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Immer die außenseiterin - würdet ihr zum klassentreffen gehen?

und meinte dann "na ja, dann kann ich wenigstens bei der in englisch abschreiben".
Ist doch auch ein Kompliment - irgendwie. Eben nur einer Frage der Sichtweise.

Er konnte nicht aus der Situation und Du auch nicht.

Und auf dem Klassentreffen ist es ähnlich: Die Anderen und Du können nur auf ->dieses<- Klassentreffen gehen, auf einem anderen wären sie deplatziert.

Wenn Du mit der Brille der alten Rechnungen lebst, dann siehst Du auch ausschliesslich die Wirklichkeit von diesem Standpunkt aus. Ich schliesse mich dem Argument an, auch die Anderen sind um 17 Jahre Erfahrung erwachsener geworden und haben sich sicher öfters mal in der handelnden Position als auch in der behandelten Stellung erlebt.
 
Mobber sind auch nur ganz normale Menschen - wahrscheinlich haben die meisten schon längst vergessen, dass sie dich mal gemobbt haben und sind mittlerweile ganz normale Kollegen in ihren Jobs. Du warst nicht deren Opfer, weil sie so böse sind, sondern weil du dich wahrscheinlich gut geeignet hast.

willst du sagen, sie war selber schuld?
und die anderen sind unschuldslämmer?
das nennt man täter zu opfern machen...und umgekehrt.
eine verdrehung der tatsachen.

Wenn es dir die 3 netten Leute wert sind und du sie ansonsten nicht treffen würdest, geh hin. Die anderen Leute werden dich sicher in Ruhe lassen. Wann war denn der Abschluss eigentlich?

edit: Ich habe gerade gesehen, dass du schon 33 Jahre alt bist. Findest du nicht, dass es mal an der Zeit wäre, mit der Schulzeit abzuschließen?

kann man das so einfach?

ich würd denk ich hingehen.
hätt sonst das gefühl, was zu verpassen.
aber immer mit dem gedanken "wenn das wieder losgeht geh ich...sofort...und zwar nicht ohne knackigen spruch (wo ich mir im vorfeld schon was überlegen würde)"
und dann wär das thema für mich erledigt.
 
Ich finde, es hängt von Deiner momentanen Stimmung und Situation ab, ob Du da hingehst oder nicht. Und da Du schreibst, Dein Selbstwertgefühl wäre ziemlich weit unten, würde ich mir das Klassentreffen an Deiner Stelle schenken und nicht hingehen.

Mir ging es früher ähnlich, allerdings war es längst nicht so extrem wie bei Dir. Ich war auch immer die Außenseiterin und hatte am Anfang meines Berufslebens fast kein Selbstwertgefühl, ich stand nicht zu mir und meinem Job und hab deshalb Klassentreffen gemieden.

Heute macht mir mein Beruf einigermaßen Spaß und ich denke, ich bin wer und kann somit den alten "Feinden" besser gegenüber treten. Die meisten aus meinem Abschlussjahrgang kochen auch nur mit Wasser und diejenigen, die meinen, sie wären etwas besonderes, weil Sie einen leitenden Posten haben, ignoriere ich, sie sind es nicht wert, dass ich mich mit ihnen unterhalte.

Also, überleg Dir, ob Du nicht auch eine Persönlichkeit bist, der Beachtung geschenkt werden sollte. Es gibt doch bestimmt irgendetwas in Deinem Leben, das Dich stolz macht und das Dich mit geschwellter Brust zu so einem Klassentreffen gehen lässt.

Wenn das nicht der Fall ist und Du ernsthaft befürchten muss, dass Deine Klassenkameraden Dich nach all der Zeit immer noch schlecht behandeln könnten, würde ich auf jeden Fall einen kuscheligen Novembersofaabend mit Kerzenschein und einer Flasche Wein vorziehen, denn auf so etwas kannst Du getrost verzichten.

LG,
Nili
 
willst du sagen, sie war selber schuld?
und die anderen sind unschuldslämmer?
das nennt man täter zu opfern machen...und umgekehrt.
eine verdrehung der tatsachen.

