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Immer weniger Freunde

Hallo Astarius

Deine Situation kommt mir sehr bekannt vor. Denn bei mir war es nach der Schulzeit sehr ähnlich.
So leid es mir tut aber an die sorgenlose und unbeschwerte Kindheit wird leider nichts mehr herankommen wenn man erwachsen bzw Volljährig ist. 🙁 Man sollte aber das beste daraus machen und sich ein bisschen Kind sein beibehalten.
Es ist aber ganz normal das nicht alle Freunde aus der Schulzeit/Kindheit bleiben. Job , Familien und andere Interessen sind mit ein Grund warum einige Freundschaften nicht länger halten.
Aber wie schaut es bei dir mit Hobbys und Freizeit Aktivitäten aus ? Vielleicht wäre ein Sport oder Musik Verein etwas für dich um neue Bekanntschaften und Freunde zu finden die die gleichen Interessen mit dir teilen.
Und du solltest auch weiterhin versuchen dich mit deinen jetzigen Freunden regelmäßig zu treffen auch wenn es nur am Wochenende ist. Die Zeit müsst ihr euch einfach nehmen , egal wie stressig Arbeit und andere Verpflichtungen auch sein mögen 🙂

Mfg Ric
 
Ich würde nicht sagen, dass sich mit den Jahren die Anzahl der Freunde wirklich reduziert. Sondern die der Bekanntschaften oder lockeren Freundschaften, die man hatte. Wenn eine Freundschaft wirklich langfristig Bestand hat und Verbundenheit da ist, dann hält sie auch Umzüge, ein Studium oder spätere Jobwechsel aus. Meine beste Freundin, ohne die ich mir kein Leben vorstellen könnte, wohnt 4 Stunden von hier entfernt.

Der Zeitfaktor ändert sich, wie du das richtig erkannt hast und ich denke, Kontakte fliegen einem mitunter nicht mehr so zu, wenn man nicht mehr zur Schule geht. Da ist man unter der Woche mit vielen Gleichaltrigen zusammen, da ergibt sich das oft deswegen schon alleine, dass man Freundschaften schließt. (Auch an der Uni kann man sehr leicht Leute kennen lernen, wenn man die richtigen erwischt und etwas aufgeschlossen ist)

Ich habe für mich mit den Jahren rausgezogen: Qualität geht vor Quantität. Wenn du eine handvoll gute Freunde hast, ist es nicht so wichtig, wie viele Leute du insgesamt kennst.

Irgendwann erkennt man manchmal, dass Freundschaften, von denen man dachte, die halten ewig, sich dann außeinanderleben oder sich zerschlagen. Oder dass Freunde eigentlich nur Bekannte sind. Das tut weh. Und macht unter Umständen Angst. Für mich war das eine der härtesten Erfahrungen im Leben.

Es ist aber auch nicht als Erwachsener Aussichtslos, neue Leute kennen zu lernen und neue Freundschaften zu schließen. Bei mir klappt viel im Leben nicht, aber das funktioniert immer, dass ich viele neue Leute kennen lerne. Manche werden zu netten Bekannten, andere zu Freunden.

Die Art, wie wir Freundschaften führen, verlagert und verändert sich auch mitunter. Wo man früher ganz natürlich auf dem Pausenhof abhing oder miteinander nach Hause gegangen ist oder nach der Schule sich getroffen hat am Nachmittag, muss man halt am Wochenende was miteinander machen. Oder sich Abends treffen. Oder man telefoniert und schreibt unter der Woche.

Ich kenne auch Leute, bei denen hat sich mit den Jahren der Freundeskreis nicht verringert. Bei manchen ist er sogar gewachsen und größer geworden. Nicht jeder hatte seine Glanzzeit zur Schulzeiten.

Mal ganz platt gefragt: kannst du mir dir selbst was anfangen? Kannst du dich mit dir selbst beschäftigen?

Macht dir dein Job Freude? Ist das etwas, das du auch noch in 10, 20 Jahren machen willst? Oder suchst du auch hier nach deinem Platz im Leben?

