, damit es nicht nur bei dem Versuch bleibt.

Eine Regel könnte meineserachtens sein, dass immer nur ein Punkt besprochen werden sollte, um nicht allgemeines Chaos ausbrechen zu lassen.

In einem Punkt gebe ich dir/euch recht: die gesamte Thematik wird schwammiger, je mehr man darüber nachdenkt.
Regeln könnten das zu verhindern helfen.

Lasst uns also nicht über gut und böse reden, sondern über gesichertes Wissen, über das, was ich weiter oben schon einmal andeutete...über empirisch belegbare Fakten nach heutiger Sicht.
In emotionaler Hinsicht kann man über das gesamte Thema nicht diskutieren, dies wäre eine Frage der Interpretationen...und zu interpretieren bringt uns in einer Runde voller kontroverser Sichtweisen nicht weiter.


@ Paloma

Danke auch für deinen Beitrag.

Zu Beginn fusst auch er auf Interpretationen, was Gott ist, wie er/sie ist...usw. ...

Die Fakten, die du allerdings dann nennst sind sowohl richtig, als auch interessant und wertvoll.

Natürlich wollte Jesus niemals Autor werden, die ersten Bibelbücher wurden allesamt in der damals herschenden Sprache der Schriftgelehrten geschrieben, also in griechischer Sprache (nicht wie oft angenommen hebräisch, aramäisch oder gar latein) und heute steht wissenschaftlich eindeutig belegt fest, dass tatsächlich das erste Evangelium nicht vor dem Jahr 70 bis 75 nach Beginn unserer Zeitrechnung geschrieben wurde, das letzte erst zwischen 120 und 140.

Von Wissen aus erster Hand kann also hier nicht ausgegangen werden.

Im Übrigen bezeichnen führende Kirchen- und Bibelwissenschaftler und auch Theologen den christlichen Glauben eher als "Paulinistischen Glauben", da es Paulus war, der die Richtung des Christentums ganz entscheidend verändert hat.

Nur noch mal zur Erinnerung:

Dass Jesus ein jüdischer Rabbi war, muss jeder zugeben, der auch nur irgendwie an die Worte der Bibel glaubt, dafür gibt es allein in den Evangelien fast 70 Beweise.
Was hätte ihm da ferner gelegen, als eine neue Religion zu gründen ?

Nicht vergessen...nicht interpretieren, sondern Beweise sammeln!

Interpretiert hat sehr wahrscheinlich schon jeder Bibelübersetzer.
Wir müssen nun mit dem Vorlieb nehmen, was wir an Bibelstellen noch haben, die auch nur irgendwie einen Sinn in der damaligen Zeit ergeben.

Vielen dank für euer Interesse...bis bald,


*Parzi
 
Hallo, Parzi, Baba, Paloma und wer immer sich diesem Thema anschliessen will.

In einem gebe ich Dir völlig recht Parzi, nämlich das die konkrete Hilfe für die Hilfesuchenden nicht zugedeckt werden darf mit philosophischen oder kirchlich/religiösen Theorien und Halbwahrheiten.

Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, ob ihr, wenn ich mich ab und zu in diese Gedankengängen verliere, dies auch als missioniererei anseht. Ich hoffe nicht, denn es ist immer nur dazu gedacht, mit diesen Gedanken und Fragestellungen zu versuchen die Dinge , Sorgen und Nöte, vor allem wenn man darin festgefahren ist, auch aus anderen Blickwinkeln zu betrachten. Gleichzeitig möchte ich auch etwas von dem Positiven, dass ich immer wieder erleben durfte, wenn die Welt um mich herum allzu schwarz aussah, und das mir immer wieder Kraft gab, etwas davon abzugeben, denen, die positive Kraft benötigen.
Nichts liegt mir ferner, als irgend eine Glaubensrichtung an andere weiter zu geben, dazu ist mir der Inhalt viel zu wichtig, als dass ich ihn in irgend einer Verpackung sehen möchte. Jeder soll sich die Verpackung aussuchen, die ihm gefällt. Ich habe immer wieder festgestellt, dass ich das, was im innersten Bereich mein Leben ausgemacht hat unde immer wieder ausmacht, manchmal nicht mehr in Worte zu fassen vermag, weil sie nicht das vertändlich machen können, was da ganz tief drin sitzt, und mich stärkt. Wie oft habe ich es in meinem Leben verloren, oder nicht mehr darauf geachtet, und dann kommen wieder, in dem Moment, wo ich es brauche, die Personen, gedanken, Begegnungen, Bücher auf mich zu un d bewirken, das ich mich all des Vershütteten wieder erinnere. Und jedesmal fühle ich wieder die Kraft und Stärke die es mir gibt, und die es mir ermöglicht, obwohl ich bis kurz vorher und immernoch selbst in tiefer Sche... stecke, anderen Trost, Ratschläge, konkrete Hilfe oder auch nur Zuversicht zu schenken.
Es ist mir aufgefallen, dass mancher von Euch mit einem Satz das ausspricht, was ich verzweifelt versuche in Worte zu fassen.