Also, ich wurde auch mal gemobbt, von Schülern, die damals 2, 3 Klassen über mir waren, und ich würde schon sagen, dass ich mitverantwortlich dafür war, dass ich deren Opfer geblieben bin. Ich glaube, es ist ziemlich normal, dass es in Teenager-Gruppen Sticheleinen / Mobbing gibt, dafür braucht es keine Monster. Man muss dafür sorgen, dass man selbst nicht mehr das Opfer ist und in meinem Fall hat das auch gut geklappt, sobald ich die Initiative ergriffen habe; wie das bei anderen ist, weiß ich nicht. Das waren einfach durchschnittliche junge Leute, denen man nur mal zeigen musste, dass sich das Opfer auch wehren kann.

kann man das so einfach?

Anscheinend kann man es nicht so einfach. Ich finde es aber irgendwie seltsam, dass GivenUp sich nach so langer Zeit immernoch - und diesmal wirklich - selbst zum Opfer macht.

Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich denke, das könnte daher kommen, dass du (GivenUp) bzw. andere Mobbingopfer, die so lange mit den Folgen nicht klarkommen, sich in gewisser Weise in den falschen Bereichen "überbewertest". Nein, es lag nicht daran, dass sich die Mobber aus irgendeinem großen Grund gegen dich verschworen haben, dass sie sich gedacht haben "Die ist mir wirklich unsympathisch, die sollten wir mobben", sondern daran, dass du, wie ich damals, ein geeignetes Opfer warst und dich wahrscheinlich nie wirklich gewehrt hast. Nicht mehr, nicht weniger.

Ich weiß nicht wirklich, was ich in deiner Situation machen würde, denn bei mir war es schon etwas anderes. Ich hätte kein Problem damit, meine "Täter" nochmal zu treffen. Vermutlich würde ich sogar ein wenig hochnäsig gegenüber ihnen sein, weil sie sich im Nachhinein wirklich als feige rausgestellt haben - diese Erfahrung hast du ja nicht gemacht.

Aber gerade weil du noch so in dieser Opferrolle drinsteckst, könnte es, glaube ich, gesund für dich sein, mal die Erfahrung zu machen, von den Leuten, die dich früher gemobbt haben, ganz normal behandelt zu werden. Ich gehe einfach mal davon aus, dass es so sein würde, aber wie gesagt, ich kenne die Leute ja nicht.
Und vielleicht solltest du dir auch bewusst machen, dass du deine Umwelt immernoch aus den Augen eines Opfers erlebst. Und wenn du das Gefühl hast, dass dich jemand "komisch anschaut" (ich kenne das), solltest du mal überlegen, ob das jetzt wirklich passiert ist, oder ob du da wieder in die Opferrolle abrutschst. Ich hatte früher ständig das Gefühl, irgendwelche Leute an Straßenecken würden sich über mich unterhalten, dabei haben irgendwelche Leute an Straßenecken wirklich besseres zu tun, als sich über mich zu unterhalten, dafür bin ich echt nicht wichtig oder auffällig genug (und du bist es wahrscheinlich auch nicht, oder?).

edit:
wolf-souled meinte:
aber immer mit dem gedanken "wenn das wieder losgeht geh ich...sofort...und zwar nicht ohne knackigen spruch (wo ich mir im vorfeld schon was überlegen würde)"

Stimmt, selbst wenn es wieder anfangen würde, wäre das für dich, denke ich, eine gute Gelegenheit, dir selbst zu beweisen, dass du nicht unbedingt ein Opfer sein musst. Es dürfte dir nicht schwer fallen, einen 30-Jährigen, der nach 10 Jahren immernoch kindisch genug ist, eine ehemalige Schulkameradin zu mobben, lächerlich zu machen. Ich glaube, es gibt für ein Mobbing-Opfer nichts heilsameres, als die Rollen mal umzudrehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du haderst mit dir. Wenn du dich nicht bereit dazu fühlst, dann solltest du nicht gehen.
Wenn die Überzeugung in dir da ist, dass du nur dir und niemandem sonst was beweisen musst, wenn du Dinge findest, auf die du für dich stolz bist, dann kannst du das auch ausstrahlen...und somit sozusagen für dich einstehen und dir selbst was beweisen.

Menschen können sich ändern, viele tun es nicht, jedenfalls nicht grundsätzlich. Wenn du mit Stärke auftreten könntest und darüber stehen könntest, was sie hinter deinem Rücken über dich reden.... das erfordert Gelassenheit... hast du das? Um dich nicht selbst im nachhinein zu martern?

natürlich muss man sich Situationen stellen, aber ich würde mit dem Üben woanders anfangen....17 Jahre sind lang, es tut mir leid für dich, dass du für dich keinen Absprung diesbezüglich gefunden hast...fehlen dir gute Freunde und ein stabiles Umfeld? Ich glaube ja, sonst würden die ollen von damals dich nicht mehr wirklich kratzen... du könntest ja sogar eine liebe Freundin, die dir seelischen Halt geben kann, mitnehmen, dann, wenn du bereit bist.

