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Indios in Brasilien

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Noch leben sie, wie sie wollen und was Du machst ist reine Kaffeesatzleserei. Du weißt nicht, wie es in 50 Jahren aussieht.
 
Kulturen konkurrieren untereinander, die ganze Geschichte der Menschheit zeigt das. Treffen zwei Kulturen aufeinander, so wird die dominante bzw. stärkere, überleben. Die unterlegene Kultur wird in bestimmten Teilen in die eigene eingegliedert und/oder nur gewisse Teile der unterlegenen Kultur werden stückchenweise überleben. Aber nie so wie vorher.

Wobei die Geschichte bewiesen hat, dass diese stärkere Kultur nach einer gewissen Zeit zusammenbrach, weil durch diese sogenannte Stärke auch eine gewisse Arroganz erzeugt wurde und sie somit angreifbar wurde.

Ich kann mich nicht erinnern, dass das ägyptische Reich, das römische Reich etc. noch existieren. Gibt auch genügend Beispiele aus der Neuzeit und bei einer sogenannten jetzigen Weltmacht, sehe ich auch diese Tendenzen. Es ist ein stetiges Auf und ab.

Ich denke, einzelne Beispiele jetzt aufzuzählen, ist müssig.

Und diese Indiokultur, die lebt in einem gewissen geschützten Rahmen. Ein kleiner Mikrokosmos ohne diese Einflüsse von Außen.

Man sollte ihnen das gönnen.
 
Zuletzt bearbeitet:
House hat schon recht - wenn der Mensch weiter so agiert und dabei meine ich die Abholzung der Regenwälder - werden diese Indios in einigen Jahrzehnten verschwunden sein. Das ist so platt, weil es eigentlich jeder weiß. Aber: Niemand hier und am allerwenigsten House kann einen konkreten Vorschlag machen, der bezahlbar, praktikabel und sinnvoll wäre, wie man das ändern könnte. Auf diese Menschen bezogen.
Die brasilianische Regierung hat, so wie ich es lese, Reservate eingerichtet. Kann sie aber vermutlich mangels Geld und wegen der unvorstellbaren Größe nicht überwachen.
Entweder gibt es also Geld aus aller Welt für sowas, plus kein Tropenholzverbrauch mehr, ( ich habe ja Sting erwähnt ) oder diese Menschen werden aussterben.
 
Heute ist es anders. Heute ist die Welt vernetzt und es gibt eine Weltkultur bzw. ist am entstehen. Ob an der Spitze die USA sind oder in 30 Jahren China oder vielleicht sogar die Europäische Union, ist egal.

Es ist keine Kaffeesatzleserei, sondern ich schaue einfach auf die Geschichte. In der jetzigen Form, und das betone ich hier auch immer wieder, wird ihre Kultur nicht überleben.
 
[...]

Man kann nicht über eine bestimmte Gruppe von Menschen im Zusammenhang mit der Verwendung des Wortes Zivilisation diskutieren, wenn man sich nicht auf einen Zivilisationsbegriff verständigt, sonst hätte ja nachher jeder Recht und wo kämen wir da hin?

Zivilisation – Wikipedia

Was soll das Geschwätz über Krankheiten? Wir wissen nichts über deren Krankheiten und Lebenserwartung. Auf den Fotos waren jedenfalls keine erkennbaren Greise und (wenig erstaunlich) z.B. auch keine Rollstuhlfahrer zu sehen. Wie hoch wird wohl deren Lebenserwartung ohne Antibiotika sein? Ach ja - ist natürlich egal, weil es denen ja viel besser geht ohne die von der Menschheit der Natur abgetrotzten und zum Teil auch abgekupferten medizinischen und technischen Errungenschaften.

Es gibt weder DEN bemitleidenswerten Indio noch DEN bösen weißen, gelben, braunen oder schwarzen Mann. Wer will sich denn anmaßen darüber ein Urteil zu fällen? Derjenige müsste wohl Gott sein. (Ach ja ich vergaß, an den wird ja von den meisten Diskussionsteilnehmern nicht geglaubt.)

Menschen sind Raubtiere. Warum sonst sollten die Indios mit Pfeil und Bogen auf etwas Unbekanntes (oder vielleicht sogar Bekanntes?) schießen? Sie werden sich doch wohl nicht vegetarisch ernähren - oder? Wozu bräuchten sie sonst Waffen?

Es könnten natürlich auch Anhänger einer Sekte sein, die ausgestiegen sind, um mit der brasilianischen Gesellschaft nicht mehr zusammenleben zu müssen (wie wohl auch kaum jemand von uns will, der wirklich einmal da war und die Schattenseiten kennengelernt hat). So eine Art Wacko vielleicht?