Jeder von Euch ist in den letzten 1,5 Wochen immer wieder, in den verschiedensten Forenthemen auf dieses Thema zu sprechen gekommen. Und das, lieber Parzi, zeigt mir auch, dass aus innerer Not heraus, der Weg zwangsläufig in diese Richtung führt. Aber da ist ein kleiner, aber um so wichtigerer Unterschied zum Bibelzitieren: Jeder von Euch spricht so über dieses Thema, dass genau herauszuhören ist, dass es aus ihm herauskommt und nirgends auswendig gelernt werden konnte, weil es nur in uns geschrieben steht. Und dann kann es zur helfenden, schmerzlindernden, vielleicht auch heilenden Quelle werden.
Wo es dem Verzweifelten hilft, da lasst uns auch weiterhin seine Probleme aus mehreren Sichten betrachten, nur so kann er sich aus dem Festgefahreren lösen.

Hier in diesem von Dir erstellten Thema, da hast Du recht sollten wir bei Tatsachen und beweisbarem bleiben. Aber es gibt nun mal Dinge, die jeder vielleicht subjektiv erlebt hat, die aus geglaubtem, oder vertrautem plötzlich Gewissheit werden lässt, ohne das sich dieses subjektive Wissen beweisen lässt.

Puh, ich wollte gar nicht wieder so ausschweifend loslegen, sondern eigentlich nur sagen, das es bei diesem Thema kaum möglich sein wird, nur Bewiesenes einzubringen, weil wir sondt am Boden kleben bleiben würden. Hier wird zwangsläufig die nicht bewiesene Überzeugung jedes Einzelnen mit hineinspielen.

Soll das unterbunden werden?

Euer manchmal ziemliche ratloses und unsicheres Luiserl, das sich immer nur spontan sudrücken kann, so wies gradde durch den Kopf purzelt. (Ich les es auch lieber nicht mehr durch)
 
Klasse Statement, Luiserl...wirklich!

Wer bin ich, dass ich mir anmassen würde, hier irgend etwas zu unterbinden ?

Aber gerade hier wollte ich verhindern, dass ein Kauderwelsch aus Meinungen den Sinn dieses Themas unter sich begräbt.

Bitte tut mir den Gefallen und lest noch einmal einige der Auseinandersetzungen mit Inge.

Hier werdet ihr feststellen, dass sämtliche Autoren innerhalb nur eines zu klärenden Punktes von einem zum anderen kommen, ohne dass der eigentliche Punkt geklärt werden konnte.

Genau dies ist meiner Meinung nach das Problem.

Gerade Inge wird doch immer wieder vorgeworfen, sie hielte sich mit Floskeln aus der Bibel über Wasser und verhindere genau damit die Hilfe der anderen.

Sollten wir nicht wenigstens hier versuchen, ihr den Wind aus den Segeln zu nehmen, indem eben KEINE persönlichen Verständnisse des Glaubens und KEINE Interpretationen angesprochen und dann doch beim nächsten Autor wiederum von seinen Interpretationen überlagert werden ?

Denkt bitte noch mal darüber nach.


Inges überheblich, ja fast schon selbst göttlich wirkende Art der Teilnahme ist es doch gerade, was uns aufregt. Sind wir besser, wenn wir es ihr gleichtun und mit unseren eigenen Meinungen über das Thema Kirche philosophieren ?

Inge sucht den Reibepunkt, die schmale Grenze zwischen Philosophie und Psychologie - dahinter steckt System, ein System, das ich aus vielen Untersuchungen von Sekten verschiedenster coleur kenne und das letztendlich auch von politischen Dogmatikern gerne und immer wieder genutzt wird.

