Ixodiphagus hookeri
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Ich stelle mal eine dreiste Behauptung auf. Deine Lebensabschnittsgefährtin besitzt eine überdurchschnittliche soziale Intelligenz, bei dir ist es die rationale Intelligenz. Heute mehr denn je ist die soziale Intelligenz deutlich wichtiger, als die rationale.
Letzteres sehe ich etwas anders, auch so wie Du es - sehr originell - definierst. Dazu später mehr. Ersteres kann ich ebenfalls verstehen, d.h. dass Du darauf kommst. Es spricht ja einiges dafür. Ich kann mir aber kaum vorstellen, dass Du, was meine Freundin betrifft, richtig liegst.
Ich will das nicht alles noch mal hervorkramen. Sonst drehen wir uns hier in einer Endlosschleife. Nur 2 Punkte:
- Wer andere gerne für sich arbeiten lässt, wird normalerweise anschließend dankbar sein oder zumindest Dankbarkeit heucheln, damit er das Spiel so weiter treiben kann. (oder doch nicht? mir fällt da zumindest noch ein weiteres Gegenbeispiel aus meinem Bekanntenkreis ein)
- Wer in einem genormten IQ-Test (HAWIE) mit mehr als 140 Punkten abschneidet, kann nicht nur über soziale Intelligenz verfügen und ansonsten eher unterbelichtet sein. Soziale Intelligenz wird in diesem Test ja gar nicht gemessen.
Mit rationaler Intelligenz wirst du dich in bestimmten Berufs- und Wissenschaftszweigen, die extrem darauf angewiesen sind, selbstverwirklichen können und kommst dort einfacher zu Rande als andere. ...
Da hast Du natürlich Recht. Ich hatte ja weiter oben auch schon ein paar Beispiele genannt. Auch was mich betrifft, liegst Du sicher nicht ganz falsch. Es ist ein Hindernis - vor allem im "falschen" Beruf bzw. im falschen beruflichen Umfeld.
Soziale Intelligenz hingegen kann nahezu alles ausgleichen. ...
Finde ich sehr interessant, was Du dazu schreibst. Ich frage mich allerdings schon, ob man, wenn man sich nur auf seine "soziale Intelligenz" verlässt, sich damit auch langfristig einen Gefallen tut.
Wenn ein Studi z.B. die Gruppenarbeit von den anderen erledigen lässt und sich den Kram von ihnen erklären lässt, dann fehlt ihm trotzdem wahrscheinlich Hintergrundwissen und eigene Übung, um am Ende des Semesters auch die Klausur zu bestehen. (In manchen Fächern funktioniert das, da hast Du Recht. Ich hatte nur gerade erst vor ein paar Tagen selbst im Fach "Lineare Algebra" daran gedacht. Dort funktioniert so ein Verhalten eben gerade nicht, weil die Gruppenaufgaben für die Endnote nicht zählen, sondern nur die Klausur).
Oder nehmen wir eine Frau, die sich darauf verlässt, dass sie wegen ihres guten Aussehens immer leicht an gut bezahlte Jobs (in bestimmten Branchen) kommt oder dass Arbeitskollegen für sie den Großteil ihrer Arbeit erledigen. Irgendwann ist es damit vorbei. Wenn dieses "Kapital" aufgebraucht bzw. vernichtet ist, kann sie dann nur noch ihren Lebensstandard halten, wenn sie einen gut verdienenden Macker geheiratet hat.
(Wobei mir klar ist, dass es auch genügend "sozial intelligente" Männer in diesem Sinne gibt ...)