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impfverweigerung

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Solche "Argumente" kann ich sowieso nie nachvollziehen.

Das ist etwa so, als wollte man den Bäckern vorwerfen, dass die ihre Brötchen gegen Geld verkaufen!
Man denke!

Komischerweise wird den Herstellern alternativer Heilprodukte nicht vorgeworfen, dass sie Geld kosten und dem Hersteller Profit bringen. Obwohl man auch nicht sagen kann, dass diese kostengünstig zum Selbstkostenpreis abgegeben werden.
 
Komischerweise wird den Herstellern alternativer Heilprodukte nicht vorgeworfen, dass sie Geld kosten und dem Hersteller Profit bringen. Obwohl man auch nicht sagen kann, dass diese kostengünstig zum Selbstkostenpreis abgegeben werden.

Ja, das ist echt komisch! 😀

Wenn diese alternativen Heilsbringer sich goldenen Nasen verdienen, dann stört es die Impfgegner seltsamerweise nicht. 🙂
 
ich mache hier mal weiter mit der nächsten krankheit, dem keuchhusten.
(auf die unsinnige diskussion über das geldverdienen der pharmaindustrie gehe ich nicht ein, ich möchte auch weiterhin alle teilnehmer auffordern beim thema zu bleiben)

keuchhusten zählt ja deshalb zu den schweren erkrankungen, weil es gerade bei säuglingen und kleinkindern als komplikation vorkommen kann, dass sie eben nicht husten, sondern einen atemstillstand erleiden und sterben. die todesrate beträgt 1🤐000 (lt. wikipedia, wobei dort keine altersdifferenzierung vorgenommen wird).

nun ist es so, dass offenbar die impfung nicht vorhält und auch nicht umfassend schützt. in d besteht die grundimmunisierung aus vier einzelimpfungen im ersten lebensjahr und bereits vier jahre später muss aufgefrischt werden. dennoch erkranken immer wieder auch geimpfte kinder, nach einer britischen studie (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24961836) macht es für die erkrankung sogar keinen unterschied, ob die kinder geimpft oder ungeimpft waren. auf der anderen seite steigen in den neuen bundesländern die keuchhustenfälle langsam aber sicher seit mittlerweile jahrzehnten an; hier geht man davon aus, dass die frühere, niedrige fallrate der impfpflicht in der ddr für diese krankheit geschuldet war.

die impfung wirkt sich diagnostisch mitunter fatal aus, da der behandelnde kinderarzt einen keuchhusten nicht oder zu spät erkennt, weil er ihn wegen des impfstatus' ausschliesst (eigene erfahrung).

dennoch bleibt es ja eine schwere und oft genug tödlich verlaufende krankheit, immer noch sterben weltweit mehrere hunderttausende menschen an keuchhusten. wie ist also vorzugehen, wenn die impfung so wenig und sogar nachteile bringt?

nach meinem dafürhalten sollte das augenmerk auf das keuchhustenfreihalten der umgebung des säuglings/kleinkindes liegen, sprich keine 'ansteckungspartys' (die ohnehin völlig blödsinnig sind), sondern bei husten in der familie (eltern, geschwister, andere enge kontaktpersonen) immer gleich klären, ob dies ein keuchhusten sein könnte. im positiven fall alle anderen familienmitglieder ebenso antibiotisch behandeln wie den/die erkrankten. bei keuchhusten in der näheren umgebung (freunde, bekannte) auch mal an einen vorübergehenden, realen kontaktstop zu den betroffenen denken. zu überlegen ist auch, ob nicht vllt nicht der säugling gegen keuchhusten, sondern besser seine nächste umgebung geimpft werden sollte.
 
ich mache hier mal weiter mit der nächsten krankheit, dem keuchhusten.
(auf die unsinnige diskussion über das geldverdienen der pharmaindustrie gehe ich nicht ein, ich möchte auch weiterhin alle teilnehmer auffordern beim thema zu bleiben)

keuchhusten zählt ja deshalb zu den schweren erkrankungen, weil es gerade bei säuglingen und kleinkindern als komplikation vorkommen kann, dass sie eben nicht husten, sondern einen atemstillstand erleiden und sterben. die todesrate beträgt 1🤐000 (lt. wikipedia, wobei dort keine altersdifferenzierung vorgenommen wird).