Luiserl...indem du ihr die Plattform bietest, über ihr Verständnis zu diskutieren
und "die nicht bewiesene Überzeugung des Einzelnen, Zitat" mit einfliessen zu lassen, so, wie du es für uns alle (hier) forderst, machst du dich gerade zu ihrem Werkzeug.
Denn das ist es doch, was sie die ganze Zeit über tut.

Sie drängt uns ihr Dogma auf - und ein Dogma hat das Bewusstsein des Bewiesenen verlassen und ist eingedrungen ins Unterbewusste (siehe TV-Werbung), in die Empfindung und die Interpretation, also die MEINUNG jedes Einzelnen. > Niemand kauft Persil, weil es nachweislich und wissenschaftlich bestätigt die grösste Reinigungskraft hat, sondern weil der Marktanteil durch den Bekanntheitsgrad der höchste ist!

An irgendeiner Stelle in diesem Forum hat jemand das Dogma des "dritten Reichs" erwähnt und gefragt, wie denn unsere Grosseltern auf Hitler und Konsorten hereinfallen konnten.

Sie sind nicht hereingefallen.
Das was die Deutsche Arbeiterpartei anfangs und die NsDAP später sagte, war nichts anderes, als das, was die Menschen hören wollten, eben weil es ihnen schlecht ging. Sie hörten, WIE schlecht es ihnen ging, doch es wurde nicht belegt, woran dies lag oder wie es zu ändern war, sondern es wurden stets nur Behauptungen aufgestellt (s. Judenhass - durch angebl. Judenproblem).

Das Problem lag an der Art und Weise der Diskussion in den Anfängen.
Neben der Gewalt die durch Schlägertrupps auf politisch andersdenkende ausgeübt wurde gab es aber auch das Dogma "wir für Deutschland"...der politische Gegner aber rieb sich auf mit Gesprächen und endlosen Diskussionen über Meinungsbildung, statt konkret belegbar dem deutschen Volk die Missetaten der Nazis schon zu Beginn zu beweisen!

Niemand hat es seinerzeit geschaft, auch nur einmal auf einer Bühne oder einer Veranstaltung den Beweis anzutreten, für die Irrungen und Verwirrungen der Aussagen der NsDAP.
Wäre dies geschehen, hätten viel mehr Menschen schon in den 20er Jahren die Augen geöffnet werden können.

Ihr seht also an diesem - uns allen bekannten - Beispiel, wie wichtig es ist, sich auf eine Analyse und eine Beweisführung der Punkte des andersdenkenden einzulassen, ohne Emotionen über das Inhaltliche (also die eigene "Meinung", die Interpretation) ins Spiel zu bringen.

Etwas grundsätzliches hierzu: Ich habe in keinster Weise Äusserungen oder auch Handlungen der NsDAP mit Artikeln hiesiger Autoren gleichgesetzt, sondern nur versucht, an diesem bekannten Beispiel die Gefahr des politischen Dogmas zu erklären.


Lassen wir uns also darauf ein, unsere jeweils ganz eigene "Meinung" zum Thema Bibel und Gott mit ins Spiel zu bringen, wird es mit Inge (oder später vielleicht mit gefährlicheren Leuten) nichts weiter als einen ständigen Schlagabtausch geben, der nichts verwertbares mit sich bringt.

Können wir aber Beweise für bestimmte zu diskutierende Punkte bringen, dann steht Inge zum ersten Mal hier wirklich mit dem Rücken zur Wand, weil ihre Bibelzitate (sie beschreibt ja eben NICHT, WIE Gott ihr geholfen hat, sondern behauptet es immer nur) ad absurdum geführt wurden.

Dies jedoch geht nicht, wenn wir eine Diskussion beginnen mit den Worten: "ich bin der Meinung" oder "ich verstehe diese und jene Textstelle so oder so..."

Nochmal...halten wir die wirklich wichtigen Foren für Hilfesuchende unter den Menschen frei und setzen uns hier gegen Inges Missionierungsversuche zur Wehr!

