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Ich will bei ihm sein.

Liebe Lulu-lu,

ich habe schon häufiger im Forum auf Pater Anselm Grün hingewiesen, nicht weil ich Menschen zum Christentum bekehren will, sondern weil er vieles geschrieben hat, was das Leben anschaulicher, leichter und lebenswerter macht.

Er hat auch viel über die Liebe geschrieben u.a. auch sinngemäß dies:

Viele Menschen beklagen sich, dass ihre Liebe von dem Menschen, den sie lieben, nicht erwidert wird. Sie leiden an unerfüller Liebe. Doch weil die Liebe in ihnen wohnt, sind sie reicher als viele andere Menschen. Die Liebe ist da, man kann sie fühlen und sie ist unzerstörbar.

So kannst auch du deinen Liebsten immer weiter lieben. Du hast Grund zu trauern, aber du hast auch Grund fröhlich zu sein, denn du empfindest Liebe. Deine Liebe scheint sehr groß zu sein. Sie leitet dich in dieser schweren Zeit und ist für dich selbst das Leuchtfeuer in der Nacht. Deine Einsamkeit, deine Zweifel, deine Ängste sind irdisch. Deine Liebe zu ihm steht über den Dingen.

Dein Liebster ist nicht mehr körperlich bei dir, aber dass du ihn geliebt hast, hat ihn bestimmt zu einem glücklichen Menschen gemacht. Er würde sich sehr wünschen, dass du wieder glücklich bist. Vielleicht ist er dir sogar ganz nah und sieht dich. Deshalb lächele wenn du an ihn denkst. Es könnte ihn freuen.

Ich wünsche dir deshalb jeden Tag ein Lächeln!

LG
mo44
 
Hallo,

mein Beileid zu deinem Verlust. Ich fände es wichtig dass du daran arbeitest dich zu lösen und dein Leben weiterlebst. Anhaften ist nicht gut.
Man ehrt die Toten nicht indem man ihnen hinterherhechelt oder den Wunsch pflegt ihnen ins Grab nachzusteigen, sondern eher indem man selber ein glückliches und erfülltes Leben führt.
Falls du an einer Depression leidest und weiterhin an Autoaggressionen, dich selber verletzt etc. gehörst du in Therapie.
Meiner Ansicht nach wäre eine Therapie ggf. wichtig/notwendig für dich um eine gute Trauerarbeit zu leisten..Ein Internetforum wird dir dabei nicht ausreichend helfen können. Es ist gut sich hier ein wenig auszutauschen, aber wichtig sind auch face to face-Gespräche mit Freunden, in Therapie oder einer Selbsthilfegruppe, damit du mal ne Schulter hast zum Anlehnen und Ausheulen.

Deine Träume in denen dein gestorbener Freund erscheint und die dir real erscheinen könnten auf eine beginnende Psychose hindeuten...denn an sich neigen die Toten nicht dazu zurückzukehren...nur in Filmen etc. Achte also darauf deine Wünsche nicht zu stark in die Wirklichkeit zwingen zu wollen, sodass deine Birne hinterher total durchkachelt und du Wunsch und Wirklichkeit beginnst zu verwechseln, zu vermischen....

Es ist gut sich zu erinnern aber man sollte das auf angemessene Weise tun und nicht vor dem Hintergrund nicht loslassen zu wollen. Lass die Toten ruhn und auch deinen gestorbenen Freund und sieh zu genügend Anschluss ans Leben zu finden und zu behalten. Das alles wird nicht leicht, aber mit einiger Hilfe durch Freunden mit denen du drüber reden kannst oder ggf. Threrapie kannst du es sicherlich gut schaffen.

Viel Erfolg!
Tyra
 
Hallo,

Ich habe denselben Verlust wie du machen müssen, als mein Freund 2006 verstarb. Wir waren 2 Jahre zusammen gewesen und wollten gerade zusammen ziehen.
Es gibt nichts auf dieser Welt, das deine Wunden annähernd heilen könnte, außer die Zeit, die irgendwann nur noch Narben hinterlässt. Sie werden dich ewig an das erinnern, was dir weggenommen wurde, aber glaube mir - das Leben geht irgendwie weiter.
Wenn du jemanden zum sprechen brauchst, dann melde dich gerne bei mir unter us-eila@web.de

Es tut mir Leid, dass du solch einen Verlust durchleben musst, aber sich in seinen vier Wänden einschließen und von den Gedanken übermannen zu lassen, ist keine Lösung. Reden ist da wirklich das Beste. (Obwohl bei mir das Reden nie ging und immer noch nicht geht... schreiben ist eher meine Art der Verarbeitung)

Würde mich freuen, wenn du dich melden würdest.