Es könnten auch Aussteiger sein. Ein schöner Gedanke, dem allerdings nur Rüdiger Nehberg sowie Costa Cordalis und Bata Ilic gemeinsam mit Michaela Schaffrath wohl ernsthaft nähertreten würden. All die anderen Aufgeklärten Mitbürger, die sich gerne verbal rot anmalen und dem "armen" Indio bald wieder medienwirksam bei Reinhold Beckmann das Wort reden werden, wie Alice Schwarzer, Jutta Ditfurth, Daniel Cohn-Bendit, Jürgen Trittin, Joschka Fischer, etc. wollen natürlich auf Toskana und Rotwein sowie die Fernsehstudios nicht verzichten.

Der Mensch ist übrigens nachweislich von Natur aus neugierig und von Forscherdrang besessen. Die menschliche Spezies hat unabhängig voneinander im Stadium ihrer Entwicklung immer geforscht und dabei sich und die erlernten Techniken weiterentwickelt. Wer will so vermessen sein, dies den Indios abzusprechen? Sie haben Hütten und Pfeil und Bogen. Mithin haben sie ihre eigene Sozalisationsform. Da auch deren Ahnen wohl kaum mit dem Hubschrauber abgeworfen wurden, werden auch sie sich durch Verbreitung und durch Abspaltung sowie Genaustausch mit anderen Gruppen vermehrt haben. Die Annahme einer völlig isolierten Gruppe ohne Kontakt zu anderen ist - mit Verlaub - verklärter Schwachsinn.

Fazit:
Es ist mir egal wie diese Menschen leben. Ich hoffe allen anderen auch, denn dann können sie vielleicht so weiterleben oder sich nach Belieben verändern; wenn sie nicht vorher - aufgrund was auch immer - aussterben. Aber wer wird sich in 1-20 Jahren noch fragen: "Was ist eigentlich aus den lustigen rot bemalten Indios geworden, die damals mit Pfeil und Bogen auf Flugzeuge geschossen haben?"
 
Zuletzt bearbeitet:
[...]

Man kann nicht über eine bestimmte Gruppe von Menschen im Zusammenhang mit der Verwendung des Wortes Zivilisation diskutieren, wenn man sich nicht auf einen Zivilisationsbegriff verständigt, sonst hätte ja nachher jeder Recht und wo kämen wir da hin?
JEDER hat recht und unrecht zugleich. In jeder Aussage steckt ein Stück Wahrheit. Warum auch nicht? So wie Licht und Schatten zusammengehört, so gehört auch Recht und Unrecht zusammen.

Wo fängt Zivilisation an? Vielleicht ab dem Punkt der Selbst-Bewusstwerdung? Oder vielleicht wie in dem Film "Am Anfang war das Feuer" als der Affe bewusst ein Werkzeug zum Töten benutzte? Ab der Höhlenmalerei oder doch erst mit Picasso?

Was soll das Geschwätz über Krankheiten? Wir wissen nichts über deren Krankheiten und Lebenserwartung. Auf den Fotos waren jedenfalls keine erkennbaren Greise und (wenig erstaunlich) z.B. auch keine Rollstuhlfahrer zu sehen. Wie hoch wird wohl deren Lebenserwartung ohne Antibiotika sein? Ach ja - ist natürlich egal, weil es denen ja viel besser geht ohne die von der Menschheit der Natur abgetrotzten und zum Teil auch abgekupferten medizinischen und technischen Errungenschaften.
Das ist kein Geschwätz, so isses nun mal. Und mit Deinem "wenig erstaunlich" gehst Du wohl davon aus, dass sie nicht sehr hoch ist.

Womit ich bei den Lebensjahren eines Menschen ankomme. Muss ein gutes Leben zwangslaeufig lang sein? Mit dem Thema beschäftigte ich mich mal sehr intensiv im Zusammenhang mit Kindern die sehr früh sterben müssen, gestorben sind. Ein interessanter Gedanke ist der: JEDES Leben ist ein komplettes, ein ganzes Leben. Schwer zu akzeptieren, besonders wenn es sich um Kinder handelt, aber ganz egal - wenn z.B. ein Kind mit 4 Jahren an Leukaemie (sorry, blöde Tastatur) stirbt so war das ein ganzes, ein vollendetes Leben.