Danke für eure Aufmerksamkeit


*Parzi
 
WO je, Parzi, nu isses schon passiert.
Ich habe gerade festgestellt, dass ich die Fragestellung, d.h. das Thema völlig falsch verstanden habe. Daher auch meine vom Thema abweichenden Kommentare. Übringens, "unterbinden" war ein blödgewähltes Wort. Entschuldige, eigentlich wollte ich , glaub ich wenigstens, "vermeiden" sagen. Irgendwie hab ich deine Eröffnung des Themas und Palomas Antwort nicht so verstanden, dass das Thema eine Diskussion um "Gotteseiferer" und Missionierung sein sollte. Ich hab schon wieder mal mehr herausgelesen, als gemeint war.
Eben hab ich mir nochmal Deinen Eröffnungsartikel durchgelesen. Jetzt weis ich auch, worher meinerseits das Missverständnis kam.
Du gehst davon aus, dass uns wirklich das Thema, das Inge praktizierte und unsere Einstellung dazu am Herzen lag. Ich weis nicht, wie es den anderen erging. Aber ich hatte den Eindruck, dass sie auf nette Art Inge wissen lassen wollten, dass ihre Art nichts mit Hilfe zu tun hatte, und es uns ja eigentlich darum ging. Das Thema wurde dann nur so abweichend auf Inge konzentriert, weil die einzelnen Teilnehmer eine engelsgleiche Geduld mit dieser Art entwickelten. Ich denke aber schon, dass es uns eigentlich darum ging, aus unserer Sicht anderen Hilfe anzubieten.
Inge hat es nur immer wieder verstanden, uns aus dem Konzept zu bringen, deshalb habe ich dann ja auch erwähnt, das man sich über manche Antworten hinwegkatapultieren könne. Wenn ich mir nochmal Inges argumente durch den Kopf gehn lasse, und zwar dann, wenn sie mal mit eigenen Worten sprach, dann kam eigentlich ganz deutlich raus, dass sie sich in ihrem Märthyrertum regelrecht wohlfühlte. Ich erinnere an die kurze Diskussion über die Ignorantenliste, bzw. Buddyliste. Was mag es wohl sein, was sie sich selber einfach nicht verzeihen kann. Liebe Deinen Nächsten WIE DICH SELBST, wie kann man seinen nächsten lieben, wenn man sich selbst nicht liebt. Vielleicht sollte man mal versuchen, ihr wirkliches Leid herauszufinden. Vielleicht ist ihre ganze Art nur ein einziger Hilferuf, da sie aber nicht verdienst, dass ihr verziehen wird, kann sie sich nur weiterhin selbst belügen, als ginge es ihr Gut. Ween es wirklich so sein sollte, dann leiste ich wirklich Abbitte, wegen meiner Ironie und etwas belustigten Art ihr gegenüber. Es muss ja irgendeinen Grund haben, dass, jedenfalls ich, mich immer noch mit dem Menschen Inge beschäftige.

In einem anderen Podium, z.B. pers. Nachricht oder E-mail, könnt ihr mir ja mal mitteilen, wie ihr die Situation von Inge einschätzt.

Wenn ich ganz ehrlich bin, muss ich sagen, die Thematik wie Du sie hier stellst, ist eigentlich nicht so sehr mein Fall, ich glaube, ich habe das in dem anderen Forum auch ziemlich deutlich gemacht.
Wenn es hier wirklich darum gehen soll, wissenschaftlich an beweisbare Aussagen der Bibel heranzugehen, im Gegensatz zum blinden Zitieren biblischer Texte zum Zwecke der Missionierung, dann muss ich sagen, kann man über beweisbare Inhalte der Bibel genauso viel oder wenig sagen, wie über die Beweisführung der Rosenkreutzer in ihrer Philosophie; wobei ich gestehen muss, dass mir die Aussagen der Bibel viel klarer erschienen, wenn ich sie mit der Deutung der Rosenkreuzer in dem Buch, das sich mir am deutlichsten eingeprägt hatte, "Der kommende neue Mensch" las. Das war vor 25 Jahren, als ich mich mit den verschiedenen Glaubensrichtungen und Weltreligionen befasste. Mir wurde damals zum ersten mal klar, dass die ganze Bibel wirklich so geschrieben war, das nur die wirklich Weisen sie völlig verstanden, dass sie eigentlich fast ausschließlich aus Metaphern und Gleichnissen bestand. Alles wurde ihrendwie durch die Blume gesagt. Und die Lehren Christi kann ja nun wirklich jeder nur so interpretieren, wie er es versteht. Bewiesen werden kann doch höchsten der geschichtliche Inhalt. Aber die ganzen Wunder können ja auch nur als Gleichnis verstanden werden. Da könnte man es wirklich Aussage für Aussage durchgehen und seine Interpretation dazu äußern. Vielleicht kämen wir dabei sogar auf einen gemeinsamen Nenner.