Fühl dich gedrückt,
Eila
 
Hab mich dann mal angemeldet, da die E-Mail adresse nicht angezeigt wird.

Würde mich freuen von dir zu hören!!

Ganz liebe Grüße,

Eila
 
ich danke euch allen sehr für eure lieben worte....ich finde dafür keine worte mehr....es ist immer das gleiche....der gleiche schmerz und die gleiche verzweiflung....
udn es hört einfach nich auf....

DANKE EUCH ALLEN!!!

lg die einsame,traurige,verzweifelte,mit schmerz erfüllte lulu...
 
Hallo liebe Lulu-lu,

ich habe gerade Deine langen Ausschweifung über Deine Trauer gelesen und alles ist mir sehr nahe gegangen und vieles sehr bekannt vorgekommen, nur ist das schon alles sehr lange her bei mir. Dieses Jahr werden es 10 Jahre, daß mein Freund nach unserer 3-jährigen Beziehung von mir gegangen ist, und immer noch ist es unfaßbar für mich, immer noch gibt es Träume in denen er auftaucht und alle Gefühle wieder hochholt. Ich weiß teilweise nicht, wie ich die Zeit überstanden habe / überlebt habe, aber irgendwie ging alles weiter, und heute bin ich froh, daß ich nicht aufgegeben habe! Ich war damals 19.

Was ich schreiben wollte, mir kommt alles sehr bekannt vor, wie Du Dich ausdrückst. Auch ich habe kurz nach seinem Tod nicht reden können oder wollen. Die, die mir nahestanden, insbesondere meine Eltern sind nicht an mich rangekommen, ich bin 2 Monate nach seinem Tod zu Hause ausgezogen in eine eigene Wohnung, habe mir ein Tattoo mit "In Memory of..." stechen lassen, das ich immer noch trage und nie bereuen werde, hatte zwar Freunde, doch konnte nicht mit ihnen reden. Es gab da ebenso diesen Schalter schwach/stark und den tiefen Wunsch, sich jemandem anvertrauen zu können. Ich habe damals angefangen sowas wie ein Tagebuch zu schreiben mit all meinen Erlebnissen und Gefühlen, somit habe ich viel Zeit "mit ihm" verbracht und es hat mir sehr geholfen. Ich habe mich daheim eingeigelt, und wenn ich mich mal aufgerafft habe, unter Leute zu gehen, hab mich das nur noch trauriger gemacht, weil ich mir so verloren vorkam. Ich konnte die "guten Ratschläge" nicht mehr hören, weil ich dachte und auch wußte, daß sich keiner in mich reinversetzen kann, jeder einen solchen Schmerz anders empfindet... Es ist ganz ganz schwer, aber ich wünsche Dir, daß Du irgendwann einen Weg findest, damit umzugehen. Ob man sowas ganz verarbeiten kann irgendwann bezweifel' ich immer noch, und es gibt zum Beispiel bei mir (obwohl ich nach 8 Jahren Einsamkeit mittlerweile seit 2 Jahren in einer glücklichen Beziehung lebe) immernoch Dinge, wo ich selber merke, daß sie herrühren aus Unverarbeitetem. Man kann, glaube ich, nicht "richtig" damit umgehen. Vielleicht hilft eine Therapie, vielleicht hilft reden, vielleicht hilft sich abzulenken, vielleicht hilft sich damit zu beschäftigen, vielleicht hilft der Glaube, vielleicht der Nicht-Glaube. Versuche das, was Dir liegt. Wenn Du gerne schreibst, dann schreibe, wenn Du jetzt mit Deinem besten Freund ins Gespräch darüber kommst, dann rede mit ihm, usw. Finde heraus, was Dir guttut und versuche das umzusetzen. Sowas wird immer sehr lange dauern, aber ich denke, überall wo der Wille da ist, ist auch ein Weg! Suche Deinen und gib nicht auf, sei dankbar, daß Ihr so viel glückliche Zeit miteinander erleben durftet, sein stolz auf Deinen Freund, daß er so tapfer war, und sei Dir bewußt, daß er nicht Dich im Stich lassen wollte!!

Ich wünsche Dir viel viel Kraft - Du kannst nur wachsen mit dieser Erfahrung, die so schmerzhaft ist...

