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Ich weiß nicht was ich will und kann mich nicht entscheiden

lostdreams87

Mitglied
Seit einiger Zeit lebe ich mein Leben nur noch vor mich hin. Ich bin damit überhaupt nicht glücklich, es macht keinen Spaß. Ich weiß nicht was ich mit meinem Leben anfangen soll. Es gibt viele Dinge, die ich gerne tun würde, kann mich aber nicht entscheiden.
Zum Beispiel weiß ich nicht, ob ich nochmal eine Ausbildung oder ein Studium machen soll. Ich würde gerne, aber ich kann mich nicht für eine Sache entscheiden und ich bin mir unsicher ob das überhaupt etwas bringen würde.
Nach Jahren habe ich mich endlich mal dazu durchgerungen mich für einen anderen Wohnort zu entscheiden und bald werde ich einen Neuanfang wagen. Ich will dort aber nicht so weiter machen wie bisher und den Neustart richtig angehen.

Deswegen suche ich nach Tipps wie ich herausfinden kann, was ich wirklich will und wie ich dann Entscheidungen treffen kann. Im Moment bin ich wie ein Fähnchen im Wind, heute so, morgen anders...

Ich bin mir darüber im Klaren, dass mir das keiner abnehmen kann und das will ich auch gar nicht. Ich suche nach Wegen, wie ich da selbst hinkomme. Vielleicht ging es ja auch schon jemandem so?
 

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G

Gelöscht

Gast
Hallo lostdreams,

danke für deinen Beitrag. Mir geht es ähnlich wie dir!
Hab deswegen keine Lösung, aber vielleicht inspiriert dich folgendes Zitat:

"Es ist gefährlich, mit dem Losgehen zu warten, bis alle Zweifel ausgeräumt sind. Das wird nämlich nie der Fall sein. Solange du den Weg noch nicht gegangen bist, sind Zweifel auch angebracht. Du kannst hoffen, dass alles gut gehen wird - wissen wirst du erst, wenn du es tust"

Denke, dass du wissen wirst, dass ein neuer Wohnort nicht bedeutet, dass alle Probleme verschwinden. Ich für mich stelle fest, dass meine Probleme mit jedem Umzug mitgezogen sind ;) Einfach weil das Problem seine Ursache im "Inneren", d.h. im eigenen Verhalten und Denken, hat.

Jedenfalls, mir hilft es, mich zu fragen, was mir wichtig ist. Und wenn alles gleich wichtig ist, dann..tja, muss man es wohl ausprobieren. So kannst du dich bei deiner Qualifizierungsfrage fragen: "ist es mir wichtig, universität zu lernen oder reicht mir eine Ausbildung?" "will ich später einen konkreten Beruf haben oder lieber mit einem Bachelor breit aufgestellt sein?" usw.

Über manche Entscheidungen habe ich jahrelang gezaudert, manche traf ich zu schnell. Was ich aber bemerke ist, dass es wichtig ist, einfach den ersten Schritt zu wagen.
So erhält man neue Informationen, anstelle des ewigen, ab einem Punkt nicht mehr förderlichen, Gedankenkreisens ... und - in den meisten Fällen kann man eine Entscheidung wieder korrigieren. Das erfordert dann aber den Mut, etwas angefangenes wieder abzubrechen, die Gefahr besteht, dass man an einer Fehlentscheidung klammert.
Vor einigen Jahren las ich mal in einer Psychologiezeitschrift "Gewinner geben ständig auf. Nur im richtigen Moment"
Ist jetzt kein Plädoyer für eine Unverbindlichkeitsmentalität, will damit nur verdeutlichen, dass es nach einer bewussten Überlegung wichtig ist, ins Handeln zu kommen.

So, ich wende mich nun wieder meinen Pflichten zu.
 

Regis

Aktives Mitglied
Meinst Du das eher in beruflicher Hinsicht oder ganz allgemein?
Hast Du das Gefühl, Dir würde die Zeit verrinnen und Du hättest noch nichts geschafft? Wie lange fühlst Du Dich schon so?

Immerhin hast Du je einen mutigen Schritt mit dem Wohnortswechsel gemacht, was sind nun Deine beruflichen Aussichten? Könntest Du Dir eine Ausbildung oder ein Studium denn leisten (also Miete usw.)?

Diese Fragen musst Du natürlich nicht hier beantworten, sondern eher für Dich selbst.