Da für mich die Bibel, ähnlich wie der Koran, oder die buddhistischen Lehrbücher, oder das Buch der Hopi oder die Philosophie der Rosenkreutzer, nicht mehr ist, als ein Lehrbuch mit Gesetzen und Geboten, die sowohl im alten wie auch im neuen Testament von Propheten, Schriftgelehrten und Sehern aufgestellt wurden, fühle ich mich eigentlich außerstande die inhaltlichen Aussagen für beweisfähig zu halten. Ich bin sehr gespannt, was alles durch Beweise belegt werden kann.

Ich hatte leider nie die Gelegenheit, den Talmund oder Koran von Anfang bis Ende zu lesen, aber auch die Bibel habe ich nie anders gelesen als eines dieser erwähnten Bücher anderer Religionen.

Als ich 14 war, und konfirmiert werden sollte, habe ich meinen Eltern den Schock ihres Lebens verpasst. Ich war so krank am Tag der Konfirmation, hatte Bauchschmerzen, überkeit, es war furchtbar. Die Einladung, die Geschenke, die Gäste und ich musste tun, was ich eben tun musste, nähmlich alle enttäuschen (ich wurde auch noch mit meinem älteren Bruder zusammen konfirmiert), weil ich es nicht fertig brachte, einen Meineid zu schwören, und das wäre es gewesen, wenn ich zu Christus als Gottes Sohn JA gesagt und ihm Treue geschworen hätte. Hätte sich der Eid nur auf Gott, so wie ich ihn damals verstand, bezogen, hätte ich JA sagen können, aber es ging mir während des ganzen Konfirmationsunterrichts von mal zu mal mehr auf den Geist und völlig gegen mein Gerechtigkeitsempfinden (ich spreche jetzt so, wie ich damals fühlte) das fast nur noch von Christus gesprochen wurde und kaum noch von Gott, der doch viel wichtiger war und weit über Christus stand (der war ja auch nur ein Mensch). Da Christus für mich damals schon in die Reihe der Propheten und überirdisch "guten Menschen" gehörte, empfand ich es wie eine Gotteslästerung, wenn so viel Kult um ihn gemacht wurde. Denn ich habe zur gleichen Zeit katholischen und evangelischen Gottesdienst besucht, bei uns wars Christus, bei den Katholiken noch schlimmer, da wurde die Maria ja sogar über Christus gestellt. Das passte gar nicht in meine Hirarchie. Ich hab schon damals diese Riesenunterschiede (ich sah ja mehr die Verpackung) nicht verstanden, ich verstand nicht, warum man sich fast prügelte anstatt sich auf das Wichtige zu konzentrieren. Und dann die Rechtfertigung der Kreuzritter, und die grauenhafte Abschlachtung der Indianer, und das Umbringen der Heiden und das alles "Im Namen Gottes", das war für mein Gemüt und gläubiges Empfinden zu viel des Guten. Kaum hatte ich vor dem Altar mit NEIN, ICH KANN NICHT geantwortet, ging es mir schlagartig besser, dafür wurde dem Rest der Gemeinde vor Schreck fast schlecht.

Und diese kritische Art gegenüber den Verpackungen habe ich nie wieder ablegen können. Deshalb bin ich wohl die Letzte, die man für wissenschaftlich untermauerte Beweise des des wichtigsten Teils der Bibel, die Offenbarung, heranziehen dürfte. Beweisbar ist im Moment nur die christlich, römisch, jüdischen Geschichte dieser Zeit.