Liebe Lulu-lu, wenn es Dir hilft, oder Du private Nachrichten mit mir schreiben willst, dann melde Dich bei mir. Ich schreibe auch sehr gerne, und vielleicht hilft Dir Erfahrungsaustausch mit einer, die sehr Ähnliches vor einer relativ langen Zeit erlebt hat...
(Bin von heute Abend bis nächsten Dienstag im Urlaub, aber ich werde Dir danach sicher antworten!!)

ganz lieben gruß,
in-silence
 
ich habe lange nich mehr reingeschaut...ich weiss nich wieso....

jetz haben wir oktober und vor einem jahr began alles....ich komme immernoch nich klar damit, ich fühle mich so leer,einsam und allein....ich kann mein leben nich mehr genießen.
am 15.10. letztes jahr kam er ins kh und lag bis dezember im künstlichen koma,wo er dann auch starb...es ist unglaublich das es schon ein jahr her ist, es ist alles so frisch und i´mmernoch jeden tag present.
ich habe mit einem mal alles verloren und es fühlt sich so verdammt S**** an, sorry für die aussprache aber es macht mich immernoch so wütend, wütend auf den jenigen der ihn mir genommen hat....ich bin nich gläubisch aber ich weiss das er irgendwo ist.
ich träume regelmäßig von der zeit im kh, jeden tag war ich da und gab ihm kraft udn musste sehen wie es von tag u tag schlechter wird und wie er sich verändert....alles taucht in meinen träumen auf, ich wache auf und bin schweissgebadet.....wenn mein bester freund zu besuch ist udn bei mir übernachtet,berichtet er das ich schlecht udn unregelmäßig atme udn er angst hat....er macht mich dann immer wach.....
es holt mich nich nur am tage ein, sondern auch in der nacht.

ich möchte doch nur bei ihm sein, er fehlt mir so schrecklich....immernoch. ich komm einfach nich klar...
ich dachte schon an professionelle hilfe aber dann denke ich einfach das ich das selbst hinbekomme, ich bin doch stark.....

mein leben ist ruiniert, ich habe keine ziele mehr und weiss nich wo das alles enden soll.....
 
[...]
ich möchte doch nur bei ihm sein, er fehlt mir so schrecklich....immernoch. ich komm einfach nich klar...
ich dachte schon an professionelle hilfe aber dann denke ich einfach das ich das selbst hinbekomme, ich bin doch stark.....

mein leben ist ruiniert, ich habe keine ziele mehr und weiss nich wo das alles enden soll.....

Das du das hier aufschreibst, ist ein Zeichen dafür, dass du Hilfe benötigst! Wende dich doch bitte an deinen Hausarzt, oder an deine Krankenkasse, die werden dich schon verstehen und dir die entsprechenden Adressen geben.
Ich musste leider eine sehr ähnliche Erfahrung in meinem Leben machen, wie du. Ich habe sehr lange genauso gedacht "Wozu brauche ich Hilfe, dass muss ich doch auch alleine schaffen, wie alle anderen auch." Aber nein, das muss man eben nicht! Wenn man es nicht alleine schafft, sollte man sich nicht scheuen nach Hilfe zu fragen. Da bei dir das ganze inzwischen ein Jahr her ist, denke ich, dass du ebenso wie ich in irgendeiner Trauerphase stecken geblieben bist. Da ist nichts schlimmes dran! Jeder trauert auf seine Art und Weise, doch muss Trauer auch irgendwann akzeptiert und verarbeitet werden, ansonsten entwickelt sich ein Trauma daraus.
Wenn du noch Fragen haben solltest, schreib mir doch bitte eine PN.
Alles Liebe,
Eila
 
Hallo liebe Lulu-lu,

schön, daß Du Dich wieder meldest! Der Schmerz, den Du fühlst, wird noch lange nicht vorbei sein - aus Deinen Zeilen lese ich, wie tief Du fühlst und so hart es auch ist, ich glaube, daß Du auf dem richtigen Weg bist, irgendwann mit diesem tragischen Schiksal leben zu können. Wie auch Deine ersten postings höre ich soviel raus, was mir bekannt ist, kann ich soviel wiederentdecken, wie ich damals gefühlt habe, und vielleicht macht es Dir etwas Mut, wenn ich Dir schreibe, daß es mir mittlerweile sehr gut möglich ist, wieder glücklich und zuversichtlich in die Welt zu sehen, auch wenn mir mein Freund im Herzen verankert bleibt.
Ob man sich professionelle Hilfe geben lassen will oder nicht, ist eine schwierige Frage, wofür Du die richtige Antwort nur selber finden kannst. Außenstehende können nur Ratschläge erteilen. Ich muß sagen, es ist generell keine Schande, wenn Du Dir helfen lassen willst. Auch wenn Du selber weißt, daß Du stark bist, ist das kein Grund, sich keine Hilfe zu holen, wenn Du selber denkst, daß es Dir guttun könnte. Du schreibst, daß Du keine Ziele mehr hast und nicht weißt, wie das alles enden soll. Probiere es doch aus. Es steht ja auch jederzeit in Deiner Macht, so etwas wieder abzubrechen, wenn es Dir nicht taugt - bist ja zu nichts verpflichtet. Mir wurde damals auch professionelle Hilfe nahegelegt, in erster Linie von meiner Mutter, aber ich habe das abgelehnt. Ich wollte es alleine schaffen, und ich habe mich dem Schmerz gestellt, weil mir mein Freund dann auch wieder näher war, und ich dachte, ihn dadurch tiefer noch bei mir behalten zu können, was mir guttat. Jetzt im Nachhinein kann ich sagen, ich bin diesen Weg gegangen, und ich bin froh drüber, auch wenn es eventuell der steinigere Weg war. Ich bin gewachsen durch diesen Weg, aber habe auch viel "zahlen" müssen. Immer wieder brechen einige Eigenschaften an mir hervor, die ich früher nie so von mir kannte, die ich meinem Erlebten zuschreibe. Außerdem habe ich sehr starke Verlustängste, die daher rühren könnten (eventuell - sicher weiß ich es natürlich nicht - man weiß ja nie, wie man sich entwockelt hätte, wenn irgendwas nicht so passiert wäre). Vielleicht hätte psychologische Hilfe damals sowas relativiert, vielleicht aber auch nicht...