Generell kann man sagen, dass Veränderungen oft auch Mut und Kraft brauchen, aber das hast Du mit dem Umzug schon gezeigt. Jetzt musst Du 'nur' noch herausfinden, was Dir anhand Deiner bisherigen Qualifikation oder Deinen Interessen beruflich am meisten liegen würde.
Hast Du da schon Ideen?
 

Sadie02

Aktives Mitglied
Hi!

Was genau machst du denn in letzter Zeit, seit du so überlegst? Also von was lebst du, jobbst du, wie genau verbringst du die Tage?

Ich denke auch, dass der Umzug in eine andere Stadt nicht gleich alle Probleme löst oder alles neu macht. Der Ort ist das eine, aber sich selbst nimmt man ja auch immer mit.

Aber es ist mutig von dir. Denn dort wirst du neue Leute kennen lernen. Auf die muss man zugehen. Irgendwie. Es ist schon eine große Veränderung und vielleicht kommt dadurch auch ein bisschen Veränderung bei dir selbst an.

Vielleicht kannst du auch mal total oldschool einfach einen Zettel nehmen...aufschreiben...was magst du gerne im Leben. Was weniger. Ohne viel Nachdenken. Dann schaust du nen Tag später, liest alles durch und überlegst, ob du daraus was machen kannst. Was feststellen kannst, welcher Weg eher passen würde.
Keine Ahnung, ob das hilft, aber es ist mir eingefallen.

Alles Gute!
 

lostdreams87

Mitglied
Hallo lostdreams,

danke für deinen Beitrag. Mir geht es ähnlich wie dir!
Danke, tut gut zu wissen :)

Über manche Entscheidungen habe ich jahrelang gezaudert, manche traf ich zu schnell. Was ich aber bemerke ist, dass es wichtig ist, einfach den ersten Schritt zu wagen.
So erhält man neue Informationen, anstelle des ewigen, ab einem Punkt nicht mehr förderlichen, Gedankenkreisens ... und - in den meisten Fällen kann man eine Entscheidung wieder korrigieren. Das erfordert dann aber den Mut, etwas angefangenes wieder abzubrechen, die Gefahr besteht, dass man an einer Fehlentscheidung klammert.
Vor einigen Jahren las ich mal in einer Psychologiezeitschrift "Gewinner geben ständig auf. Nur im richtigen Moment"
Ist jetzt kein Plädoyer für eine Unverbindlichkeitsmentalität, will damit nur verdeutlichen, dass es nach einer bewussten Überlegung wichtig ist, ins Handeln zu kommen.
Ich glaube das ist der Punkt, ich überlege zu lange. Ich wäge das für und wieder ab und das immer wieder. Ohne auf einen grünen Zweig zu kommen, weil alles seine Vor-und Nachteile hat. Ich hab Angst einen falschen Schritt zu machen. Gerade in beruflicher Hinsicht, wenn ich die falsche Wahl treffe, hab ich viel Zeit und Geld verbrannt. Und ich bin halt schon Ü30... wie soll man sich da entscheiden? Auf der anderen Seite, wenn nicht jetzt wann dann?
Das macht mich irre...
 

lostdreams87

Mitglied
Danke für deine Antwort Regis. Ich beantworte die Fragen mal hier, auch wenn ich weiß, dass ich das nicht müsste. Ich komm ja alleine nicht weiter.

Meinst Du das eher in beruflicher Hinsicht oder ganz allgemein?
Hast Du das Gefühl, Dir würde die Zeit verrinnen und Du hättest noch nichts geschafft? Wie lange fühlst Du Dich schon so?
Das ist schon seit ein paar Jahren so. Hauptsächlich in beruflicher Hinsicht, privat schaffe ich es auch nicht etwas erfüllendes zu finden.



Immerhin hast Du je einen mutigen Schritt mit dem Wohnortswechsel gemacht, was sind nun Deine beruflichen Aussichten? Könntest Du Dir eine Ausbildung oder ein Studium denn leisten (also Miete usw.)?
Kommt drauf an, würde zwar hart werden, aber nicht unmöglich.