Bitte seid nicht böse, weil ihr vielleicht glaubt ich sei eingebildet, hochnäsig oder würde gar denken , ich stünde über den Dingen. Keineswegs, so ist es wirklich nicht, nur wenn wir das Thema wirklich so nehmen, wie es von Dir gedacht ist, dann ist es eigentlich wieder nur eine innerliche Auseinandersetzung zwischen Wahrheit und Glaube. Aber ich werde dem Thema mit Interesse folgen, vielleicht gibt es durch wirkliche Beweise, eine Sichtweise, wie ich das Thema noch nie gesehen habe.
Ich muss auch sagen, dass ich nicht GEGEN INGE kommentiert habe, sondern die Gefahr, deutlich machen wollte, in der sich Menschen wie die Zeugen Jehovas befinden, denn an die erinnerte mich die Art, wie Inge mit Platitüden um sich schmiss und die von solchen Gotteseiferern für labile Menschen ausgeht. Denn jede erfolgreiche Sekte, die imstande ist, ganze Gruppen von Menschen in den Selbstmord als Erlösung zu treiben, tut nichts anderes als blinden Gehorsam gegenüber irgend einer "himmlichen" oder "höllischen" Macht zu zu predigen. Und gerade labile Menschen, die auf der Suche nach einer Lösung für ihre Probleme sind, sind die willigen Opfer solcher Scharlatane oder Gurus. Du kannst hinschaun, wo Du willst, überall wo voller Inbrust und eigetrichterter Überzeugung irgend eine Glaubensrichtung vertreten wird, da führen sich die Lehren und Dogmen ad absurdum. Könnt ihr verstehen, dass die Menschen Angst haben, nach dem Tod in die Hölle zu kommen, und gar nicht merken, dass die Hölle mit all ihren von der Bibel nach dem "Sündenfall" versprochenen Strafen hier auf der Erde stattfindet.

So bevor ich jetzt wieder ins philosophieren komme, hör ich lieber auf zu schreiben.
Aber philosophieren macht halt so viel Spass, sich immer wieder mit immer neuen Gedanken zu befassen, wie das, was man nicht beweisen kann seine Richtigkeit haben könnte.

Was mich allerdings verblüfft hat an deiner streng wissenschaftlichen Art an ein Thema wie Religion heranzugehen, ist Dein Motto, was unter Parzival steht, ist die Wahl des Namens Parzival, sind die Worte und Gedanken, die Du äußerst, wenn Du anderen helfen willst. Das hat in mir eigentlich den Trugschluss ausgelöst, das dies Deine Sicht der Dinge sei und das kann ich mit dem jetzigen Thema, so wie Du es angehen möchtest, irgendwie nicht in Einklang bringen.
Vielleicht sehe ich zu einem späteren Zeitpunklt klarer.

Jessas, s is ja schon wieder 4:30.
Eine gutes Erwachen und einen noch besseren ganzen Tag wünscht Euch
Euer Luiserl.
 
Hallo Parzival,

hm.... ich vermisse hier ein wenig die Toleranz.
Ich denke, dass jeder hier versucht so zu helfen, wie er/sie es für richtig hält. Jeder hat so seinen eigenen Blickwinkel und seine eigene Erfahrungen gemacht. Jeder sieht die Welt ein wenig anders und genau das macht dieses Forum so wertvoll. Was mir hilft muss nicht zwagsläufig Dir helfen ;-).
Ich bin der Meinung, dass jeder wertvoll ist, so wie er ist und gerade weil er so ist und bin der festen Überzeugung, dass die Menschen hier posten, weil sie Gutes bewirken wollen, jeder so wie er es kann.
Du redest davon, Regeln aufzustellen .... Du redest von wissenschaftlichen Betrachtungen...
Ich könnte mit Regeln wie : "wie und was darf ich antworten" nicht viel anfangen und ich lese die Probleme hier immer mit meinem Herz. Meine Antworten werden immer nur meine Sicht der Dinge beinhalten.
So wie jetzt...
Ich habe nicht das Recht, mich über die Qualität der Anworten Anderer zu erheben, ich kann sie höchstens rein sachlich andiskutieren. Wie heißt es doch so schön : leben und leben lassen!
Mag sein, dass ich am Thema vorbei bin ... mag sein, dass ich das Thema nicht wissenschaftlich genug betrachtet habe ....
Ich kann nur meine Meinung ausdrücken und kann nur darauf aufmerksam machen, dass Toleranz noch nie geschadet hat.
 
Ich kann mich Moonlight nur anschließen, Toleranz ist das A und das O.