Gib mehr Acht auf dich, für dich. Sonst tut es meist keiner für dich.

Und at Rainer-JGS...finde diese Weisheiten irgendwie nicht so toll. Viele Mobber bereuen ihr Verhalten? was für eine Traumwelt, von der du da redest.
 
Hey,
ich an deiner Stelle würde nicht hingehen. Das ganze würde doch nur alte Erinnerungen unnötig hochkommen lassen. Wäre ich an deiner Stelle, würde ich die Schulzeit versuchen zu vergessen und auch möglichst keine Gedanken mehr an die alten Klassenkameraden verschwenden. Wenn du einige Leute dennoch gerne wieder sehen willst, dann kannst du das ja vielleicht auch ohne Klassentreffen organisieren 😉

Lg
 
Hallohallo!

Wie Du hab ich auch teilweise ganz üble Erinnerungen an meine Schulzeit (Realschule).
Ich wurde bis zum letzten Schultag gemobbt und bin auch heute noch nicht ganz darüber hinweg.
Auf keinen Fall würde ich zu diesem Klassentreffen gehen. Du mußt doch diesen ehemaligen Klassen"kameraden" nicht beweisen, was aus Dir geworden ist! Mit den Leuten, mit denen Du Dich gut verstanden hast, kannst Du auch anders in Kontakt bleiben.
Da hinzugehen würde sicher nur schlimme Erinnerungen aufwecken und Dich persönlich keinen Schritt weiterbringen. Auch hab ich die Erfahrung gemacht, daß die Mobber von früher sich nicht geändert haben, weshalb sollten sie auch. Was ich allerdings gesehen habe, daß ein Großteil von denen im Gegensatz zu mir echt ganz schön gealtert ist hihihi,🙄😀, aber dies sei nur nebenbei bemerkt. (Kicher).
Mein Tipp: Nimm Dir für diesen Tag was Schönes vor, umgib Dich mit Leuten, die Dich mögen, und die Du magst. Da hast Du sicher mehr davon.
Irgendwann bist so soweit, daß Du diesen Teil Deines Lebens einfach abhaken kannst.

Liebe Grüße von Windbeutel 200😉
 
Letztes Jahr wurde von meiner alten Oberstufe ein Klassentreffen veranstaltet und ich bin nicht hingegangen, hatte auch nicht 2 Sekunden in Betracht gezogen, dran teilzunehmen.

Es war keine besonders schöne Zeit und ich war nie sonderlich erwünscht. Ich schulde niemandem von denen auch nur das Geringste, vermisse niemanden und denke, man sollte diese Zeiten dann auch auf sich beruhen lassen und nicht dort hin latschen und womöglich alte Wunden wieder aufreissen.

Es ist lange vorbei und das ist auch gut so.
 
Hallo,

ich denke, es hängt tatsächlich von Deiner eigenen Verfassung ab, ob es Sinn macht, dort hin zu gehen oder nicht.

Wenn Du es schaffen kannst, da selbstbewusst aufzutreten (und Selbstbewusstsein muss man nicht haben, um es zur Schau zu tragen), wirst Du wahrscheinlich erleben, dass Du diesen Leuten von früher eine viel zu große Bedeutung eingeräumt hast. Glaub mir, bis auf ganz wenige Ausnahmen, sind bei einem Klassentreffen nach so vielen Jahren alle nervös, was die Anderen von ihnen denken könnten. Wer einen tollen Job hat zweifelt vielleicht an sich, weil er stark gealtert ist; wer gut aussieht, hat vielleicht Komplexe, weil er geschieden ist, o.ä. Es sind doch Einzelfälle, in denen jemand einen tollen Job, eine glückliche Beziehung, viel Geld, tolle Kinder hat, hervorragend aussieht und auch sonst keine Probleme auf der Welt hat. Und wenn bei jemandem tatsächlich alles so super ist, ist er sicher nicht dahin gekommen, weil er sich auf Kosten anderer größer macht.