Die moderne Medizin bewirkt oft, sehr oft etwas was man gerne als Wunder bezeichnen kann. Krankheiten die früher den sicheren Tod bedeuteten sind heutzutage kaum mehr erwähnenswerde. Mein Onkel starb mit Mitte 40 und meine Tante mit 14 Jahren, weil es während des Krieges kein Antibiotika gab.
Auf der anderen Seite wird Antibiotika heutzutage so ich möcht mal sagen -leichtfertig" eingesetzt, dass sich dadurch ganz andere Probleme ergeben. Deshalb geht der Weg mittlerweile wieder etwas zurück zur "Natur" - sei es die Homöopathie, Pflanzenheilkunde und -in meinen Augen leider viel zu wenig- zurück zum Zeit lassen, zurück zur Möglichkeit dem Körper eine völlige Heilung zu ermöglichen.

Ich weiß nicht was für Medizin diese Menschen in Brasilien kennen, aber sie haben sich bestimmt was einfallen lassen. SIE können bestimmt von der technisierten Medizin provitieren - umgekehrt bestimmt auch. Eine Chance für beide Seiten.
Sie aus der modernen Wissenschaft, wir aus ihrer Nähe zur Natur.

Es gibt weder DEN bemitleidenswerten Indio noch DEN bösen weißen, gelben, braunen oder schwarzen Mann. Wer will sich denn anmaßen darüber ein Urteil zu fällen? Derjenige müsste wohl Gott sein. (Ach ja ich vergaß, an den wird ja von den meisten Diskussionsteilnehmern nicht geglaubt.)

Menschen sind Raubtiere. Warum sonst sollten die Indios mit Pfeil und Bogen auf etwas Unbekanntes (oder vielleicht sogar Bekanntes?) schießen? Sie werden sich doch wohl nicht vegetarisch ernähren - oder? Wozu bräuchten sie sonst Waffen?
Menschen möchten leben, wie alle anderen Lebewesen auf der Erde auch. Tiere jagen und Menschen jagen auch. Warum auch nicht? Sie haben Waffen, stimmt - ein Stück "Zivilisation" nur weitaus umweltverträglicher als die Waffen die wir haben.
Warum sollten sie Vegetarier sein? Muss doch nicht, oder?


Es könnten natürlich auch Anhänger einer Sekte sein, die ausgestiegen sind, um mit der brasilianischen Gesellschaft nicht mehr zusammenleben zu müssen (wie wohl auch kaum jemand von uns will, der wirklich einmal da war und die Schattenseiten kennengelernt hat). So eine Art Wacko vielleicht?
Es könnten auch Aussteiger sein. Ein schöner Gedanke, dem allerdings nur Rüdiger Nehberg sowie Costa Cordalis und Bata Ilic gemeinsam mit Michaela Schaffrath wohl ernsthaft nähertreten würden. All die anderen Aufgeklärten Mitbürger, die sich gerne verbal rot anmalen und dem "armen" Indio bald wieder medienwirksam bei Reinhold Beckmann das Wort reden werden, wie Alice Schwarzer, Jutta Ditfurth, Daniel Cohn-Bendit, Jürgen Trittin, Joschka Fischer, etc. wollen natürlich auf Toskana und Rotwein sowie die Fernsehstudios nicht verzichten.
😕

Fazit:
Es ist mir egal wie diese Menschen leben. Ich hoffe allen anderen auch, denn dann können sie vielleicht so weiterleben oder sich nach Belieben verändern; wenn sie nicht vorher - aufgrund was auch immer - aussterben. Aber wer wird sich in 1-20 Jahren noch fragen: "Was ist eigentlich aus den lustigen rot bemalten Indios geworden, die damals mit Pfeil und Bogen auf Flugzeuge geschossen haben?"
Dir ist es egal - Dein gutes Recht. Bei mir hinterlässt das einen faden Nachgeschmack. Vielleicht weil wir in einer Gesellschaft leben, in der so Vieles "egal" ist.

Mir persönlich ist es nicht egal - auch wenn ich selbst nicht wirklich wichtig bin und das das ich denke auch kaum Gewicht hat. Dennoch hoffe und wünsche ich diesen und allen Menschen, dass sie ein lebenswertes, zufriedenes und selbstbestimmtes Leben führen könne.
 
Zuletzt bearbeitet:
Schön formuliert 😉🙄

Mir persönlich ist es nicht egal - auch wenn ich selbst nicht wirklich wichtig bin und das das ich denke auch kaum Gewicht hat. Dennoch hoffe und wünsche ich diesen und allen Menschen, dass sie ein lebenswertes, zufriedenes und selbstbestimmtes Leben führen könne.

Und das können sie meines Erachtens nur, wenn man sich möglichst nicht weiter um sie schert.
 
Deute ich jetzt eigentlich die letzten Beiträge richtig?
Man will die "Wilden" so leben lassen wie bisher - aber weiterhin, zumindest in Europa, auf Tropenholz verzichten? ( aus gleich mehreren Gründen )
 
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