ja wie gesagt es braucht tage nach solchen attacken bis ich wieder normal bin.
gott sei dank weiß ich was ich dafür tun muss um mich wieder einzukriegen:
ich muss erstmal ne stunde an die frische luft spazieren gehen.
dann brauche ich irgendwas zu tun, wo ich ein ergebnis meiner arbeit sehen und darauf stolz sein kann.
dann brauche ich ein zwei menschen mit denen ich darüber spreche.
dann muss ich erstmal meine bude aufgeräumt haben wenn sie es nicht ist, gesund was essen für zwei tage und wenn das finanzielle es zulässt noch zur massage oder saune oder vergleichbares zur entspannung.
und dann nachdem ich so ein programm durchgezogen habe fühle ich mich mal nach 2 tagen, mal erst nach 10 tagen wieder wie vorher.
das das alles andere als normal erscheint, kann ich gut verstehen.
womöglich bin ich ja so ein hochsensibler, wer weiß.
ich sehe es so: wir haben hier paradiesische zustände. wir haben alle ein dach über dem kopf, haben zu essen, leben in frieden, haben dazu noch der eine mehr der andere weniger luxus und privilegien ohne ende.
aber dennoch (oder gerade deshalb?) schaffen wir es uns gegenseitig dieses paradies zu vermiesen, anstatt einfach ruhig, friedlich und unendlich dankbar zu sein, für das was wir haben.
etwas wofür anderswo menschen sterben würden, wenn sie in solchen verhältnissen leben dürften.
und das ist für mich dann ausschlaggebend dafür dass ich diesen affenkram maßlos überbewerte und kräftig in den falschen hals bekomme.
statt an meiner arbeit herumzukritisieren, sei froh das du arbeiten DARFST und die Möglichkeit dazu hast, junge Frau.
dann hängt man sich an der zeit auf wielange der wasserhahn laufen gelassen wird und ob jeder mensch eine wasseruhr in seiner wohnung hat oder nicht und beleidigt ein anderes menschliches wesen wegen solcher lapalien schwer.
stattdessen sollten wir froh sein das wir sowas geiles wie trinkbares wasser aus einem hahn haben , aber wir nehmen das ja als selbstverständlich hin und obendrein ist es ja auch unser gutes Recht, dass Vater Staat uns die Wohnung bezahlt....
ich sage euch, ich habe eine zeit hinter mir wo ich für 800 euro im monat drei jahre in vollzeit gearbeitet habe und das hart (krankenhaus).
ich war 12 jahre lang jeden monat mit glück erst am ende des monats auf meinem konto komplett im dispo und wenn die kohle leer war, gab es original haferflocken mit leitungswasser.
dann habe ich versucht zu studieren doch aufgrund der zu hohen kosten durchs pendeln ließ sich das nicht mit einem nebenjob zeitlich noch finanziell lange tragen....
nebenbei starben in jener zeit allerlei verwandte und freunde und auch da hatte ich auf beerdigungen zu sein oder mich um kranke zu kümmern. und noch vieles mehr.
arbeit als lieferfahrer zum beispiel mit völliger zerstörung meines rückens und überstunden ohne ende - arbeiten - wirklich bis zum umkippen.
und nun habe ich all das negative meines bisherigen lebens hinter mir gelassen, gelernt damit zu leben und umzugehen.
habe die tipps fürs leben die ich auf meinem weg für mich mitnehmen konnte umgesetzt.
einen job an dem ich spaß habe, nette kollegen, eine schöne gepflegte wohnung, zeit meinen sport zu machen, zeit für spaziergänge, kochen und viele andere schöne dinge, die ich zu genießen gelernt habe und all den mist ohne weiteren blick zurück hinter mir gelassen.
es fühlt sich im kontrast zu der damaligen zeit einfach an wie das paradies. und wenn ich am ende des monats jetzt statt immer 500 im minus jetzt 1000 im plus bin und sogar noch was beiseite legen kann, weil ich endlich meine prioritäten richtig setze, dann fühle ich mich reich.
jetzt muss ich keine haferflocken mit wasser mehr essen.
und jetzt wo ich doch jeden rat den ich gut fand / jede auch teils harte kritik aufgenommen habe und die früchte der arbeit am ernten bin und zufriedenheit und glück erreicht habe und ich mir denke alles klar, so schön kann das leben sein bzw. so schön ist das leben für alle leute die meine probleme nicht haben / nie hatten, kommen immer wieder menschen mit attacken auf mich.
diese hatte ich nicht, als ich noch haferflocken mit wasser esser war...
und es fühlt sich an als habe ich indem ich mir selbst geholfen habe und nun nach jahren das licht sehe irgendwen verärgert der mir jetzt immer versuchen muss das glück zu nehmen, als hätte ich es nicht verdient oder als sei es mir nicht gegönnt. dabei sei doch jedem sein glück gegönnt oder etwa nicht ?
ich danke gott jeden tag das es mir so ergangen ist, denn ohne das, hätte ich jetzt die überhöhten ansprüche die ich bei meinen gleichaltrigen mitmenschen sehe, die immer noch nicht zufrieden sein können.