Und Du - wie geht es Dir mittlerweile in Deiner neuen Wohnung und Umgebung? Kannst oder konntest Du inzwischen mit Deinem besten Freund reden? Was machst Du, wie beschäftigst Du Dich? Hast Du angefangen, Klavier zu lernen? Kommt es immer noch vor, daß Du Dich selbst verletzt? Ich würde mich freuen, von Dir zu lesen!

ein lieber gruß
in-silence
 
ich danke vielmals für deinen beitrag.....es ist nur schwer alles so anzunehmen, das weisst du sicher selbst....
mein leben läuft so nebenbei irgendwie,ich gehe arbeiten udn wenn ich in meiner wohnung bin,bin ich in einer anderen welt, es lässt sich schwer beschreiben aber mir ist wichtig das ich beruflich nich stehen bleibe, die arbeit is wichtig und alles andere was mit mir ist, wie es mir geht, wo sich alles hinentwickelt, wie mein leben verläuft ist mir egal....denn solange ich mein arbeit hab, kann ich nich so tief fallen, denn das ist das wichtigste udn darauf kommt es mir im mom an.....
nach der arbeit komme ich in meine welt, in der welt wo ich alleine bin und wo mir alles egal ist und wo ich meinen schmerz leben kann, wo ich mich einigeln kann, draussen läuft alles immernoch wie ein film ab....mir geht es schlecht und manchmal fühle ich mich einfach wohl in meiner trauer....dann höre ich sentimentale music die mich noch mehr an alles erinnert....ich schaue mir fotos an,lese dinge von früher und sinke richtig tief..... .
dadurch das ich hier ganz alleine bin udn niemanden habe, familie ist über 200 km entfernt, kann ich doch nur in meinen wänden versinken. ich habe hier schon bekanntschaft gemacht, ja aber ich kann mich darauf noch nich richtig einlassen.....sie weiss wsas mir passiert ist aber mehr auch nich udn das ist auch gut so....wenn ich mal mit ihr weggehe ist es schwierig für mich aber ich gebe mein bestes....
was soll ich mit meiner zeit machen,ich mag nich wirklich raus gehen aber ich habe angefangen sport zu machen, ich habe mich im fitnessstudio angemeldet udn gehe regelmäßig dorthin....vorallem zum thai bo, dort kann man sich richtig auspowern udn auch die wut die ich hab kann ich etwas rauslassen....und es hält fit.....er wäre stolz darauf, denn er war auch sehr sportlich.....
es lenkt mich auch ein wenig ab und da kann ich für einige zeit meine gedanken in zaum halten.

mehr und mehr fange ich an mit meinem besten freund zu reden, es braucht zeit aber es geht manchmal....die situation muss auch einfach stimmen udn in letzte zeit haben wir viel zeit miteinander verbracht und da kam wir uns dann näher mit den gesprächen.

oft habe ich das bedürfnis mich zu verletzten udn ich würde es auch tun aber ich möchte diese narben nicht an meinen körper haben.....ich habe ganz kleine und eine größere die man sieht und das ist mir sehr unangenehm.....aber es kommt vor das ich mich selbst verletzte, "nur" leicht und dort wo man es nich sieht....ich weiss das es falsch ist aber manchmal überkommt es mich udn ich möchte es einfach tun.....

ich kann oder ich will mir keine ziele setzten, ich weiss es nich, ich pack das nich, es ist so verdammt schwer jetz alleine weiterzumachen und das muss ich aber wie.....ich bin so verletzt und es schmerzt von tag zu tag.....
meine gedanken drehen sich im kreis und ich komm nich vorran.....
 

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