nun ist es so, dass offenbar die impfung nicht vorhält und auch nicht umfassend schützt. in d besteht die grundimmunisierung aus vier einzelimpfungen im ersten lebensjahr und bereits vier jahre später muss aufgefrischt werden. dennoch erkranken immer wieder auch geimpfte kinder, nach einer britischen studie (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24961836) macht es für die erkrankung sogar keinen unterschied, ob die kinder geimpft oder ungeimpft waren. auf der anderen seite steigen in den neuen bundesländern die keuchhustenfälle langsam aber sicher seit mittlerweile jahrzehnten an; hier geht man davon aus, dass die frühere, niedrige fallrate der impfpflicht in der ddr für diese krankheit geschuldet war.

die impfung wirkt sich diagnostisch mitunter fatal aus, da der behandelnde kinderarzt einen keuchhusten nicht oder zu spät erkennt, weil er ihn wegen des impfstatus' ausschliesst (eigene erfahrung).

dennoch bleibt es ja eine schwere und oft genug tödlich verlaufende krankheit, immer noch sterben weltweit mehrere hunderttausende menschen an keuchhusten. wie ist also vorzugehen, wenn die impfung so wenig und sogar nachteile bringt?

nach meinem dafürhalten sollte das augenmerk auf das keuchhustenfreihalten der umgebung des säuglings/kleinkindes liegen, sprich keine 'ansteckungspartys' (die ohnehin völlig blödsinnig sind), sondern bei husten in der familie (eltern, geschwister, andere enge kontaktpersonen) immer gleich klären, ob dies ein keuchhusten sein könnte. im positiven fall alle anderen familienmitglieder ebenso antibiotisch behandeln wie den/die erkrankten. bei keuchhusten in der näheren umgebung (freunde, bekannte) auch mal an einen vorübergehenden, realen kontaktstop zu den betroffenen denken. zu überlegen ist auch, ob nicht vllt nicht der säugling gegen keuchhusten, sondern besser seine nächste umgebung geimpft werden sollte.

Ja, bei Keuchhusten gibt es 2 Stämme, und es wird nur gegen den häufiger vorkommenden geimpft. Platt gesagt.
Ja, es gibt 20% bei denen die Impfung nicht anschlägt. Das heißt aber, daß die Impfung bei 80% anschlägt.
Findest du 80% wirklich wenig? Keuchhusten ist keine harmlose Kinderkrankheit. Für Säuglinge kann es tödlich enden. Ich hab meinen Keuchhusten als Baby überlebt, aber wenn meine Mutter davon erzählt hat sie immernoch Tränen in den Augen. Ich glaube sie wäre froh wenn mir und ihr das erspart geblieben wäre - und ich kann nicht verstehen wie es Leute gibt die es ihren Kindern wünschen fast zu sterben.

Es gibt Statistiken, daß eine Keuchhustenimpfung auch sehr stark das Risiko für den plötzlichen Kindstod verhindert. Seid dem geht man davon aus, daß einige Kindstodfälle atypisch verlaufende Keuchhustenfälle sein könnten (vielleicht auch mehr als man denkt?). Daher ist es gut die Säuglinge weiter zu impfen. Und natürlich den Impfschutz der Umgebungspersonen aufrecht erhalten um das Risiko noch viel weiter zu minimieren, da hast du natürlich Recht.
Es gab da mal so ein ganz tolles übersichtliches Flowchart zum Thema Keuchhusten... ich such das mal raus 🙂
 
Keuchhusten ist eine schwere Erkrankung, die ich ehrlich gesagt niemandem wünschen würde. Für Babys und Risikogruppen lebensgefährlich, für alle anderen sehr unangenehm und hartnäckig.

