Wie bitte soll man zeigen, dass man etwas nicht mehr will? Man geht dem aus dem Weg, man greift es nicht mehr an, man verweigert es, man entzieht sich. Das ist doch deutlich genug.
Vielleicht braucht sie gar keinen Sex derzeit, vielleicht braucht sie keine Beziehung, keine Intimitäten, dann wäre fair und gut, wenn man das akzeptieren kann. So kanns kommen, so darf es auch sein.
Es gibt Paare, wo kein Problem ist, wenn Sex selten ist, oder keiner mehr stattfindet. Das ist doch egal.
Hier sieht man, es ist NICHT egal, wie es ist, das tut weh, das ist unerträglich, das ist nicht zum aushalten und obwohl man fragt wieso, bekommt man keine Antwort, man verlangt, dass das hingenommen wird. Jetzt müsste man zeigen, nein, das kann ich so nicht hinnehmen, das bringt mich um, wenn das so ist, ich halte das nicht mehr aus.
Entweder gern, oder gar nicht. Entweder bin ich gern in einer harmonischen Zweisamkeit, dann tu ich doch alles, damit diese nicht zerbricht, da rede ich doch über meine Gefühle, ich blocke doch nicht, ich geh dann doch drauf ein, da findet man einen Weg, wie man umgeht mit Beziehungsschwierigkeiten.
Das wird sie lernen müssen, mir scheint, es ist Zeit, dass sie und auch du aufhört mit Ausweichen.
Darum wäre vielleicht gut, wenn du dich nicht mehr zurückhälst und endlich offen zeigst, jetzt hast du mich verloren, das war das letzte Mal, wo du mich wegschupsen konntest.
Mir ist mein Partner nicht egal, ich bin verliebt in ihn und zeige das durch gelebte Nähe. Diese Nähe ist schuld daran, dass nie wirklich Flaute ist mit Lust und Regungen, die durch diese Nähe entsteht.
Sex ist praktisch ein "Nebenprodukt", das anfällt, weil wir sehr liebevoll miteinander umgehen.
Würde mir diese liebevolle Nähe verweigert werden, ich würde aufstehen und gehen, wenn das dauernd so wäre, trotz Bemühungen meinerseits.