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Im Lebenslauf gelogen, stecke in der Klemme

Bewerberin_2019

Neues Mitglied
Guten Morgen,


Ich habe etwas unglaublich Dummes getan und brauche dringend einen guten Tip. Ich bin schon seit 5 Monaten auf Jobsuche, befinde mich im ALG 1 Bezug und habe nebenher eine geringfügige Tätigkeit als Springer in einer Werbeagentur, wo ich in Krankheitsfällen oder bei Urlaub in der Auftragsbearbeitung aushelfe.

Da ich mich auch in einem für Bewerbungen ungünstigen Alter befinde (Anfang 30, potenziell gebärfähig, blablubb), habe ich es ohnehin schwer, eine neue Beschäftigung zu finden. Also habe ich mich, dummerweise, von meinem Bewerbungscoach bequatschen lassen.

Dieser war der Ansicht, ich solle meine geringfügige Tätigkeit einfach als Haupttätigkeit im Lebenslauf deklarieren und gar nicht erwähnen, dass ich arbeitssuchend bin..

So weit, so schlecht. Ich wurde dann zu einem Gespräch eingeladen und bekam kurz darauf eine Zusage für die Stelle. Die Freude darüber währte so lange, bis ich den Personalfragen und weitere Unterlagen zugeschickt bekam, denn man verlangte auch eine Urlaubsbescheinigung meiner letzten Stelle. So und nun habe ich natürlich das Problem, dass ich bei meiner Springertätigkeit kein Anrecht auf Urlaub hatte, da ich ja nur sporadisch eingesetzt wurde und manchmal auch wochenlang gar nicht.

Dementsprechend kann ich diese Bescheinigung nicht vorlegen und weiß jetzt absolut nicht, was ich machen soll. Als ich meinen Jobcoach angerufen und den Fall geschildert habe, war er recht kurz angebunden und meinte bloß "Ja das ist jetzt halt blöd gelaufen, normalerweise ist eine Urlaubsbescheinigung total veraltet und die verlangt eigentlich keiner mehr, deswegen hab ich daran jetzt gar nicht gedacht!"

Klar bin ich selbst dran schuld, dass ich diesbezüglich auf ihn gehört habe, aber ich habe keine Ahnung, was ich jetzt tun soll. Wenn ich die Wahrheit sage, wird man mich sicherlich gar nicht ernst einstellen und die Zusage zurückziehen. 🙁
 
Wenn du bei deiner Springertätigkeit einen Arbeitsvertrag hast, müsste da auch irgendwas bezüglich Urlaubsanspruch nachvollziehbar sein.

Wie hast du die Tätigkeit genau im Lebenslauf angegeben?
 
Surrender meinte:
Damit wäre das Problem eigentlich gelöst

Noch nicht ganz. In der Urlaubsbescheinigung stehen persönliche Arbeitnehmerdaten und auch die Höhe des Urlaubsanspruches. Wenn die neue Personalabteilung gründlich ist, dann könnte denen schon auffallen, dass die TE einen ungewöhnlich geringen Urlaubsanspruch hat, dafür dass sie laut Lebenslauf regulär angestellt war.
 
Genau deshalb sollte man keinen Bewerbercoach auch nur eine Silbe trauen. Klar gibt es Ausnahmen, die was von ihrem Beruf verstehen aber 99 Prozent sind für die Tonne.

Das liegt daran, dass der Begriff Coach nicht wirklich geschützt ist und keine wirkliche Ausbildung verlangt. Heißt: Selbst der dümmste Sonderschüler könnte einfach eine 0815 Schulung besuchen, schon darf er andere coachen. Das Ergebnis ist, dass sich eine riesige Anzahl von Coaches rumtreiben, die verzweifelte Arbeitssuchende totale Scheiße erzählen und am Ende Bewerberchancen mindern oder sogar komplett zerstören wie es in deinen Fall passiert ist.

Was du tun kannst? Garnichts. Außer die Wahrheit sagen, hoffen dass der AG es nachsieht und es als Erfahrung fürs Leben verbuchen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist immer besser die Wahrheit zu sagen als zu Flunkern. Auch die Artgumentation wegen deinem Alter etc finde ich nicht gut begründet. Ein guter Arbeitgeber sollte sowieso weder das Alter noch Geschlecht in Kombination als Markel betrachten.

Sag auf jedenfall die Wahrheit, wenn du Glück hast nehmen die dich trotzdem, ansonsten geht es in einer anderen Richtung weiter 🙂 ! Musst halt auch bedenken das die sowas nicht so toll finden, aber auch gut finden werden das du ihnen die Wahrheit sagst!
 
Ich würde mir von der Firma, in der Du den Nebenjob tätigst, einfach ein formloses Schreiben geben lassen, dass Du keine Urlaubstage mehr übrig hast.

Das wird dem neuen Arbeitgeber reichen.

Wenn er natürlich eine Arbeitszeugnis verlangt sieht es schlecht aus.
 
Ich stimme kasiopaja zu. Ein formloses Schreiben ist eine gute Idee da ohne Schrammen raus zu kommen. Wenn du erstmal im Job bist musst du natürlich immer mal wieder aufpassen, dass dir nichts raus rutscht ausversehen. Ehrlich sein, zu diesem Zeitpunkt, würde ich nur, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind.
Ich denke viele Arbeitgeber wären nicht sehr verzeihend. Auch ich würde dich nicht mehr anstellen, obwohl ich das menschlich total nachvollziehen kann.
 
Klasse, solche verlogenen Arbeitnehmer wecken Vertrauen. Bekommt nicht dein neuer AG automatisch steuerrelevante Daten vom alten AG übermitteln.
Hast du den Lebenslauf gefälscht hast du eine Anzeige wegen Dokumentenfälschung am Hals.

Sag lieber gleich warum du gelogen hast, eventuell ist noch was zu retten.
Wenn nicht bewerbe dich bei der nächsten Stelle. Mit der wahrheit kommt man meist weiter.
Ich habe für solche Dinge absolut kein Verständnis mehr.
 

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