Meine Klassentreffen haben mich nie sooo stark berührt, hatte zwar keine Schwierigkeiten in der Schule, hatte aber meinen Freundeskreis einfach außerhalb der Schule, war nur mit älteren Leuten zusammen. Ich bin trotzdem hingegangen, einfach aus mildem Interesse. Als Psychologin bin ich darauf geschult, am Verhalten der Anderen nicht nur das wahrzunehmen, was sie zeigen wollen. Und in der Hinsicht waren die Klassentreffen immer total interessant. Jahrmarkt der Eitelkeiten. Wenn Du darauf achtest, wirst Du sehen, dass hinter der aufgesetzt fröhlichen, lauten und selbstverherrlichenden Art vieler Leute nur große Minderwertsgefühle stehen.

Natürlich ist es auch witzig, wenn derjenige, der sich früher für den tollsten Typen hielt und ständig andere klein gemacht hat, heute als Aushilfe im Sonnenstudio arbeitet. Wenn die größte Kirchenanhängerin von damals heute einen Swinger-Club leitet, sieht man, wie wenig die Leute von damals noch dem Bild entsprechen, das man von ihnen bewahrt hat. Wenn der Typ, der früher den größten Frauenverschleiß hatte, sich zwischenzeitlich geoutet hat, mit einem Mann verheiratet ist und berichtet, wie unglücklich er während der Schulzeit war, weil er immer Angst hatte, was die anderen über ihn denken könnten, wenn er seine Rolle nicht weiter spielt, sieht man, dass andere auch echte Probleme hatten, die man aus der damaligen Perspektive nicht mal erahnen konnte.

Tatsächlich ist es so, dass mit dem Eintritt ins Erwachsenenleben und den damit verbundenen Statuspassagen bei vielen Menschen ein erheblicher Wertewandel stattfindet. Kann also sein, dass die Mobber von einst sich heute für ihr Verhalten schämen würden.

Es ist aber genauso Tatsache, dass sich auf einem Klassentreffen alle profilieren wollen, keiner möchte ein schlechtes Bild abgeben. Und da ist es eine typisch menschliche Verhaltensweise, nach jemandem Ausschau zu halten, der "kleiner" ist als man selbst, oder den man kleiner machen kann, um sich selbst größer zu machen.

Wenn Du also mit hängenden Schultern und Angst im Bauch da hingehst (und allein der Name GivenUp lässt mich befürchten, dass es so wäre), ist die Gefahr groß, dass gerade diejenigen, die selber Angst haben, im Vergleich mit ihren früheren Klassenkameraden nicht so gut dazustehen, Dich kleiner machen, um sich größer zu machen. In diesem Fall solltest Du es wirklich lieber lassen, weil Du Dir nur wehtun würdest.

Wenn Du allerdings halbwegs selbstbewusst dort hingehen und von den positiven Aspekten Deines Lebens berichten kannst, dann tu es und versuch mal, Deine Aufmerksamkeit nicht bei Dir (wie seh ich aus, wie sehen die mich an, was denken die über mich) sondern bei den anderen zu lassen (wie sehen die aus, sind die nervös und überspielen das, was heben die hervor, welche Themen versuchen sie zu meiden, etc.). Wenn Du das schaffst, könntest Du eine echte Überraschung erleben. Und wenn jemand Dir tatsächlich irgendwie dumm kommt: was für ein armseliger Tropf muss das sein, der in diesem Alter sein Selbstwertgefühl noch aus der vermeintlichen Unterlegenheit anderer Menschen ziehen muss? Wenn Du das fragst (und zwar nicht wütend und verletzt, sondern möglichst laut und arrogant), ihm dann demonstrativ den Rücken zudrehst und langsam, mit hoch erhobenem Kopf die Veranstaltung verlässt, hast Du definitiv was gewonnen.

Ich wünsche Dir ganz viel Glück, wie auch immer Du Dich entscheidest.
 
Nein, ich geht da bestimmt nicht hin.
Aber ab!!!

Das meiste Pack konnte,
ich damals schon nicht ab.
Was soll ich jetzt mit denen?!

Und ich weiß auch ohne Klassentreffen,
dass ich Geld sehr gut da stehe bzw.
mir ein Gutes Leben leisten kann
Da muss ich mich nur in meinen Zuhausen umsehen.
Was interessiert mich, die Problem Kinder meiner Vergangenheit.

Aus 12 Jahren Schulzeit hab
ich keinen mehr.
Und das ist auch gut so!
 

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