2016 wurden in Deutschland 22160 Fälle gemeldet. Davon verstarben 3 Säuglinge. Im ersten Lebensjahr war die Erkrankungszahl mit 714 Fällen am höchsten.
Exakte Daten liegen für 10027 Erkrankungen vor. Davon waren 5965 Personen ungeimpft und 1330 Personen waren exakt nach Impfplan geimpft. Die restlichen Personen waren nicht streng nach Plan geimpft, bzw der Abstand zwischen letzter Impfung und Ausbruch kürzer als 21 Tage.


Die Immunität mit ca. 6 Monaten liegt bei zeitgerechten, mit 3 Dosen geimpften Kindern bei ca. 80 Prozent. Mit der 4. Dosis (11-14 Mon.) soll die Immunität auf ca. 85 Prozent steigen. Eine Auffrischung erfolgt mit 5/6 und 9-17 Jahren. Für Erwachsene wird mind. eine Keuchhustenimpfung empfohlen. Eine Immunität besteht dann ca. für 10 Jahre. Das Problem ist, dass es diese Impfung nur als Kombination mit Tetanus und Diphtherie gibt und bei Tetanus sollte ein Mindestabstand zwischen 2 Impfungen eingehalten werden.


Ich finde es sehr bedenklich, wenn ein Arzt aufgrund einer Impfung, diese Krankheit ausschließt.
Es ist bekannt, dass eine Impfung niemals 100 prozentig vor einer Erkrankung schützt.
Neben den offensichtlichen Impfversagern, bei denen die Krankheit wie bei ungeimpften ausbricht, gibt es noch eine große Dunkelziffer, die nicht an den typischen Symptomen leiden.

Bei Keuchhusten wird nur gegen einen Erreger geimpft.
Von den oben genannten 22160 Erkrankten wurde bei 16731 dieser Erreger festgestellt. Jedoch bei 829 ein anderer Erreger. Für den Rest gibt es keine Angaben.

Von einer Keuchhusten Party habe ich jetzt noch nie etwas gehört. Würde aber auch aus Sicht der Masernpartyfans wenig Sinn machen, da nach durchgestandener Erkrankung keine Lebenslange Immunität besteht.


Grundsätzlich finde ich es immer sinnvoll, Säuglinge von möglichen Ansteckungsquellen fernzuhalten.

In Deutschland wird bisher noch auf dieses Modell gesetzt, alle Kontaktpersonen durchzuimpfen und damit eine Ansteckung von Säuglingen zu vermeiden.
Andere Länder sehen diese Bemühungen bereits als gescheitert.

Die Zahl der Impfversager sei zu groß.
Die Immunität nimmt zu schnell ab.
Zu wenige Erwachsene sind bereit, sich regelmäßig impfen zu lassen.
In mehreren Studien wurde nachgewiesen, dass vollständig geimpfte Geschwisterkinder sich anstecken, die Krankheit jedoch nicht ausbricht. Da keine Symptome sichtbar sind, wird die Krankheit nicht erkannt. Jedoch geben sie die Erreger an ihre ungeimpften Geschwister weiter, bei denen die Krankheit ganz normal ausbricht.

In einigen Ländern wird getestet, ob es sinnvoll ist, Schwangere im letzten Schwangerschaftsdrittel unter anderem gegen Keuchhusten zu impfen. Dadurch soll ein Nestschutz für die Kleinsten aufgebaut werden.
 
In einigen Ländern wird getestet, ob es sinnvoll ist, Schwangere im letzten Schwangerschaftsdrittel unter anderem gegen Keuchhusten zu impfen. Dadurch soll ein Nestschutz für die Kleinsten aufgebaut werden.

Das wird in Deutschland auch schon gemacht. Wahrscheinlich muß man das meist selbst anstrengen, aber es ist anscheinend eine sehr gute Sache.
 
Man kann es übrigens auch als Erwachsener bekommen. Ich hatte Keuchhusten vor einigen Jahren und es war ziemlich unangenehm. Dann doch lieber die Impfung...
 
Das wird in Deutschland auch schon gemacht. Wahrscheinlich muß man das meist selbst anstrengen, aber es ist anscheinend eine sehr gute Sache.