Generell kann man sagen, dass Veränderungen oft auch Mut und Kraft brauchen, aber das hast Du mit dem Umzug schon gezeigt. Jetzt musst Du 'nur' noch herausfinden, was Dir anhand Deiner bisherigen Qualifikation oder Deinen Interessen beruflich am meisten liegen würde.
Hast Du da schon Ideen?
Ich habe da eine Menge Ideen...nur scheinen die mir teilweise unmöglich deshalb habe ich auch alternative Ideen, aber nichts von dem ich sagen kann, das will ich unbedingt. Ich kann mir auch nicht vorstellen die nächsten 10 Jahre immer das gleiche zu machen. Am liebsten würde ich einfach alles machen :rolleyes:
 

lostdreams87

Mitglied
Danke für deine Antwort Sadie.

Was genau machst du denn in letzter Zeit, seit du so überlegst? Also von was lebst du, jobbst du, wie genau verbringst du die Tage?
Hauptsächlich mit Arbeit, Haushalt und Hund. Heute war mein letzter Arbeitstag :)

Ich denke auch, dass der Umzug in eine andere Stadt nicht gleich alle Probleme löst oder alles neu macht. Der Ort ist das eine, aber sich selbst nimmt man ja auch immer mit.
Darüber bin ich mir sehr bewusst. Deswegen will ich es nun anders machen. Die neue Umgebung will ich lediglich als Arschtritt nutzen^^

Aber es ist mutig von dir. Denn dort wirst du neue Leute kennen lernen. Auf die muss man zugehen. Irgendwie. Es ist schon eine große Veränderung und vielleicht kommt dadurch auch ein bisschen Veränderung bei dir selbst an.
Danke, das hoffe ich.


Vielleicht kannst du auch mal total oldschool einfach einen Zettel nehmen...aufschreiben...was magst du gerne im Leben. Was weniger. Ohne viel Nachdenken. Dann schaust du nen Tag später, liest alles durch und überlegst, ob du daraus was machen kannst. Was feststellen kannst, welcher Weg eher passen würde.
Keine Ahnung, ob das hilft, aber es ist mir eingefallen.

Alles Gute!
Danke für den Tipp, das probiere ich mal.
 

Jusehr

Aktives Mitglied
Zum Beispiel weiß ich nicht, ob ich nochmal eine Ausbildung oder ein Studium machen soll.
Weißt Du denn, welches Studium oder welche Ausbildung Du machen würdest? Dann könnten Dir wahrscheinlich schon viele sagen, ob das gut ist.

... heute so, morgen anders...
Ich glaube nicht, dass es für diese Haltung einen (schnellen) Tipp gibt, der Dich auf Spur bringt. Vermutlich entscheidet dann das Leben und Du mußt einen bestimmten Weg gehen.

Trotzdem einen Tipp von mir:
Versuche (oder entscheide Dich für) das Mögliche und laufe nicht 100%igen Lösungen oder Varianten nach!
 

lostdreams87

Mitglied
Danke für deine Antwort Jusehr.


Weißt Du denn, welches Studium oder welche Ausbildung Du machen würdest? Dann könnten Dir wahrscheinlich schon viele sagen, ob das gut ist.
Ausbildung: Erzieherin
Studium: Ergotherapie, Sozialpädagogik, Kulturwissenschaften, Psychologie, Medieninformatik


Ich glaube nicht, dass es für diese Haltung einen (schnellen) Tipp gibt, der Dich auf Spur bringt. Vermutlich entscheidet dann das Leben und Du mußt einen bestimmten Weg gehen.

Trotzdem einen Tipp von mir:
Versuche (oder entscheide Dich für) das Mögliche und laufe nicht 100%igen Lösungen oder Varianten nach!
Ich versuche immer alles so perfekt wie möglich im Rahmen meiner Möglichkeiten zu machen... und ich habe keine Lust mehr, dass das Leben für mich entscheidet, das war bisher nicht besonders erfüllend.
 

Jusehr

Aktives Mitglied
Ich versuche immer alles so perfekt wie möglich im Rahmen meiner Möglichkeiten zu machen... und ich habe keine Lust mehr, dass das Leben für mich entscheidet, das war bisher nicht besonders erfüllend.
Hier noch mal meine Warnung vor zuviel Perfektionismus. Man schafft oft zwei Sachen zu 99% in derselben Zeit, wo man eine Sache zu 100% nicht (oder sogar nie!) schafft.

Zum Glück sagst Du "im Rahmen meiner Möglichkeiten". Bitte auch nicht die Möglichkeiten überschätzen ;)!

Zufriedenheit beginnt vielleicht bei 62 % :).
 

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