Vielleicht ist dein Alltag auch einfach mit zu wenig bereichernden Dingen gefüllt. Und wenn dann Kontakte fehlen oder nicht so zur Verfügung stehen, um die Lücken zu füllen, kann man sich schon einsam fühlen. Hast du Hobbys und Interessen, denen du nachgehen kannst? Es wirkt ein wenig so, als würde dir die Decke aktuell auf den Kopf fallen und als wüsstest du nicht so richtig, wohin es bei dir gehen soll. Wenn du auch schon schreibst, du hast keine besonderen Ziele im Leben. Vielleicht ist auch das ein Problem. Menschen brauchen meiner Meinung nach etwas, das sie erfüllt. Und das kann ein Job sein, ein Ehrenamt, ein Interessensgebiet oder anderes.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es irgend etwas gibt wo ich sage " das ist es, und das will ich mein Leben lang machen". Wenn Leute darüber schreiben, dass sie zufrieden sind mit ihrem Leben, habe ich immer das Gefühl, dass diese sich selbst belügen um sich besser zu fühlen... ich kann mir so etwas einfach nicht vorstellen...

Was müsste denn alles passieren, dass du mit deinem Leben zufrieden wärst? Wie wäre dein Leben, mit dem du zufrieden oder dich erfüllter fühlen würdest?
 
Jetzt zeigt sich einfach, wer die wahren Freunde sind. Hast Du 1-2, dann kannst Du glücklich sein. Mache Freundschaft nicht an der Quantität, sondern an der Qualität fest.

Meine beste Freundin sehe ich 1-2 Mal im Jahr (aufgrund der Entfernung), aber das ist nicht schlimm, denn wir sind für immer verbunden.

Okay, ich muss auch zugeben: Eine Partnerschaft, wenn man sie dann hat, macht es viel einfacher damit zu leben, aber ich schätze die wenigen Freunde die ich habe und bin überhaupt nicht traurig, dass es nur so wenige sind. Denn ich könnte gar nicht so vielen gerecht werden...................aber ich bin natürlich schon etwas älter wie Du und da sieht man Dinge etwas anders. Ich habe einige lockere Bekannte, an denen ich keine Erwartungen und Ansprüche habe und das ist auch gut so.

Sei nicht traurig, sondern schätze die Freunde, die Du hast!
 
Ich sagte ja, dass ich es mir nicht mal vorstellen kann... Ich bin sozusagen auf der Suche.

Aber so bleibst du ja auf der Stelle stehen, wenn du dich dahingehend nicht mal genauer fragst, was du dir genauer wünscht oder vorstellst. Es geht ja gar nicht darum, immer ein "richtig" oder "falsch" parat zu haben. Es muss auch kein Leben sein, bei dem einem voller Glückseligkeit die Sonne aus dem Hintern scheint. Ich denke, viele Menschen leben sehr in Extremen. Aber so ein Leben, das dich zumindest zufriedener macht als jetzt, das wäre doch was, oder?

Ich persönlich glaube, dass wenn Menschen zu viel von etwas fehlt, sie ihre Sehnsüchte, Ängste und Probleme manchmal verlagern. Anstatt sich gezielt damit außeinanderzusetzen. Oder sie insgesamt weitere Probleme und Sorgen haben, die damit zusammenhängen. Und manchmal, wenn das Leben "klemmt" und man auf der Stelle tritt, dann fühlt man sich oft einsam.

Du weißt schon mal, dass deine momentane Jobsituation dir so wie es sich liest nicht so gefällt. Dir fehlt was. Von einem Hobby, das dir richtig Freude macht oder wo du gerne dafür brennst, hast du auch nichts geschrieben. Oder habe ich dich da mißverstanden? Und dir scheinen soziale Kontakte zu fehlen. Das sind doch schon mehrere Punkte, die man in Angriff nehmen und weiter hinterfragen kann. Z. B. was dir beruflich mehr Freude macht. Oder welche Kontakte du bräuchtest, um zufriedener zu sein. Oder was dafür sorgt, dass du in deinem Alltag mehr machst, was dich zufriedener macht.

Ich z. B. habe einen Job, der mir Freude macht und meinen Fähigkeiten entspricht. "Trotzdem" ist er oft extrem hart und es gibt Tage, die sind beschissen. Das eine schließt aber nicht das andere aus. Und ich arbeite ehrenamtlich, das macht mich glücklich und gibt mir gute Gefühle. Ich kenne aber auch die andere Seite: einen Job, den man richtig ätzend findet oder zumindest langweilig.
 

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