Seit Dezember 2016 gibt es in Deutschland einen zugelassen Impfstoff. Wie oft der bisher für Schwangere verwendet wurde, weiß ich nicht.

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2016/12/14/boostrix-ab-sofort-fuer-schwangere


Es gibt die Keuchhustenimpfung zwischenzeitlich auch solo.


Ich habe nochmals nachgeschaut und leider keinen Einzelimpfstoff gefunden. Falls es doch einen gibt, würde ich das sehr begrüßen. Soviel ich weiß, gibt es seit über 10 Jahren keinen mehr, lasse mich da aber gerne eines Besseren belehren.
 
Wenn ich Kind(er) im betreffenden Alter hätte, wäre ich so egoistisch impfen zu lassen.
Denn wenn ein Kind krank wird leidet die ganze Familie mit, sei es daß "nur" ein Elternteil dann die Pflege übernehmen muß (pikant wenn das Kind häufiger krank ist und die Familie auf das Einkommen beider Elternteile angewiesen ist, bei Alleinerziehenden sowieso), sei es daß die Krankheit frischfröhlich gleich auf die Familie mitübertragen wird. Das passiert eh ständig bei Krankheiten, auf die (noch) nicht geimpft werden kann wie Noroviren, Schnupfen, Erkältungen und so weiter, erst hat´s das Kind und dann der ganze Rest der Verwandtschaft, da wäre es vernünftig sich wenigstens die zu sparen gegen die eine Impfung existiert. Kindergärten und Schulen sind bekanntlich die Hauptverteilerstellen für jede ansteckende Krankheit, die gerade grassiert, schlimmer als öffentliche Verkehrsmittel, Haltegriffe und Türklinken.

Gab vor vielen Jahren mal ein Studenten-Projekt, eine Umfragestudie zum Thema, ob Haustierhalter aufgrund ihrer Tiere häufiger an Infekten leiden. Das überraschende Ergebnis der Studie: kein Unterschied zwischen Haushalten mit und ohne Haustier, aber die festgestellten Krankheitsraten schnellten jedesmal auf das dreifache hoch, sobald Kinder mit im Haushalt lebten.

Und gerade in Zeiten, in denen in den Schulen jede Menge Kinder mit "Migrationshintergrund" zu finden sind, steigt auch das Risiko, daß diese Kinder von ihrer Verwandtschaft oder aus dem Urlaub im Heimatland Erreger mitbringen, die hierzulande als selten bis ausgerottet gelten, Kinderlähmung und andere. Beim direkten Kontakt Kind zu Kind hilft dann auch das Argument Hygiene nichts mehr, mit dem Impfgegner so gern argumentieren, wenn die Krankheit unmittelbar übertragen wird, denn welches Kind läuft schon dauerdesinfiziert durch die Gegend. Bei bestimmten Krankheiten können auch geimpfte und/oder selbst immune Kinder zeitweise als Überträger fungieren, und dann wundern sich die Eltern des erkrankten deutschen Kindes wo die Krankheit herkam, wenn nirgendwo im Umkreis was von einem erkrankten anderen Kind bekannt ist. Aber dann ist es schon zu spät.
 
In meinem Impfpass ist bei der Keuchhustenimpfung nur diese angekreuzt und keine weitere. Da muss ich noch mal bei meinem Hausarzt nachfragen.
Habe mich impfen lassen, da ich kleine Enkelkinder habe, die auch noch zu früh geboren wurden. Da wollte ich wenigstens ein wenig auf der sicheren Seite sein.


Vielen Dank für deine Antwort.
Das wundert mich schon, da es viele Vorteile hätte, wenn es so eine Einzelimpfung wirklich gibt. Es ist natürlich deine Entscheidung, ob du bei deinem Arzt nachfragen möchtest, vielleicht liege ich mit meiner Information auch falsch. Andererseits, falls es wirklich ein Mehrfachimpfstoff war, wäre eine Eintragung der anderen Auffrischungen im Impfung auch sinnvoll.
 
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