Parzival, du bist auch nur dogmatisch, wenn du nur gelten lässt was du beweisen kannst. Hat dir nicht dein eigenes Leben und Wissenschaftsgeschichte beigebracht, das nahezu jedes Wissen durch neues Wissen verdrängt wird. Das was sich im Nachhinein als wahrer als die vorrigen Dinge erweist, war vorher in diesem schwammigen Bereich des Glaubens.

90-95% der Wahrheit liegt im Moment noch im Bereich des wilden herumspekulierens. Dadurch find ich wildes rumspekulieren gar nicht schlimm, mit großer Wahrscheinlich trifft man doch irgendwas was richtig ist.

Da gab es jemanden der behauptete Früchte leuchten, jahrelang haben alle Koryphaen gelacht und im Endeffekt hatte der Mensch recht.

Unterbewußtsein hat man bis jetzt noch nicht beweisen können, dennoch sieht man seine Auswirkungen, daher ist es für die meisten vorhanden.

Früher wollten Alchimisten, nach der Zerlegung von Substanzen aus den Elementaren, Gold schaffen, heutzutage macht man es genauso wie sie es vermutet haben. Nur das die Elemtare nicht Feuer, Luft,Erde Wasser heißen, sondern elektron, neutron, proton, ist dennoch das gleiche. So ein armer Alchemist hatte halt noch keinen atomaren brennofen oder einen Teilchenbeschleuniger.
Gott und die göttlichkeit Jesu ist zwar nicht bewiesen, aber man sieht an realen Menschen ganz reale Verbesserungen ihres Zustands. Also irgendwas ist da, vielleicht siehts halt nur anders aus als wir uns das vorstellen, analog zu dem Weg vom Feuer zum elektron, ist gott vielleicht was völlig anderes als wir uns dass so denken.

Es gibt eine Formel die die Wahrscheinlichkeit für eine Existenz Gottes errechnet, die jetzt erstmals mit PC gelöst werden konnte, es steht meiner Ansicht nach 2 zu 1 für einen Gott.

Wie sollte man in Zeiten da die Menschen mit 45 schon alt und weise waren, zu den Aussagen gekommen sein, das menschen 120 Lebensjahre bekommen? Das ist ja die durchschnittliche Wahrheit wenn man die Länge der Chromosomenendkappen anschaut. Da war die bibel tausende Jahre schlauer als jeder Wissenschaftler.
Vielleicht erweist sich doch einiges in näherer Zukunft noch als beweisbar, abwarten..
Ich rechne mit überraschungen.

Ich bin der Meinung, das wir mindestens einen finden dem Inge geholfen hat, auf ihre Art und Weise, und dadurch hat sie ihren sinn, und es ist gut dass sie hier schreibt. Alle anderen die's stört können sie doch einfach überlesen. Es herrscht Meinungsfreiheit, einer der größten Vorteile von good old germany. und ich bin auch der Meinung, auch Sekten haben ein Recht auf Leben, viele Menschen sind Insekten,ähh.... .

Ne im Ernst ausser es sind Kinder die per Familie in Sekten sind, bin ich der Meinung jeder Mensch ist gefälligst in solchen Dingen für sich verantwortlich. Es gibt ja auch welche die sich gerne so behandeln lassen, auch diese Menschen sollen die Chance haben sich glücklich zu fühlen.

"Was macht ihr seitdem Jehova anscheinend verschwand"-"Wir Zeugen Jehovas"
(*fg*, selten war ein Kalauer lauer)
 
Parzival meinte:
Sie drängt uns ihr Dogma auf - und ein Dogma hat das Bewusstsein des Bewiesenen verlassen und ist eingedrungen ins Unterbewusste (siehe TV-Werbung), in die Empfindung und die Interpretation, also die MEINUNG jedes Einzelnen. > Niemand kauft Persil, weil es nachweislich und wissenschaftlich bestätigt die grösste Reinigungskraft hat, sondern weil der Marktanteil durch den Bekanntheitsgrad der höchste ist!

An irgendeiner Stelle in diesem Forum hat jemand das Dogma des "dritten Reichs" erwähnt und gefragt, wie denn unsere Grosseltern auf Hitler und Konsorten hereinfallen konnten.

