Unsere Beiträge hatten sich überschnitten.
Deshalb hatte ich nicht gelesen, dass sie nicht wusste, was es bedeutet.
Ansonsten fühle ich durchaus mit minimaus. Und gerade deshalb fand ich die Situation, dass sie bis 18 Uhr keinerlei Informationen bekommen hat, ganz schlimm.
Gerade deshalb kann ich nachvollziehen, wie schlimm es ist, eine enge Bezugsperson in so einer für mich so ungewissen Lage zu sehen. Gerade deshalb bin ich der Meinung, dass die Schwiegermutter und minimaus zusammenhalten sollten.
Gerade deshalb habe ich gesagt, dass es wichtig ist, dass Angehörige immer nachfragen sollten und sich nicht abwimmeln lassen sollten.
Ich mache hier niemanden einen Vorwurf und freue mich, dass es jetzt besser wird, dass das Fieber runter geht und dass man den Mann von Minimaus bald aufwachen lässt.
Vielleicht kommt es so rüber, dass ich nur stänkern will.
Aber das ist nicht meine Absicht. Möglicherweise gehe ich zu sehr von mir aus. Ich könnte so eine Ungewissheit überhaupt nicht aushalten. Ich könnte es nicht aushalten, nur zu bestimmten Uhrzeiten zu meinem Mann zu dürfen, wenn nicht klar ist, ob er überlebt oder nicht.
Und ich weiß, wie schwer es manchen Ärzten fällt, angehörigengerecht mit den Angehörigen zu reden, also so, dass sie das auch verstehen können.
Und ich hab in meinem Umfeld schon viele schwere Krankheiten erlebt, ich war schon selbst schwer krank.
Und ich finde, dass auch wir Angehörigen nicht hinnehmen dürfen, dass dieses Gesundheissystem immer weiter den Bach runtergeht.
Und ich weiß, dass solche Geschichten leichter zu ertragen sind, wenn es sich auf verschiedene Angehörige aufteilt, und wenn die zusammen den Prozess der Krankheit des Angehörigen begleiten dürfen, sich untereinander austauschen dürfen usw.
Ich wünsche der Familie weiterhin alles Gute.