Sie sind nicht hereingefallen.
Das was die Deutsche Arbeiterpartei anfangs und die NsDAP später sagte, war nichts anderes, als das, was die Menschen hören wollten, eben weil es ihnen schlecht ging. Sie hörten, WIE schlecht es ihnen ging, doch es wurde nicht belegt, woran dies lag oder wie es zu ändern war, sondern es wurden stets nur Behauptungen aufgestellt (s. Judenhass - durch angebl. Judenproblem).

Das Problem lag an der Art und Weise der Diskussion in den Anfängen.
Neben der Gewalt die durch Schlägertrupps auf politisch andersdenkende ausgeübt wurde gab es aber auch das Dogma "wir für Deutschland"...der politische Gegner aber rieb sich auf mit Gesprächen und endlosen Diskussionen über Meinungsbildung, statt konkret belegbar dem deutschen Volk die Missetaten der Nazis schon zu Beginn zu beweisen!

Niemand hat es seinerzeit geschaft, auch nur einmal auf einer Bühne oder einer Veranstaltung den Beweis anzutreten, für die Irrungen und Verwirrungen der Aussagen der NsDAP.
Wäre dies geschehen, hätten viel mehr Menschen schon in den 20er Jahren die Augen geöffnet werden können.

Ihr seht also an diesem - uns allen bekannten - Beispiel, wie wichtig es ist, sich auf eine Analyse und eine Beweisführung der Punkte des andersdenkenden einzulassen, ohne Emotionen über das Inhaltliche (also die eigene "Meinung", die Interpretation) ins Spiel zu bringen.

*Parzi


@Parzival
Jetzt bin ich auch ein wenig verwirrt. Nein, mich stört Inge mit ihren Beiträgen nicht so sehr. Ich denke auch, wenn sie mit ihren Beiträgen auch nur einem geholfen hat, ist es doch ok.

Auch hatte ich deine Eröffnung des Themas so verstanden, dass es dir gerade nicht um Inge ging, sondern um "wissenschaftliche" Erörterung des Themas Religion?

Was Dogmen betrifft, fürchte ich sie nicht, denn ich habe ja immer noch die Möglichkeit, in meinem Inneren davon überzeugt zu bleiben, was mir als wahr erscheint.

Wenn du von wissenschaftlich belegbaren Fakten sprichst im Zusammenhang mit religiösen Schriften, so gibt es da einige. Wie Luiserl schon sagte, lassen sich recht viele Belege finden für einige Tatsachen z.B. aus der Geschichte des jüdischen Volkes. Auch haben sich schon viele Sprachwissenschaftler über die Bibel hergemacht und haben anhand z.B. von stilistischen Untersuchungen versucht, die Entstehungsgeschichte der biblischen Schriften zu rekonstruieren. So weiß man z.B. mit Sicherheit, dass es natürlich nicht nur eine Person gab, die Jesaja hieß und das besagte biblische Buch verfasste.
Ähnlich verhält es sich mit den Evangelien, wie du selbst ja schon richtig bemerktest.

Man sollte sich wohl auch keinen Illusionen darüber hingeben, dass nicht auch mit Hilfe der Bibel versucht wurde, Mythen zu schaffen, um z.B. den Zusammenhalt des jüdischen Volkes zu stärken und eine nationale Identität zu schaffen. Also auch hier Dogmen und "Volksverdummung"?

Was die Nazizeit betrifft, mag es wohl sein, dass die Nazis aussprachen, was viele nur zu gern hören wollten. Aber man war auch diesem Dogma nicht schutzlos ausgeliefert. In einem Dokumentarfilm sagte Traudl Junge, Hitlers Sekretärin, sinngemäß, <Eines Tages ging ich an der Gedenktafel für Hans und Sophie Scholl vorbei und stellte fest, dass Sophie Scholl mein Jahrgang war. Da habe ich erst begriffen, dass man auch etwas hätte erfahren können, und dass Jungsein keine Entschuldigung ist.> Du hast recht, es konnte wohl damals auf einer Bühne keiner die Wahrheit sagen, mit Flugblättern aber sehr wohl.

Letzten Endes, sind die Übergänge nicht fließend? Was sind denn Emotionen? Auch nur Vorgänge im Hirnstoffwechsel? Das könnte man dann wieder wissenschaftlich untersuchen, und es wird ja auch getan.

Aber, es führt zu weit. Ich wollte nur sagen, dass ich nicht mehr so ganz verstanden habe, worauf du hinauswillst.

Baba
 
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